AT92844B - Ringofen mit elektrischer Lichtbogenheizung. - Google Patents

Ringofen mit elektrischer Lichtbogenheizung.

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AT92844B
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  Ringofen mit elektrischer Lichtbogenheizung. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung bildet die besondere Ausbildung eines Ofens mit elektrischer Lichtbogenheizung für den Fall, dass derselbe als sogenannter Ringofen gebaut wird. Bei diesem Ofen müssen die einzelnen in einem Kreise oder ovalen Ringe angeordneten Heizkammern nacheinander periodisch beheizt werden, während die übrigen Kammern teils durch die Abgase vorgewärmt, teils durch Frischluft gekühlt werden, wobei letztere ihrerseits eine Vorwärmung erfährt. Die Beheizung der einzelnen Kammern könnte nun so vor sich gehen, dass man den Lichtbogen in den betreffenden Raum hineinbringt.

   Dies bietet aber bedeutende Schwierigkeiten, da sämtliche Kammern für diesen Zweck besonders ausgestaltet werden müssten, was mit   Rücksicht   auf die darin entstehenden hohen Temperaturen technisch schwer durchführbar wäre und ausserdem zu unverhältnismässig hohen Kosten führen würde. Eine andere Lösung wäre die, dass man den Lichtbogenraum zentral anordnet und denselben mittels Kanälen mit den einzelnen Kammern verbindet. Dies hat wieder den Nachteil, dass die Führung der Gase im Lichtbogenraum je nach der Lage der gerade angeschlossenen Kanäle geändert werden müsste, was technisch ebenfalls schwer durchführbar ist.

   Erfindungsgemäss werden diese   tTbelstände   dadurch vermieden, dass der mit den Elektroden ausgestattete Ofenteil, im folgenden als Elektrodenkammer bezeichnet, entweder drehbar oder fahrbar ausgebildet wird. 



   In den Fig. 1 und 2 ist ein Ringofen dargestellt, bei welchem die Heizkammer I bis XII im Kreise angeordnet sind, während sich die Elektrodenkammer mit den Elektroden c in der Mitte befindet. Diese ist auf Rollen oder   Walzen l'drehbar gelagert.   Der Betrieb eines solchen Ofens kann ähnlich wie in der bisher üblichen Weise geführt werden. Die Kammern   I   bis VI seien beispielsweise mit zu bearbeitendem, die Kammern VIII bis XII mit bereits fertigem Material gefällt, die Kammer   VII   dagegen zwecks Entleerung und Füllung ausgeschaltet. Der durch das Material vorgewärmte Gasstrom tritt aus der   KammerXII   durch die in jeder Kammer vorhandene und nach Bedarf verschliessbare Öffnung   b und   die entsprechende Öffnung   ! f   der Elektrodenkammer in den z.

   B. ringförmig ausgebildeten Elektrodenraum a, wird beim Durchwandern desselben auf die gewünschte Temperatur erhitzt und tritt durch die Öffnung s in die Kammer I ein, in welcher das Gut seinen Vollendungsprozess erfährt. Von hier gelangen die Gase der Reihe nach in die Kammern   II   bis VI, in denen sie die übrige Wärme an das Gut grösstenteils abgeben.

   Aus der Kammer VI werden die abgekühlten Gase durch einen   Ventilator v abgesaugt   Sollen die Gase wie im Hauptpatent beschrieben, zwecks Verminderung des Kohlenabbrandes und der möglichsten Vermeidung von Wärmeverlusten oder aus anderen Gründen wieder in den Kreislauf eingeführt werden, so werden sie unter Umgehung der ausgeschalteten Kammer   VII   zunächst in die Kammer VIII geleitet, von wo aus sie auch die Kammer   IX   bis XII durchströmen, in welchen sich das bereits fertige Material abkühlt bzw. seine Wärme an die Gase grösstenteils abgibt. Die überschüssigen Gase können durch das   Rohranschluss-     stück   m in die Esse abgeleitet werden. 



   Die für die Übergänge zwischen den feststehenden Kammern und der drehbaren Elektrodenkammer notwendigen Abdichtungseinrichtungen sind nicht eingezeichnet. Der Betrieb könnte, um Gasaustritte zu vermeiden, so geführt werden, dass entweder in sämtlichen eingeschalteten Kammern oder zumindest in denjenigen, welche gerade mit dem Elektrodenraum a in Verbindung stehen (in Fig. 2 die Kammern   I   und XII) ein gewisser Unterdruck herrscht. 



   Um die von den Lichtbogen bestrahlte   Heizfläche   zu vergrössern und die Wärmeabgabe an die Heizgase zu erleichtern, kann jedes Elektrodenpaar in einer besonderen Kammer nach Fig. 3 eingeschlossen werden, wobei die Heizgase die gitterförmigen   Zwischenwände f durchstreichen.   Es können zu diesem 

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  Dieselbe besteht aus einem inneren Leiterring y, welcher entweder feststeht und mit den Zuleitungen verbunden oder an der drehbaren Elektrodenkammer angebracht und mit den Elektroden in Verbindung ist, während der äussere Ring z entweder mit den Elektroden oder den Zuleitungen verbunden wird. Der äussere Ring z lässt sich auf dem inneren y leicht verdrehen, sobald die Schraube 0 gelüftet wird. Durch Anziehen der Schraube o wird infolge der grossen   Berührungsfläche   zwischen den beiden Ringen ein guter Kontakt hergestellt. 



   Bei dem ovalförmigen Ringofen der Fig. 8 können die Stromzuleitungen in einen der Ofenform angepassten Ringleitung   ausgeführt   werden. 



   Will man bei der Anordnung nach Fig. 1 die Stromzuführungen für die oberen oder unteren Elektroden vermeiden, so kann man dieselben auf dieser Seite miteinander durch eine leitende Verbindung kurzschliessen. Es können entweder alle Elektroden auf einer Seite gemeinsam kurzgeschlossen werden, wobei dort im Falle der Anwendung von Mehrphasenstrom   der'Stempunkt   eines der Zahl der Elektrodenpaare entsprechenden Mehrphasensystems entsteht. Man kann die Elektroden aber auch gruppenweise verbinden und so mehrere der Gruppenzahl entsprechende getrennte gleichartige oder verschiedenartige Systeme herstellen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Ringofen mit elektrischer Liehtbogenheizung, bei welchem die Erhitzung des Gutes durch die vom Lichtbogen erwärmten Gase stattfindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenkammer drehbar oder fahrbar angeordnet ist.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die den Umlauf der Gase besorgende Einrichtung mit der Elektrodenkammer drehbar oder ebenfalls fahrbar ausgebildet ist.
    3. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtbogen in konzentrischen Ringen oder in mehreren Zügen angeordnet werden, um dem Lichtbogenraume bei kleinerer Grundfläche eine grosse bestrahlte und an die Heizgase Wärme abgebende Fläche zu erteilen.
    4. Ausführungsform des Ofens jach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Lichtbogen bzw. Elektrodengruppen zwecks Vergrösserung der bestrahlten und Wärme abgebenden Flächen in besondere Kammern eingeschlossen werden.
    5. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwände zwischen den einzelnen Lichtbogen-bzw. Elektrodengruppen mit zahlreichen Durchströmöffnungen versehen sind, um die Wärmeabgabe an die Heizgase zu erleichtern.
    6. Ausführungsform des Ofens nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergrösserung der bestrahlten Oberfläche der Elektrodenkammer dadurch erfolgt, dass die die Lichtbogen einschliessenden Wandungen mit vorspringenden Steinen oder mit in der Bewegungsrichtung der Gase verlaufenden Rillen versehen sind.
    7. A'isführungsform des Ofens nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergrösserung der bestrahlten Oberfläche der Elektrodenkammer dadurch erfolgt, dass auf dem Boden der Lichtbogenräume lose aufgeschichtet feuerfeste Steine vorgesehen dnd.
    8. Ausführungsform des Ofens nach den Ansprüchen 1-7, wobei die durch Kreisen zur Erhitzung und Verringerung der Abkühlungsverluste verwendeten Gase der Elektrodenkammer wieder zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass diese den Lichtbogenraum von aussen bespülen.
    9. Ausführungsform des Ofens nach den Ansprüchen 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizgase an mehreren hintereinander liegenden Lichtbogen vorbeigeführt werden.
    10. Ausführungsform des Ofens nach den Ansprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizgase in mehreren parallelen Zweigen den Lichtbogen zugeführt werden.
    11. Ausführungsform des Ofens nach den Ansprüchen 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizgasstrom teils ungeteilt, teils in mehreren parallelen Zweigen an den Lichtbogen vorbeigeführt wird.
    12. Ausführungsform des Ofens nach den Ansprüchen 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass beim Eintritt in den Elektrodenraum Lichtbogen von höherer Gesamtleistung angeordnet sind, als beim Austritt aus dem Elektrodenraume.
    13. Ausführungsform des Ofens nach den Ansprüchen 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnitte der Elektrodenräume derart gewählt sind, dass die Geschwindigkeit der Heizgase vom Eintritt bis zum Austritt gesteigert wird.
    14. Ausführungsform des Ofens nach den Ansprüchen 1-13, dadurch gekennzeichnet, dass die auf einer Seite liegenden Elektroden sämtlich oder gruppenweise miteinander zu einem oder mehreren Sternpunkten verbunden werden.
    15. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch 1, mit drehbarer Elektrodenkammer, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlusskontakte für die Stromzuführungen aus einem festen und aus einem dazu konzentrischen beweglichen Ringe hergestellt sind, wobei der äussere geschlitzt und mittels Schraube auf dem inneren aufgepresst ist.
AT92844D 1920-06-21 1920-06-21 Ringofen mit elektrischer Lichtbogenheizung. AT92844B (de)

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