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Vorrichtung zur selbsttätigen Bestimmung von augenblicklichen Werten einer aus mehreren bekannten veränderlichen Grössen zusammengesetzten Funktion.
Vorliegender Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, beispielsweise den Benzinverbrauch bei Kraftwagen pro Kilometer bzw. die zurückgelegte Kilometeranzahl pro einem Liter Benzin zu bestimmen.
Es handelt sich also in diesem beispielsweisen Falle um zwei variable, an und für sich bekannte Grössen, deren Quotient den gesuchten Wert ergibt.
Um nun den Quotienten sich in einfacher Art selbsttätig bestimmen zu lassen, ist es notwendig, dass die Vorrichtung die Logarithmen der beiden variablen Grössen (Benzinverbrauch und Kilometer) angibt, deren Differenz den Logarthmus des Quotienten ergibt.
Die gebräuchlichen Geschwindigkeitsmesser bzw. Benzinuhren ergeben die Werte in einer mehr oder minder lienearen, meistens empirisch bestimmten Skala und ist es daher nicht möglich, unmittelbar diese Einrichtungen beispielsweise mit einem Rechenschieber zu kuppeln. Der Grund hiefür liegt darin, dass die Skala des Geschwindigkeitsmessers bzw. der Benzinuhr nach einem anderen Gesetz geteilt sein muss als der Rechenschieber.
Erfindungsgemäss wird nun zu jedem Skalenwert der bestehenden Instrumente der Logarithmus bestimmt, wodurch eine logarithmische Kurve entsteht, die, wenn es sich um eine Kreisskala handelt, spiralenförmig verläuft.
Es ist hiebei ganz gleichgültig, ob die Logarithmenwerte vom Zentrum oder von der Peripherie aus aufgetragen werden, notwendig ist es nur, dass diesbezüglich die Kurven beider Skalen auf analoge Weise gebildet sind.
Werden nun beispielsweise derartige Kurven übereinander gelagert, so ergeben sich mit einer festen Linien Schnittpunkt, die je nach der gegenseitigen Lage der Kurven zueinander näher oder weiter voneinander entfernt sind.
Die Länge der Strecke zwischen diesen Schnittpunkten entspricht in vorliegendem Falle dem
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Während es also bisher möglich war, an einem Apparat die augenblickliche Stundengeschwindig- keit und gegebenenfalls an einem zweiten Apparat den augenblicklichen Brennstoffverbrauch, auf die Stunde bezogen, abzulesen, so zeigt die Vorrichtung gemäss vorliegender Erfindung diese beiden Werte im genauen Verhältnis zueinander. Es ist infolgedessen möglich, sich fortlaufend davon zu überzeugen, ob die ökonomische Geschwindigkeit eingehalten wird, da es nur nötig ist, die Geschwindigkeit so lange zu steigern oder zu verringern, bis ein Maximum der pro Liter gefahrenen Kilometer bzw. ein Minimum der pro Kilometer verbrauchten Liter angezeigt wird.
Es liegt auf der Hand, dass durch Einhalten der vorteilhaftesten Geschwindigkeit der Aktionsradius des Fahrzeuges in bezug auf die vorhandenen Brennstoffmengen bis zur äussersten Grenze vergrössert werden kann, also mit der geringsten Menge von Brennstoff die glösstmögliche Kilometeranzahl zurückgelegt werden kann.
In weiterer Ausbildung wäre es möglich, wenn die eine der Vorrichtungen die Leistung der Maschine, die andere ihren stündlichen Verbrauch anzeigt, den Betriebsmittelverbrauch pro Pferdestärke fortlaufend festzustellen.
Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen handelt es sich um die Bildung des Quotienten.
Es könnte aber auch die Produktbildung in Betracht kommen, wenn beispielsweise ein Apparat die Umfangskraft in Kilogramm und ein anderer Apparat die Drehzahl pro Minute angibt. Hier könnte durch die Produktbildung die jeweilige Pferdestärke der Kraftmaschine bestimmt werden.
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In der Zeichnung ist das Schema einer Vorrichtung gemäss vorliegender Erfindung veranschaulicht. Bei dem als Ausführungsbeispiel dargestellten Verbrauchsmesser ist mit einer den stündlichen
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Material gelagert, auf welcher, um Unstimmigkeiten durch die Materialstärke hintanzuhalten, die zugehörige Logarithmenkurve 4 ihrer Skala zweckmässig an der Unterseite der Scheibe verzeichnet ist.
Zweckmässig zwischen den beiden Scheiben 1 und 3 ist ein die Nullstellung anzeigender Zeiger-5 fix gelagert. Wie veranschaulicht, zeigt die kilometeranzeigende Scheibe J an dem Zeiger 5. dass 50 km pro Stunde gefahren werden. Die Kurve 4 schneidet bei (t den Zeiger. Die Stundenliterseheibe 1 zeigt 6 I pro Stunde. Die Kurve 2 schneidet den Zeiger 5 bei b. Die Strecke a-b ist somit der Logarithmus des Quotienten der beiden Skalenwerte, weil die Strecke a-b gleich ist der Differenz der¯Logarithmen 0-a-und 0-b.
Wenn auch bereits im allgemeinen die von den beiden Kurven auf dem Zeiger abgeschnittene
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ordnet ist und, selbsttätig oder von Hand aus mit seiner Nullinie auf einen der Schnittpunkt a oder b zwischen Kurven und Zeiger eingestellt, entweder die Kilometer pro Liter oder die Liter pro Kilometer ablesen lässt.
Es ist selbstverständlich, dass, wenn die die Geschwindigkeit bzw. den Benzinverbrauch anzeigenden Vorrichtungen geradlinige Verschiebungen auslösen, an Stelle der Drehscheiben Schieber mit logarithmischen Kurven zur Verwendung kommen, die gegeneinander geradlinig verstellt werden. Ein derartiges Ausführungsbeispiel ist in Fig. 2 schematich dargestellt.
Vorstehend beschriebene Vorrichtungen sind auf der. Grundlage der logarithmischen Funktion aufgebaut.
Derselbe Zweck könnte aber auch durch Heranziehung trigonometrischer oder anderer Funktionen zur Umwandlung der Skalenwerte erzielt werden. PATENT-ANSPRÜCHE :
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angeben, aus welchen sich der gewünschte Funktionswert ergibt.