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Auf dem Bahngeleise fahrbare Jätmaschine.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine auf dem Bahngeleise fahrbare Jätmaschine nach dem Hauptanspruch des Stammpatentes. Sie ist gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur zweckmässigen Steuerung des die Messer betätigenden Servomotors.
Die Aufgabe, die den Steuerungsorganen der Maschine obliegt, ist besonders schwierig. Es werden bekanntlich zur Betätigung des Dampfein- und auslassmechanismus Oberbauteile verwendet, die von den Messern nicht berührt werden dürfen, trotzdem diese Ausreissorgane so nah als möglich vor und nach den Schwellen die Bettung verlassen und bearbeiten sollen. Wenn der Austritt ziemlich leicht durch entsprechend Lagerung der Fühlrolle so vorgenommen werden kann, dass die Gefahr eines Berührens der Schwelle nicht gross ist, so ist es nicht leicht, die Wirkung der steuernden Oberbauorgane so lange andauern zu lassen, bis die Messer die betreffende Schwelle passiert haben.
Gemäss der Zusatzerfindung ist nun durch eine besondere Lagerung der Fühlrolle und das Bringen ihrer Bewegungen in Abhängigkeit verschiedener anderer Organe der Maschine dafür gesorgt worden, dass die Messer die Schwellen nicht berühren, trotzdem sie ihre Arbeit bis an deren Ränder abstellen oder anfangen.
In der Zeichnung ist, soweit es für das Verständnis der Erfindung notwendig ist, ein Ausführungsbeispiel einer Jätmaschine dargestellt, die erfindungsgemäss gebaut ist. Fig. 1 ist eine Seitenansicht in Arbeitsstellung. Fig. 2 ist eine gleiche Ansicht, bei ausgeschaltetem Mechanismus. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie lI-lI der Fig. 1. Fig. 4 und 5 zeigen einzelne Konstruktionsteile in Seiten-und Hintenansicht.
In dieser Ausführungsform sind die Messer 15 um die Achse der Welle 151 schwingbar. Sie werden durch ein Gestänge, das mit dem Glied 152 endet, in und aus der Bettung gebracht. Dieses Gestänge ist mit dem Servomotor in Verbindung, der seinerseits durch die in die Bettung geschleppt Fühlrolle e gesteuert wird.
Zu diesem Zweck ist die genannte Fühlrolle am Ende eines Hebels d gelagert, der in einer Kulisse d2 gleitet, die mittels eines Zapfens d1 (s. Fig. 4 und 5) in einem Schlitten k drehbar sitzt. Dieser Schlitten kann mittels Handrades kt, Stangen k2, k3 und Hebels k4 in einer aus Profileisen gebauten Kulisse r aufwärts und abwärts bewegt werden.
Das Dampfeinlassventil wird durch eine mit dem Arm o gelenkig verbundenen Stange 01 betätigt.
Dieser Arm o ist gemeinsam mit zwei ebensolchen p und n auf der Blindwelle r1 gekeilt, deren Bewegungen von derjenigen des Hebels d abhängig sind. In Ruhestellung wird die Welle r und die von ihr getragenen Organe durch eine Feder q gehalten, die durch die Drehung der Welle r im Sinne des Uhrzeiger gespannt wird. Der obere Teil dieses Hebels d ist mit einer Laufrolle n1 versehen. Diese Rolle wird durch eine einerends an der Kulisse d2, anderends am Hebel d befestigte Feder m ständig gegen eine ebenfalls mit dem Schlitten laufenden Kurvenbahn j ! gedrückt. Das die Laufrolle n1 tragende Ende des Hebels d ist in einer gebogenen Aussparung des gegen unten gabelartig endenden Armes n geführt.
Je nach dem'nun der Schlitten it ; auf-und abwärts bewegt wird, neigt sich der Arm o ! mehr oder weniger. Je steiler er nun gestellt wird, desto früher begegnet er die Schwelle und steuert infolgessen den Dampf so, dass die Messer aus der Bettung gehoben werden. Uni den Hebel d steiler zu stellen,'muss man mit dem Schlitten hinunterfahren ; die Rolle e dringt tiefer in die Bettung hinein, was zur Folge hat, dass der Weg, den der Wagen machen
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muss, um diese Rolle von einer Schwellenseite auf die andere zu bringen, grösser ist, als wenn die Rolle weniger tief in die Bettung dringt. Diese Tieferführung der Rolle bewirkt also schon ein Nähern.
Um nun zu erreichen, dass die Messer nicht auf die Schwellen schlagen, hat man in die Kurvenbahn 1
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Diese Rückwärtsbewegung der Rolle erlaubt dem Wagen noch einen zusätzlichen Weg zu durchfahren, ohne dass die Rolle die Schwelle verlässt. Die relative Lage von Fühlrolle und Messer 15 wird geändert.
Erstere kommt fast unter dem gehobenen Messer zu liegen und verlässt die äusserste Schwellenkante nicht, bevor sie aus dem Wirkungsbereich des Messers ist.
Der obere Teil der gekrümmten Aussparung im Arm m ist fast wagrecht. Dies bedingt, dass, wenn der Schlitten 7c hoch gezogen wird, der Hebel d um 900 um dl kippt und so vollständig ausser dem Bereich jeglicher Oberbauteile gestellt wird. Das ist notwendig, wenn die Maschine an den Arbeitsort geführt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Auf dem Bahngeleise fahrbare Jätmaschine für Eisenbahnbettungskörper nach Patent Nr. 91914, dadurch gekennzeichnet, dass der entlang einer lotrecht verstellbaren Kurvenbahn (I) mit Erhöhung (li) geführte Fühlhebel (d) bei seiner Verschwenkung durch die Schienenschwelle mittels seines in einen Schlitz des Steuerhebels (n) eingreifenden Oberendes letzteren für die Dampfsteuerung verstellt und dabei gleichzeitig bei Beginn seiner Verschwenkung durch die Erhöhung der Kurvenbahn tiefer gestellt wird.