Prosswalze zum Auspressen vou Wasser aus feuchter lfolz- oder Zellstoffpappe. Die Erfindung betrifft eine Presswalze zum Auspressen von Wasser aus feuchter Holz- oder Zellstoffpappe.
Bei den bekannten Wal zen mit in der Umfangsrichtung der Walzen verlaufenden Oberflächenkanälen, welche sich nach innen,<B>d.</B> h. gegen die Walzenachsen hin so stark verengen, dass sie eine Haar- röhrchenwirkung auf das an der Pressstelle ausgetriebene Wasser ausüben, sind diese Kanäle dadurch gebildet, dass die ganze Ober fläche der Walze mit engschliessenden Metall ringen oder init einer schraubengangförmigen dichten Bewicklung aus Metalldzaht von kreisförmigem oder polygonalem Querschnitt überzogen ist.
Diese Ausbildung hat den Nachteil, dass sich zwischen den einzelnen Ringen oder Lagen Rost bildet.
Nach der vorliegenden Erfindung sind die annähernd in der Umfangsrichtung der Walze verlaufenden, sich nach innen gegen die Walzenachse hin stark verengenden Ober flächenkanäle in der Walzenoberfläche selbst ausgearbeitet. Dank dieser Ausbildung kann insbesondere jeder Rostansatz vermieden wer den, wie er bei den bisher gebräuchlichen Walzen zwischen und unter den Lagen der Bewicklung entstand.
Beispielweise Ausführungsformen der Er- findüng sind in beiliegender Zeichnung dar gestellt, und zwar sind: Fig. <B>1-3</B> verschiedene Ausführungsformen der Walzenoberfläche im axialen Läno,##"schnitt; Fig. 4-12 zeigen in grösserem Mass- stabe weitere Ausführungsformen der Kanal profile.
Bei den Walzen nach Fig. <B>1,</B> 2 und<B>3</B> sind die nach innen stark verengten Kanäle<B>1</B> durch Ausdrehen aus der Walzenoberfläche selbst gebildet, und zwar derart, dass die Querschnittsform der Oberflächenkanäle an- näbernd die gleiche ist wie bei Bewicklung mit Metalldraht. Fig. <B>1</B> stellt die einfachste Form dar, die einer Walze mit dicht auf gewickelten Drähten von kreisförmigem Quer schnitt entspricht.
Bei der Walze nach Fig. 2 soll die Haar- röhrehenwirkung etwas erhöht und die Kapa zität der Kanäle dadurch vermehrt werden, dass man die einzelnen Rippen 2, von denen die Kanäle<B>1</B> gebildet worden sind, etwas voneinander entfernt, so dass zwischen ihnen enge Saugspalten<B>3</B> entstehen.
Fig. <B>3</B> zeigt eine weitere Ausführungsform der Oberflächenkanäle einer Walze, die un gefähr einer mit Draht von sechseckigem Querschnitt bewickelten Walze entspricht.
Bei allen diesen Walzen kann eine Haar- röhrchenwirkung auf das zwischen den Walzen aus der Stoff bahn herausgeprel,,te Wasser nachgewiesen werden.
Es hat sich indessen herausgestellt, dass gute Resultate insbesondere dann erreicht werden können, wenn ein bestimmtes Ver hältnis zwischen Breite, Tiefe und Abständen der Kanäle besteht. Es müssen nämlich diese Dimensionen derart sein, dass einerseits die beim Pressen in die Kanäle sich hinein pressenden Rippen der Stoffbahn die Kanäle nicht bis auf den Boden ausfüllen, während anderseits diese Rippen beim Hineinpressen in die Kanäle einer gewissen Zusammen pressung in der Querrichtung ausgesetzt sein müssen, damit der Stoff die Druckwalzen mit einem gewissen Trockenheitsgrad ver lassen kann.
Schliesslich darf der zwischen den Stoffrippen und dein Grund der Kanäle vorhandene freie Raum auch keinen zu grossen Querschnitt im Verhältnis zum gesamten Kanalquerschnitt haben, da die obern Rippen kanten der Stoffbahn in diesem Falle in stark feuchtem Zustand die Presswalze verlassen würden, weil sie sofort nach dein Durchgang durch die Pressstelle hindurch einen Teil des zwischen den Walzenrippen herausgepressteii Wassers wieder aufsaugen würden.
Bei Versuchen mit Walzen mit verschie denen Kanalprofilen ist festgestellt worden, dass Kanäle von grösserer Breite als<B>3</B> mm und geringerer Breite als<B>1</B> mm keine guten Resultate ergeben. Ferner ist festgestellt worden, dass die Tiefe nicht kleiner als<B>0,3</B> der grössten Breite sein sollte. Zwischen diesen Grenzen kann aber die Form des Kanalprofiles geändert werden. Innerhalb der genannten Abmessungsgrenzen ist die<B>Adhä-</B> sion zwischen Wasser und dem Metall der Walze am Grund der Kanäle immer genügend gross um Haarröhrenwirkung auszuüben.
Fig. 4-12 der Zeichnung stellen in grösserem Massstabe eine Reihe derartiger Kanalprofile dar, welche zufriedenstellende Resultate gegeben haben. Je weniger tief die Kanäle sind, um so rascher müssen ihre Seiten sich nach unten hin einander nähern. Bei der kleinsten der gezeichneten Tiefen (1/2 mal der Breite) ist der halbkreisförmige Querschnitt unzweckmässig, weil man bei ihm keine genügende Trockenpressung der obern Teile der sich beim Pressen bildenden Stoff rippen erreicht. Der Querschnitt muss in die sem Falle innerhalb des Halbkreises liegen, wie dies die Fig. <B>11</B> zeigt.
In den dargestellten Figuren bezeichnet a die Breite der in der Walzenoberfläehe eingedrehten Kanäle. In Fig. 12, wo die obern Kanten der Rippen stark abgerundet sind, ist diese Breite als der Abstand der bis an die Oberfläche der Walze verlänger ten schrägen Seiten der Kanäle aufzufassen. Der Abstand a wird hierbei kleiner als der Abstand b der Kanäle.
Denkt man sich die dargestellten Profile (Fig. 4-12) in natürlicher Grösse ausge führt, also mit einer Breite von höchstens <B>3</B> inin, so wird es verständlich sein, dass auch bei denjenigen der gezeichneten Kanalprofile, bei denen der Grund verhältnismässig kleine Krümmung aufweist<B>(Z.</B> B. Fig. 4,<B>6, 11),</B> eine starke Adhäsionswirkung entstehen wird.
Es hat sich gezeigt, dass die besten Er gebnisse erreicht werden, wenn die Kanäle genau in Umfangsrichtung, <B>d.</B> h. in genau senkrecht zur Axe liegenden Ebenen der Walze ringförmig verlaufen. Die Kanäle könnten jedoch auch etwas geneigt ring förmig oder schraubenförmig verlaufen. Die Erfahrung lehrt aber, dass die Auspressungs- wirkung in um so höherem Masse verringert wird,<B>je</B> mehr die Richtung der Kanäle sich der Axialrichtung der Walze nähert.
Parallel zur Walzenaxe verlaufende Oberflächenkanäle sind nicht brauchbar, weil das ausgepresste Wasser nicht rasch genug aus solchen Kanälen von der Walze abfliessen kann und hierbei die Stoff bahil zerdrückt wird.