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Verfahren zum Auswaschen von faden- und bahnförmigem Gut. insbesondere Textilbahnen
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oderauf. Wird die Zufuhr unterbrochen, so wird die Flüssigkeit, welche sich noch in der Trommel und im aufgewickelten Gut befindet, weiterhin durch die hohe Umdrehungsanzahl an den äusseren Umfang des Wikkels geführt und weggeschleudert, wobei die gelösten Verunreinigungen intensiv ausgewaschen werden. Dieser Vorgang ist mit dem Ausdrücken eines Schwammes zu vergleichen. Durch diese Behandlung nimmt das aufgewickelte Gut die nun neu zugeführte Waschflüssigkeit schneller auf, wobei eine sofortige Verdünnung der Chemikalien und Verunreinigungen eintritt und der Waschprozess beschleunigt wird.
Die Einleitung der Waschflüssigkeit in die Trommel kann in Perioden von 1 bis 5 min, die Unterbrechung der Flüssigkeitszufuhr in Perioden von 1 bis 3 min Dauer erfolgen. Beim Anlaufen des Verfahrens erfolgt die Flüssigkeitszufuhr vorteilhaft während etwas längerer Perioden. Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens können nacheinander Waschflüssigkeiten verschiedener Zusammensetzung und/oderTemperatur angewendet werden. Es kann z. B. zunächst Wasser von 80 bis 90 C, in welchem ein Waschmittel gelöst ist, dann Wasser von etwa 70 bis 800C und schliesslich noch kaltes Wasser von 10 bis 200C verwendet werden. Je nach Dicke und Anzahl der Lagen des aufgewickelten Gutes ist eine Rotation der perforierten Trommel mit 50 - 300 Umdr/min zweckmässig.
Das Verfahren eignet sich in erster Linie zum Auswaschen von z. B. mit einer Imprägnierflotte, z. B. verdünnter Alkalilauge, wie sie zum Abkochen verwendet wird, Entschlichtungs-, Bleich- oder Färbeflotten imprägnierten Textilbahnen sowie auch von Webketten.
Das Verfahren lässt sich mit einer Vorrichtung, wie sie in der Zeichnung im Mittellängsschnitt veranschaulicht ist, durchführen.
Das Gut ist mit 1 bezeichnet und auf eine Trommel 5 aufgewickelt, die einen Durchmesser von etwa 50 cm hat und ausser demperforiertenMantel eine zentrale perforierte Hohlwelle 6 aufweist. Am einen Ende der Hohlwelle 6 ist ein in Längsrichtung durchbohrter Wellenzapfen 7 angebracht, der mit einer nicht dargestellten Rohrleitung für die Zufuhr der Waschflüssigkeit verbunden ist. Mit Hilfe einer ebenfalls nicht dargestellten Vorrichtung kann während des Waschvorgangs die Zufuhr der Waschflüssigkeit periodisch unterbrochen werden.
Am andernEnde der Hohlwelle 6 ist ein antreibbarer Wellenzapfen 8 vorgesehen.
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haltend 0,5 g/l"Fuman 483" (Waschmittel der Firma Böhme Fettchemie, bestehend aus einer Kombination aus nicht ionogenen Äthylenoxyd-Kondensationsprodukten und anionischen Spezialkörpern), durch eine Rohrleitung in die Trommel eingeleitet, die Trommel in Drehung versetzt und die Waschlösungszufuhr gemäss Tabelle I periodisch unterbrochen wurde.
Tabelle I
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<tb>
<tb> von <SEP> Minute <SEP> bis <SEP> Minute <SEP> Umdr/min <SEP> Wasser <SEP> von <SEP> 80 <SEP> bis <SEP> 90 C
<tb> enthaltend <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> g/l <SEP> "Fuman <SEP> 483" <SEP>
<tb> 0 <SEP> 5 <SEP> 50 <SEP> mit
<tb> 5 <SEP> 7 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb> 7 <SEP> 10 <SEP> 300 <SEP> mit
<tb> 10 <SEP> 12 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb> 12 <SEP> 14 <SEP> 300 <SEP> mit
<tb> 14 <SEP> 16 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb> 16 <SEP> 18 <SEP> 300 <SEP> mit
<tb>
Anschliessend wurde Wasser von 70 bis 80 C in die Trommel eingeleitet, wobei dessen Zufuhr gemäss Tabelle II periodisch unterbrochen wurde.
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Tabelle II
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<tb>
<tb> von <SEP> Minute <SEP> bis <SEP> Minute <SEP> Umdr/min <SEP> Wasser <SEP> von <SEP> 70 <SEP> bis <SEP> 800C
<tb> 0 <SEP> 5 <SEP> 50 <SEP> mit
<tb> 5 <SEP> 7 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb> 7 <SEP> 10 <SEP> 300 <SEP> mit
<tb> 10 <SEP> 12 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb> 12 <SEP> 16 <SEP> 300 <SEP> mit
<tb> 16 <SEP> 18 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb>
Schliesslich erfolgte noch die Einleitung von Wasser von 10 bis 200C in die Trommel in periodischer Unterbrechung gemäss Tabelle III.
Tabelle III
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<tb>
<tb> von <SEP> Minute <SEP> bis <SEP> Minute <SEP> Umdr/min <SEP> Wasser <SEP> von <SEP> 10 <SEP> bis <SEP> 200C
<tb> 0 <SEP> 3 <SEP> 50 <SEP> mit
<tb> 3 <SEP> 5 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb> 5 <SEP> 7 <SEP> 300 <SEP> mit
<tb> 7 <SEP> 9 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb> 9 <SEP> 11 <SEP> 300 <SEP> mit
<tb> 11 <SEP> 13 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb> 13 <SEP> 16 <SEP> 300 <SEP> mit
<tb> 16 <SEP> 18 <SEP> 300 <SEP> ohne
<tb>
Die Waschbehandlung wurde sodann an einer gleichen Gewebebahn nochmals durchgeführt, aber bei kontinuierlicher Zufuhr der Waschflüssigkeit gemäss Tabelle IV.
Tabelle IV
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<tb>
<tb> Waschflüssigkeit <SEP> von <SEP> Minute <SEP> bis <SEP> Minute <SEP> Umdr/min
<tb> Wasser <SEP> von <SEP> 80 <SEP> bis <SEP> 900C
<tb> enthaltend <SEP> 0,5 <SEP> g/l <SEP> "Fuman <SEP> 483" <SEP> 0 <SEP> 22 <SEP> 300
<tb> Wasser <SEP> von <SEP> 70 <SEP> bis <SEP> 800C <SEP> 22 <SEP> 46 <SEP> 300
<tb> Wasser <SEP> von <SEP> 10 <SEP> bis <SEP> 200C <SEP> 46 <SEP> 61 <SEP> 300
<tb>
Die Vergleichsergebnisse bezüglich Wasserverbrauch und Behandlungsdauer bei den beiden Behandlungsarten sind aus Tabelle V ersichtlich.
Tabelle V
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<tb>
<tb> kontinuierliche <SEP> periodische
<tb> Flüssigkeitszufuhr <SEP> Flüssigkeitszufuhr
<tb> Flüssigkeits- <SEP> Behandlungs- <SEP> Flüssigkeits- <SEP> Behandlungsverbrauch <SEP> in <SEP> dauer <SEP> in <SEP> verbrauch <SEP> in <SEP> dauer <SEP> in
<tb> m3 <SEP> min <SEP> m3 <SEP> min
<tb> Wasser <SEP> von <SEP> 80 <SEP> bis <SEP> 90 C.
<tb> enthaltend <SEP> 0,5 <SEP> g/l"Fuman <SEP> 483"1, <SEP> 45 <SEP> 22 <SEP> 1, <SEP> 25 <SEP> 18
<tb> Wasser <SEP> von <SEP> 70 <SEP> bis <SEP> 800C <SEP> 1,55 <SEP> 24 <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 18
<tb> Wasser <SEP> von <SEP> 10 <SEP> bis <SEP> 20 C <SEP> 1, <SEP> 30 <SEP> 15 <SEP> 1, <SEP> 00 <SEP> 18
<tb> total <SEP> 4, <SEP> 30 <SEP> 61 <SEP> 3, <SEP> 00 <SEP> 54
<tb>