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Lichtsignaleinrichtung zur Regelung des Flugverkehrs : mf Flugplätzen od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Lichtsignale inriehtung zur Regelung des Flugverkehrs auf Flugplätzen od. dgl. Das Wesen der Erfindung besteht in erster Linie darin, dass die Tätigkeit der die günstigste Landungs- oder Abflugbahn erhallenden Lande- und Abflugscheinwerfer selbsttätig entsprechend der herrschenden Windrichtung gesteuert wird. Es kommt dabei also darauf an, dass den abfliegenden oder ankommenden Luftfahrzeugen nicht etwa nur ein Signal über die Richtung des herrschenden Windes gegeben wird, sondern es kommt darauf an, dass jeweils nach der herrschenden Windrichtung diejenigen Zonen oder Teile des Flugplatzbodens durch die betreffenden Scheinwerfer erleuchtet werden, die bei der gegebenen Windrichtung zur Herbeiführung sicherer Landebedingungen am geeignetsten erscheinen.
Durch Anordnung eines Leuchtturmes, der dem Luftfahrzeug die Lage des Flugplatzes aus der Entfernung anzeigt, von Grenzlichtern, welche die Grenze des Flugplatzes bezeichnen, von Abflug-und Ankunftsignallichtern und von Kurvenlichtern, welche die zweckmässig zu nehmenden Kurven anzeigen. wird ein vollständiges Signalsystem für die ankommenden und abgehenden Flugzeuge geschaffen und die Tätigkeit dieser verschiedenartigen Signallichter und Scheinwerfer ist gemäss der Erfindung in solcher Weise in Abhängigkeit zueinander gesetzt, dass einander widersprechende Signale bzw. Beleuchtungen von Flugplatzteilen mit Sicherheit verhindert werden.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 ein Schema der allgemeinen Anordnung einer Signaleinrichtung gemäss der Erfindung, Fig. 2 ein Schaltschema für die Landeund Abfluglichter und Fig. 3 und 4 je ein der Fig. 1 ähnliches Schema für etwas abgeänderte Signal-
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zu nehmen haben.
Die Scheinwerfer 4-9 werden, wie in Fig. 1 dargestellt, paarweise benachbart in Betrieb genommen, wobei der rechte Scheinwerfer der Beleuchtung der Landebahn auf dem Flugplatz und der linke der Beleuchtung der Abflugbahn dient. Das jeweils im Betrieb befindliche Paar von Scheinwerfern 4-9. das zu bestimmter Zeit im Betrieb ist, wird entsprechend der zur Zeit vorherrschenden Windrichtung bestimmt, so dass sowohl abfahrende, als auch anko@@mende Fahrzeuge nach Möglichkeit gegen den Wind arbeiten können.
Um diese Schaltung der Scheinwerfer 4-9 selbsttätig in Übereinstimmung mit der vorherrschenden Windrichtung bewirken zu können, kann man die in Fig. 2 schematisch dargestellte Anordnung benutzen. Wie aus diesem Schema hervorgeht, sind die Leitungen 17, die den Scheinwerfern 4-9 dem Betriebs-
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eine geeignete mechanische Übertragung eingestellt. die z. B. von einer an passender Stellf anfdon Platz aufgestellten Windfahne bewegt werden kann.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Stellung steht z. B. der drehbare Kontakt 19 so. dass er den Scheinwerfern $4 und 5 Betriebsstrom zuführt, u. zw. erklärt sich diese Einstellung daraus, dass die ansrenommene vorherrschende Windrichtung augenblicklieh in der Richtung des Pfeiles.'20 liegt.
Der Flugplatz 1 ist ferner mit Landesignallichtern 10 und 11 ausgerüstet, von denen das eine.
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bei 14 und 15 vorhanden, das im folgenden Kurvenliehter genannt wird : diese Lichter 14 und 15 haben verschiedene Farben oder sind sonst unterscheidungsfähig gemacht, um den ankommenden oder abfahrenden Luftfahrzeugen anzuzeigen, ob bei Ankunft bzw. Abfahrt vom Flugplatz eine Kurve oder ein Kreis nach rechts oder links herum zu machen ist.
Weiter ist der Flugplatz mit einem Leuchtturm 16 ausgerüstet ; um die Lage des Platzes den Luftfahrzeugen schon auf beträchtliche Entfernung anzuzeigen.
Eine Anzahl von nicht dargestellten Relais sind so angeordnet und geschaltet, dass jedes davon nur erregt werden kann, wenn sein zugehöriges Licht tatsächlich im Betriebe ist. So bilden diese Relais eine Rückmeldeeinrichtung und machen durch ihre beweglichen Anker die Verbindungen zur selbst- tätigen Überwachung der Tätigkeit der Signallichter auf dem Platz.
Die Lande-und Abflugscheinwerfer sowie die Kurvenlichter sind ebenfalls mit entsprechenden Relais versehen, die durch ihre zugehörigen Anker die Stromzufuhr für den Betrieb dieser Signallichtes schalten. Auch die Grenzlichter 3 sind mit einem Rückmelderelais verbunden, und die Schaltung der Signallichter wird von Steuerschaltern oder Hebeln bewirkt. Diese Steuerschalter sind mit selbsttätigen Verriegelungen versehen, die durch Riegelmagneten gelöst werden können. Die Art dieser Verriegelungen ist derart, dass die Öffnungsbewegung der Steuerschalter in zwei Absätzen vor sich geht. von denen der zweite erst ausgeführt werden kann, wenn das der Bewegung entsprechende Signal tatsächlich gezogen worden ist, wie dies im Signalwesen Brauch ist.
Der Betrieb der Signaleinrichtung erfolgt folgendermassen : Nachdem die Landescheinwerfer J und 5 durch den selbsttätigen Schalter (Fig. 2) gemäss einer Windrichtung, entsprechend dem Pfeil 20 in Betrieb gesetzt sind, werden die entsprechenden Rückmelderrelais erregt, vorausgesetzt. dass die Scheinwerfer 4 und 5 tatsächlich in Betrieb gekommen sind. Sind die Grenzlichter. 3 auch tatsächlich im Betrieb, so wird auch das zu ihnen gehörige Rüekmelderelais erregt. Durch entsprechende Schaltung ist da. für gesorgt, dass dann das Kurvenlieht 14 brennt ; dadurch ist ankommenden oder abfahrenden Luftfahrzeugen die Kurvenrichtung vorgeschrieben.
Durch andersartige Schaltung kann statt dessen auch Kurvenlicht 15 zum Brennen gebracht werden, während dann das Kurvenlicht 14 erlischt.
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Abhängigkeiten der Steuerschalter sind nur als Beispiele für eine von vielen möglichen Verriegelungs- anordnungen anzusehen, die je nach den besonderen Erfordernissen zu wählen sind.
In Fig. 4 ist ein etwas weiter durchgearbeitetes Signalsystem dargestellt, in dem jeder der Lande-
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in Fig. 4 dargestellten Bedingungen, wo die Scheinwerfer 4 und 5 in Tätigkeit sind, auch die Signallichter
4 a und a b zusammen, während die Signallichter 4 b und 5a ausser Betrieb sind.
In entsprechender Weise werden, wenn nach der Windrichtung oder andern örtlichen Bedingungen die Scheinwerfer und 6 benutzt werden, auch die Lande- und Abflugsignallichter 5 a und 6 b brennen.
Die den Gegenstand der Erfindung bildenden Signaleinrichtungen können in sinngemässer Weise auch auf die Überwachung und Regelung des Flugverkehrs auf zwei oder mehreren benachbarten Flug- plätzen angewendet werden.
Es ist klar, dass die Hauptmerkmale der beschriebenen Einrichtung auch auf eine Signaleinrichtung anwendbar sind, die die erforderlichen Anzeigen bei Tageslicht macht. Ferner kann die Überwachung der Signaleinrichtung in grösserem oder geringerem Umfange selbsttätig gemacht werden, je nach den vorliegenden Bedingungen und das Erscheinen eines Signals, das eine vorherbestimmte Meldung bewirken soll, kann durch abfahrende oder ankommende Luftfahrzeuge mittels induktiver oder sogenannter drahtloser Wirkung bewirkt oder ausgelöst werden.
Das Überfliegen einer bestimmten Zone des Flugplatzes durch abfliegende oder ankommende Fahrzeuge kann auch dazu benutzt werden, den Steuerhebel für das stehende Signal zu entriegeln oder zu verriegeln : dieselbe Wirkung kann auch durch einen Ent- riegelungs-oder Verriegelungsmechanismus erreicht werden, der von dem Fahrer eines ankommenden
Fahrzeuges betätigt werden kann. nachdem er gelandet ist und die Landebahn frei gemacht hat.
Zuweilen kann es auch wünschenswert sein, Einrichtungen vorzusehen, um den Stand sämtlicher
Signale an einem oder mehreren, vom Stellwerk abgelegenen Punkten anzuzeigen, um so eine laufende
Anzeige von allen zur Zeit verfügbaren Einfahrt- und Ausfahrtmöglichkeiten zu haben; oder es kann auch die Stellung irgendeines besonderen Signals zu einem besonderen Punkt, z. B. einem Schuppen.
Lichthaus oder einer andern besonderen Stelle gemeldet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lichtsignaleinrichtung zur Regelung des Flugverkehrs auf Flugplätzen od. dgl., dadurch gekenn- zeichnet, dass die Tätigkeit der die günstigste Landungs-oder Abflugbahn erhellenden Lande-und Abflugscheinwerfer selbsttätig entsprechend der herrschenden Windrichtung gesteuert wird.