DE208740C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE208740C DE208740C DENDAT208740D DE208740DA DE208740C DE 208740 C DE208740 C DE 208740C DE NDAT208740 D DENDAT208740 D DE NDAT208740D DE 208740D A DE208740D A DE 208740DA DE 208740 C DE208740 C DE 208740C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gases
- sulfuric acid
- contact
- droplets
- sulfur trioxide
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 44
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 35
- AKEJUJNQAAGONA-UHFFFAOYSA-N sulfur trioxide Chemical compound O=S(=O)=O AKEJUJNQAAGONA-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 32
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 16
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 claims description 5
- 238000005119 centrifugation Methods 0.000 claims description 3
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 claims description 2
- 239000003595 mist Substances 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 14
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 8
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 5
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N Sulphur dioxide Chemical compound O=S=O RAHZWNYVWXNFOC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- HIFJUMGIHIZEPX-UHFFFAOYSA-N sulfuric acid;sulfur trioxide Chemical compound O=S(=O)=O.OS(O)(=O)=O HIFJUMGIHIZEPX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000010425 asbestos Substances 0.000 description 1
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000007865 diluting Methods 0.000 description 1
- 239000010419 fine particle Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 229910052895 riebeckite Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 239000007921 spray Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/74—Preparation
- C01B17/76—Preparation by contact processes
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
Description
ftiicA bet cst
(■ i 'w 1 Pu letA (eis j e
(■ i 'w 1 Pu letA (eis j e
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 208740 -KLASSE 12«. GRUPPE
Dr. FREDERICK GARDNER COTTRELL in BERKELEY, V. St. A.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Darstellung von Schwefelsäure nach dem Kontaktverfahren und besteht darin, daß die
Temperatur und der Feuchtigkeitsgehalt der die Kontaktkammern verlassenden schwefeltrioxydhaltigen
Gase derart verändert werden, daß möglichst die gesamte Menge des gas-' förmigen Schwefeltrioxyds in Schwefelsäure
umgewandelt wird, welche in Gestalt außerordentlich feiner, gewissermaßen eine Art
Nebel bildenden Tröpfchen in den Gasen suspendiert bleibt und in einer der bekannten
Weisen, z. B. durch Zentrifugieren, durch elektrische Entladungen o. dgl. m., abgeschieden
und gesammelt wird.
Es ist längst bekannt, daß in den Schwefeltrioxyd enthaltenden Kontaktgasen beim
Zusammentreffen mit leicht Wasserdämpfe abgebenden Flüssigkeiten solche Schwefelsäuretröpfchen
entstehen; welche aber selbst von der stärksten' zur Absorption trockenen
Schwefeltrioxyds verwendeten Schwefelsäure nicht bzw. nur schwierig aufgenommen werden. Diese Tröpfchen können durch FiI-tration
der Gase, z. B. mittels Asbestfilter, abgeschieden werden, und zwar in derselben
Weise, wie die schwefeldioxydhaltigen Gase, bevor sie in die Kontaktkammern geführt
werden, von den ihnen etwa . anhaftenden Schwefelsäuretröpfchen zum Zwecke der Reinigung
befreit zu werden pflegen.
Aus eben erwähntem Grunde wurde bei dem Kontaktverfahren die Bildung von
Schwefelsäuretröpfchen stets zu vermeiden gesucht, und nie'hat man es bisher versucht,
eben durch absichtliche Bildung solcher Tröpfchen in den die Kontaktkammern verlassenden
Gasen den Gehalt derselben an Schwefeltrioxyd so vollkommen als möglich in Gestalt
von Schwefelsäure zu gewinnen. Daher wurden die Kontaktgase in Berührung mit konzentrierter Schwefelsäure gebracht, welche
das Schwefeltrioxyd absorbiert. Dieses Verfahren brachte aber verschiedene Unzuträglichkeiten
mit sich. Einerseits war man, um die großen Mengen der die Kontaktkammern verlassenden Gase bewältigen zu können, gezwungen,
Absorptionsgefäße bzw. Türme von recht erheblichen Abmessungen zu verwenden und darin große Mengen konzentrierter Schwefeisäure,
die nur geringe Mengen Schwefeltrioxyd absorbieren kann, zirkulieren zu lassen, wodurch Undichtheiten, Verlust an Material
und Beschädigung des letzteren durch die konzentrierte Schwefelsäure an der Tagesord- 55·
nung waren.
Alle diese Nachteile beseitigt das vorliegende Verfahren, indem durch Einführung von
Wasserdämpfen in die Kontaktgase aus dem in diesen enthaltenen Schwefeltrioxyd Schwefeisäure
gebildet und in Gestalt feiner Tröpfchen abgeschieden wird, so daß es nicht mehr '
nötig ist, diese Kontaktgase mit großen Mengen so konzentrierter Schwefelsäure, welche
keine Wasserdämpfe mehr abgibt, zusammenzubringen und, wie dies, bisher üblich war,
rauchende Schwefelsaure zu erzeugen, wodurch auch die Menge der zu handhabenden Flüssigkeit
gegenüber der bisher in den Absorptionsgefäßen zirkulierenden außerordentlich verringert
wird.
Während demnach bisher die Gesamtmenge des in den Kontaktgasen enthaltenen Schwefeltrioxyds
durch geeignete Flüssigkeiten (kon-' zentrierte Schwefelsäure) absorbiert wurde und
ίο zur Absorption solche Flüssigkeiten verwendet
worden sind, welche, um die oben erwähnte Bildung der Schwefelsäuretröpfchen in den
Kontaktgasen zu verhüten, an diese so gut wie gar keine Wasserdämpfe abgeben, wird
bei dem vorliegenden Verfahren — und darin liegt der prinzipielle Unterschied — gerade in
entgegengesetzter Weise verfahren, indem die Absorption gänzlich in Fortfall kommt und
den Gasen, sobald sie die Kontaktkammer verlassen haben, so große Mengen Feuchtigkeit
zugeführt werden, daß möglichst die gesamte Menge des darin enthaltenen Schwefeltrioxyds
in Schwefelsäuretröpfchen umgewandelt wird.
Außer den bereits erwähnten Vorteilen zeichnen das vorliegende Verfahren gegenüber
den bekannten auch noch die aus, daß es einerseits leichter ist, ein inniges und daher
reaktionsfähiges Gemisch zweier Gase (Schwefeltrioxyd und Wasserdampf)" herzustellen als
ein Gemisch eines Gases mit einer Flüssigkeit (Schwefeltrioxyd und Schwefelsäure), insbesondere
wenn das zu absorbierende Gas (Schwefeltrioxyd) noch durch andere Gase (Sauerstoff und Stickstoff [Luft]) verdünnt ist,
während andererseits die Abscheidung des gasförmigen Schwefeltrioxyds von den dasselbe
verdünnenden Gasen durch Zentrifugieren erst möglich wird, wenn das Gas durch Verbindung
mit Wasser in flüssiger Form und in Gestalt sichtbarer molekularer Tröpfchen abgeschieden
ist, welche erst der Einwirkung der Zentrifugalkraft folgen. Es ergibt sich außerdem
aus der Art des vorliegenden Verfahrens, daß es schon mit Rücksicht auf die bereits erwähnten
geringen Mengen Flüssigkeit, welche zu handhaben sind, in bedeutend einfacheren und kleineren Apparaten durchgeführt werden
kann.
■50 Zur praktischen Durchführung des vorliegenden
Verfahrens werden die das Schwefeltrioxyd enthaltenden Kontaktgase auf eine mäßige Temperatur abgekühlt und entweder
durch Wasser oder verdünnte Schwefelsäure hindurch- oder darüber hinweggeleitet, oder
es wird eine dieser beiden Flüssigkeiten ev. in Dampfform in diese Gase, und zwar in
einem solchen Maße bzw. in solchen Mengen eingeführt, daß die dabei entstehenden Sprühtröpfchen
von Schwefelsäure die gewünschte Zusammensetzung bzw: Konzentration haben.
Die Wahl dieser Zusammensetzung hängt unter anderem von dem Zweck ab, für welchen die
zu gewinnende Schwefelsäure und die rückständigen Gase verwendet werden sollen.
Die feinen Schwefelsäureteilchen, . welche den Sprühregen bilden, werden dann von den
rückständigen Gasen auf geeignete Weise, z. B. durch die wohlbekannte Zentrifugalmethode
oder durch Anwendung elektrischer Entladun- 70' gen, getrennt und gesammelt.
Im Bedarfsfalle können die Gase naturgemäß wiederholt mit Feuchtigkeit beschwert
und ebenso wiederholt mit der Kontaktmasse in Berührung gebracht werden.
■ Es sei ausdrücklich bemerkt, daß das Neue nicht etwa in der Einführung von Feuchtigkeit
in die Gase oder in der Abkühlung derselben erblickt wird, sondern zu dem Zweck,
zu welchem dies geschieht, und in dem hierauf aufgebauten Verfahren, was insbesondere mit
Rücksicht auf das in der Patentschrift 109483 beschriebene Verfahren hervorzuheben ist, da
auch bei letzterem in die Kontaktgase Wasserdampf eingeführt wird, allerdings zu einem
ganz anderen Zweck,; nämlich um dem Gasgemisch eine hohe Wärmekapazität zu erteilen.
Daher ist es bei diesem Verfahren ziemlich gleichgültig, ob der Wasserdampf den
Gasen vor Eintritt in den Kontaktraum oder nach dem Verlassen desselben zugeführt wird,
während bei dem vorliegenden Verfahren die Einführung des Wasserdampfes nur nach dem
Verlassen des Kontaktraumes Zweck hat und, um den gewünschten Effekt zu erzielen, nur
dann erfolgen muß.
Es mag noch hinzugefügt werden, daß, wenn man an Stelle in die Gase Wasserdampf
einzuleiten, diese z. B. über Wasser oder verdünnte Schwefelsäure hinwegleitet, letztere so
stark verdünnt sein muß, daß sie bei der hohen Temperatur, bei welcher sich der ganze
Vorgang abspielt, an die Gase-Wasserdampf abgeben kann, was konzentrierte Schwefelsäure,
wie sie bisher zur Absorption der Gase verwendet wird, nicht tut. Allerdings werden
bei dieser Ausführungsform geringe Mengen 5 O3 von dem Wasser oder von der verdünnten
Schwefelsäure absorbiert, aber diese sind so gering, daß sie nicht in Betracht kommen, no
während andererseits solche Bedingungen (Temperatur, Konzentrationsgrad · der verdünnten
Schwefelsäure) gewählt werden können, daß so gut wie kein Schwefeltrioxyd absorbiert werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von Schwefelsäure nach dem Kontaktverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur und der Feuchtigkeitsgehalt der die Kon-taktkammer verlassenden Gase derart verändert werden, daß in diesen Gasen die tunlichst gesamte Menge des Schwefeltrioxyds in Schwefelsäure übergeführt wird und letztere in Gestalt eines aus feinen Tröpfchen bestehenden Nebels in den Gasen auftritt, worauf die Tröpfchen ohne Zuhilfenahme einer Absorptionsmethode, z. B. durch Zentrifugieren oder durch elektrische Entladungen von den gasförmig gebliebenen Bestandteilen getrennt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE208740C true DE208740C (de) |
Family
ID=470754
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT208740D Active DE208740C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE208740C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE977562C (de) * | 1951-08-11 | 1967-02-16 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure nach dem Kontaktverfahren |
-
0
- DE DENDAT208740D patent/DE208740C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE977562C (de) * | 1951-08-11 | 1967-02-16 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeure nach dem Kontaktverfahren |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH654282A5 (de) | Verfahren und einrichtung zum konzentrieren und reinigen von organische verunreinigungen enthaltender schwefelsaeure. | |
| DE208740C (de) | ||
| DE1792573C3 (de) | Verfahren zum Trocknen von Schwefeldioxyd enthaltenden Gas | |
| DE2734619B2 (de) | Verfahren zum katalytischen Abbau von PolySchwefelwasserstoffen in flüssigem Schwefel | |
| DE1667078B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von kugelförmigen Kieselsäurehydrogelen | |
| DE1592840C3 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen oxydativen Nachbehandlung von Ruß | |
| DE1142802B (de) | Verfahren zur elektrostatischen Aufbereitung von Carnallit enthaltenden Rohsalzen | |
| DE69108376T2 (de) | Verfahren zur extraktion von distickstoffpentoxid aus einer mischung mit salpetersäure. | |
| DE2510241A1 (de) | Verfahren zur absorption von gasfoermigen bestandteilen aus gasen | |
| DE342412C (de) | Verfahren zur Herstellung konzentrierter nitroser Daempfe | |
| EP1426331B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Alkalisulfid | |
| DE692169C (de) | Verfahren zur Abtrennung von Acetylenkohlenwasserstoffen aus solche enthaltenden Gasgemischen | |
| DE1072974B (de) | Verfahren zur Herstellung eines hellgefärbten bis weißen, Silicium und Sauerstoff enthaltenden Füllstoffs nach Patent 1 041 019 | |
| DE818545C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entschwefelung von angereicherten Gasreinigungsmassen | |
| DE2846976A1 (de) | Verfahren zur entcoffeinierung von rohkaffee | |
| EP0038969B1 (de) | Verfahren zum Behandeln einer wässrigen alkalischen Lösung von Salzen der Anthrachinondisulfonsäure | |
| DE2415892A1 (de) | Verunreinigungssteuerung | |
| DE3907703A1 (de) | Verfahren zum abscheiden von stickoxiden aus rauchgasen und vorrichtung hierzu | |
| DE677124C (de) | Verfahren zur Verminderung des Saeuregehaltes von Gemischen von Wasserstoffsuperoxyd- und Wasserdampf | |
| DE2158139A1 (de) | Verfahren zur entfernung von so tief 2 aus abgasen | |
| DE2631224C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von beim Aufschluß von titanhaltigen Materialien mit Schwefelsäure entstehenden Gasen und Dämpfen | |
| DE303271C (de) | ||
| DE154124C (de) | ||
| DE946059C (de) | Vorrichtung zur kontinuierlichen Durchfuehrung von Reaktionen unter Anwendung von Rueckflusskuehlung | |
| DE2256111C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Solventextraktion |