AT90857B - Verfahren zur elektrischen Gasreinigung. - Google Patents
Verfahren zur elektrischen Gasreinigung.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur elektrischen Gasreinigung. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> vermutlich so zu denken, dass durch die die Nebelbildung begleitende Umhüllung der Staubteilehen ihre Reaktionsfähigkeit mit dem Gasstrom beeinträchtigt wird, etwa ähnlich wie das pyrophore Eisen nach Befeuchtung seine Reaktionsfähigkeit verliert. Es ist zur Einleitung der Kondensationsvorgänge nicht nötig, den Gasstrom mit Feuchtigkeit zu übersättigen und ihn in diesem Zustande in das Hochspannungsfeld einzuführen. Eine derartige Handhabung ist geradezu zu vermeiden, weil dadurch die zur Ausbildung der Büsehelentladung unentbehrliche Restionisation in einem viel zu hohen Masse unterdrückt wird, indem die Ionen zum grossen Teil von den Flüssigkeitströpfehen niedergeschlagen werden. Ferner auch noch aus einem anderen Grunde, nämlich weil die in den Abscheidekammern sich absetzenden beträchtlichen FlÜssigkeitsmengen die Güte der Isolation der Hochspannungselektroden verringern. Als mechanischer Nachteil ist noch zu erwähnen, dass bei einer Übersättigung mit Flüssigkeit der Staub sich an den Kammerflächen in Gestalt eines kaum entfernbaren Breis ablagert. Im Gegensatz zu einer Übersättigung mit dem Kondensationsstoff handelt es sich also bei der vorliegenden Erfindung um Einführung so geringer Flüssigkeitsmengen, dass von einer Sättigung des Gasstromes nicht die Rede sein kann. Demgemäss darf auch die thermische und dynamische Rückwirkung des Kondensationsvorganges auf den Gasstrom als verschwindend gering bezeichnet werden ; insbesondere entsteht bei dieser Arbeitsweise eine nennenswerte Abkühlung des Gasstromes nicht. Hinsichtlich der Handhabung des Kondensationsverfahrens bestehen mehrere Möglichkeiten. Als erste ist die zu erwähnen, dass der Kondensationsstoff in flüssigem Zustand, aber fein verteilt dem Gasstrom zugeführt wird mit Hilfe von Düsen, die ihn als Flüssigkeitsnebel austreten lassen. Die in dem durchwirbelten Gasstrome herrschenden Druck-und Temperaturunterschiede genügen dann meistens, um an einigen Stellen teilweise Verdampfung, an anderen Stellen teilweise Kondensation zu bewirken. Es kann zweitens aber die Zuführung des Kondensationsstoffes so erfolgen, dass man vom Gasstrome ein gegen ihn offenes Verdampfungsgefäss oder in ihm angeordnete, mit dem Kondensationsstoff getränkte Saugkörper bestreichen lässt. Schliesslich kann drittens der Kondensationsstoff auch als Dampf eingeblasen werden, indem man diesen Dampf kurz vor dem Eintritt in das zu reinigende Gas entspannt. Dadurch wird sofort eine örtliche Kondensation veranlasst, ausserdem streifenweise eine Sättigung, die später zu Kondensationen in dem gekennzeichneten, Druck-und Wärmeunterschiede aufweisenden Wirbelfelde des zu reinigenden Gases führt. Und zwar wird, wenn als Kondensationsstoff Wasser benutzt werden soll und die Temperatur des zu reinigenden Gases unter 1000 liegt, niedergespannter (nicht überhitzter) Dampf mittels Düsen in den. Gasstrom eingeführt. Liegt die Temperatur über 100 - (jedoch nicht sehr erheblich darüber) so wird hochgespannter (überhitzter) Dampf eingeblasen derart, dass die Eigentemperatur des Dampfes höher als diejenige des zu reinigenden Gases ist. Ist das zu reinigende Gas aber schliesslich dermassen heiss, dass überhitzter Dampf nicht zum Ziele führt, so lässt man hochgespannten EMI2.1 <Desc/Clms Page number 3> e) Ausser den unter a, & und c angeführten Lösungen der eingangs gestellten Aufgabe können noch andere Lösungen gedacht werden. So ist es an sich möglich, die eine reagierende Komponente dadurch zu beseitigen, dass man sich eines sie bindenden Stoffes bedient. Es ist auch möglich, den Partialdruck der Komponente von vornherein zu erniedrigen, beispielsweise wenn diese Komponente Sauerstoff ist, der Feuerung weniger Sauerstoff einzublasen und den Verbrennungsprozess so zu leiten, dass ein grösserer Teil des Sauerstoffes aufgebraucht werde. Dem gleichen Zweck der Herabsetzung des Partialdruckes kann die Beimengung eines neutralen Gases zu den zu reinigenden Gasen dienen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur elektrischen Gasreinigung, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel angewendet werden, um in dem zu reinigenden Gasstrom, insbesondere auch zwischen den Staubteilchen und den Gasen sich abspielende chemische Umsetzungen zu unterdrücken, bevor bzw. während das Gas das Hochspannungsfeld durchströmt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Katalysatoren, erhitzte Körper oder Heizflammen-gegebenenfalls reduzierende Flammen-im Gasweg anordnet, um die vor dem Eintritte oder während des Eintrittes des Gases in die Entstaubungskammern stattfindenden, die Funkenund Lichtbogenbildung veranlassenden chemischen Vorgänge derart zu beschleunigen oder solche neue chemische Vorgänge einzuleiten, dass die Funken-und Lichtbogenbildung vermieden wird.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der chemische Umsetzungsvorgang durch hinreichende Kühlung des gesamten Gases, vorzugsweise aber durch Kühlung derjenigen Gasschichten, welche an beide oder an eine der Elektroden angrenzen, weitgehend verzögert bzw. ganz unterdrückt wird, in welch letzterem Falle die Kühlung der Elektroden unter Ausschluss der Benetzung der Innenflächen mit Kühlflüssigkeit durch künstliche Wärme entziehung unter Benutzung der Wärmeleitfähigkeit des Elektrodenkörpers erfolgt.4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 unter Mitwirkung eines Kondensationsvorganges, dadurch gekennzeichnet, dass dem zu reinigenden Gasstrome der Kondensationsstoff vor oder in dem Bereiche des Hochspannungsfeldes in derartig bemessenen Mengen beigefügt wird, dass bei weitem eine Sättigung des ganzen Gasstromes nicht erfolgt, gleichwohl aber durch örtliche Störung Gleichgewichtszustandes an der Einführungsstelle bzw. durch Benützung der im Wirbelfelde des Gasstromes vorhandenen Wärme- und Druckunterschiede das Auftreten örtlicher Kondensationsvorgänge ermöglicht wird.5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle einer übermässigen Bindung bzw. Unterdrückung der Ionen im Gasstrom durch den eingeführten Kondensationsstoff dem Gasstrom vor seinem Eintritt in das Hochspannungsfeld künstlich Ionen beigefügt werden, dadurch, dass der übermässig entionisierte Gasstrom der Einwirkung ionisierender Mittel (Radium, uranhaltiger Anstrich, elektrischer Lichtbogen, elektrische Funkenströme, glühende Körper) unterworfen oder aber indem dem ionenarmen, staubtragenden Gasstrom ein anderer ionentragender einverleibt wird, zu dem Zwecke, die zur Ermöglichung einer wirksamen Büschelentladung nötigen Ionen zu erzeugen.
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| SE90857C1 (de) | 1937-11-23 |
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