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Sicherheitseinrichtung für elektrische Freileitungen.
Bei Hoehspannungsfreileitungen für elektrische Beleuchtung oder Kraftübertragung, insbesondere auch bei Leitungen zum Betriebe von elektrischen Trambahnen oder Eisenbahnen, ist immer die Gefahr vorhanden, dass, im Falle des Reissens eines Leitungsdrahtes, Menschen oder Tiere, die mit dem gerissenen Draht in Berührung kommen, heftige elektrische Schläge erhalten.
Um derlei Unfälle, die selbst den Tod des vom gerissenen Leitungsdraht getroffenen Individuum herbeiführen können, zu vermeiden. wurde vorgeschlagen, die elektrische Freileitung durch isolierte Zwischenstücke in der Weise zu unterteilen, dass in die Freileitung zwischen je zwei Leitungsmasten oder Leitungsträgern ein von der Leitung vollkommen isoliertes Verbindungsstück zwischengeschaltet ist und die stromführenden Teile der Leitung durch eine mit ihnen lediglich durch Berührung leitend verbundene KontaktbrÜcke aneinandergeschlossen sind. so dass im Falle eines Leitungsbruches die zwei Endteile des gerissenen Drahtes durch ihr Niedersinken ausser Berührung mit den KontaktbrÜcken kommen und somit stromlos werden.
Dieser Aus- führung haftet der Nachteil an, dass an den Kontaktstellen : insbesondere wenn die Leitung starken und häufigen Erschütterungen ausgesetzt ist, Funkenbildung und Änderungen des Leitungswiderstandes auftreten.
Zur Vermeidung solcher Funkenbildung sind nach der Erfindung die Enden der Leitungsstücke mit den Kontaktbrücken durch Lötung verbunden, welche Stellen eine so geringe Festigkeit haben, dass sie bei Leitungsbruch durch das Gewicht des niedersinkenden Leitungsteiles abreissen.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt schematisch die allgemeine Anordnung des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 2 zeigt dieselbe Anordnung nach erfolgtem Leitungsbruch, die Fig. 3 und 6 zeigen zwei verschiedene beispielsweise Ausführungen der Kontaktbrücke und die Fig. 4 und 5 zeigen Einzelheiten.
Die von den Leitungsmasten i, , getragene Leitung ist zwischen den Masten in Abschnitte B, B'geteilt. Jeder dieser Abschnitte, so beispielsweise der Abschnitt B ist zwischen zwei isolierenden Stutzen C und C'aufgehängt, während die elektrische Verbindung beispielsweise zwischen den Abschnitten B und B'unmittelbar durch eine Kontaktbrücke D'bewirkt wird, die auf dem Isolator aufgesetzt ist.
Die Enden der Brücke D'haben, so wie dies Fig. 4 in etwas grösserem Massstab zeigt. die Form einer Gabel bzw. eines umgekehrten U, so dass die Enden der Leitungsdrähte B und B' sich in je eines dieser U-förmigen Enden der Brücke einlegen und der elektrische Strom von einem Leitungsabschnitt über die Brücke D'zum anderen Leitungsabschnitt Giessen kann. Die Leitungsenden sind in
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Strom infolge der isolierenden Stützen C'und C" unterbrochen wird und die getrennten Teile B'1 und B'2 stromlos werden.
Die Einzelheiten dieser Einrichtung können nach den jeweiligen praktischen Bedürfnissen in mannigfaltigster Weise ausgeführt werden. So ist in Fig. 3 die beispielsweise Ausführung bei einer Hoch-
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ist ein Isolator 5 angebracht, der die Kontaktbrücke 6 trägt. Die Kontaktbrücke 6 hat an ihren Enden Gabeln 7 und 8, in welche die Enden der Leitungsdrähte 2 und 2'mit einem Lot geringer Festigkeit eingelötet sind.
Die Fig. 6 stellt beispielsweise die Einrichtung für eine Trambahnfahrleitung dar. Bei dieser dient der Isolator 7 zur Trennung der beiden Drahtteile 8 und 9 und gleichzeitig als Stütze für die Verbindungs-
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