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Yorgefeuchtete OIo ierrolle.
Das bei Kopiermaschinen zur Verwendung gelangende Kopierpapier wird in tunlichst grosser Länge und bestimmter Breite in Form einer dichtgewickelten Rolle zur Verarbeitung in die Maschine eingelegt. Vor dem eigentlichen Kopiervorgang muss das Kopierpapier zwecks Aufnahme der Kopien vorgefeuchtet werden.
Dies geschieht entweder in der Weise, dass das in trockenem Zustande in die Maschine gebrachte Papier in der Kopiermaschine selbst durch ein Wasserbad durchgezogen und dann zwecks Entfernung des überschüssigen Wassers durch besondere Auspresswalzen ausgepresst, worauf der Kopiervorgang vollzogen wird (Nasskopierverfahren), oder die Yo1'feuchtung des Kopierpapieres erfolgt bereits vor dem Wickeln der Rolle durch besondere Imprägnierflüssigkeiten, welche die Eigenschaft besitzen, das in einer Rolle gewickelte Kopierpapier lange Zeit feucht und ohne besondere Vorbereitung für die Kopien aufnahmsbereit zu halten (Trockenkopierverfahren).
Die Deutlichkeit und Lesbarkeit der erzielten Kopien ist ausser von der Stärke des Kopierpapiers in erster Linie von dem Feuchtigkeitgrade desselben abhängig. Um die Feuchtigkeit möglichst lange in der Papierrolle zu erhalten, werden dem zum Vorfeuchten verwendeten Wasser in der Regel hygroskopisch Substanzen zugesetzt, z. B.
Glyzerin und eventuell noch desinfizierende Substanzen, wie Formaldehyd, Borsäure usw. Bei Verwendung von Magnesiumehlorid, Kalziumehlorid usw. als hygroskopisches Mittel wird aber die Löslichkeit der Farbstoffe sehr stark herabgedrüekt, so dass brauchbare Kopien nicht erzielt werden können. Die Kopien kommen nämlich auf diese Weise zustande, dass beim Auflegen des Kopierpapieres auf das zu kopierende Schriftstück etwas von der Farbe der Schriftzeichen von dem im Kopierpapier befindlichen Wasser gelöst wird.
Die Deutlichkeit der Kopien hängt folglich auch weiter von der Löslichkeit des Farbstoffes im Wasser ab und von der Geschwindigkeit des Kopiervorganges. Je rascher eine Kopiermaschine arbeitet, um so schwächer fallen die Kopien aus, denn die Lösungsgeschwindigkeit jener Teerfarbstoffe im Wass3r, wie sie heute für Farbbänder und Tinten allgemein üblich sind, ist eine begrenzte.
Um den Anforderungen schnellaufender Kopiermaschinen entgegenzukommen, war es nötig, eine neue Imprägnierung für Kopierpapierrollen zu ersinnen, welche geeignet ist, Teerfarbstoffe in weitaus schnellerem Masse zu lösen als Wasser, ohne dabei die Rolle austrocknen zu lassen, u. zw. ohne Verwendung des teuren Glyzerins.
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so vielmal grösser, dass selbst beim raschesten Kopieren noch tiefgesättigte Kopien entstehen. Gleich- zeitig wird durch die Anwesenheit des Alkohols die Ionisation des Magnesiumchlorids, Kalziumehlorids usw.
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kommt ; nichtsdestoweniger verhindert aber das Magnesiumehlorid usw. auch das rasche Austrocknen der mit Alkohol imprägnierten Rolle. Ein Zusatz von Desinfektionsmitteln ist nicht nötig.
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