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Undurchsichtiger Reflektor mit Silberbelag zur Verstärkung des Lichtes von elektrischen
Glühlampen.
Die Erfindung bezieht sich auf Reflektoren für elektrisehe Glühlampen zur Verstärkung des durch diese ausgestrahlten Lichts, u. zw. besieht, das Wesen der Erfindung darin, dass das Licht in höherem Grade verstärkt wird, als es mit Hilfe der bisher gebräuchlichen Reflektoren möglich war.
Gemäss der Erfindung ist die wirksame Oberfläche eines undurchsichtigen Reflektors oder Schirms matt und seidenartig glänzend, statt durch Hochglanzpolitur hochglänzend und vollständig glatt zu sein, wie bisher. Der Reflektor nach der Erfindung ist undurchsichtig und die Oberfläche ist von solcher
Beschaffenheit, wie man sie beispielsweise durch matte Silberüberzüge auf Metallblech erhält, nachdem es mit einem Sandstrahlgebläse bearbeitet ist. Die genannte matte, leuchtende, seidigglänzende Ober- fläche besitzt perlartige Farbe, d. h. ein helles Blaugrau, ähnlich der Farbe von Perlen und ihr Glanz bzw. ihre Glätte ist vorzugsweise ungefähr gleich derjenigen von Perlen.
Dieser verbesserte Reflektor wird vorzugsweise so angeordnet, dass er so dicht wie möglich am
Faden der Lampe zu sitzen kommt, u. zw. in einer Stellung, bei der die ganze Tiefe des Reflektors der
Gesamtlänge des Fadens entspricht, mit andern Worten, der ringförmige Reflektor oder Schirm wird so angeordnet, dass die von dem Faden im Verhältnis zur Längsachse der Lampe seitlich ausgesandten Lichtstrahlen die wirksame Oberfläche des Reflektors oder Schirms,'f dem kürzest möglichem Wege treffen, so dass der Reflektor oder Schirm alle wirksameren Strahlen des vom Faden ausgesandten Lichts in einer Richtung oder in Richtungen konzentriert oder verstärkt, die annähernd in gleicher Linie mit oder parallel zu der Längsachse der Lampe liegen.
Wenn die Reflektoren oder Schirme mit elektrischen Fadenlampen hingegen in der gewöhnlichen Weise kombiniert werden, bei welcher die Reflektoren am Lampenfuss befestigt sind, ist die Stellung des Reflektors oder Schirms eine solche, dass viele der vom Faden ausgesandten Lichtstrahlen den Reflektor oder Schirm nicht erreichen oder erst erreichen, nachdem sie bis zu einem gewissen Grade zerstreut worden sind.
In der Zeichnung zeigt Fig. l eine Ansicht einer elektrischen Fadenlampe mit dem daran angebrachten verbesserten Reflektor in der bevorzugten Stellung, Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform des Reflektors, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 eine Ansicht ähnlich derjenigen der Fig. 1 für eine abgeänderte Ausführungsform der elektrischen Birne zur Aufnahme des Reflektors.
Fig. 5 eine Schnittansicht des Reflektors in etwas abgeänderter Ausführungsform.
Reflektierende Oberflächen der vorher beschriebenen bevorzugten Art werden in sehr geeigneter Weise dadurch hergestellt, dass man Metallblech, wie z. B. Zink, mit Silber auf demjenigen Teil des Metallkörpers des Reflektors überzieht, der die reflektierende Oberfläche bilden soll, dass man aber den Niederschlag oder Überzug unpoliert lässt. Eine besonders wirksam reflektierende Oberfläche gemäss der Erfindung wird dadurch erzeugt, dass man den matten Silberüberzug von Metallblech bewirkt, nachdem man dieses direkt mit dem Sandstrahlgebläse behandelt hat, oder dass man es zuerst matt mit Silber überzieht und dann mit dem Sandstrahlgebläse behandelt.
Eine matte, perlige, strahlend reflektierende Oberfläche kann auch dadurch hergestellt werden, dass man eine blanke Zinnplatte mit einem gewöhnlichen Metallaek überzieht, der, obgleich er in einem dünnen Häutchen fast durchsichtig ist, doch, wenn er auf eine Zinnplatte aufgestrichen oder aufgebürstet ist, gerade genügende Undurchsichtigkeit besitzt, um die gewöhnliche hochstrahlende Oberfläche der Zinnplatte zu mattieren und ihr ein mattglänzendes
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oder seidiges Aussehen zu geben.
Weiters kann eine mattperlige, leuchtende, reflektierende Fläche auch dadurch gewonnen werden, dass man beispielsweise kleine Kügelchen aus glasartigem Material von perlartiger Farbe auf einem Untergrund bzw. dem Körper des Reflektors anordnet oder befestigt.
Die Zeichnungen zeigen den Reflektor a in der bevorzugten Anordnung zur Lampe b. Wie in Fig. 1 veranschaulicht, ist der Reflektor oder Schirm a von einer Tiefe, die wenigstens der Tiefe des Fadens entspricht, so dass der ganze Faden seitlich auf gleicher Höhe mit dem Reflektor ist und der letztere so dicht wie möglich an dem Faden sich befindet. Zu diesem Zwecke umgibt der eine Umfassungswand des Reflektors a die Birne b in gleicher Höhe mit dem einen Ende des Fadens und der andere Umfassungsrand umgibt die Birne in gleicher Höhe mit dem andern Ende des Fadens.
Soll das Licht nach abwärts gesandt werden. so umgibt die kleinere Öffnung c des Reflektors die Lampe und sein Rand ist ganz dicht daran angeordnet, u. zw. in gleicher Höhe mit dem Teil cl des Fadens, der dem Fuss e der Lampe am nächsten
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dem Teil g des Fadens, der am weitesten vom Fuss der Lampe absteht.
Der Rand der mittleren Öffnung e, der auf der Lampe ruht, kann auf Wunsch mit irgendeinem geeigneten nachgiebigen Überzug versehen sein oder auch mit Kautschuk, Asbest oder anderm geeigneten Material.
Es kann wünschenswert sein, den Reflektor a so auszubilden, dass er hinsichtlich der Grösse seiner Mittelöffnung c verstellbar ist, so dass der gleiche Reflektor oder Schirm in der geeigneten Stellung gemäss der Erfindung für Birnen verschiedener Grösse oder Gestalt innerhalb der gewöhnlichen Grenzen benutzt werden kann. Bei einer Ausführungsform dieses einstellbaren Reflektors oder Schirms, die in den Fig. 2 und 3 veranschaulicht ist, wird er miteinander überlappenden Teilen hergestellt, deren jeder mit umgebogenen Lappen/) und) versehen ist, die mit Reibung über den andern der beiden sich überdeckenden Teile greifen.
Auf diese Weise kann die Ausdehnung der Überlappung oder Überdeekung und damit die Grösse der Öffnung c in der Weise verstellt werden, dass man die einander überlappenden Teile gegeneinander verschiebt, wobei die Reibung zwischen den Teilen und den sie übergreifenden Lappen oder Ansätzen die Teile in der eingestellten Lage hält.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist die Birne b der Lampe mit einem ringförmigen Vorsprung li versehen oder es kann auch eine Reihe von Vorsprüngen rund um die Lampe an demjenigen Teil vorgesehen sein, wo der Teil des Reflektors oder Schirms von kleinstem Durchmesser an die Birne sich anlegen soll, so dass der Vorsprung k bzw. die Vorsprünge eine dauernde Einrichtung zum Halten des Reflektors oder Schirms in der geeigneten Stellung gemäss der Erfindung darstellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist der Reflektor oder Schirm a mit einem röhrenförmigen zentralen Ansatz 1 an der kleineren zentralen Öffnung versehen und dieser röhrenförmige Ansatz umgibt denjenigen Teil der Lampe dicht, der sich zwischen der Stelle befindet, wo gemäss der Erfindung der Teil des Reflektors oder Schirms von kleinstem Durchmesser mit Rücksicht auf die Stellung des Fadens angeordnet sein soll und dem Fuss der Lampe. Auf diese Weise wird ermöglicht, dass der Reflektor oder Schirm am Lampenfuss oder seinem Halter angeordnet und von diesem getragen wird.
Will man das Licht von einer hängenden elektrischen Fadenlarnpe auf die Decke eines Raums werfen, von wo es dann zerstreut und in den unteren Teil des Raums gerichtet wird. so wird der ringförmige Reflektor mit dem Teil von kleinstem Durchmesser ungefähr in der gleichen Höhe mit dem äusseren untersten Teil des Fadens angeordnet, während der Teil des Reflektors mit grösstem Durchmesser am oberen Ende des Fadens sich befindet. Bei dieser Anordnung kann derjenige Teil der Lampe, der unter dem Reflektor liegt, verdeckt oder maskiert sein.
Die Kante der kleineren Öffnung c kann mit einem Flansch versehen sein und der Flansch kann in eine Reihe von nachgiebigen oder federnden Fingern unterteilt sein, so dass diese auf der Birne fest-
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PATENT-ANSPRÜCHE : 1.. Undurchsichtiger Reflektor mit Silberbelag zur Verstärkung des Lichts von elektrischen Gliihlampen, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor eine seidenartig glänzende reflektierende Schicht von Mattsilber aufweist, die durch Überziehen der mit Sandstrahlgebläse vorbehandelten Metallblechfläche mit Silber oder nachträgliche Bearbeitung des Silberüberzuges mittels Sandstrahlgebläses erzeugt wird.