<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zum Trocken-und Formpressen von Torf.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Trocken- und Formpressen von Torf oder ähnlichen stark wasserhaltigen Stoffen, bei dem der Rohtorf im Zustande der Förderung einem lange und langsam wirkenden Pressdrucke unterworfen wird, u. zw. in Presskammern mit Siebwänden, die dem Wasser einen guten Abfluss sichern. Alle mit dem Pressgut in Berührung kommenden sonstigen Teile wie Kolben, Boden und etwa, verwendete Zwischenlagen, sind ebenfalls mit Siebschichten versehen, o dass dem Wasserabfluss auch durch diese kein Hindernis bereitet wird und eine gute Entwässerung des Torfes stattfinden kann. Die E'findung besteht nun darin, dass die Presslinge durch besondere Ausbildung der Pressflächen in der Mitte dünner geformt werden als an den Rändern.
In der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen einer solchen Vorrichtung dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 einen zylinderförmigen Pressraum im Schnitt, Fig. 2 eine Zwischenlage im Schnitt, Fig. 3 einen Teil eines Pressraumes mit einer andern Bekleidung der Seitenwände und Fig. 4 einen Teilquerschnitt zu Fig. 3.
Die Arbeitsweise ist folgende : Der geförderte Rohtorf wird ohne jegliche weitere Bearbeitung (wie Zerkleinerung oder Vorpressung) in Mengen, die der Grösse der gewünschten Presslinge entsprechen, in den mit Durchbrechungen m versehenen Pressraum a (Fig. l) eingebracht ; zwischen je zwei solche Schichten wird eine der mit Siebumkleidungen b1 versehenen Zwischenlagen b, die hier einen linsenförmigen Querschnitt haben, gelegt, bis der Pressraum gefüllt ist, wie in Fig. 1 dargestellt ist.
Wenn der Presskolben/' dann aufgesetzt wird und langsam nach unten drückt, wird das in und zwischen den Torfteilehen befind- liche Wasser heraugepresst und kann durch die an den Innenwandungen des Pressraumes angebrachten Drahtsiebschichten c abfliessen. Diese Schichten sind so angeordnet. dass die mit dem Torf in Berührung kommende aus einem feinen, glatten Gewebe mit einer Maschengrösse von zweckmässig weniger als 1 mm gebildet wird. Die Drahtstärke dieses Gewebes muss dabei so gewählt sein, dass die von den Drähten verdeckten Flächen gleich oder kleiner sind als die unbedeckten Flächen, um so jede Wasserstauung zu verhindern und den Pressdruck voll zur Wirkung kommen zu lassen.
Die nach aussen zu anschliessenden Drahtsiebschichten sind von immer grösserer Maschenweite als die vorhergehende Schicht, um auch auf diese Weise dem Wasser einen möglichst ungehinderten Abfluss zu gewähren.
In gleicher Weise sind alle übrigen Teile, wie die Zwischenlagen b, der Boden d und der Kolben f mit Drahtsiebschichien in gleicher Anordnung versehen, um auch an diesen Stellen dem Wasser einen guten und leichten Abflussweg zu sichern.
Dabei wird überall durch die erste, ganz feine Siebsehicht verhindert, dass Torfteilchen mit dem Wasser zusammen abfliessen können, da sich auf dieser ersten Schichte ein filzartiger Überzug von feinsten Torfteilchen bildet, der als Feinfilter wirkt.
Die hier in Anwendung kommenden Zwischenlagen b haben, wie Fig. 1 und 2 zeigen, einen linsenförmigen Querschnitt. Sie bestehen entweder aus einem vollen Körper b2, z. B. aus Holz, mit den oben erwähnten Drahtschichten b1 auf beiden Seiten überzogen, oder sie bestehen aus einem Gerüst aus Profiloder Flacheisen, das mit den Siebschichten überzogen ist. Die einseitig gewölbte oder linsenförmige Form bezweckt, den Druck an allen Stellen gleichmässig zu übertragen, so dass überall eine gleichmässige Entwässerung erreicht wird, und die Presslinge in der Mitte dünner zu formen als an den Rändern, damit beim späteren Nachtrocknen an der Luft an allen Stellen eine gleiche Trockenheit der Presslinge gesichert ist.
Es genügt vielfach auch die einseitig gewölbte Ausbildung der Zwischenlage b.
<Desc/Clms Page number 2>
In den Fig. 3 und 4 ist eine zweite Ausführungsart der Siebauskleidung des Pressraumes dargestellt.
In einem durch Abstandshalter h erzielten bestimmten Abstand i von der Innenseite der äusseren Press- raumwand a sind dabei in der Richtung der Presskolbenbewegung verlaufende, möglichst glatte Profildrähte g so angeordnet, dass sie auf der dem Torf zugekehrten Seite nur einen ganz geringen Zwi-henraun) lassen, der das Herausdringen von Torfteilchen verhindert. Diese Zwischenräume erweitern-ich gegen aussen immer mehr und gewähren dem Wasser dadurch einen stauungsfreien Abfluss.
Bei sinngemässer Anordnung der Pressräume, Füllvorrichtung, Press- und Ausstossvorrichtungen kann in einem ununterbrochenen Arbeitsgange gearbeitet werden, wobei eine gute Entwässerung und
EMI2.1
EMI2.2
gut, bei der der Rohtorf ohne vorherige Zerkleinerung einem lange und langsam wirkenden Pressdruck in Presskammern mit Metallfilterwänden ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Pres, eiiteile wie der Presskammerboden. der Presskolben, sowie auch eventuell zur Unterteilung des Pressgutes dienende.
EMI2.3