CH112451A - Drosselklappenventil. - Google Patents
Drosselklappenventil.Info
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Description
Drosselklappenventil. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Drosselklappenventil mit in einem Ge häuse drehbar gelagerter Drosselklappen scheibe. Solche Drosselklappenventile sind für Wasserleitungen häufig in Anwendung gebracht worden, wobei die Klappenscheiben auf einer Welle befestigt sind, die diametral und in der Ebene der Scheibe durch diese ge führt sind, derart, dass der Umfang der Scheibe an zwei Stellen durch die Wellen enden unterbrochen ist, welche Wellenenden in dem Gehäuse der Leitung etc. gelagert sind. Es sind solche Ventile bekannt geworden, bei denen der Umfang der Scheibe mit mindestens einer Nute versehen wird, in denen zur Ab dichtung dienende Dichtungsstreifen einge baut werden, die an den Wellenenden be festigt sind.
Es haben sieh stets Schwierig keiten in der vollkommenen Abdichtung ge geben. Diese Schwierigkeiten sind haupt sächlich darauf zurückzuführen, dass es un möglich war, die Dichtungsstreifen auf die richtige Länge herzustellen, damit sie sich auch den eintretenden Formänderungen an- passen könnten, zum Beispiel einer Form änderung der Röhre oder des Gehäuses. Die wenig biegsamen Streifen konnten nicht gleichzeitig überall gut dichtend an der Gehäusewand anliegen in der Nähe der Welle, insbesondere dann, wenn die Scheibe unter Druck stand. Gemäss vorliegender Erfindung ist nun die Drosselklappenscheibe um eine Achse drehbar gelagert; die in einem Winkel zur Mittelebene der Scheibe steht.
Die Mittel ebene der Scheibe fällt also mit einer ach- sialen Ebene nicht zusammen. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass der ganze Umfang der Drosselklappenscheibe ununter brochen liegt und mit einer in sich geschlos senen Nute versehen werden kann, in welche federnde Dichtungsringe oder Dichtungs segmente eingebaut werden können. Die Drosselklappenscheibe kann daher ähnlich wie ein Motorkolben mittelst einer oder meh rerer Ringe oder Ringteile abgedichtet wer den. Die Ausführung kann dabei. in zwei Arten erfolgen.
In einem Falle kann die Mittelebene der Drosselklappenscheibe senk- recht. zur Achse der Rohrleitung oder des Ventils stehen, in welchem Falle dann die die Scheibe tragende Welle schräg zur Ventilachse steht. Bei dieser Anordnung ist es nicht nötig, das Ventilgehäuse zweiteilig zu machen, und die Innenwandung des Ge häuses, mit welcher der Umfang der Drossel hlappenscheibe zusammenarbeitet, kann sym metrisch sein, da beim Drehen der Scheibe um ihre Welle beim Öffnen nur zwei Punkte der Scheibe mit der Innenwand des Gehäuses in Berührung stehen. Der Durchmesser der Drosselklappenscheibe ist derselbe wie für die Innenwandung.
Bei der zweiten Ausfüh rungsform steht die die Drosselklappenscheibe tragende Welle im rechten Winkel zur Ven tilachse, während die Drosselklappenscheibe in einem Winkel zu dieser Achse steht, der kleiner bezw. grösser als 90 ist. Um eine Drosselklappenscheibe dieser Art einbauen zu können, ist es nötig, das Ventilgehäuse zwei teilig zu machen. Der Umfang der Drossel <B>Z:,</B> arbeitet mit einer Innenwand des Ventilgehäuses zusammen, die einen Teil einer Kugeloberfläche bildet.
In jedem Falle wird eine Druckkomponente in der Richtung der Welle verlaufen, wenn das Ventil geschlossen ist. Dieser Druck kann durch Drucklager etc. aufgenommen werden; ferner können Mittel vorgesehen sein, um den Flüssigkeitsdruck auf die Dichtungsringe einwirken zu lassen.
In der beiliegenden Zeichnung sind bei spielsweise Ausführungsformen des Erfin dungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Achsialschnitt durch eine erste Ausführungsform, einzelne Teile in Ansicht; Fig. 2 ist ein Axialschnitt durch die Aus führung nach Fig. 1, um 90 zu dieser ge dreht, teilweise in Ansicht;
Fig. 3 und .1 zeigen eine zweite Ausfüh rungsform in entsprechenden Ansichten; Fig. 5 zeigt ein Detail der Ausführung nach Fig. 3 und d; Fig. 6 zeigt eine Detailvariante der Aus führung nach Fig. 1; Fig. 7 und 8 zeigen schematisch den Ein bau je zweier Ventile in zwei Wasser leitungen; F'ig. 9, 10 und 11 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel mit Einrichtung zum Beeinflussen der Dichtungsringe durch den Flüssigkeitsdruck;
Fig. 12 zeigt ein Detail.
In der Zeichnung bezeichnet 1 eine Rohr leitung, in welcher ein Ventilgehäuse 2 ein gebaut ist. In letzterem ist eine Drosselklap- penscheibe 3 mittelst einer Welle 5 drehbar in Lagern 6 gelagert. Der Umfang 7 der Scheibe 3 ist mit einer Nute 8 versehen, in welcher eine elastische Dichtung 9 (Fig. 5) eingebaut ist Die Dichtung weist einen Ring 10 auf, der aus einem Dichtungsring 11 und einem innern federnden Ring 1? besteht. Der Ring 11 besitzt eine ununterbrochene äussere Dichtungsfläche, die sich überlappt bei 13 (Fig. 12). Der zweite Ring 12 ist mittelst Stiftes 1-1 mit dem Ring 11 ver bunden.
Der Stift 1.1 ragt in eine Ausneh- mung 15. Die elastische Packung ist nicht absolut notivendi"-, da der Umfang der Scheibe 3 selbst genau bearbeitet werden kann, um dicht: an der Innenwandung des Ventilgehäuses anzuliegen und abzuschliessen. Die Scheibe 3 ist kreisförmig, ebenso auch die Nute 8, die Dichtung 9 und die Innen wandung des Ventilgehäuses.
Die Packung 9 kann aus Segmenten zusammengesetzt sein, die sich überlappen, wobei jeweils der Ring 1? die Stossstelle der innern Ringsegmente 11 abdeckt. Die Mittelebene der Scheibe 3 steht nun in einem Winkel zur Achse der Welle 5, und zwar ist der Winkel so gross, dass die Welle 5 die Nuten bezw. Dichtungs ringe nicht schneidet. Die Achse der Welle 5 steht nach Fig. 1 und \? in einem Winkel zur Mittelachse oder zur Achse des Ventils und der Leitung 1.
Bei der in Fit;. 3, I und 8 dargestellten Ausführungsform steht die Achse der Welle im rechten Winkel zur Achse des Ventil gehäuses 2 und der Röhre 1. Die Scheibe 3 dagegen steht wieder in einem Winkel zur Wellenachse. Der Durchmesser der Scheibe 3 ist etwas grösser als der Durchmesser der Innenwandung der Röhre 1 bezw. des Ventil gehäuses 2. Um einen dichten Abschluss er reichen zu können, ist das Ventilgehäuse 2 mit einer Innenwandung 16 versehen, die einen Teil einer Kugeloberfläche bildet, deren Durchmesser demjenigen der Scheibe 3 entspricht, wobei dieser Durchmesser grösser ist als der Durchmesser der zylindrischen Innenwandung des Ventilgehäuses 2. Das Ventilgehäuse 2 selbst ist zweiteilig.
Die Teilebene fällt mit einer Ebene durch die Achse der Welle 5 zusammen und steht senk recht zur Achse des Rohres 1 und des Ventil gehäuses 2. Die Scheibe 3 ist mit Dichtungs ringen versehen, deren äussere Fläche als äquatoriale Kugelzone ausgebildet ist.
Der Druck der Flüssigkeit in der Leitung 2 wirkt senkrecht auf die Scheibe 3. Wird z. B. angenommen, dass die Flüssigkeit im Sinne der Pfeile, Fig. 1, 3 und 10, fliesst, so wird eine Druckkomponente in der Richtung der Welle 5 entstehen; dieser Druck wird von den Lagern 6 aufgenommen, und zwar mit Hilfe eines Widerlagers. Dieses Widerlager besitzt eine Druckscheibe 17, die an der Welle 5 befestigt ist. Die Druckscheibe 17 lagert auf ihrem Gegenlager 18, das senk recht zur Welle 5 im Gehäuse 2 gelagert ist, und zwar ist das Gegenlager 18 mit einer Stopfbüchse 19 versehen, in welcher die Welle 5 läuft und welche in einem Stutzen 20 des Ventilgehäuses 2 auswechselbar an geordnet ist.
Das Gegenlager 18 mit der Stopfbüchse 19 wird durch eine Kappe 21 gehalten, die am Ventilgehäuse angeschraubt ist. Diese Druckkomponente ist gleich dem Druck der Flüssigkeit auf die Scheibe 3, multipliziert mit dem Sinus des Winkels, den die Achse der Welle 5 mit der Mittelebene der Scheibe 3 einschliesst.
Das untere Ende der Welle 5 tritt durch eine Stopfbüchse 22 aus dem Ventilgehäuse aus. Da der Austritt der Welle 5 aus dem Ventilgehäuse auf der Abflussseite des Ven tils sitzt, kann diese Stopfbüche 22 auch ohne Schaden weggelassen werden. Das obere Ende der Welle 5 kann auch, wie in Fig. 6 dargestellt, gelagert werden. Das Ventilgehäuse weist einen Stutzen 201 auf, in welchem eine Stopfbüchse 221 zum Abdichten der Welle 5 vorgesehen ist. Die Stopfbüchse ist mit gewölbten Wänden 222 versehen, die eine Druckplatte 180 abstützen. Auf der Druckplatte 180 liegt ein Druck ring 171, der mit der Welle 5 starr verbun den ist und der auf der Platte 180 aufliegt.
Eine Kappe 210 ist mit der Druckplatte 180 verbunden. Bei dieser Bauart ist das Druck widerlager dem Einfluss der Undichtheiten nicht ausgesetzt, falls die Dichtung der Welle 5 mangelhaft sein sollte.
Wie in Fig. 7 und 8 dargestellt, kön nen gleichzeitig zwei oder mehr Leitungen durch eine Ventilanordnung beherrscht wer den. Zwei Ventile können auf ein und die selbe Welle in umgekehrter Anordnung be festigt werden, so dass das Enddrucklager des einen Ventils ausbalanciert wird durch die Druckkomponente des andern Ventils.
Bei der Ausführung nach Fig. 7 kom men Ventile zur Verwendung, wie in Fig. 1 dargestellt. Die Teilleitungen 1 stehen in einem Winkel zueinander, wobei der Winkel das Doppelte des Winkels zwischen der Scheibenmittelebene und der Wellenachse beträgt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 sind zwei parallel laufende Leitungen vor gesehen. Bei dieser Ausführung sind in den beiden Teilleitungen je ein Ventil eingebaut, die auf einer gemeinsamen Welle befestigt sind.
Bei beiden Ausführungen nach Fig. 7 und; 8 sind die Ventilgehäuse je durch ein gemeinsames Lager 61 miteinander verbun den, und dieses steht unter Druck, wie in Fig. 7 dargestellt. Ein Abdichten der Wel lenenden über das Verbindungsstück 61 hin weg ist nicht möglich; ist aber die Druck richtung, wie in Fig. 8 durch Pfeil an gedeutet, so sind die Abdichtungs-Stopf- büchsen 22 für die Enden der Welle 5 not- . wendig.
Die Abdichtung 10 der Scheibe 3 gemäss Ausführung nach Fig. 3 ist für kleinere Ventile ausreichend. Um eine gute Dichtung zu erhalten, sind Löcher 23 (Fig. 5) vor gesehen, welche die Nute 8 am Umfang 7 der Scheibe 3 mit der Druckseite des Ventils verbinden, derart, dass die Dich tung 10 durch den Wasserdruck nach aussen an die Innenwandung des Ventils getrieben wird.
In Fig. 9 ist eine Anordnung gezeigt, gemäss welcher der Druck auf die Ring packung reguliert werden kann. Bei dieser Ausführung ist die Kappe 211 mit einer Nabe 212 versehen, in welcher eine mit Ge winde versehene Spindel 213 eingeschraubt ist. Die Spindel 213 ragt in eine zentrale Bohrung 51 der Welle 5 und ist aussen mit einem Handrad 214 versehen. Das in der Bohrring 51 liegende Ende der Spindel 213 ist mit zwei Kolben 215 versehen. Von der Bohrung 51 zweigt eine Leitung 216 nach der Nute 8 ab, in welch letzterer die Dich tung 10 liegt. Eine zweite Leitung 217 führt von der Bohrung 51 nach der Ablaufseite und eine Leitung 218 nach der Druckseite des Ventils.
Die Abmessungen und Abstände zwischen den Bohrungen 216,- 217, 218 und der Abstand der beiden Kolben 215 vonein ander ist so gewählt, dass der Raum zwischen den Kolben 215 die Nute 8 entweder mit der Druckseite oder mit der Ablaufseite des Ventils verbinden kann. Eine Entlastungs leitung 2171 ist in der Bohrung 51 vor- geehen, die zwischen dem Boden der Boh rung und der Leitung 217 verläuft. Diese Vorrichtung ermöglicht, die Dichtung 10 in der Nute 8 unter einen veränderbaren Druck zu setzen.
Die Fig. 10 und 11 zeigen eine weitere Ausführung dieser Druckkontrolleinrichtung. Bei dieser Ausführung erstreckt sich die Bohrung 51 bis zur Mitte der Scheibe 3 und mündet dort in eine ringförmige Kammer 2161. Die Kammer 2161 verbindet radial verlaufende Zweigleitungen 2162, die nach der Nute 8 führen, miteinander. Durch die Leitungen 2162 wird der Druck gleichmässig auf dem ganzen Umfang der Scheibe 3 ver teilt, und zwar sowohl gegen die Druckseite, wie gegen die Entlastungsseite zu.
Eine Ent- lastungsbohrung 21.72 verbindet die Bohrung 51 mit der Ausflussseite des Ventils. Das in Fig. 10 dargestellte Ventil entspricht im -we sentlichen demjenigen nach Fig. 1, wobei aber als Wellenwiderlager die Ausführung nach Fig. 6 vorgesehen ist. Die Handhabung ist folgende: Durch Drehen des Handrades 214 wer den die Kolben 215 verstellt, so dass die Druckzuleitung 218 mit den Leitungen 2162 in Verbindung kommt.
Das Druckwasser presst dann die Dichtungsringe 10 an die Innenwandung des Ventilgehäuses \'. Beim Öffnen des Ventils -wird der Druck auf die Dichtung vermindert, indem die Nuten 8 mit der Ableitung 21.7 verbunden werden, so dass die Dichtungsringe von der Innenwan dung des Gehäuses zurücktreten. Das Ventil kann dann leicht geöffnet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Drosselklappenventil mit in einem Ge- liäuse drehbar gelagerter Drosselklappen- 'In dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe um eine schräg zur Mittelebene der Scheibe stehende Axe drehbar ist. UNTERANSPRüCHE 1. Drosselklappenventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe kreisrund ist.2. Drosselklappenventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe auf einer senkrecht zur Rohrage liegen den Welle starr befestigt ist. 3. Drosselklappenventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Innen wand des Ventilgehäuses, gegen welche sich die Drosselklappenscheibe anlegt, zylindrisch ist. 4. Drosselklappenventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe mit einer nachgiebigen Dichtung versehen ist, die an die Innenwandung anzuliegen kommt.5. Drosselklappenventil nach Patentanspruch und Unteranspruch 4. dadurch gekenn zeichnet, da.ss die Dichtung neben der Welle, auf welcher die Scheibe sitzt, durchgeführt ist. 6. Drosselklappenventil nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um die Dichtung durch Flüssigkeitsdruck gegen die Gehäusewandung einzustellen. 7. Drosselklappenventil nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, da.ss Mittel vorgesehen sind, um den Druck auf die Dichtung vor dem Offnen des Ventils mindern zu können. B.Drosselklappenventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Ventile auf ein und derselben Welle in umgekehr ter Anordnung befestigt sind, so dass das Enddrucklager des einen Ventils durch die Druckkomponente des andern Ventils ausbalanciert ist. 9. Drosselklappenventil nach Patentanspruch, wie in Fig. 1 und 2 dargestellt. 10. Drosselklappenventil nach Patentanspruch, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt. 11. Drosselklappenventil nach Patentanspruch, wie in Fig. 10 und 11 dargestellt.
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