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Einrichtung zum Tasten der Signale bei Maschinensendern der drahtlosen Telegraphie.
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die zuerst bei Liehtbogensendern bekannt wurden, bind dann auch bei Sendern mit Hochfrequenzmasehinen und insbesondere auch bei denjenigen Maschinensendern angewendet worden, die mit statischen Frequenztransformatoren arbeiten. Diese Einrichtungen haben vor allem den Nachteil, dass es unmöglich ist. den Strom der Antenne durch Verstimmung zum Verschwinden zu bringen. Hiezu wäre ein unendlich hoher Widerstand nötig. der in den Zeichenpausen in die Antenne eingeschaltet werden müsste.
Wenn aber ein mehr oder weniger starker Reststrom in der Antenne übrig bleibt, so wird nicht die maximale
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die Änderung der Hilfsmagnetisierung von eingeschalteten Drosselspulen. oder von statisehen Frequenz- transformatoren herbeiführt. Diese Einrichtungen eignen sich am besten für die drahtlose Telephonie
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möglich ist.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird das Tasten dadurch bewirkt. dass bei gleichbleibender Gleichstrommagnetisierung der Frequenztransformatoren die Beeinflussung der Energie nicht in der Antenne, sondern in den vorhergehenden WeehseMromkreisen niedrigerer Periodenzahl erfolgt. Zu diesem
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präzise und schnelle Unterbrechung zu verwirklichen gestattet. Das ist bei dem neuen Relais gemäss der Erfindung der Fall. das im folgenden ebenfalls näher beschrieben wird.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. l beispielsweise eine Schaltung. Fig. 2. 3 und 4 eine Seitenansicht, Vorderansicht und Ansicht von oben des neuen Tastrelais. Von der Hochfrequenzmaschine 1 (Fig. 1) wird die Energie z. B. durch zwei Paare von Frequenztransformatoren 3.. 3 und 4,. 3 auf die Antenne 6 übertrafen. In den einzelnen Kreisen liegen Abstimmittel (Kondensator 7 und Variometer 8) zur Abstim-
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stromwiderstand. 9 eine Verstemmung stattfindet.
Die Magnetisierungsverhältnisse der Frequenztransformatoren sind so eingerichtet. dass die WechselstärkebeiabgestimmtenKreisendengünstigstenWertzurErzielungdesVerdoppelungsffektesbesitzt.
Durch das Sinken der Stromstärke bei Verstimmung oder beim Einschalten des Widerstandes wird die Wechselstrommagnetisierung der Frequenztransformatoren so beeinflusst, dass bei einem bestimmten Gleichstrommagnetisierungsniveau der Unterschied des Wechselstromfeldes während der beiden Halbperioden kleiner wird. Die Grösse dieses Unterschiedes bedingt aber den Verdoppelungseffekt der Transformatoren, so dass dieser bei hinreichender Verstimmung beeinträchtigt wird oder ganz verschwinden
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herabzubringen, um gleichwohl den Antennenstrom zum Verschwinden zu bringen.
Da die Gleiehstrommagnetisierung der Transformatoren, die den wesentlichsten Bestandteil des Kraftflusses ausmacht, nicht geändert wird, und es zudem, wie erwähnt, bei Änderung der Wechse)-
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st. rommagnetisierung nur auf einen nicht sehr grossen Unterschied während der Halbperioden ankommt. so ist ersichtlich, dass bei der neuen Tasteneinrichtung die Remanenz im Eisen nicht mehr wesentlich auf das Telegraphiertempo einwirken kann.
Es sind bei dieser Tasteinrichtung starke und zugleich hochgespannte Ströme zu unterbrechen.
Infolgedessen kann man mit einem Tastrelais nicht auskommen, da die für die Unterbrechung des hochgespannten Stromes notwendige grosse Entfernung der Elektroden die Möglichkeit schneller Zeichen- gebung verhindert. Man kann vielmehr diese Ströme nur dadurch schnell unterbrechen, dass man eine Anzahl Tastrelais hintereinander schaltet, so dass für jedes Relais nur ein Strom kleinerer Spannung unter- brochen wird. Die Hintereinanderschaltung solcher Tastrelais ist aber nur dann möglich, wenn die ab-
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arbeitet und die Unterbrechung bei allen Relais zu demselben Zeitpunkte erfolgt.
Das der Erfindung zugrunde liegende Relais erfüllt diese Forderungen auch bei den höchsten Telegraphiergesehwindia : keiten. Von den bekannten Relais vermögen an sich diejenigen diese Forderungen
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gedeutet. Beim Auheben der Taste 11 erhält der Magnet 12 Strom und öffnet die Kontakte 16. 17. beim Drücken der Taste wird dagegen der Magnet 7-3 e''regt und bewirkt die Schliessung der Kontakte.
Diese Kontakte 76. 7 ?' sind doppelt ausgeführt und bilden die beiden in Serie liegenden Unter- breehungsstellen.
Ein Nachteil dieser Relais besteht aber darin, dass durch auftretende Klebwirkung an einem der Kontaktstücke die l-unterbrechung verzögert wird. Die hiedurch bedingte langsamere Unterbrechung
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dass nach kurzer Zeit die. An-und Abschaltung an beiden Kontakten nicht mehr gleichmässig erfolgt.
Dieses wird nach der Erfindung dadurch verhindert, dass entweder das feststehende oder das bewegliche Kontaktpaar um die Mitte seines Verbindungsstückes drehbar angeordnet ist. Infolgedessen
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bogen. Gleichzeitig besitzt diese Beweglichkeit den Vorteil, dass bei der folgenden Kontaktgebung die beiden Kontaktpaare nicht paralleL sondern schräg aufeinander aufsetzen, so dass die Schmorstelle, die aus kleinen körnerartigen Gebilden besteht, auf der Kontaktfläche breit-oder abgequetscht wird.
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je nach der Erregung dieser beiden Magnetsysteme wurde dann der Anker von dem einen oder dem anderen System angezogen.
Bei einer solchen Einrichtung ist die Telegraphiergeschwindigkeit ausserordentlich beschränkt, da immer ein Zeitverlust dann eintritt, wenn der von einem Magnetsystem angezogene Anker von dem anderen Magnetsystem angezogen werden soll. Diese Zeitdifferenz beruht in der jedesmal notwendigen Ummagnetisierung des Ankers. da der von einem Magnetsystem angezogene. Anker durch die Kraftlinien polarisiert wird.
Um diesen Ubelstand zu vermeiden, gelangen gemäss der Erfindung zwei magnetisch von einander isolierte Anker zur Verwendung, denen je ein besonderes Magnetsystem zugeordnet
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in den Kontakten keine federnden Organe. Diese zeitigen nämlich den Nachteil, dass die Federn beim Unterbrechen der Kontakte das Bestreben haben. ihre beim Kontaktschluss erzeugte Spannung durch eine Bewegung der ihnen zugeordneten Kontakte auszugleichen. Infolgedessen gehen z. B. die Kontakte. von denen die beweglichen bei der Unterbrechung sich lösen sollen hinter diesen hinterher, so dass nur eine allmähliche Trennung zwischen den festen und den beweglichen Kontakten stattfindet. Gemäss der Erfindung sind die feststehenden Kontakte ohne Federung ausgeführt.
Um den hiedurch auftretenden harten Anschlag zwischen den Kontakten nicht auf die Anker überzuleiten und hiedurch Erschütterungen
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und den beweglichen Kontakten durch einen leichten und nachgiebigen Teil von geringer Masse hergestellt. Das Gewicht des Trägers soll dabei geringer sein. als das der Kontakte.
Schliesslich ist gemäss der Erfindung noch darauf Rücksicht genommen, dass die beim Tasten zu bewegende Masse des Relais so abgeglichen ist. dass ihre Eigenschwingung bei den hauptsächlich zu verwendenden Telegraphiergesehwindigkeiten ungefähr in Resonanz mit der Tastfrequenz steht. Dies] ässi
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das bewegliche Kontaktpaar und die Relaisanker durch einen sehr leichten Träger verbunden sind.
Es liegt ferner im Interesse der Tastgeschwindigkeit, dass Eigenvibrationen durch die Beschaffenheit dieses Trägers vermieden werden. Dies lässt sich durch Verwendung von Materialien von grosser Selbstdämpfung. wie z. B. Papier, Zellon od. dgl. für den Träger der Kontakte erreichen. Vorteilhafterweise
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indem derselbe z. B. durch spiralgewiekeltes Rohr gebildet wird.
Die Fig. 2 bis 4 lassen diese Eigentümlichkeiten des neuen Relais deutlich erkennen. An einem Gestell 18 aus einem Metall, das magnetische Kraftlinien nicht leitet. sind im oberen Teil die beiden
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Magnetsysteme sich einander nicht stören. Das Magnetsystem ist. wie aus Fig. 3 ersichtlich, in Form eines E ausgebildet. so dass beide Pole auf die Anker wirksam werden. Die Anker 14 und 15 selbst sind
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erlischt sehr rasch. da die schräg gegeneinander stehenden Kontakte gleich einer Hörnerblitzschutzsiehernng arbeiten.
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auf. wodurch etwa erzeugte körnerartige Gebilde auf den Kontaktstücken breitgequetscht werden. Durch die bewegliche Lagerung erhalten sich demnach die Kontakte selbsttätig ihren gebrauchsfähigen Zustand.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Tasten der Signale bei Maschinensendern der drahtlosen Telegraphie mit
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