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Unterwasser-Gesteinsbrecher.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Unterwasser-Felsbrech- oder -Schneidevorrichtung des bekannten Lobnitz"-Typs.
Die wesentlichen Bestandteile der Anlage sind ein schwimmendes Gerüst, ein Felsbrecher oder eine Ramme, eine Vorrichtung, die den Felsbrecher oder den Rammbär so hoch hebt, dass er beim Loslassen und Niedeifallen die Wucht erlangt, die erforderlich ist, um beim Auftreffen ein Zerbrechen oder Zertrümmern des Felsens zu bewirken, sowie eine Vorrichtung, die ein augenblickliches Loslassen des Anholtaues für den Felsbrecher bewirkt und dem Felsbrecher gestattet, flei abwärts zu fallen.
Derzeit ist es üblich, den Felsbrecher oder die Ramme in einer Führung arbeiten zu lassen, die in einem Schacht des schwimmenden Gerüstes angeordnet ist, und an der Führung ist auch eine Vorrichtune vorgesehen, die bezweckt, die heftigen Erschütterungen, die bei jedesmallgem Auftreffen des Felsbrechers auf den Fels erfolgen, abzudämpfen. Trotz dieser Vorrichtung teilen sich jedoch die Erschütterungen, wenn auch abgeschwächt, dem gesamten schwimmenden Gerüst mit und dies hat zur Folge, dass sieh mit der Zeit die Schachtverkleidung mehr oder minder lockert und zuweilen sogar stark undicht wird.
Da ferner die Führung für den Felsbrecher derart in das Schwimmgerüst eingebaut ist, dass sie gewissermassen einen Teil davon bildet, muss beim Arbeiten in grösseren Tiefen der Felsbrecher, wofern "r beim Abwärtsfallen nicht zur Gänze durch die Führung hinuntergleiten soll, so lang sein, dass er, wenn er mit dem unteren Ende auf den Fels auftrifft. mit dem oberen noch in der Führung gleitet. Infolgedessen muss man den Felsbrecher zuweilen bis 20 m lang machen ; Felsbrecher von solcher Länge sind jedoch nicht nur ausserordentlich schwer, sondern auch umständlich zu handhaben und kostspielig herzustellen.
Die Erfindung bezweckt nun, erstens der Führungsvorrichtung für den Felsbrecher eine solche Ausführungsform zu geben, dass auch mit einem Felsbrecher von mässiger Länge Arbeiten in beträchtlicher Wassertiefe vorgenommen werden können, und zweitens, zu verhindern, dass sich die Erschütterungen d"s Felsbrechers dem Schwimmgerüst mitteilen.
Nach der Erfindung arbeitet der Felsbrecher in einer verlängerten Führung, die an dem Schwimmgerüst mittelbar oder unmittelbar derart ins Wasser tauchend aufgehängt ist, dass sie im Wasser nach allen Richtungen frei sich bewegen oder bewegt werden kann. Weiters kann die Führung auch beliebig gehoben oder gesenkt werden, um sie der Tiefe, in welcher der Felsbrecher arbeitet, anzupassen. Die Führung ist zweckmässigerweise mit Holz oder einem anderen geeigneten Material ausgekleidet. Diese
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tiefe zu arbeiten.
Die Führung hat zweckmässigerweise Röhrenform von glatter, gewellter oder sonstiger geeigneter
Struktur und hängt derart frei an Ketten oder Trossen, dass sie leicht den Erschütterungen des Felsbrechers beim Auftreffen auf den Felsen nachgibt. Sie kann jede passende Länge haben und entweder in einem einzigen Stück oder in mehreren Teilen oder Rohrstücken ausgeführt sein, die aneinander verbolzt oder sonst irgendwie befestigt sind ; auch können Verlängerungsstücke vorgesehen sein, die im Bedarfsfalle an die Führung angesetzt werden können. Falls gewünscht, kann die Führung auch femrohrartig aus- ziehbar sein.
Die Führung kann in oder unter dem Schacht des Schwimmgerüstes aufgehängt sein und wird mittels einer hand-oder kraftbetätigten Winde oder mittels einer sonstigen geeigneten Vorrichtung gehoben oder gesenkt. Zweckmässig wird die Führung an zwei Stahltrossen aufgehängt, die zuerst über zwei auf einer verstrebten Säule gelagerte Rollen und so dann zu den Aufwindetrommeln oder-wellen
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einer Winde laufen, Diese Anordnung gestattet es. mit einem kurzen Felsbrecher innerhalb bestimmter Grenzen in jeder beliebigen Tiefe zu arbeiten ;
bei Arbeiten in geringer Wassertiefe wird der Führungkasten so weit gehoben. dass er in den Schacht hinein oder über ihm hinaus ragt, bei Arbeiten in beträchtlicher Tiefe wird er bis unter den Schacht hinabgelassen oder auch durch Anfügen von Verlängerungsstücken verlängert.
Der Führungskasten ist so lang, dass der Felsbrecher auch beim Arbeiten in tiefem Wasser sicher geführt und in Stellung gehalten wird. Er ist zweckmässig derart bemessen, dass er nicht nur den freien Durchgang des Felsbrechers, sondern auch die Bildung einer als Puffer wirkenden Wassersehicht zwischen ihm selbst und dem Felsbrecher gestattet, so dass die von dem Auftreffen auf den Fels herrührende Erschütterung des Felsbrechers abgedämpft wird, wobei auch jede Erschütterung, die sich dem Führungskasten mitteilt, durch das umgebende Wasser gleichfalls abgeschwächt wird. Auf keinen Fall können
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gerüst mitteilen.
Falls gewünscht, können auf einem Schwimmgerüst auch zwei oder mehr Felsbrecher samt Führungs- kästen eingebaut werden.
In den Zeichnungen ist Fig. 1, 2 und 3 Seiten-und Vorderansicht im Schnitt, sowie Draufsicht eines Schwimmgerüstes gemäss der Erfindung und die Fig. 4-11 Längs- und Querschnitte eines Fels- brechers in Führungskästen von verschiedener Ausführungsform, wobei jede Ansicht ein Schnitt nach der Linie ist, die durch die entsprechende Ordnungszahl angedeutet ist.
In den Zeichnungen bedeutet A das Schwimmgerüst, B den darin befindlichen Schacht, C den Fels- brecher, D dessen Anholtau, E die verstrebte Säule und F die Winde, alle in der bekannten Ausführungs- form eines Unterwasser-Felsbrechers, System Lobnitz.
Gemäss der Erfindung ist in dem Schacht B statt des gewöhnlich üblichen Führungskastens ein
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trossen aufgehängt. Die Ketten oder Trossen 13 laufen über Rollen 15 auf der verstrebten Säule E ; an ihrem einen Ende sind sie durch Augenbolzen, Laschen oder auf eine sonstige geeignete Weise an dem Führungskasten 12, an ihrem andern Ende an den Trommeln einer doppelten Winde 16 befestigt, die passend auf dem Gerüst A aufgestellt ist.
Der Führungskasten 12 ist mit Holz oder einem andern geeigneten nicht scheuernden Material 17 ausgekleidet ; er kann glatte oder gewellte Röhrenform haben, er kann ferner in einem einzigen Stück oder in mehreren Teilen oder Stücken ausgeführt sein, die, wie in den Fig. 4, 5, 10 und 11 dargestellt ist, durch Seitenflansche verbunden sind, oder in zwei Längshä1ften, die durch Längsflansehe verbunden sind, wie in Fig. 8 und 9, oder schliesslich in Teilen, die durch Längs- und Seitenflansche zusammengehalten werden, wie in Fig. 6 und 7.
Zur Arbeit in seichtem Wasser wird der Führungskasten nach oben in den Schacht B hineingezogen, wie in Fig. 2 dargestellt ist ; zur Arbeit in grösserer Wassertiefe wird er so tief hinabgelassen, dass sein oberes Ende sieh, wie in Fig. l gezeigt, gerade in der richtigen Höhe über dem Grunde befindet. Im Bedarfs- falle können, um in grössere Tiefen arbeiten zu können, Verlängerungsstücke, wie sie in den Fig. 4-7 und 10, 11 dargestellt sind, an den Führungskasten. 12 angesetzt werden, wie dies die gestrichelte Linie. M in Fig. 1 zeigt.
Statt, wie in der obigen Darstellung, röhrenförmig kann der FÜhrungskasten 12 auch als offenes
Gitterwerk oder in einer sonstigen geeigneten Ausführungsform hergestellt und mit Holz oder einem andern nicht scheuernden Material ausgekleidet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Unterwasser-Felsbrecher, dadurch gekennzeichnet, dass ein verlängerter Führungskasten dz an dem Schwimmgerfist (A) mittelbar oder unmittelbar derart aufgehängt ist, dass er nach allen
Richtungen frei beweglich ist.