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Gegenstand der Erfindung ist ein Kühler für das Umlaufwasser von Verbrennungskraftmaschinen, die an Orten und für Arbeiten dienen sollen, für welche die Verwendung der gewöhnlichen Luftkühler unmöglich oder unzweckmässig ist und kein zur unmittelbaren Kühlung der Maschine geeignetes Wasser zur Verfügung steht.
Es ist bekannt, dass bei Motorbooten, Motorspritzen, Motorförderpumpen u. dgl. die Kühlung der Maschinen normalerweise dadurch erfolgt, dass in die Umlaufkammern ausserhalb der Motorboote oder überhaupt ausserhalb der Spritzen oder Pumpen geschöpftes Wasser unmittelbar eingeführt wird.
Dieser Vorgang gibt zu Unzuträglichkeiten Anlass, indem das in den Kühlmantel der Maschinen eintretende Wasser Störungen verursacht. So durchströmt bei den zur Seefahrt bestimmten Motorbooten die Umlaufkammern Seewasser, das Beläge und Abscheidungen hervorruft und die Maschinenteile, mit denen es in Berührung kommt, angreift. Bei Verbrennungskraftmaschinen mit aufgesetztem Zylinderkopf ist dieser Vorgang überdies deshalb gefährlich, weil zuweilen Wassertropfen in die Zylinder eindringen und dort beträchtlichen Schaden anrichten können, falls die Kühlung durch Seewasser erfolgt.
Ferner bestehen die Dichtungen bei gewissen Maschinen aus Kupfer-und Asbestplatten, die mit dem Wasser in Berührung kommen und daher mit grosser Leichtigkeit durch die galvanischen Ströme zersetzt werden, die das Meerwasser zwischen dem Kupfer und dem Gusseisen der Zylinder oder dem Stahl der Verbindungsbolzen entstehen lässt. Das gleiche ist bei den Anschlussstutzen zwischen den Leitungsrohren und den Zylindern sowie bei den kupfernen Verschlussstöpseln der Fall, die bei allen Maschinen die Löcher verschliessen, die beim Formguss durch die Abstützung der Kerne der Umlaufmäntel entstehen. Diese Unzuträglichkeiten kommen auch bei Motorfeuerspritzen oder Förderpumpen vor, sobald sie zum Heben von Seewasser verwendet werden.
Wenn die genannten Pumpen jedoch zur Förderung von Süsswasser verwendet werden, ergibt es sich häufig, dass sie sand-oder schlammartiges Wasser u. dgl. heben müssen, was ebenfalls zu bedeutenden Schwierigkeiten Anlass gibt, u. zw. wegen der in den Umlaufkanälen sich bildenden Beläge, deren Entfernung viele Mühe macht.
Der den Gegenstand dieser Erfindung bildende Kühler umgeht alle oben angeführten Schwierigkeiten,
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Kühlers beispielsweise veranschaulicht ; die Fig. 1 und 2 zeigen in Stirnansicht zwei zum Bau des Kühlers erforderliche Rahmen, Fig. 3 zeigt eine zur Einlage zwischen diese Rahmen dienende Platte gleichfalls in Stirnansicht, Fig. 4 in vergrössertem massstabs- einen lotrechten mittelschnitt durch einen aus vier Rahmen mit fünf Einlegeplatten gebildeten Kühler, Fig. 5 denselben Kühler, aber von der entgegengesetzten Seite, die Fig. 6 und 7 sind Schnitte nach den Linien 6-6 bzw. 7-7 der Fig. 4 und 5, die Fig. 8 und 9 Schnitte nach den Linien 8-8 bzw. 9-9 der Fig. 4 und 5, die Fig.
10 und 11 in vergrössertem Massstabe Schnitte nach den Linien 10-10 bzw. 11-11 der Fig. 1, Fig. 12 zeigt einen Schnitt nach den Linien 12-12 der Fig. 1, 2,6 und 7 und Fig. 13 eine Rückansicht.
Der Kühler besteht aus einer Anzahl von Rahmen T und t (Fig. 1 und 2) und dünnen Metallplatten i !
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Schlitze nicht.
Jede der zwischen je einem Rahmen T und einem Rahmen t eingelegten Platten l (wie teilweise auch bei vollständigem Kühler die an dessen Vorder- und Hinterseite aufgelagerten Platten l', l') ist an der unteren Seite mit zwei dreieckigen Öffnungen Z und V (Fig. 3) versehen, deren Form und Ab-
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gerichtet ist und zwei radiale Verlängerungen o, o' trägt.
Der Zusammenbau des Kühlers erfolgt durch Übereiuanderlegen einer den Platten l ähnliche
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Rahmen t zur Deckung gebracht werden, so dass die Ecken bei den Querstücken b'der Rahmen T mit den Ecken bei den Querstücken e der Rahmen t zusammenfallen. Hierauf werden die verschiedenen Elemente vermittels durch die Lochungen a gehender Bolzen verbunden und man erhalt so eine Gruppe
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vorgesehenen Öffnungen V in Verbindung.
An der rückwärtigen Platte l", gegenüber der dreieckigen Öffnung V, wird ein Anschlussstutzen für ein Rohr P angeschraubt, der das Kühlwasser (z. B. Meerwasser) zuführt, das durch die Schlitze c in das Innere der Hohlräume oder Wasserkammern g eintritt. An der nämlichen Platte wird, entsprechend
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austritt.
An dem oberen Teile, in den Öffnungen h, i und m der verschiedenen Elemente l bzw. T und f, ist eine vorn geschlossene Muffe oder Kapsel r eingeführt, die einen Ansatz r' aufweist und mit den Schlitzen k, k' in den Fortsätzen j der Rahmen T gegenüberliegenden Aussparungen s, s' versehen ist (Fig. 8). An der hinteren Seite der Muffe ;'wird ein mit einer ringförmigen Rille n'versehener Block 11 eingeführt, der an die Aussparungen i' und i'' der Fortsätze j des Rahmens T anschliesst und mit einem Rohr L in Verbindung steht, durch welches das erwärmte Kühlwasser (z. B. Meerwasser) ausströmt.
Auf der Muffe r ist eine Mutter w aufgeschraubt, die den Block n gegen die Kühlergruppe anpresst. Eine Stange y, deren eines Ende im Mittelpunkt des genannten Ansatzes oder Bodens @' der Kapsel r angebracht ist und diese sowie die Wandung eines Rohrkniestückes N in axialer Richtung durchquert, dient zum Anschluss an das genannte Rohr, aus dem das aus der Maschine kommende erwärmte Wasser nach Durch-
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ein, wo es durch das in entgegengesetzter Richtung strömende, aus dem Rohr P kommende kalte Wasser abgekühlt wird, das, nachdem es die dreieckige Öffnung 17 und die Öffnungen v in den Quxrstücken ss der Rahmen t durchlaufen hat, nach Durchgang durch die Öffnungen y,
der Platten/und die Offnungen i i' der Ansätze j der Rahmen T und durch die Kammer n'im Block u durch das Rohr L austritt. Der Weg des Kühlwassers ist durch strichpunktierte, der des aus der Maschine kommenden erwärmten Wassers durch gestrichelte PfeiIIinien ersichtlich gemacht.
Aus der geschilderten Wasserführung geht hervor, dass die eingangs erwähnten Nachteile beseitigt sind, da das Umlaufswasser, das sowohl Seewasser wie auch angesäuertes Wasser sein kann, mit keinem der wichtigen Maschinenbestandteile in Berührung kommt.
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Der neue Kühler gestattet ferner die Erzielung der nachstehenden Vorteile : Er ermöglicht, den Umlaufswassermantel der Maschine und die entsprechenden Umlaufkanäle für das Kühlwasser auch in der kalten Jahreszeit stets gefüllt zu erhalten, da das Umlaufswasser stets erhalten bleibt und daher mit Glyzerin oder einem sonstigen, das Gefrieren des Wassers verzögernden Mittel gemischt werden kann, wodurch Bruchgefahr der Zylinder infolge Einfrierens sowie die Gefahr, dass die Maschine ohne
Kühlung läuft, vermieden werden.
Ferner wird das Stocken der Zylinderkolben verhindert, denn bei unmittelbarem Eintritt des von der Pumpe zugeführten kalten Wassers in die Umlaufkammer der Zylinder erleiden deren Wände eine starke Schrumpfung, der der Ausdehnung des Kolbens, der in diesem Moment von dem Kühlwasser keinen Vorteil zieht, entgegenwirkt, so dass der Kolbendruck die Zylinderwand überlastet, was zum Stillstand der Maschine führt, die zuweilen derartigen Schaden nimmt, dass erst in der Werkstätte Abhilfe geschaffen werden kann. Schliesslich wird auch das Bersten des Zylinders, der Leitungen und der Umlaufrohre infolge zu starken Überdrucks des Umlauf, wassers verhindert, wenn dieses durch Hoehdruckpump. en zugeführt wird.
Die Einzelheiten in Form und Bauart des Kühlers können unbeschadet des Erfindungscharakters in der Durchführung verschieden sein.