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Papierrolle und deren Lagerung für Kopiermaschinen.
Gegenstand der Anmeldung ist eine Papierrolle für Kopiermaschinen, welche sich von den bekannten Papierrollen dadurch unterscheidet, dass sie einen aussergewöhnlich grossen lichten Durchmesser besitzt.
Die bekannten Hohlkerne für Briefkopierpapierrollen haben gewöhnlich eine lichte Weite von 27 bis 31 mm und der zugehörige Aussendurchmesser der Papierrolle beträgt demgemäss bei der normalen Tausendblattrolle je nach Härte der Wicklung im Mittel 110 nun. Wenn man nun das lichte Mass eines derartigen Hohlkernes bzw. der Papierrolle gemäss der Erfindung auf mindestens 60 mm bringt, so wächst der Aussendurchmesser der Papierrolle nur um etwa 12 nun, das ist so unbedeutend, dass nur einem geübten Auge der Grössenunterschied ohne weiteres auffallen wird, und es weist eine solche lichte Weite gegen- über den bisher üblichen besondere Vorteile auf.
Die wichtigsten Vorteile sind die folgenden :
Die Lagerung. Schon seit langer Zeit ist erkannt worden, dass eine starr gelagerte Papierrollenachse die Quelle grosser Nachteile beim Arbeiten der Kopiermaschine ist, und es wurden deshalb verschiedene Vorschläge gemacht, diese Lagerung nachgiebig zu gestalten. Bekannt sind z. B. Gabellager, bei denen die Papierrolle sich um einen senkrecht zu ihrer Achse liegenden Gabelzapfen drehen kann, und Pendellager, bei denen die Rolle sich schaukelartig an herabhängenden Pendeln frei bewegen kann. Demgegenüber kann jetzt in dem weiteren Innenraume der neuen Papierrolle eine als Universalgelenk ausgeführte solide Lagerung angeordnet werden. Diese Lagerung ist die denkbar vollkommenste, weil sie die Papierrolle genau in ihrem Schwerpunkt erfasst und um denselben sich frei bewegen lässt.
Hiebei sind sämtliche schädlichen Gewichtseinflüsse bei der selbsttätigen Einstellung ausgeschaltet.
Die Bremsung der Papierrolle an Kopiermaschine ist wichtig, um das sogenannte seitliche Wandern der Papierbahn, das im Wasserkasten beginnt, zu verhindern. Ausserordentlich wichtig, sogar fast unentbehrlich, ist die durch Bremsung erzielbare straffe Lage der Papierbahn bei Kopiermaschinen, welche einen Schneider an dem trockenen Teil der Papierbahn vorsehen. Aus diesen Gründen wurde die Anordnung einer Bremse wiederholt versucht, jedoch immer wieder fallen gelassen, weil das im Wasserkasten nass werdende Papier ausserordentlich an Zugfestigkeit verliert und, sobald der Bremszug sich nicht ganz gleichmässig über die ganze Papierbahnbreite verteilt, unfehlbar ein Reissen der letzteren eintritt. Nur in Verbindung mit einer einwandfreien Lagerung, wie sie laut obigem die Erfindung ermöglicht, darf somit eine Bremsung erfolgen.
Der selbsttätige Rücklauf des Papiers beim Herausheben der Tauchwalze ist bisher auf verschiedene Weise angestrebt worden. Bekannt sind Zahnstangen, die beim Herausheben der Tauchwalze in eine auf der Papierrollenachse angeordnete Verzahnung eingreifen und dieselbe zurückzudrehen streben.
Andere Konstruktionen sehen für diesen Zweck Hebelgestänge vor und sind somit noch sperriger und umständlicher. Bei Verwendung einer genügend weiten Öffnung in der Rolle nach der Erfindung ist es leicht, zwischen Universalgelenk und Bremse eine Torsionsfeder einzuschalten, welche zu Beginn der Arbeit sich spannt und beim Nachlassen des Zuges in der Papierbahn diese zum Teil auf die Rolle zurückwindet.
Dauerfeuchtes Papier findet in vielen hauptsächlich im Auslande verbreiteten Maschinen Verwendung. In tropischen Ländern ist es fast unmöglich, Vorratsrollen aufzubewahren, weil sie zu schnell austrocknen. Es sind verschiedene Konstruktionen versucht worden, deren Zweck es war, die ausdunstende
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handenen Kopiermaschinen neu einordnen liessen. Verwendet man den geräumigen Hohlraum nach der Erfindung, so ist es ein leichtes, eine Befeuchtungsvorrichtung von ringförmigem Querschnitt innerhalb der Kopierrolle unterzubringen.
Der Preis der Kopierpapierrollen kann bei Verwendung der neuen grösser bemessenen Hohlkerne wesentlich herabgesetzt werden ; denn man ist nicht mehr darauf angewiesen, eine teure Spezialmaschine zum Wickeln der Rollen zu verwenden, sondern man kann sämtliche Rollen auf einem Dorn in normalen Schneidmaschinen unterbringen. Hiebei tritt noch der Vorteil hinzu, dass sieh grosse Durchmesser wesentlich leichter wickeln lassen als kleine und die Bedienung der Wickelmasehine bedeutend einfacher wird.
Die Lagerung und Verpackung der Papierrollen ist insofern gÜnstiger, als der gross bemessene Hohlkern, der in der Kopiermaschine keinerlei Abnutzungskräften Widerstand zu leisten hat, nur aus einer ganz dünnen Papphülse zu bestehen braucht. Die von der Wickelmaschine herunterkommende Rolle ist somit ganz weich und lässt sich leicht aus dem kreisringförmigen Zustande in die flache Form zusammendrücken. Je grösser der Hohlkerndurchmesser ist, desto leichter lässt er sich zusammendrücken, und um so gÜnstiger gestalten sich die Platzverhältnisse bei der Verpackung oder Lagerung des Kopierpapieres, ganz abgesehen von den ausserordentlichen Ersparnissen an dem teuren Kistonmaterial.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispeil des Erfindungsgegenstandes sehematiseh dargestellt. Fig. 1 ist ein axialer Längsschnitt durch die Lagerung, Fig. 2 ein Schnitt nach A-B der Fig. 1. Die Fig. 3 und 4 zeigen die üblichen Verpackungsarten für Rollen mit enger Öffnung. Ein Vergleich mit der Verpackung der neuen Rollen (Fig. 5) lässt den erzielten Gewinn an Raum und Kistenmaterial erkennen. Systematische Versuche haben gezeigt, dass für die Erzielung dieser Vorteile ein lichter Durchmesser von 60 mm erforderlich ist.
Das Papier a ist auf den aus Pappe bestehenden Hohlkern b gewickelt, der erfindungsgemäss einen Durchmesser von mindestens 60 mm besitzt. Der so bewickelte Kern b wird auf den Hohlkern c aus Bleeh aufgeschoben und durch eine Kappe cl auf ihm festgehalten.
Der Kern c wird drehbar von der im Maschinengestell e nicht drehbar gelagerten Achse f getragen.
In das freie Ende dieser Achse ist ein Bolzen g eingeschraubt, auf welchen eine Buchse drehbar i, t. Diese ist etwa in der Längsmitte des Hohlkernes c angeordnet und mit einem Zwischenringe i durch die Bolzen k drehbar verbunden. Auf seiner Aussenseite ist der Ring i mit dem Kern c durch die Bolzen 1 drehbar
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ihrer hakenförmig umgebogenen Enden in eine Bohrung o der Biiehse h und mit dem andern Ende in eine entsprechende Bohrung einer Büchse p. Diese ist als Bremsring zwischen einem auf die Aehse f auf-
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Wird das Papier ? von der Rolle abgezogen, so kann sich diese um das Universalgelenk frei einstellen. Sobald die Drehung der Rolle beginnt, wird die Feder n gespannt. Wird beim Aufhören des Betriebes die Wasserwalze gehoben, so sucht die Feder n sich zu entspannen und die Papierbahu xnriiek- zuwickeln, so dass diese aus dem Wasserbade herausgehoben wird und nicht dem Zerweichen ausgesetzt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hohll ; ern ffir Kopierpapierrollen, dadurch gekennzeichnet, dass er einen lichten Durchmesser von mindestens 60 mm. besitzt.