<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur Fernsteuerung einer Anzahl von elektrischen Systemen.
Einrichtungen, mittels deren es möglich ist, bei Verwendung von nur wenig Verbindungsleitungen eine grössere Anzahl von elektrischen Systemen in gewollter Weise wahlweise zu beeinflussen, sind bekannt. Der zu beschreibenden Anordnung liegt das Charakteristikum zugrunde, dass in der unbeaufsichtigten Empfangstation jeglicher elektrische Kontakt an den vorgesehenen Empfangapparaten und also auch Funkenbildung an solchen Kontakten vermieden ist und sich die Auswahl des Systemes und Beeinflussung desselben lediglich durch magnetische und induktiv transfo. rmatorische Wirkung vollzieht.
Es bedeuten a die Kommando- oder Gebestation, b die Schalt-oder Empfangstation, c die
EMI1.1
oder Arbeitsleitung, auf welcher durch Stromgebung das gewählte System beeinflusst wird, E die Erde als Rückleitung für c und fi !, F den Anschluss an die Wechselstromhilfsspannung, g1, g2 bis < /, die Steuerkurbeln, die in der gleichen Anzahl vorhanden sind, a ! s Systeme beeinflusst werden sollen ; h ist der Sehaltmagnet, i die primäre Wahl-Transformatorhälfte, die um eine Achse drehbar ist und in Gegenüberstellung zu den im Kreise angeordneten Sekundär-Transformatorhälften il, i2 bis in gebracht werden kann. Diese sind in solcher Anzahl vorhanden als Systeme zu beein-
EMI1.2
Schaltern) l, m und x die Rückführung, davon l eine bewegliche primäre Transformatorhälfte. m eine fixe sekundäre Transformatorhälfte, beide in gleicher Anzahl vorhanden als Systeme da sind, x der Auslösemagnet (bloss einmal vorhanden) o der Haltemagnet, p ein Klinkenrad, fix verbunden mit i, q die Rückführfeder, r der Mitnehmer, s eine Sperrklinke, t eine Sicherheitssperrklinke, u ein Schalthebel, v ein Rückführhebel.
Betätigung und Wirkungsweise : Will man das nte System (kn zu Schalter etc.) beeinflussen, so dreht man in ? die Steuerkurbel gn einmal im Uhrzeigersinn um 360 mit gleichmässiger Geschwindigkeit von der Nullstellung bis wieder in die Nullstellung. Durch das Gleiten über die n ersten Kontakte-mit Unterbrechung zwischen je zwei benachbarten Kontaktenwerden n Stromimpulse durch Leitung c nach A entsendet.
Bei jedem Stromimpulse wird der Anker von A in die Stellung kleinsten magnetischen Widerstandes gedreht und durch Vermittlung
EMI1.3
spannt, Während R und u nach Verschwinden des Stromimpulses stets in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren, indem der Anker des nicht erregten Magneten h durch eine kleine nicht eingezeichnete Hilfsfeder in seine Ausgangslage zurückgezogen wird, wird p und damit auch i in seiner neuen Lage durch die ständig mit Hilfsfederkraft eingerückte Klinke s entgegen dem Drehmoment
EMI1.4
rücken und i wird daher in gegenÜberstehen. (In der konstruktien Durchführung wird man natürlich der Stellung n des drehbaren Transformatorteiles i einem Vielfachen der Zähnezahl von 1) und daher auch der Kontaktzahl von gn entsprechen lassen.)
Die Kurbel gleitet sodann über einen
EMI1.5
damit beendet, es muss jedoch i automatisch in seine Ausgangsstellung zurückgebracht werden. was folgendermassen erreicht wird :
System n ist zwangläufig mit 1 mechanisch gekuppelt, derart, dass bei Ansprechen von n, ln an mn vorbeibewegt wird. Da Leitung d noch unter Spannung steht-die Arbeitskontakte von g müssen so breit sein, dass das Vorhandensein von Spannung bis zur erfolgten Auslösung von n sicher gewährleistet ist - ist ln erregt und wirkt im Moment der Vorbeibewegung trans- formatorisch auf mn. Der induzierte Stromstoss fliesst über die im Schema ersichtliche Doppelleitung durch die Wicklung von x. Der Anker von x dreht sich momentan und klinkt durch Vermittlung von v die Klinke s aus.
Beim Ausklinken hebt s mittels eines Mitnehmerstiftes auch l'ab. v kehrt in seine ursprüngliche Lage zurück, indem der Anker von a ; durch eine nicht eingezeichnete Hilfsfeder zurückgezogen wird. Hebel v ist, damit er diese Bewegung ungehindert ausführen kann, am unteren Ende mit einem Langloch versehen, Sund damit auch r wird durch
EMI1.6
Ausgangsstellung zurückdrehen können.
Damit ein Zurückdrehen von i in diesem speziellen Fall und auch in andern unvorhergesehenen Fällen niemals im stromdurchflossenen Zustand vorkommen kann, wodurch eine ungewollte gleichzeitige Beeinflussung sämtlicher Systeme von l bis n
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
schwinden des Stromes in i und o wird t durch die Wirkung einer Hilfsfeder ausgerückt, so dass sich i in stromlosem Zustande in die Ausgangsstellung zurückdreht. Für eine neuerliche Betätigung von i müssen s l'wieder eingeklinkt sein. Dies geschieht durch einen Mechanismus, derart. dass i in die Ausgangsstellung zurückgedreht, auf einen Anschlag aufschlägt, der die früher erwähnte, nicht eingezeichnete Arretiervorrichtung von s auslöst.
Um in die Leitungen d kleine Stromstärken zu bekommen, kann die Arbeitsstromgebun9 : unter Zwischenschaltung eines Transformators mit entsprechendem Übersetzungsverhältnis vorgenommen werden. Auch für c ist dies nötigenfalls möglich.
Die Schaltbewegung der Kurbel g könnte, um eine gleichmässige Geschwindigkeit zu erzielen, am besten in der Art zu erfolgen, dass durch mechanische Betätigung Kraft in einem Energiespeicher (Feder etc.) akkumuliert wird, die sodann unabhängig von der Willkür des Bedienenden im Schaltprozess aufgebraucht wird.
Die beschriebene Rückführfeder q kann durch eine Einrichtung ersetzt werden, deren Spannung von der jeweiligen Stellung von i nicht zu sehr beeinflusst wird, sondern möglichst konstant bleibt.
Der Luftspalt zwischen i und den gegenüberliegenden i1 bis i, ist radial anzuordnen, damit in die Achslagerung von i keine Kraftbeanspruchungen, herrührend von magnetischen Kräften, hineinkommen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Fernsteuerung einer Anzahl von elektrischen Systemen bei Verwendung von nur drei Verbindungsleitungen, bzw. zwei Leitungen und Erde als Rückleitung mit Wechsel-
EMI2.2
liehe Vorgänge durch magnetische und induktive Einwirkung ausgelöst werden, so dass Kontakte und daher auch Funkenbildung an solchen grundsätzlich vermieden sind.