AT96510B - Verfahren und Anlage zum Aufschließen von Rohphosphaten. - Google Patents

Verfahren und Anlage zum Aufschließen von Rohphosphaten.

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Albert Louis Kreiss
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Albert Louis Kreiss
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  Verfahren und Anlage zum Aufschliessen von Rohphosphaten. 



   Die Erfindung betrifft die Herstellung von Phosphatdüngemittel u. zw. eine Abänderung des Ver- fahrens des Anmelders, gemäss der amerikanischen Patentschrift Nr. 1366569. 



   Gemäss dieser Patentschrift kann man Phosphatdüngemittel die Kalium enthalten, erfolgreich und wirtschaftlich ohne Verwendung mineralischer Säuren oder von Säuresalzen durch Erhitzung von   Kaliumsilikaten.   Phosphaten und Alkalimetallen erzeugen, indem man derart die natürlichen Kaliumvorkommen, insbesondere die im Westen der Vereinigten Staaten von Amerika   vorfindlichen,   ausnützt. 



   Gemäss vorliegender Erfindung erfolgt das Anschliessen von Rohpho, phaten mittels Alkalisalze in der Hitze in der Weise, dass das vorgemahlene Rohphosphat abwechselnd hocherhitzt wird und in die Alkalisalzlösung einfallen gelassen wird, um dasselbe gründlich zu zerkleinern und eine innige Mischung herbeizuführen. 



   Das Verfahren wird in einer Drehtrommel   ausgeführt   die gegen das Auslaufende eine   Ausfütterung   besitzt und im andern Teil mit   Längsrippen ausgerüstet   ist. Es ist in der Praxis festgestellt worden, dass auf diese Weise behandeltes Phosphatgestein 90 bis   96%   der theoretisch vorhandenen Phosphate an Ausbeute liefert. 



   Eine beispielsweise Ausführungsform der zur Durchführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung zeigt die Zeichnung. Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch die Einrichtung, Fig. 2 ist eine   Dstaildarstellung   eines Vertikalsehnittes durch die Staubkammer nach der Linie 2-2 der Fig. 1. 



   Der Trommeltrockner 1   kann irgendeine gseignete Grösse haben, beispielsweise   kann die Trommel   15   m lang sein und einen Durchmesser von   1, 5 In haben,   Am Auslaufende der Trockentrommel ist eine Ziegelausfütterung 2 angeordnet, die sich etwa auf   3. 6 In   vom Auslaufende hin erstrecken kann, welcher Teil der Vorrichtung die eigentliche Reaktionskammer bildet. 3 ist ein Ölbrenner mit einem Ventil 4, während das 01 mittels des bei 5 eintretenden Dampfes zerstäubt wird. Das Phosphatgestein wird durch irgendeine geeignete Transportvorrichtung bei 6 in einem   Behälter   7 geliefert, von welchem es gleichmässig und schrittweise in den Falltrichter 8 gelangt, der seinerseits die   Trockentrommel   speist.

   Bei 9 ist ein   Behälter   mit einer Mischvorrichtung zur Auflösung eines oder mehrerer Alkalimetallsalze, die dann in den Speisebehälter 10 gepumpt und von dort durch das Ventil 11 in den   Zufuhrtrichter   geliefert werden. 



  Das in der Trockentrommel behandelte Material läuft am Auslaufende 12 der Trockentrommel in einen   Behälter 13, aus   dem es durch einen   teilweisegezeigten Kiihlraumgeführtwird, worauf   es zu einer geeigneten   Mahl-oder Quetschmühle   kommt, die nicht mehr dargestellt ist, in der das Material entweder gepulvert wird, um es als Düngemittel zu benützen oder es wird mit anderen Zusätzen dort vermengt, um ein vollkommenes Düngemittel herzustellen.

   Bei dem Zuführende der Trockentrommel ist eine Kammer 18 angeordnet, welche den doppelten Zweck hat, das Speiseende des Ofens einzuschliessen, so dass der notwendige Zug beim Schornstein sich entwickeln kann und derart die Verbrennungsgase rasch abgeführt werden, während anderseits die Kammer alles Material das mechanisch durch die während des Arbeitsverfahrens auftretenden Gase und Dämpfe mitgenommen wird, auffängt. 



   Nachstehend ist ein typisches Beispiel für das Arbeitsverfahren gemäss der Erfindung :
Eine Salzlösung mit einer Dichte zwischen 10 und   150 Bé   wird im Mischbehälter 9 hergestellt. 



  Diese Lösung kann beispielsweise   15%   feste Bestandteile enthalten, von denen   34%   Natriumkarbonat, 

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 56% Natriumsulfat und die restlichen 10% Kaliumkarbonat sind. Nach erfolgter   Auflöng dieser Salze   in Wasser, so dass eine Lösung zwischen 10 und   150 Bé sich   bildet, wird diese in den   Sp2isebehälter   10 
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 trommel, wo dann die Lacke sich bildet, die eine   gleichmässige   Tiefe und Wirksamkeit behält, indem der durch Verdampfung und durch Absorption seitens des Phosphatgesteins eintretende Verlust,   ständig   ersetzt wird. 



   Das Phosphatgestein fällt in die von der Lösung gebildete Lacke am Boden des Trockners und wird durch Reibung und mittels vorspringenden Winkelrippen 16 od. dgl. die zu diesem Zwecke vorgesehen sind, nach aufwärts mitgenommen. Natürlich ist der obere Teil des Trockners viel heisser als der Bodenteil und das Phosphatgestein wird bei der Aufwärtsbewegung heiss. Gelangt es dann an die   höchste Stelle,   so fällt es in die Lacke hinunter und es zerspringt oder explodiert in derselben und zerfällt in einen fein verteilten Zustand. Da man den Trockner mit einer leichten Neigung anordnet, beispielsweise etwa mit einer Neigung 
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   Das mit dem zerplatzten oder zerkleinerten Phosphatgestein mitgeführte Wasser im Verein mit dem für die Zerstäubung des Öles verwendeten Dampf strebt die Herabsetzung der Temperatur an und veranlasst eine   gleichmässige   Verteilung der für die Reaktion erforderlichen Flamme und Wärme und   hiedurch werden die Verluste durch Sta. ubbildung und durch Verdampfung bzw. Verflüchtigung auf ein Minimum herabgesetzt und es wird auch die chemische Dissocia. tison der Reaktionsprodukte hint-   angehalten. 



   Die für die Mischung und in der Reaktionskammer des Trockners tatsächlich erforderte Temperatur hängt von dem Charakter des verwendeten Flussmittels bzw. des Zusatzes und von den Unreinlichkeiten, welche das   Phosphatgestein enthält,   ab und deshalb kann man eine genaue Temperatur für alle Arbeits- arten nicht angeben. In der Praxis wurde jedoch gefunden, dass beispielsweise Gestein aus dem Staate
Tennessee, welche sehr viel Verunreinigungen enthält, bei einer Temperatur verarbeitet werden kann, die etwa zwischen 500-700  C liegt, wenn man den oberwähnten Zusatz verwendet. Wird jedoch nur   Kalium-und Natriumsulfat verwendet, so ist, wie festgestellt wurde, eine Temperatur von etwa 10720 C erforderlich. Wird Kaliumkarbonat verwendet, dann erhält man bei etwa 9090 C das verlangte Resultat.   



   846  C ist bei Natriumkarbonat und etwa   8880 C   bei Natriumsulfat erforderlich. Mit anderen Worten, es wird in jedem Falle die Temperatur hoch genug sein, damit eine Reaktion stattfindet, aber nicht so hoch, dass eine   Dissoeiation   des Reaktionsproduktes erfolgt, was einen wesentlichen Punkt in dem Verfahren nach der Erfindung bildet. 



   Die in der Reaktionskammer 2 entstehende   Klinkermasse wird durch   die Reaktionskammer      und deren Auslassende   ? in   den Behälter 1. 3 geführt, dann in eine Kühlkammer, die nur teilweise gezeigt ist, aus der sie zu einer geeigneten Zerkleinerungsvorrichtung, einer Quetsche oder einer Mühle, die nicht dargestellt sind, gebracht wird, wo sie zermahlen wird, um entweder als Düngemittel oder als Bestandteil eines Düngemittels benützt zu werden. Es sei hier noch erwähnt, dass der Klinker die Tendenz hat. an der   Ziegelwandung der Reaktionskammer   haften zu bleiben und es hat sich als notwendig herausgestellt, denselben mittels eines bei 17 eingeführten   Handschürers zu   entfernen. 



   Durch das beschriebene Verfahren kann man innerhalb kommerziell praktisch   durchführbarer  
Reichweiten arbeiten, und 90-96% des verfügbaren Kalziumphosphat gewinnen, wobei etwa   900   zitrat- löslich sind und 4 bis   6% wasserlöslich   ; gleichzeitig hat man die Verflüchtigung der Phosphorsäure und 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Aufschliessen von Rohphosphaten, mittels Alkalisalze in der Hitze, dadurch gekennzeichnet, dass das vorgemahlene Rohphosphat abwechslungsweise hoch erhitzt und in die Alkali- salzlösung einfallen gelassen wird, zum Zwecke, dasselbe gründlich weiter zu zerkleinern und eine innige Mischung mit dem Alkalisalz zu bewirken.
    2. Eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, bei welcher eine mit ent- sprechenden Aufgabeeinrichtungen für das Phosphat und die Alkalilösung vorgesehene, in Umdrehung versetzte, zweckmässig gegen das Auslaufende geneigt liegende Trommel zur Anwendung kommt, dadurch gekennzeichnet, dass diese Trommel in jenem Teile, welcher gegen das Auslaufende zu liegt, mit einer ent- sprechenden Ausfütterung, im andern Teil aber mit Länggrippen ausgestattet ist. EMI3.1
AT96510D 1921-09-13 1922-07-26 Verfahren und Anlage zum Aufschließen von Rohphosphaten. AT96510B (de)

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