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Pumpe oder Verdichter.
Es sind Ausführungsarten von Pumpen und Verdichtern bekannt, bei welchen in einem Raume mit kreisringförmigem oder nahezu kreisringförmigem Querschnitte 2,3, 4 oder auch mehr Kolben von hauptsächlich kreisringausschnittförmigem Querschnitte in derselben Richtung ohne Unterbrechung, d. h. ohne zeitweisen Stillstand, derart kreisen, dass die zwischen einander gegenüberliegenden Enden zweier unmittelbar aufeinander folgender Kolben verbleibenden freien Räume sich bei jedem Umlaufe der Kolben von dem kleinsten Inhalt, den sie bei jedem Umlaufe erreichen, bis zu dem grössten Inhalt, den sie bei jedem Umlaufe erreichen, vergrössern und hierauf wieder bis zu dem kleinsten Inhalt verkleinern.
Bei diesen Maschinen verharren jedoch die beiden Kolben, die sich bis auf die kleinste Entfernung genähert haben, nur während der Zurücldegung eines ganz gleinen Weges bzw. Drehungswinkels in dieser kleinsten Entfernung voneinander, wogegen es, um eine möglichst gute Abdichtung zwischen Saug-und Druckkanal und einen möglichst kleinen schädlichen Raum zu haben, vorteilhaft wäre, wenn sich die Kolben auf dem ganzen Wege vom Druckkanal bis zum Saugkanale oder wenigstens auf einem grösseren Teile dieses Weges ganz aneinander geschlossen bewegen würden.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Pumpe bzw. ein Verdichter der angeführten Bauart, aber von solcher Ausbildung, dass sich die Kolben, die sich bis auf die kleinste Entfernung bzw. den geringsten Inhalt des zwischen ihnen verbleibenden Raumes nahegekommen sind, nicht sofort wieder voneinander zu entfernen beginnen, sondern während der Zurücklegung eines gewissen Weges bzw.
Drehungswinkels in dieser kleinsten gegenseitigen Entfernung verbleiben, sich also während der Zurücklegung dieses Weges mit in jedem Momente gleicher Geschwindigkeit beider Kolben bewegen. Am zweckmässigsten ist es, wenn die einander zugekehrten Seiten dieser Kolben während der ZurÜcklegung- des ganzen Weges vom Druck-zum Saugkanal ganz aneinander geschlossen bleiben.
In der Zeichnung dienen die Fig. 1 bis 16 zur Erläuterung der Arbeitsweise von Pumpen mit zwei und drei Kolben der bisher üblichen Bauart und der Bauart gemäss der Erfindung, die Fig. 17 bis 30 stellen zwei Getriebe zur Erzielung der'Kolbenbewegung gemäss der Erfindung dar.
In den Fig. 1 bis 4 der Zeichnung sind vier bemerkenswerte Stellungen der Kolben I und 11 einer Zweikolbenpumpe bisher üblicher Bauart und in den Fig. 5 bis 8 diesen entsprechende Stellungen der Kolben It, 11'einer Zweikolbenpumpe nach der Erfindung dargestellt, dabei angenommen, dass in beiden Fällen derartige Getriebe verwendet werden, dass die einander zugekehrten Kolbenseiten sich bei der Kante 1 des Druckkanales 2 ganz aneinander schliessen.
Während aber-bei einer Weiterbewegung im Sinne des Uhrzeigers-bei Ausführungsformen bisher üblicher Bauart die Kolben I und 11 theoretisch sofort nach ihrem Zusammenkommen bei der Kante 1 sich wieder zu entfernen beginnen, so dass die Kolbenflächen. 3, 4 bei einer Verdrehung des Kolbens 11 um einen Winkel IY. (nach Fig. 2) wieder um ein Stück 5-6, bei einer Verdrehung des Kolbens 11 um einen Winkel ss (nach Fig. 3) um ein Stück 7-8 voneinander abstehen, bewegen sich bei der Ausführungsform nach der Erfindung
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des Saugkanales 10 ganz aneinandergeschlossen, somit während der Zurücklegung dieses Weges mit in jedem Augenblicke gleicher Geschwindigkeit beider Kolben.
Erst von der Kante 9 an, bewegt sich der Kolben l'wieder schneller als der Kolben 11', so dass er z. B. bei der Stellung des Kolbens 11'nach Fig. 8 um ein Stück 11-12 von diesem absteht. Bei der in den Fig. 5-8 dargestellten Bewegungsart der Kolben ist also die Zylinderfläche von der Kante 1 des Druckkanales 2 bis zur Kante 9 des Saugkanales 10 stets vollständig von den Kolben überdeckt, also bestmöglichst abgedichtet und es bewegen
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einen schädlichen Raum zwischen den Kolben zu bilden.
Zwecks Erläuterung der Verhältnisse bei einer Dreikolbenpumpe, sind in den Fig. 9-12 vier
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die entsprechenden Stellungen der Kolben 1'. II/, Ill'einer solchen nach der Erfindung dargestellt.
Die Betrachtung der einander entsprechenden Fig, 9 und 13 und 11 und 15 ergibt folgendes : Wenn sich bei der Ausführungsform nach den Fig. 9-12 der Kolben II aus der Stellung nach Fig. 9 um einen Winkel y in die Stellung nach Fig. 11 verdreht, entfernt sich der Kolben I um ein Stück 11-12 von dem Kolben II.
Wenn sich hingegen bei der Ausführungsform nach Fig. 13-16 der Kolben 111 aus der Stellung nach Fig. 13 um den gleichen Winkel T verdreht (Fig. 15), bleibt der Kolben 11 weiter an den Kolben III ganz angeschlossen. Bei der Stellung der Kolben nach Fig. 11 wird daher die Zylinderfläche zwischen Druckkanal 2 und Saugkanal 70 nur auf einem Teile von den Kolben überdeckt und abgedichtet, so dass zwischen den Kolben I und Il ein schädlicher Raum von der Erstreckung 11-12 vorhanden ist, wogegen bei der entsprechenden Stellung der Kolben nach Fig. 15 die genannte Zylinderfläche zur
Gänze von den Kolben überdeckt bleibt, also abgedichtet wird und dabei die Kolben It und 111 ohne schädlichen Raum aneinander. geschlossen bleiben.
Zur Erzielung der Kolbenbewegungen für eine Punpme oder einen Verdichter nach der Erfindung können die verschiedensten Getriebe verwendet werden : nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele beschrieben.
In den Fig. 17-24 ist ein Getriebe dargestellt, das aus einem (in Fig. 19 in Seitenansicht, in Fig. 20 in Stirnansicht gezeichneten) Teile 16 besteht, der mit seinen vier Lappen 17 und mit zwei zwischen diesen Lappen eingesetzten Backen 18 eine an dem (in Fig. 23 in Vorderansicht, in Fig. 24 in Seitenansicht gezeichneten) Ständer 19 exzentrisch gelagerte Scheibe 20 umfasst und bei der Drehung der Antriebswelle 27 von einem auf dieser aufgekeilten (in Fig. 21 in Vorderansicht, in Fig. 22 in Seitenansicht gezeichneten) Mitnehmerbalken 22 mitgenommen wird. Da hiebei die Zapfen 23,24 der auf den
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hiebei die Pumpenkolben mit. Würden dabei die inneren Flächen 30 der Backen 18 in den Ebenen der Flächen 31 der Lappen 17 des Teiles 19 liegen, so würden sich die Pumpenkolben wie bei den bisher üblichen Ausführungsarten bewegen.
Da aber die Flächen 30 der Backen 18 in der aus Fig. 20 ersiehtlichen Weise ausgenommen sind, bewegen sich die Kolben in der erläuterten. das Wesen der Erfindung bildenden Weise.
Das in Fig. 18 dargestellte Getriebe besteht aus dem auf der Antriebswelle 32 aufgekeilten (in Fig. 28 in Vorderansicht, in Fig. 29 in Seitenansicht dargestellten) Mitnehmer 33, auf dessen Bolzen 34.
35 mit den Naben 36 bzw. 37 drehbar zwei Winkelhebel 38, 39 sitzen (wie ein solcher in Fig. 25 in Seitenansicht, in Fig, 26 in Vorderansicht, in Fig, 27 in Draufsicht dargestellt ist) und in deren Nuten 40, 41 die Bolzen 42, 43 der auf den Kolbenwellen 44, 45 aufgekeilten Kurbeln 46,47 gleiten. In den Naben 48 (49) dieser Winkelhebel 38 (39) sind Zapfen 50 (51) befestigt, die bei der Drehung der Welle 32 längs des Umfanges der Scheibe 52 des (in Fig. 30 in Stirnansicht gezeichneten) Ständers 53 gleiten. Wäre der Umfang dieser Scheibe kreisrund, so würden sich die Kolben wie bei den bisher üblichen Ausführung- arten bewegen.
Damit sich die Kolben aber in der das Wesen der Erfindung bildenden Weise bewegen.
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Wenn bei einer Bewegung des Getriebes im Sinne der Uhrzeigerbewegung einer der Zapfen 48 (49) über diese Erhöhungen gleitet, eilt der betreffende Winkelhebel 38 (39) dem Mitnehmer 33 in der Bewegungsrichtung etwas voraus und nimmt dabei den Kolben mit, dessen Kurbelzapfen in die Nut 40 (41) eingreift.
Bei einer Dreikolbenpumpe müsste der in Fig. 28 zweiarmig dargestellte Mitnehmer 33 dreiarmig, bei einer Vierkolbenpumpe vierarmig sein und drei (bei einer Vierkolbenpumpe vier) Hebel nach Art
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