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Einrichtung zum Anbringen der drei durch Projektion zu einem farbigen Bild zu vereinigenden Teildiapositive auf einer Tragunterlage.
Sollen die drei Teildiapositive, die durch Projektion zu einem farbigen Bild vereinigt werden sollen, auf einer Unterlage, die in der Regel aus einer Glasplatte besteht, angebracht werden, so ist es nötig diese Anbringung so genau durchzuführen, dass dann bei Einführung dieser Tragunterlage in den Projek-, tionsapparat, der drei Objektive mit vorgeschalteten Farbenfiltern besitzt, die drei Projektionsbilder
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Teildiapositiven immer wieder eine Verstellung der Objektive des Projektionsapparates zur Herbeiführung der genauen Deckung der drei Projektionsbilder erforderlich wird, wie dies bis jetzt immer der Fall war.
Sind die drei Teildiapositive auf allen Tragunterlagen in genau gleicher Weise angebracht, so genügt es, wenn bei der Einführung der ersten Tragunterlage in den Projektionsapparat dessen Objektive so verstellt werden,
dass eine vollkommene Deckung der drei Projektionsbilder erhalten wird, worauf bei der Ein- führung anderer Tragunterlagen eine Einstellung der Objektive nicht mehr nötig ist, weil bei der genauen
Anbringung der Teildiapositive auf den Tragunterlagen die Deckung der jeweiligen drei Projektionsbilder von selbst eintreten muss.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Einrichtung, die es ermöglicht, die Anbringung der drei Teildiapositive auf den Tragunterlagen mit der vollkommensten Genauigkeit durchzuführen.
Eine Ausführungsform einer solchen Einrichtung istin der Zeichnung dargestellt und enthält einen Rahmen, der eine Mattscheibe a trägt und genau im rechten Winkel stehende Anschlagleisten b, c besitzt. Selbst- verständlich könnte der Anschlagwinkel b, c auch zu einem vollkommenen Rechteck ergänzt werden
An diesem die Mattscheibe a tragenden Rahmen ist mittels der Scharniere d ein zweiter Rahmen e angelenkt, der einen Fadenraster enthält, der im vorliegenden Falle aus einem Längsfaden t und drei diesen kreuzenden Fäden g, h und i besteht. Die Fäden t, g, h, i sind vorzugsweise aus sehr dünnem, festem Draht hergestellt. Der Rahmen e lässt sich über die Mattscheibe a klappen, so dass dann der Faden- raster auf der Mattscheibe aufruht.
Die Tragunterlage, auf der die drei Teildiapositive befestigt werden. sollen, besteht in der Regel aus einer Glasplatte Je (Fig. 2), auf welcher eine lichtundurchlässige Maske 1 mit genau ausgearbeiteten Ausschnitten'In, n und o geklebt ist, so dass die Tragunterlage nur an den
Stellen dieser Ausschnitte lichtdurchlässig ist. Selbstverständlich müssten auch die Abmessungen dieser
Glasplatte k die vorgeschriebene Grösse besitzen, damit sie genau in die Führung des Projektionsapparates hineinpasst, und sie muss auch genau rechtwinklig sein.
Diese Tragplatte k wird nun auf die von hinten durchleuchtete Mattscheibe a (Fig. 1) aufgelegt
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Ausschnitte'In, n, 0 der Maske I gelegt und der Rahmen e darüber geklappt und, wenn erforderlich, irgendwie befestigt. Dabei werden die drei Teildiapositive durch die Drähte/, , t gegen die Trag- unterlage k gedrückt und können nur unter Überwindung der hiedurch erzeugten Reibung auf dieser
Tragunterlage verschoben werden (vgl. Fig. 3).
Der Fadenraster gibt nun die Möglichkeit, die drei Teildiapositive einzustellen, indem der Faden- raster für jedes Diapositiv ein Fadenkreuz bildet, an Hand dessen unter Beobachtung homologer, markanter
Punkte auf den Bildern eine genaue Einstellung aller drei Bilder an den drei Fadenkreuzen zustande gebracht werden kann. Die Weitmaschigkeit des Fadenrasters lässt es ohne weiteres zu, dass die Diapositive mit den Fingern oder auch mitirgendwelchen Werkzeugen (Pinzetten) unter den Rasterdrähten verschoben
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mit geeigneten Klebemitteln befestigt, worauf der Rahmen e mit dem Fadenraster weggeklappt und über die Diapositive, wenn erforderlich, eine durchsichtige Deckplatte geklebt wird.
Damit ist der Bildträger fertiggestellt und werden alle Bildträger in gleicher Weise justiert, so ist klar, dass eine jedesmalige Einstellung der Objektive des Projektionsapparates zur Erreichung einer vollkommenen Deckung der drei Projektionsbilder nicht nötig ist, wenn die Objektive einmal richtig eingestellt worden sind.
Der Fadenraster kann innerhalb des Rahmens e als Ganzes verstellbar gemacht werden, was für jeneFäUevorteilhaftist, indeneneinBiIdnichtgerade dort markante Punkte aufweist, wo die Rasterdrähte durchgehen. Durch Verstellung des ganzen Rasters, bei welcher die relative Lage der Drähte zueinander unverändert bleibt, kann man es aber fast immer erreichen, dass die Drähte drrch markante Punkte des Bildes hindurchgehen.
Man kann aber selbstverständlich auch die Anzahl der Fäden des Rasters vermehren, wobei aber, 1. darauf zu achten ist, dass die Maschen des Rasters so gross bleiben, dass man entweder mit den Fingern oder aber mit geeigneten Werkzeugen durchgreifen kann, um die darunter befindliche Diapositive zu verschieben, und 2. dass die homologen Fäden der drei Gruppen des Rasters, die den drei Diapositiven entsprechen, als homolog deutlich erkennbar sind, weil ja nur in diesem Falle eine Deckung der homologen markanten Punkte der drei Bilder mit homologen Rasterfäden der drei Gruppen möglich ist. Dieser letzteren Forderung könnte etwa in der Weise entsprochen werden, dass einzelne Fäden des Rasters aus Drähten und einzelne aus verschieden gefärbten Seidenfäden od. dgl. hergestellt werden, wobei alle homologen Fäden der drei Gruppen von gleicher Farbe sein müssen.
Die einzelnen Rasterfäden könnten natürlich auch am Rande durch Ziffern oder in anderer Weise bezeichnet werden. Bei einem solchen Raster mit einer grösseren Anzahl von Fäden dürfte es in der Regel nicht vorkommen, dass sieh keine markanten Punkte auf dem Bilde finden liessen, die nicht von irgendwelchen Fäden gekreuzt wären.
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Schliesslich ist man aber auch in der Lage, durch ein einfaches Mittel sich günstig liegende markante
Punkte auf den Bildern unter allen Umständen zu sichern. Man kann nämlich an den Kassetten für die photographischen Platten oder an der Führung für den Film spitzige Ausnehmungen oder Vorragungen anordnen, die im Bereiche der auf die Platte oder den Film fallenden Lichtstrahlen bei der Belichtung li egen, so dass auf den Negativen, etwa an zwei benachbarten Rändern oder auf allen vier Rändern einwärts- oder auswärtsragende Spitzen im Bilde entstehen, die dann natürlich auch auf die Diapositive übergehen und markante Punkte bilden, die zur Einstellung der Diapositive auf der Trag'unterlage herangezogen werden können.
Da die drei Teilnegative unmittelbar aufeinanderfolgend aufgenommen werden, und da man diese Spitzen in der Mitte der Ränder anordnen kann, so genügt in einem solchen Falle der in Fig. 1 dargestellte einfache Fadenraster bei allen Bildern, mögen diese an sich auch gar keine markanten Punkte aufweisen.
Der den Fadenraster enthaltende Rahmen braucht selbstverständlich mit den die Mattscheibe tragenden Rahmen nicht durch Scharniere verbunden zu sein ; es könnte vielmehr auch in anderer Weise dafür gesorgt werden, dass der Fadenraster immer in genauer Übereinstimmung mit den Anschlagleisten des Mattseheibenrahmens auf diesen aufgelegt wird, wie denn überhaupt in konstruktiver Beziehung mannigfache Änderungen möglich sind. Auch die Tragunterlagen für die drei Teildiapositive konnten in anderer Weise ausgeführt werden, als in Fig. 2 dargestellt ; es könnten auch rahmenartige Unterlagen verwendet werden, die nur an den drei Bildstellen durchsichtig, also gegebenenfalls völlig leer sind.
Zur Kontrolle des richtigen Einlegens der Tragunterlagen oder Platten 7ein den Mattscheibenrahmen, kann die Tragunterlage selbst mit einem Linienraster (s. auch Fig. 2) versehen werden, der dem Fadenraster entspricht und mit diesem zur Deckung gebracht werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Anbringen der drei durch Projektion zu einem farbigen Bild zu vereinigenden Teildiapositive auf einer in den Projektionsapparat einzuführenden, zumindest an den Bildstellen durch-
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gelinder Reibung möglich ist, und dessen in den drei den drei Bildern entsprechenden Gruppen homologe Rasterfäden als homolog kenntlich gemacht sind, so dass die drei Diapositive mit durch die Maschen
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von besonderen Punkten der Bilder und der Rasterfädengruppen auf der Tragunterlage genau gerichtet und dann durch Klebemittel befestigt werden können.