AT94454B - Vorrichtung zum Umbugen der Ränder von Lederwerkstücken. - Google Patents

Vorrichtung zum Umbugen der Ränder von Lederwerkstücken.

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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zum Umbugen der   Ränder   von   Lederwertstücken.   
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das Umlegen der aufgebördelten Ränder kann auf verschiedene Weise erfolgen, geschieht aber zweckmässigmittels eines Werkzeuges durch derartiges Umfahren der Ränder,   dass diese nach einwärts   umgebogen und niedergelegt werden. Hiezu dient vorteilhaft ein im wesentlichen bekanntes Bügeleisen 5 (Fig. 8 und 9), dessen untere   Bügelfläehe   6 eben oder, wie bei 6t dargestellt, konkav gewölbt, im Grundriss nach Kurven 7 (zweckmässig länglich) gestaltet und mit einem oder mehreren angesetzten Haken 8 versehen ist. Die Kurvenform 7 dient zum Niederdrücken des Bordrandes im spitzen Winkel beim Umfahren des aufgebördelten Randes, d.   11.   bei der Bewegung des Werkzeuges in der in Fig. 7 oben angegebenen Pfeilrichtung und der Haken 8 zum Einziehen der abgerundeten Ecken (Fig. 7 unten).

   Das Werkzeug enthält zweckmässig im Körper 9 eine elektrische oder andere Heizvorrichtung, um es   stetig auf möglichst   gleicher Temperatur zu erhalten, und einen Handgriff 10. 



   Sind solcher Art die Ränder des Werkstückes umgelegt, dann wird es dem Gesenk entnommen, wonach das vollständige   Niederlegen   und Niederkleben der   Ränder mittels   eines zweckmässig schon vorher oder aber erst nachher aufgebrachten Klebmittels (zweckmässig   Gummilosung)   durch blosses Niederdrücken, gegebenenfalls unter nochmaliger Benutzung des beschriebenen Werkzeuges, erfolgt (Fig. 6). 



   Auf diese Weise ist das Umbugen selbst der kompliziertesten Formen unter Wahrung der genauen Umrissform in leichter Weise   möglich.   
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   Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung ermöglicht auch die einfache und sichere Herstellung von   Rechts-und Linkwerkstücken, beispielsweise   für Schuhoberteile. 



   Zu diesem Zwecke besteht die Vorrichtung aus einer Platte 12, die auf einer Unterlage 11 um   13,   13 umklappbar, angeordnet ist. Diese Platte enthält auf beiden Flächen Stifte 14 bzw. 15, auf welche der vorbeschriebene Gesenkunterteil 1 mit passenden Löchern 16 aufgesetzt wird. Eine vereinfachte Vorrichtung entsteht, wenn auf der Unterlage 11 Stifte 14 oder sonstige Festhaltemittel angebracht werden. 



   Der Zweck der Umklappbarkeit der Platte 12 ist folgender : Ist bei der in Fig. 1 dargestellten Lage der Teile der vorstehende Rand   4'über   den Oberteil 2 niedergedrückt, dann wird die Platte. 12 um 13, 13 umgelegt (umgeworfen), wobei sich der Gesenkunterteil 1 von den passenden Stiften 14 auf einmal und glatt ablöst und auf der Unterlage 11 liegen bleibt. Der vom Werkstück befreite Gesenkunterteil 1 kann sofort auf der zweiten oder derselben Seite der Platte 12 in umgekehrter Stellung auf die Stifte 15 oder 14 zum Umbugen eines symmetrischen Werkstückes (für   Rechts-und Linksware)   benutzt werden. Auf der frei bleibenden Fläche der Unterlage 11 wird der aufgebördelte Rand des   Werkstückes   in der beschriebenen Weise vollends niedergelegt. 



   Wesentliche Vorteile ergeben sich dann, wenn das Werkstück aus zwei oder mehreren Teilen, bei- 
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 Rand   4"'gebeugt   und sodann beide Teile in richtiger Lage zueinander verbunden werden   sollen Hiefür   wird zuerst der Teil 4"in den Ausschnitt des Gesenkunterteiles 1 eingelegt und ein ihm in der Form entsprechender Oberteil (Teil einer vollständigen Schablone), der den Ausschnitt 3 nur zum Teil ausfüllt, aufgelegt, wonach von Hand aus das Aufbördeln um den inneren Rand der Teilschablone und sodann das Niederpressen und Ankleben des Randes   4St   erfolgt.

   Sodann wird der gebugte Rand   4'"   mit Klebmittel bestrichen, das   Werkstück   4 eingelegt, auf den Rand      aufgeklebt und nun in der beschriebenen Weise nach Einlegen eines vollständigen Obergesenkes 2 der Rand    umgebugt   und niedergeklebt. 



   Das Umbugen mehrteiliger   Werkstücke   4,   411 ermöglicht   eine bisher nicht erreichte Genauigkeit ihrer Verbindung und dadurch beispielsweise die Herstellung genau geformter und passender Schuhe. 



   Bei Benutzung der beschriebenen Vorrichtung wird auch ein genaues Absteppen der Ränder bzw. eine genaue Steppverbindung der einzelnen Werkstücke oder Werkstückteile erreicht. 



   Es ist mit der beschriebenen Vorrichtung auch möglich, Werkstcüke und dazu gehörige   Futterstücke   gleichzeitig umzubugen bzw. genau passend zu verbinden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Umbugen der Ränder von Lederwerkstücken, bei welcher das Werkstück über die Kanten einer Form an allen in Betracht kommenden Rändern zu gleich aufgebördelt wird, dadurch 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesenkoberteil (2) mit dem Gesenkunterteil (1) an einer nicht umzubugenden Stelle (z. B. 3') seharnierartig verbunden ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine mit Stiften (14) od. dgl. versehene Platte (12) zur leicht lösbaren Anordnung des mit Löchern od. dgl. versehenen Gesenkunterteiles (1).
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (12) auf einer Unterlage (11) umklappbar angeordnet ist und die Stifte (14, 15) od. dgl. auf beiden Seiten trägt, um das Gesenk durch einfaches Umwerfen der Platte ablösen und auf beiden Seiten der letzteren anbringen zu können. <Desc/Clms Page number 3>
    5. Verfahren zum Umbugen der Ränder von aus mehreren Teilen bestehenden Werkstücken, dadurch gekennzeichnet, dass vorerst das Umbugen einzelner oder aller Einzelteile an den zu vereinigenden Rändern und nach Verbindung der Einzelteile miteinander das Umbugen der Ränder des zusammengesetzten Werkstückes erfolgt.
    6. Einrichtung nach Anspruch 1 zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch ein oder mehrere nur über einen Teil der Fläche und des Umfanges der Öffnung (3) des Gesenkunterteiles (1) reichende chablonenteile.
    7. Bügeleisenartige Vorrichtung zum Umbügeln der aufgebördelten Werkstückränder, dadurch gekennzeichnet, dass dessen Bügelfläche ausschliesslich nach Kurven begrenzt ist und ein oder. mehrere Haken (8) aufweist. EMI3.1
AT94454D 1921-07-12 1921-07-12 Vorrichtung zum Umbugen der Ränder von Lederwerkstücken. AT94454B (de)

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