CH110705A - Heizofen. - Google Patents
Heizofen.Info
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Description
Heizofen. Es ist bereits ein Ofen bekannt geworden, bei welchem über dem Feuerraum eine oben und unten.' geschlossene Retorte angeordnet ist, die von den Feuergasen bespült. und in der eingebrachte Kohle verkokt wird, wobei die sich entwickelnden Gase in einem in der Retorte angeordneten .durchlöcherten Zylin der sich sammeln und durch Rohre dem Feuerraum zugeleitet werden; nach Verko kung des Brennstoffes in der Retorte wird deren Boden geöffnet und der Koks fällt in den Feuerraum, w o er verbrannt wird.
Bei ,dem Ofen gemäss der vorliegenden Erfindung wird in einem oberhalb einer Feuerstelle befindlichen Behälter der Brenn stoff, Steinkohle, Braunkohle, Holz, Säge späne oder dergleichen, ebenfalls vergast, er verbrennt aber in seinem Behälter und fällt nicht; in die Feuerstelle herab.
Für diesen Zweck ist der Brennstoffbehälter unten mit einem Rost versehen und der mit Durch brechungen versehene Einsatzzylinder gegen den Feuerherd hin und oben offen, wobei der Brennstoffbehälter und das Einsatzrohr oben in einen mit regelbaren Luftzuführungsöff- nungen versehenen Deckelraum ausmünden;
dadurch wird erreicht, .da.ss die von der Feuer stelle .aufsteigende Hitze zum Teil zu dem in dem Behälter befindlichen Brennmaterial zwecks Vergasung desselben gelangen kann und die entwickelten Gase nach Offnen der Frischluftzufuhr im Deckelraum .durch die Brennstoffüllung und den Einsatzzylinder hindurch nach unten mitgerissen und an der im Herdraum befindlichen Glut entzündet werden, wodurch sowohl der im Herdraum befindliche, als auch der an unterster Stelle .der Retorte vergaste Brennstoff in eine in tensive, andauernde Gluthitze versetzt und eine Ausnützung des Brennmaterials bis zu 9O ö erreicht werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand in zwei beispiels.wieisen Ausfüh rungsformen im mittleren Längsschnitt dar gestellt.
Der Ofen nach Fig. 1 besitzt einen Man tel a, welcher unten vermittelst des Bodens b, oben durch einen Deckel c vollkommen ab geschlossen ist. An einer Stelle des Mantels a ist unten ein Schieber<I>d</I> oder eine Türe vor- besehen, welche zum Anfeuern der Feuerung dient. Auf dem Boden b steht. der als ge lochter Korb ausgebildete Feuerherd f, wel cher zur Aufnahme -des 3iheizmaterials g dient.
Über dem Feuerherd. f ist der zur Auf- nahme des Brennstoffes dienende Behälter h. angeordnet, der unten einen Rost ii, trägt und ein mit Öffnungen versehenes Einsatzrohr iii besitzt, das sowohl gegen den Feuerherd hin, als auch oben offen ist.
Behälter lc und Ein satzrohr -iii münden oben in einen Deckel raum e, in welchem sich Luftzufühiaings- löeher 1- befinden, die durch einen Schieber i. mehr oder weniger geöffnet oder abgedeckt werden können. s ist der Abzugstutzen für die Verbrennungsgase.
Die Inbetriebsetzung und Wirkungsweise des beschriebenen Ofens ist folgende: Der Behälter 1a, wird mit Brennstoff, z. B. mit Sägespänen, gefüllt, in den Feuerkorb f wird ebenfalls Brennmaterial eingebracht und die ses entzündet; der Schieber d ist geöffnet, um flem Brennmaterial im Korb zum Anfeuern Luft zuzuführen.
Die aus dem Feuerherd < eufsteigenden Heizgase gelangen durch den Rost ii und das Einsatzrohr in. zum Teil zii dem Brennstoff im Behälter lt, und bespülen letzteren auch von aussen, so dass eine Ver- (Yasung des, vergasbaren Bestandteils des Brennstoffe;, im Behälter h stattfinfet. Die sich entwickelnden Gase sammeln sich zu nächst im Deckelraume e.
Ist der Brennstoff Hinreichend vergast, was nach etwa. 5 bis 1() Minuten der Fall ist, so wird der Sehfieber cl < 4eschloen und durch die Öffnungen k. Frischluft eingelassen. Die einströmende Frischluft reisst die angesa.mnielten Gase clurcli das Rohr rin, und durch .die Brennstoff- füllung im Behälter le, hindurch nach unten.
ivo sie sich an der Herdglut entzünden. Da durch wird das an unterster Stelle des Be hälters lt entgaste Brennmaterial zu einer in tensiv brennenden Gluthitze gebracht und auch das im Feuerkorb f befindlielle 11Za- teria.l mit langdauernder Glut langsam ver- brannt. Das Brein#nmateii.a.l im Behälter lt,
wird mir sehr langsam von unten nach <B>ollen</B> verbrennen, his er vollkommen ausgebrannt. ist. Will man vorher die Heizung abstellen, so wird der Schieber d geöffnet und die Luft zuführung bei -1- geschlossen, so dass die un ten eintretende kalte: Luft die Flamme aus löscht.
Auf diese Weise werden fast keine unverbraniten Gase abgehen, wodurch die auf das @öclistnnass gesteigerte Ersparnis an Brennmaterial und dessen weitestgehende Ausnützung erklärt wird.
Nach der Fig. _> be st-elit der Brennstoff- behälter h aus einem Doppelmantel, dessen Zwischenraum durch Schamotte l oder der gleichen ausgefüllt ist. Das -Einsatzrohr in besteht hier au.vier Längsschienen aus Flacheisen, zwischen denen Schlitze o frei bleiben.
Dadurch wird das Rohr gegen Ab brennen besser geschützt und es kann levivlit, alleüfalls auch nur zum Teil, ausgewechselt werden. Der Rost )i ist finit dem Einsatzrohr verbunden und frei auf einem nach innen ragenden Bodenrand des Behältens b. aufgf- setzt, so dass er mit diesem ausgehollen wer den kann.
Auf dem ob\in Rand des Of(,nni:iiitel(r ist mittelst !#iner Nut ein Ring 1) autgc#etzt, der einen nach innen gerichteten Flaiii,h be sitzt, .an dr#m der Aussenniantel des Bren:n- stoffbehMter;s lt, durch Umbördelung seins Randes oder in anderer geeigneter Weise be festigt ist.
Dadurch wird flenn Brennstoff behälter h ein fester Sitz verliehen und über dies eine gute Abdichtung zwischen dein Mantel la und dem den Deckelraum zum Teil begrenzenden Ring p erzielt. Auf dein Ring 1) sitzt passend ein Ring p', in dessen Öff nung tlie mit Luftzuführungsöffnungen <B>k</B> versehene Kappe r eingesetzt ist.
Im Innern der Kappe r ist ein kegelförmiges Blech t a.ig;eordnet. durch das bei geöffnetem Schie ber i ,durch die IAcher 1, einströmende Frisch luft gegen die Wandung deBrennstoff- behälters Ir geleitet und dadurch gezwungen wird,
zum grössten Teil die Brennstoffüllung z u durchstreichen. während nur ein geringer Teil durch cla-s Einsatzrohr<I>in</I> nach unten zieht. Dadurch wird die Verbrennung des Brennmaterial; ht,@lr,utencl p;efördert, Dem gleichen Zweck dient auch die Massnahme, dass der Querschnitt des Einsatz rohres in. und seine Längsschlitze im. untern Teile verengt sind.
Dadurch wird die weniger ausgenützte Frischluft gedrosselt und, diese dadurch länger in Berührung mit dem Brenn material gehalten.
Der Feuerherd f ist hier mit einem Rost- und Aschenfall versehen, die Luftzufuhr zu dem Herd f erfolgt durch das Türchen dl, während das Türchen d eine Öffnung zum Einführen des Brennmaterials in den Feuer herd f abschliesst. Der Mantel 2c schützt den Ofenmantel a vor zu starker Hitzeeinwir kung.
Der Ofen kann mit Stein- oder Braun hohle, mit Holz, Sägespänen etc. beheizt werden.
Die Wirkungsweise des Ofens nach Fig. 2 ist die gleiche wie oben beschrieben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Heizofen, bei welchem oberhalb eines Feuerherdes ein zur Aufnahme von Brenn material .dienender Behälter :angeordnet ist, der von den Feuergasen bespült wird und ein mit Durchbrechungen versehenes, von unten nach oben verlaufendes Einsatzrohr besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff behälter unten einen Rost aufweist, das mit Durchbrechungen versehene Einsatzrohr ge gen den Feuerherd hin und oben offen ist und .der Brennstoffbehälter und das Einsatz rohr oben in einen mit regelbaren Luftzu- führunb öffnungen versehenen Deckelraum münden,so da-ss' der in :den Behälter einge brachte Brennstoff nach Vergasung der flüchtigen Bestandteile durch Einleitung von Luft durch die Luftzuführingsöffnungen zu einer intensiven, langdauernden, von unten nach oben fortschreitenden Verbrennung ge bracht werden kann. UNTERANSPRüCHE 1.Heizofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzrohr in der Behältermitte sich befindet und unter halb der Luftzuführun.gsöffnungen im Deckelraum des Ofens ein kegelförmiger Einsatzkörper angeordnet ist, durch den die Frischluft nach den äussern Partien der Brennstoffüllung geleitet und so ge hindert wird, durch das Einsatzrohr un genützt abzuziehen. 2. Heizofen nach Patentanspruch, dadurch* gekennzeichnet, dass das Einsatzrohr in der Behältermitte sich befindet und aus mehreren Längsschienen gebildet ist, zwi- sehen denen schmale Schlitze für die Luft zuströmung frei bleiben. 3.Heizofen nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzrohr nach unten im Querschnitt verengt ist, um das Abziehen der Frischluft durch das Ein satzrohr etwas zu drosseln und .dadurch die Frischluft zu zwingen, durch das Brennmaterial zu streichen. 4. Heizofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem obern Rand des Ofenmantels ein Ring ,aufgesetzt ist, der einen nach innen ragenden Flansch besitzt, von welchem der Mantel des Brennstoffbehälters gehalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT110705X | 1923-12-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH110705A true CH110705A (de) | 1925-07-01 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH110705D CH110705A (de) | 1923-12-19 | 1924-09-20 | Heizofen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH110705A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1204378B (de) * | 1958-05-27 | 1965-11-04 | Wilhelm Kaiser | Verbrennungsofen |
-
1924
- 1924-09-20 CH CH110705D patent/CH110705A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1204378B (de) * | 1958-05-27 | 1965-11-04 | Wilhelm Kaiser | Verbrennungsofen |
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