AT94437B - Einrichtung zum Löschen von Schüttgut aus Schiffen. - Google Patents

Einrichtung zum Löschen von Schüttgut aus Schiffen.

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Hermann Stachelhaus
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  Einrichtung zum Löschen von Schüttgut aus Schiffen. 



   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung zum Löschen von Schüttgut aus Schiffen, bei der der Entlader an Land die einmal in Angriff genommene Ladung in einem Gang automatisch entladen kann, ohne dass das Schiff verholt zu werden braucht oder der Entlader verschoben werden müsste. Insbesondere handelt es sich hier darum, die Ladung eines Schiffes möglichst vollständig automatisch in Fluss zu bringen und diese Arbeit in denkbar geringster Zeit zu vollziehen. 



   Der Erfindungsgegenstand soll im nachstehenden an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. 



   Ein normales Flussschiff, z. B. ein Schleppkahn auf dem Rhein von mittlerer Grösse, wie es in Abb. 1 bis 4 veranschaulicht ist, erfordert acht Stück Bänder a-h, die unabhängig voneinander angetrieben werden können. Von diesen Bändern liegen vier, u. zw. a, b,   c   und d in der vorderen Hälfte und vier e, f, g und h in der hinteren Hälfte des Schiffes. 



   In jeder Schiffshälfte arbeiten die dort befindlichen vier Bänder, wie durch Pfeile angedeutet, in der Richtung auf ein Becherwerk i bzw. k zu, von denen i in der Mitte der vier Bandausläufe a, b, c und d und k in der Mitte der vier Bandausläufe e, f, g und h stehen, so dass die Laufrichtung der beiden Bänderpaare in jeder Schiffshälfte gegeneinander gerichtet ist, wie es Abb. 1 zeigt. Hiebei ist jedoch die Anordnu ng getroffen, dass immer nur je ein Band im   Vorder-und Hinterschiff läuft.   In   Alb. 1   läuft im Vorderschiff das Band b, im Hinterschiff-das Band e. Beide Bänder laufen nach der gleichen Richtung, u. zw. in Abb. 1 nach dem Hinterteil des Schiffes zu. In Abb. 2 laufen die beiden Bänder   e   und h in der Richtung nach dem Vorderteil des Schiffes.

   In Abb. 3 laufen die Bänder d und f gleichfalls in der Richtung nach dem Vorderteil und endlich in Abb. 4 die Bänder a und f in der Richtung nach dem Hinterteil des Schiffes. 



   Aus beiden Schiffshälften, vorn und hinten, wird also während der ganzen Entleerung zu gleicher Zeit gearbeitet, u. zw. mit je einem Band auf ein Becherwerk. Ein Entleerungswechsel im Schiff findet jeweils statt, nachdem ein Band das über ihm liegende Gut dem zugehörigen Becherwerk zugeführt hat, wie Abb. 1-4 erkennen lassen. 



   Bei dem so möglichen   viermaligen   Vorkommen von je vier Bandarbeiten im Vorderschiff und Hinterschiff erfolgt gleichzeitig eine Entnahme auf Backbord und eine Entnahme auf Steuerbord, dabei aber gleichzeitig ein Wechseln so, dass die Bandrichtung im Vorderschiff und Hinterschiff gleichlaufend ist, also entweder gleichzeitig nach vorn oder gleichzeitig nach hinten, siehe Abb. 1-4, in welchen die schraffierten Abteilungen im Entladen begriffen sind. 



   Die Entnahmestellen, d. h. die Becherwerke, können bei einem normalen Flussschiff auf zwei Stellen   (i   und k) beschränkt werden, wie in den Abbildungen veranschaulicht ist, wobei naturgemäss jedes Becherwerk in die Mitte einer Schiffshälfte zu liegen kommt. Vom Lande aus kann je ein Ausleger mit Band mit einer   Entnahmestelle t bzw. k   im Schiff verbunden werden, wobei diese beiden Bandverbindungen an Land zusammenfliessen, um auf Eisenbahnwagen zu endigen oder auch in einem Magazin behufs   Aufstapelllng   des Ladegutes. 



   Der beschriebene Entladebetrieb ist ununterbrochen. Er erfordert dabei im allgemeinen nicht mehr Kraft, als für je ein Becherwerk mit einem Band nötig ist, d. i. etwa 4-6 PS, zusammen im Schiff   8-12   PS. Diese 8-12 PS können in jedem Schiff selbst erzeugt werden. Das Schiff wird dadurch von der Entladestelle mit seinen Hebezeugen unabhängig. 

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   Die Beanspruchung des Schiffes in seiner Längsfestigkeit während des Löschen ist bei der beschriebenen Anordnung geringer, als bei der heute allgemein bekannten Art des Greifergebrauchs, wobei die Greifer mit ihrem grossen Eigengewicht schwer auf die Ladeböden aufsetzen. 



   Die Behandlung des Ladegutes (Schüttgut) kann schonender nicht geschehen, als bei dem   ununter-   brochenen Abfliessen auf Bändern in Becherwerke, wobei kein Fallen, Einkeilen in Trichter, Zusammenraffen und Quetschen im Greifer stattfindet. 



   Durch die beschriebene Anordnung ist die Möglichkeit gegeben, eine ganze Schiffsladung in einem ununterbrochenen Gang zu entnehmen und so bei angemessener Dimensionierung von Bändern und Bechern zu einer Leistung in der Kürze der Entladedauer zu kommen, wie sie normaler Weise bei Greiferkranen nicht möglich sein dürfte.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Einrichtung zum Löschen von Schüttgut aus Schiffen durch Zuführungsbänder und Becherwerke, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Becherwerk (i, lc) den Mittelpunkt des Auslaufes von je einer Gruppe vonZ'lfiihrungsbändern (a, b, c, d und e, h) bildet, die als Zubringer zum Becherwerk abwechselnd in Tätigkeit treten. EMI2.1
AT94437D 1922-08-05 1922-08-05 Einrichtung zum Löschen von Schüttgut aus Schiffen. AT94437B (de)

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