AT99781B - Trägheitsloses Telephonrelais. - Google Patents

Trägheitsloses Telephonrelais.

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AT99781B
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Austria
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Inventor
Josef Dr Schieszler
Original Assignee
Josef Dr Schieszler
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Trägheitsloses Telephonrelais. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein ohne mechanisch bewegte Teile, also trägheitslos arbeitendes Telephonrelais, bei welchem die den Linienströmen proportionalen Schwankungen eines zwischen diesen und den eigentlichen Empfangsströmen angeordneten   Verstärkungsstromes,   d. h. eines Stromes, der die Schwankungen des zu verstärkenden Stromes in   verstärktem   Masse weiterleitet, durch Beeinflussung des elektrischen und magnetischen Feldes eines festen glühenden Halbleiters erzeugt werden, der in den   Verstärkungsstromkreis   eingeschaltet ist. Manche Halbleiter zeigen die   Eigentümlichkeit,   dass sie für   Spa. nnungsänderu. ngen sehr   empfindlich sind. So z.

   B. scheiterten die anfänglichen Versuche mit dem Nernststift an   dessen Uberempfindlichkeit   gegen Potentialschwankungen, bis er durch Anordnung eines vorgeschalteten   Beruhigungswiderstandes   für   Beeuchtungs2. wecke   brauchbar wurde.
Auf der grossen Empfindlichkeit der meisten Halbleiter gegen Potentialschwankungen beruht nun die Erfindung. 



   Liegt nämlich das elektrische und magnetische Feld des vom Verstärkungsstrom durchflossenen Halbleiters in einem elektrischen und einem magnetischen Wechselfeld des zu verstärkenden Stromes, 
 EMI1.1 
 Relaiswirkung zustande kommt. 



   Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform des Relais der Erfindung. 



   Bei der dargestellten Einrichtung befindet sich auf einer Unterlage 1 ein hufeisenförmiger, permanenter Magnet 2, welcher an seinem langen Schenkel 3 befestigt ist, während der kürzere Schenkel 4 
 EMI1.2 
 eisenhebel 6, der um die Achse 7 beweglich ist, mehr oder weniger magnetisch kurzgeschlossen werden, wobei die entsprechende Stellung des Hebels 6 durch eine Klemmschraubenmutter 8 festgestellt werden kann. Auf dem längeren   Schenkel : 3 des permanenten   Magneten 2 ist eine Spule 9 angeordnet, deren   Kern 10   hohl und on einem Leitungsdraht 11 des   Verstärkungsstromes   durchsetzt ist. Auf demselben Gestell 2 ist auch ein Ständer 52 angeordnet, welcher mit dem Ständer 51 durch eine mit einer zentralen Öffnung versehenen Brücke 53 verbunden ist.

   Auf dieser Brücke ist eine zweite   Brücke   12 angeordnet, welche von einer Schraube 14 durchsetzt wird, die durch eine Gegenmutter 13 gesichert werden kann. 



    Eine Kleinmschraube 15 dignt   zur Befestigung von   Stromzuführungsleitungen   39, 40. Der Ständer 52 wird von einer horizontal'angeordneten, gegen den Ständer isolierten Spindel 16 durchsetzt, welche einerseits eine kreisförmige Kondensatorplatte 18 trägt und anderseits mit einer Klemmschraube 20 versehen ist. Die Kondensatorplatte 18 ist dabei mittels eines Griffrädchens 21 kontinuierlich und zwangsläufig verstellbar. Ebenso trägt der Ständer 51 eine horizontal und isoliert angeordnete Spindel 17 mit einer Kondensatorscheibe   19,   einer Klemmschraube 22 und einem zum Verstellen dienenden Griffrädchen 23.

   Neben dem Ständer 52 ist auf derselben Unterlage 1 ein permanentes Hufeisenmagnet 26 mit zwei gleich langen Schenkeln 27, 28 so angeordnet, dass zwischen den Polen der Schenkel auf dem unterteilten Eisenkern die Primärspule   24   und die   Sekundärspule 25   der Empfangskopplung Platz finden. 



  Ein magnetischer Nebenschluss   29,   der um eine Achse 30 drehbar ist, wird durch eine Schraubenmutter 31 festgeklemmt. 



    Der Verstärkungsstrom wird bei der Klemme 32 zugeführt und fliesst über Leitung 33 und Spule 24 zur Klemmschraube 34 einer mittels eines Gnffrädchens 35 zwangsläufig verstellbaren isolierte. n Spindel 36,   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 mit der Schraube 14 gut leitend und fest verbunden ist. Der Magnesiastift 37 befindet sich in der Mitte zwischen den Platten 18 und 19.

   Der Draht 11 kann mittels des   Griffrädchen 35   ohne   Verdrehung     gespannt werden, wodurch eine Einstellung   des   Maguesiastiftes 37 parallel zu den   beiden   Kondensator-   platten 18 und 19 erzielt wird An die Schraube 14 ist mittels der   Klemmschraube J ! 5   die Leitung   89   angeschlossen, die über einen Regelwiderstand 40 mit einer   Stromzuführungsklemme     42   in Verbindung steht. An die Klemmen   82   und 42 wird eine möglichst konstante Stromquelle 41, z B. eine Akkumulatorenbatterie, angeschlossen. Von den   Klemmschrauben-M und 4. 5 zweigt   ferner ein   Nebenschluss   44 ab, in welchen ein variabler Kondensator 43 eingeschaltet ist. 



   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Unter normalen Umständen bietet der Magnesiastift 37 dem Strom einen   ausserordentlich   hohen Widerstand. Um diesen Halbleiter 37 elektrisch leitend zu machen, wird er geradeso wie bei der Nernstlampe vorgewärmt ; der darin durchiliessende Strom, der durch den Widerstand 40 geregelt werden kann, erhitzt den   vorgewärmten Magnesiastift 37 bh   zur Weissglut und bildet ein elektrisches und ein magnetisches Feld um diesen aus. 



   Der zu verstärkende Linienstrom wird an den Klemmen   45,   46 zugeführt, fliesst über die Wicklung der Spule 9 und ladet die an die Verteilungspunkte 47, 48 parallel angeschlossenen Kondensatorplatten 18, 19 auf. Er beeinflusst also den   Verstärkungsstrom   durch die Spule magnetisch und durch den Kondensator elektrostatisch. 



   Der glühende   Magnesiastift. 37   ist sehr empfindlich gegen Schwankungen des zwischen den Platten 18, 19 ents : ehenden elektrischen Feldes ; schwache Veränderungen dieses Feldes erzeugen ebenfalls grössere Spannungsschwankungen in dem   Verstärkungsstromkreis.   Da dem glühenden Halbleiter 37 ein regelbarer Kondensator 43 parallel geschaltet ist, so werden die Spannungsschwankungen durch die sich gleichzeitig entladende Kapazität im Resonanzfalle in ihrer Amplitude noch vergrössert. Der hiedurch erzeugte Wellenstrom induziert durch die Spule   24   der Empfangskopplung in deren Sekundärspule 25 einen kräftigen Strom, der zwei Klemmen 49,50 zugeführt wird, an welche der eigentliche Empfangsapparat, z.

   B. ein   Telephon , angeschlossen   ist ; diesem letzteren ist ausserdem ein Kondensator 52 parallel geschaltet. Die nähere Erklärung der Wirkungsweise des Magnesiastiftes ist folgende :
Da der spezifische Glühwiderstand in einem von den zu   verstärkenden   Strömen gesteuerten, von zwei Platten eines Luftkondensators gebildeten elektrischen Wechselfelde sich befindet, so werden dessen wechselnde elektrische Ladungen sowohl die aus Elektronen bestehende Raumladungswolke in den Poren des Glühkörpers und in seiner nächsten Umgebung als auch die durch Elektronenstoss ionisierten Gas-bzw. Dampfmoleküle ableiten oder zurückdrängen. Damit wächst oder sinkt sein Widerstand und infolgedessen auch der Strom.

   Durch die Beimengung radioaktiver Substanzen zum Material des Nernststiftes wächst die Dichte der Elektronen in der   Raumladungswolke   und ebenso der durch Elektronenstoss erzeugten Ionen und damit die Energie der durch das elektrische und magnetische Wechselfeld hervorgerufenen Spannungsschwankungen, d. h. die Verstärkung der Relaiswirkung. 



   Anderseits wirkt die von den zu   verstärkenden   Strömen durchflossene Spule in der Weise, dass das vom Glühwiderstand erzeugte magnetische Wechselfeld das von der Spule 10 erzeugte Wechselfeld beeinflusst, wodurch der zu verstärkende Strom geändert wird. Die Ionen bzw. Elektronenwolke des Glühwiderstandes wird dadurch abgeblasen oder konzentriert und somit die Spannung und, da die gleichzeitigen Widerstandsänderungen nicht ausgeglichen wurden, auch der Strom geändert. 



   Die Summe dieser elektrostatisch-kapazitiven und magnetisch-induktiven Beeinflussung ergibt nach Angabe des Erfinders bei einem spezifisch überempfindlichen Leiter zweiter Ordnung, wie es der   Nernstitift   ist, eine verstärkende Relaiswirkung. 



   Anstatt des Nernststiftes (Halbleiters) kann auch ein aus einem Gemenge von radioaktiven Stoffen mit Magnesia-Zirkonerde, Zer-und Tonverbindungen gepresster Glühkörper in Form eines Stiftes, Netzes u. dgl. verwendet werden. 



   Die infolge der Ionisation durch die radioaktiven   Stoffe hervorgerufene Leitfähigkeit des   Halbleiters wird durch das elektrische Wechselfeld des Kondensators   18, 19   so   starkbeeinflusst, dass sein Widerstandin   
 EMI2.2 
 



   Das vorliegende Relais kann sowohl als Empfänger als auch als Sender Anwendung finden. 



  Namentlich ist es möglich, mit ihm die Unterbrechungen oder Schwankungen sehr schwacher Ströme, z. B. mit einem Stimmgabelunterbrecher erzeugter Wellenströme etwa für das Senden bei drahtloser Telegraphie, dadurch nutzbar zu machen, dass der schwache Strom zuerst proportional verstärkt und hierauf der   verstärkte Strom   in bekannter Weise zum Senden verwendet wird. Es ist dadurch   möglich,     den Sender, statt mit einer grösseren Maschine, mit einer leichten Akkumulatorenbatterie zu betreiben, ohne die Vorteile der Verwendung von tönenden Funken usw. einzubüssen.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCHE : 1. Trägheitsloses Telephonrelais, bei dem starke Schwankungen eines Verstärkungsstromes durch Änderungen der Leitfähigkeit eines von ihm durchflossenen Mediums hervorgerufen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung der schwachen Wellen- oder Wechselströme durch Beeinflussung EMI3.1 Stromkreises (45, 9, 46) stattfindet.
    2. Telephonrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halbleiter (37) durch radioaktive Stoffe leitend gemacht ist. EMI3.2
AT99781D 1914-04-16 1914-04-16 Trägheitsloses Telephonrelais. AT99781B (de)

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AT99781D AT99781B (de) 1914-04-16 1914-04-16 Trägheitsloses Telephonrelais.

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