AT98124B - Magnetisches Telephonrelais. - Google Patents

Magnetisches Telephonrelais.

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AT98124B
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telephone relay
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Josef Dr Schiessler
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Josef Dr Schiessler
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Magnetisches Telephonrelais. 



   Die Erfindung stellt eine Verbesserung bzw. weitere Ausgestaltung eines Telephonrelais nach P. Nr. 96448 dar. Wie dort erfolgt auch hier die Verstärkung der   Linienströme   durch Beeinflussung eines magnetischen Feldes. Die Erfindung beruht darauf,   den gemäss den   Ausführungen des Stammpatentes nötigen   Verstärkungsstrom,-d.   i. ein mit dem zu verstärkenden Strom gekoppelter Stromkreis-und infolgedessen die dazugehörigen Batterien, Leitungen usw. überflüssig zu machen. Das   vorliegende Magnetische Telephonrelais"funktioniert   somit ohne Verstärkungsstrom, kann aber zur Verstärkung mit einer Hochspannungs-Gleichstromquelle, z. B. einer Trockensäule usw. versehen werden. 



  Die Anordnung ist äusserst empfindlich für die schwächsten Stromänderungen, aber unempfindlich gegen Erschütterungen,   trägheitslos, leicht   an Gewicht, kompendiös, überall verwendbar und stets betriebsfähig. 



   Fig. 1 zeigt eine beispielsweise Ausführung des vorliegenden Erfindungsgedankens. Ein aus mehreren Hufeisenmagneten zusammengesetztes magnetisches Magazin 1 trägt an den Polstellen   4   des innersten Magneten zwei unterteilte Eisenkerne 6,   6'Über welche   zwei Induktionsspulen 5, 5'angeordnet sind, die zueinander in Serie geschaltet sind. Die Weicheisenkerne 6,   6'sind   entweder längsunterteilte 
 EMI1.1 
 gedreht oder sie bestehen aus dünnen Eisenblechhülsen oder Celluloidröhren, die mit feinem Eisenpulver, eventuell mit Schellak, Paraffin, Emaillack fest eingepresst sind. Ihr Endstück kann massiv und mittels einer Schraubenspindel im Körper der Polenden kontinuierlich verstellbar sein.

   Das ganze magnetische Magazin 1 ist mittels des Ständers 2 in der Jochgegend befestigt und mittels der Grundplatte 3 auf dem hölzernen Grundbrett montiert, das auf Gummizapfen oder   Gummischläuchen   ruht. Die Windung der Spule   5'ist Über   die Leitung 8 mit dem Detektor 9 verbunden, der aus einem, in die Klemmbacken 10 11 eingelegten Konborundumstab 12 besteht (der bei Nichtbenutzung des Detektors durch einen Kupferstab ersetzt werden kann) und über die Leitung   H   mit einer Klemme eines Kondensators verbunden ist, dessen andere Klemme über die Leitung 15 an die Spule 5 angeschlossen ist, welche durch die Leitung 7 mit der andern Induktionsspule   5 ion   Serie geschaltet ist. Auf diese Weise ist der Stromkreis bzw. 



  Schwingungskreis geschlossen. 



   Dieses Relais soll dazu dienen, schwache Stromschwankungen (unterbrochenen Gleichstrom, Wellenstrom, Wechselstrom jeder Frequenz) zu verstärken. Bei Nieder-und Mittelfrequenz bis zirka 10.000 Perioden, also den sogenannten musikalischen Schwingungen, ist ein Detektor überflüssig, da die Schwingungszahl im Bereich der Hörbarkeit liegt. Schwingungen, die ausserhalb des Hörbereiches liegen, also allgemein alle Frequenzen über 10.000, hochfrequente Schwingungen bedürfen zu ihrer Hörbarmachung eines Detektors, der die Hochfrequenzschwingungen in pulsierenden Gleichstrom umwandelt. Bei Hochfrequenzen ist es aber im allgemeinen nicht praktisch, den Detektor, der einen sehr hohen Widerstand darstellt, in den abgestimmten Sehwingungskreis zu legen, da derselbe eine sehr starke Dämpfung erleiden und so die Verstärkung fraglich würde.

   Der Detektor wird also in diesem Falle in einen periodischen Kreis geschaltet, d. i. im vorliegenden Fall ein Verstärkungsstromkreis, der mit einem abgestimmten, erregenden Schwingungskreis irgendwie gekoppelt ist und einen Block (Sperrt-   kondensator von so glorer Kapazität (zirka 2 M. F. ) enthält, dass seine Eigenfrequenz weit ausserhalb   der des erregenden Schwingungskreises liegt. Die Frequenzen des letzteren werden daher dem periodischen Kreise aufgezwungen.

   Resonanz ist in diesem Fall unmöglich, Bestehen die zu ver- 

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 stärkenden Hochfrequenzschwingungen aus einer Reihe aufeinanderfolger, also durch Pausen getrennter,   elektromagnetischer Wellenzüge,   die auf einen hochfrequenten Trägerstrom superponiert sind, so kann man dieselben unmittelbar einem Telephon, das parallel zum Detektor oder auch Kondensator liegt, zuführen. Handelt es sieh aber um den   Integralwert   hochfrequenter Schwingungen, um z. B. ein Galvanometer oder sonst einen andern ähnlichen Anzeigeapparat zu betätigen, dann wird derselbe parallel zum Kondensator geschaltet. Die grosse Kapazität des Sperrkondensators wirkt auf die Hochfrequenzströme wie ein   Kurzschluss,   stört also den elektrischen   Wechselfluss   nicht.

   Da aber der Detektor diese hochfrequenten   Wechselströme   gleichrichtet, so wirkt der Kondensator auf diese resultierende Gleichstromkomponente wie ein sehr grosser Widerstand und zwingt den Gleichstrom durch das dem Kondensator   parallel geschaltete Instrument (Galvanometer,   Dynamometer, Telephon   usw.)   zu   fliessen,   leitet also den grössten Teil des resultierenden Energiebetrages durch das Anzeigeinstrument.

   Bei den hörbaren Nieder- und Mittelfrequenzen ist demnach der Detektor bei einem Telephon als Anzeigeinstrument   überflüssig   und infolge seines verhältnismässig hohen Widerstandes als   Energieverzehrer   unpraktisch, also kann er in einem solchen Falle, wie er in dieser Erfindung vorliegt, bei Bedarf entweder 
 EMI2.1 
 stromquelle   23   irgendwelcher Art, entweder in Form einer Trockensäule usw. oder in Form einer durch eine Reduktoredelgasröhre oder Mikrophon speiseröhre (Elcktronenröhre) reduzierten   1Ïchtspannung   parallel schaltet ;

   um den schwachen und eventuell nur langsam nachgelieferten Strom der Trockensäule nicht von vornherein kurz zu schliessen, wird derselbe durch eine Edelgasröhre 24 blockiert,   deren   
 EMI2.2 
 liegt, so dass der hochgespannte Gleichstrom nur dann durch die Edelgasröhre fliesst, wenn der Widerstand derselben   (das 11inimumpotential)   von den noch höher gespannten Induktionsströmen, die in den Spulen   5,   5'induziert werden, überwunden wird. Die Edelgasröhre 24 und die   Hochspannungsquelle 2 : J   
 EMI2.3 
 anderseits zu den Induktionsspulen 5, 5' parallel geschaltet. Unterhalb des Grundbrettes bzw. in einer Aussparung desselben und verdeckt ist eine elektrisch isolierte Metallplatte angeordnet und mit der Edelgasröhre 24 parallel geschaltet.

   Sie bildet den einen Beleg eines regelbaren Schiebekondensators, indem eine zweite, mit isolierendem Griff   37   versehene und gleichfalls isolierte Metallplatte, die von der ersten entweder durch ein dünnes Dielektrikum oder einen Emailüberzug geschieden ist und beliebig 
 EMI2.4 
 Schiebekondensators ein aus zwei   halbkreisförmigenplatten   bestehender Drehkondensator auf der Hinterseite oder zwischen den Bodenteilen angebracht werden, dessen Knopf sich oben auf der Grundplatte befände. 



   Der sekundäre oder   Verstärkungskreis   Fig. 1 wird induktiv erregt durch einen   primären   Kreis Fig. 2 von ähnlicher Konstruktion. Innerhalb der Schleife des horizontal angeordneten magnetischen Magazines 1 ist senkrecht auf die Ebene desselben ein permanenter Hufeisenmagnet 27. Fig. 2 mit den Schenkeln   28,   28'angeordnet, dessen Kraftfluss durch den magnetischen   : Nebenschluss   29 beliebig geregelt werden kann.

   Der untere Schenkel 28, der auch in Fig. 1 dargestellt ist, ruht auf einer Unterlage 26 und sein Polkern 33 ist durch das   Griffrädchen   34   zwangläufig einzustellen.   Ebenso auch der viel längere Eisenkern des oberen   Schenkels 28',   der mittels des   Griffrädchens   32 einstellbar ist und die Induktionsspule 31 trägt. Der Spulenkern 30 ist so lang, dass sein freies Ende bzw. sein Polschuh genau in die Mitte zwischen die Kerne 6,   6'des sekundären Magnetsystems   zu liegen kommt. Sein   Polschuh   bzw. der ganze Kern ist ebenso unterteilt wie die Kerne 6,   6'des sekundären   Systems und kann auch die in dem Hauptpatent Nr. 96448 beanspruchte Form haben.

   Die Enden der Spulenwicklung 37 sind an den Klemmen   35,.'36   Fig. 1 befestigt, wo der zu verstärkende Strom zugeführt wird. Es kann aber 
 EMI2.5 
 
Die Wirkungsweise ist nun folgende. Wird bei den   Klemmen.'35, 36,   Fig. 1, irgendein zu verstärkender Strom (unterbrochener Gleichstrom, Wellenstrom, Wechselstrom usw.) zugeführt, so ändern 
 EMI2.6 
 Feld des Weicheisenkernes 30 und das in diesem Rhythmus schwankende magnetische Feld verändert auch die Polarisation des induzierten Weicheisenkernes   30   und somit auch das   magnetische Fe ! d zwischen   den polarisierten Kernen 30,   33.   Da sich nun der Weieheisenkern 30 bzw. sein Polsehuh ganz oder teilweise innerhalb des magnetischen Kraftlinienfeldes 6, 6' des sekundären bzw.

   verstärkenden Magnetsystems (magnetisches   Magazin 7)   befindet bzw. den sekundären Kraftlinienfluss mit seinem Streufeld infolge der Verstellbarkeit des   Weicheisenkernes 30   mehr oder minder beeinflusst, so wird auch 
 EMI2.7 
 

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 EMI3.1 
 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 parallel zum Blockkondensator (14) oder, falls der Indikator ein Fernhörer ist, auch parallel zum Detektor (12) des periodischen Kreises an die Klemmen (18, 19) angeschlossen sind.
    5. Ausführungsform des magnetischen Telephonrelais nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung des Apparates für hörbare Frequenzen und stärkere Ströme wo es nicht auf den Integraleffekt der zu verstärkenden Trägerströme und der superponierten Wellen-oder Wechselströme ankommt, der Kontaktdetektor (12) durch einen kurzschliessenden Metallstab ausgewechselt werden kann.
    6. Ausführungsform des magnetischen Telephonrelais nach Anspruch l bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zu verstärkende Strom zugleich auch über die eine Spule (38) des Verstärkungsmagneten geführt wird (Fig. 3) und dessen Polarität beeinflusst, wobei die Wicklung gleichsinnig entweder über eine eigene, auf demselben Kern (6) unmittelbar vor dem Polschuh sitzende Spule (38) oder über EMI4.2 EMI4.3
AT98124D 1914-04-16 1923-09-14 Magnetisches Telephonrelais. AT98124B (de)

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