AT99637B - Verfahren zur Herstellung eines Elektrodenmaterials. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Elektrodenmaterials.Info
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Description
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Verfahren Zzur Herstellung eines Elektrodenmaterials.
Während Graphit ein ausgezeichnetes Material für die Herstellung von hochbeanspruchten Industrieartikeln, namentlich von Elektroden und Schmelztiegeln, dargestellt, solange die erwähnten Gegenstände gewisse Abmessungen nicht überschreiten, hat es sich in neuerer Zeit gezeigt, dass für Gegenstände mit grösseren Dimensionen Graphit allein nicht das geeignete Material ist. Man ging deshalb dazu über, Elektroden von grösserem Durchmesser als 200 mm aus amorpher Kohle herzustellen, ohne indessen zu vollkommen zufriedenstellenden Ergebnissen zu gelangen.
Es hat sich nun gezeigt, dass man ein allen Anforderungen entsprechendes Elektrodenmaterial für grosse Elektroden erhalten kann, wenn man von Naturgraphiten ausgeht und deren Graphitgehalt durch entsprechende Behandlung beseitigt oder doch genügend herabdrückt. Bisher erstreckte sich die Anwendbarkeit der Naturgraphite bei Elektroden nur auf geringe Zusätze zur amorphen Kohle. Die geringen Beimischungen von Naturgraphit erleichterten das Pressen der amorphen Kohle zu Elektroden, weil das graphische Verhalten die Schlüpfrigkeit der zu pressenden Masse erhöhte.
Grössere Zusätze von Naturgraphit trugen wesentlich zur Verschlechterung der Elektrodenqualität bei, weil die Elektroden an ihrer Festigkeit während des Brennens Einbusse erlitten. Infolgedessen hat der Naturgraphit bei der Herstellung der Elektroden bisher keine Bedeutung erlangt.
Gemäss vorliegender Erfindung wird es jedoch möglich, aus Naturgraphit, u. zw. auch aus den minderwertigen Graphiten, die sich in manchen Orten Österreichs finden, ohne Zumischung von Retortekohle oder'Koks Elektroden herzustellen, u. zw. mit solchen. Querschnitten, bei denen die Anwendung des hochwertigen Graphites bereits unmöglich ist. Das Verfahren beruht darauf, den Naturgraphiten die graphitischen Eigenschaften zu nehmen, ihr spezifisches Gewicht zu vermindern und sie in die glasige
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oder Teerpech, gegebenenfalls zu Ballen aufgestampft, unter Luftabschluss ausgeglüht, wonach unter der blähenden Einwirkung das graphitische Verhalten verloren geht und die Masse eine geringere spezifische Dichte annimmt.
Hiebei hält man die Temperatur etwa zwischen 1200 und 1400 C, da bei höherer Temperatur der im Teer vorhandene Kohlenstoff zu Graphitabscheidung Anlass geben könnte.
Das nach diesem Verfahren hergestellte Produkt ist, nachdem es in die einzelnen Körnungen zerlegt wird, ein vorzügliches Material für die Herstellung aller und hochbeanspruchter Elektroden. die insbesondere bei jenen Schmelzprozessen Anwendung finden können, bei welchen die aus Koks und Anthrazit hergestellte amorphe Elektrode versagt.
Man hat bereits früher gelegentlich Teerzusatz beim Erhitzen von Kohle verwendet, hat dabei aber andere Zwecke verfolgt und ist zu andern Ergebnissen gelangt. So ist es vorgeschlagen worden, fertige Graphitelektroden mit Teer zu tränken zum Zwecke, das Abzundern des Graphites zu verhindern und der Elektrode durch Verkitten der Poren grössere mechanische Festigkeit zu verleihen. Ferner wurde zur Erhöhung der Graphitabscheidung bei der Gaserzeugung aus Kohle ein Zusatz von Teer angewendet. ein Verfahren, das sich natürlich grundsätzlich von dem Erfindungsgegenstande unterscheidet.
Die aus dem so behandelten Naturgraphit erzeugten Elektroden besitzen hohe elektrische Leitfähigkeit und haben insbesondere eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen die thermischen Einflüsse im Lichtbogen, weil sie die Rückgraphitierung am Lichtbogenende leicht vertragen, in welcher Richtung
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auftretenden Spannungen zum Bruche führen.
Das aus dem Naturgraphit erzeugte Produkt stellt mithin eine wichtige Grundmasse für die Elektroden dar, durch deren Verwendung sich die Verarbeitung von Kok und Retortenkohle erübrigt.
Die letzteren Kohlenstoffarten können mithin durch das neue und viel bessere Rohmaterial ersetzt und der allgemeinen Kohlenwirtschaft zum Verbrauche zugeführt werden, während sich gleichzeitig eine Nutzbarmachung der bisher unverwendbaren geringwertigen Naturgraphite ergibt.
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Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines Elektrodenmaterials durch Erhitzen graphithaltiger Stoffe mit Teerpech, dadurch gekennzeichnet, dass man geringwertigen rohen Naturgraphit zur Beseitigung der graphitischen Eigenschaften unter Zusatz von Teerpech einem Glühvorgang bei Temperaturen unterwirft, wo dieses selbst noch nicht graphitiert wird und wobei der Naturgraphit in die glasige Kohlenstoffmodifikation übergeht, worauf man die Masse nach Zerlegung in die einzelnen Körnungen in bekannter Weise zu Elektroden verarbeitet, die nach physikalischen Eigenschaften und Struktur den gebräuchlichen Elektroden gleichen aber im Lichtbogen erhöhte Widerstandsfähigkeit zeigen. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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