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Beschlag für Bergschuhe.
Die bekannten zum Beschlagen der Absatz-und Sohlenränder von Bergschuhen allgemein verwendeten, durch Pressen hergestellten Hakennägel besitzen den Nachteil, dass sie infolge der grossen Beanspruchungen verhältnismässig leicht brechen oder sich von der Sohle lösen, wodurch Lücken entstehen, die das Ausbrechen anschliessender Nägel begünstigen oder beim Abstiege die Gefahr des Hängenbleibens an Wurzeln u. dgl. vergrössern. Die an Stelle solcher Nägel allenthalben angewendeten Beschlageisen besitzen in Anpassung an die Nagelreihe gezackt Ränder, welche ihre Form infolgedessen nicht lange beibehalten und nach rascher Abnutzung unbrauchbar werden.
Alle derartigen Beschläge weisen überdies den Nachteil auf, dass sich der Schnee sowie Eisstückchen in deren unregelmässigen Formen leicht festsetzen und'schliesslich schwer zu entfernende Klumpen bilden.
Die Erfindung betrifft einen Beschlag für Bergschuhe, der geeignet ist, alle vorerwähnten Übelstände zu vermeiden. Das Wesentliche an der Erfindung besteht darin, dass der Beschlag aus einem dem Absatz-bzw. Sohlenrand entsprechend gekrümmten Winkeleisen besteht, dessen im Querschnitt keilförmiger stehender Flansch eine ununterbrochene scharfe Kante bildet, während der andere Flansch zur Befestigung am Schuh dient. Die durchlaufende scharfe Kante ermöglicht einen vollkommen sicheren Tritt, schliesst die Bildung von Lücken vollkommen aus, ist einer ziemlich geringen Abnutzung unterworfen und behält daher stets ihre Form bei. Die glatten Flächen an der Innenseite des Beschlages erschweren das Anhaften von Schnee u. dgl. und erleichtern die Entfernung desselben, falls der gebildete Klumpen nicht von selbst herausfallen sollte.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht, u. zw. zeigt die Fig. 1 einen Beschlag für einen Absatz in schaubildlicher Darstellung von unten gesehen. Die Fig. 2 und 3 zeigen das Absatzeisen gemäss Fig. 1 im Schnitt und in Draufsicht, wobei der Schnitt nach der Linie 777-777 der Fig. 3 geführt ist.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, besteht der Beschlag aus einem Winkeleisen, das so gebogen ist, dass die Verschneidungslinie 1 der Flanschen der Kante des Absatzes entspricht. Der Flansch 2 kommt auf die Trittfläche des Absatzes zu liegen und ist mit Löchern 3 versehen, durch welche in der bei Hakennägeln üblichen Weise Drähte durchgezogen und verankert werden. Der stehende Flansch 4 besitzt keilförmigen Querschnitt und bildet eine durchlaufende scharfe Kante 5.
Die Enden sind derart abgeschrägt (Fig. 3), dass die Kanten 6 und 7 beim Auftreten als Schneiden wirken, welche dünne Wurzeln u. dgl. zu durchtrennen geeignet sind. Bei dem gezeichneten Ausführungbeispiel sind die Enden des Winkeleisens überdies nach schräg gegen das Innere der Hufeisenform verlaufenden Ebenen abgeschnitten (Fig. 3), so dass die äusseren Schneidkanten 6 infolge Verkleinerung des Kantenwinkels zugeschärft erscheinen, was ihre Wirkung erhöht.
Diese Ausbildung der Enden des Winkeleises bringt auch den Vorteil mit sich, dass ein Hängenbleiben z. B. an starken Wurzeln, welche nicht durchschnitten werden können, schwer möglich ist, da der Absatz darüber hinweggleitet, wodurch auch die Befestigungsmittel weniger beansprucht werden.
Der Beschlag für die Schuhspitze ist hinsichtlieh der Querschnittsformen ganz gleichartig ausgebildet, nur ist die Krümmung des Eisens der Sohlenform angepasst. Die Abschrägung der Enden kann entfallen, da sich an diese die bekannte Nagelung auschliessen kann.
Die Beschläge werden zweckmässig geschmiedet, so dass die Bruchgefahr nahezu gänzlich beseitigt ist.