AT90732B - Verfahren und Vorrichtung zum Verschweißen der Glühfadenwicklung von elektrischen Glühlampen mit den Zuführungsdrähten. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verschweißen der Glühfadenwicklung von elektrischen Glühlampen mit den Zuführungsdrähten.

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AT90732B
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   Bei gewissen Arten von Glühlampen ist ein verhältnismässig kurzer,   schraubenförmig   aufgewickelter Wolframfaden an zwei Zuleitungen oder Leitern befestigt. Änderungen in der Länge des in den Stromkreise eingeschalteten Fadens, die an sich nur geringfügig sind, bilden doch einen so grossen Prozentsatz der   genannten Fadenlänge,   dass sie die Lampe für die Betriebsspannung, für welche sie bestimmt ist, unbrauchbar machen können. Solche Änderungen der Fadenlänge können besonders dann eintreten, wenn die Fäden an die Zuführungsdrähte durch Zusammenpressen zwischen den Backen einer elektrischen   Schweissvorrichtung   mit einander verschweisst werden. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren mit einer Einrichtung, die in einfacher Weise rasch, bequem und sicher genau die   richtige Länge des Wolframsfadens   mit den Zuführungsdrähten verschweisst, wobei eine Verziehung oder Änderung der Neigung der Fadenwindungen zwischen den beiden Leitern verhindert wird. Zum Anschweissen können kurze   Stücke   des gewickelten Fadens oder ein auf eine Spule oder dgl.   schraubenförmig   aufgewickelter sehr langer Faden benutzt werden.

   Der Faden wird in die richtige Lage zwischen den Zuführungsdrähten gebracht, mit ihnen verschweisst und ein etwaiger Überschuss an den Enden abgeschnitten ; Mittel zum Halten des in den Stromkreis zwischen die Leiter einzuschaltenden aufgewickelten Fadens verhindern, dass der Druck beim Schweissen oder Festklemmen des Fadens gegen die Leiter den Faden nicht verdrehen oder hinsichtlich der Lage der Windungen ver- ändern kann. 



   Ein passendes Mittel hiefür wird durch einen Block aus Isoliermaterial oder dgl. gebildet, der so angeordnet ist, dass er den zwischen den   Zuführungsdrähten   befindlichen gewickelten Fadenteil gegen eine Stütze, beispielsweise gegen eine Backe der elektrischen Schweissvorrichtung so festklemmt, dass kein Verziehen oder Verändern der Länge oder Neigung des Fadens eintreten kann. Das Vorschieben des gewickelten Fadens in die richtige Lage wird durch eine rohrförmige Führung erleichtert, welche den Faden in die   Schweissvornchtung   in richtige Lage zu den Zuführungsdrähten einführt. 



   In der Zeichnung sind einige   Ausführungsbeispiele   des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. 



   Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform der   Schweissvorrichtung.   



   Fig. 2 ein Schnitt nach Linie 2/2 der Fig. 1. 



   Fig. 3 ein Schnitt nach Linie   3/3   der Fig. 2. 



   Fig. 4 eine Ansicht einer Lampenausrüstung mit in Form eines geraden Zylinders gewickelten Faden. 



   Fig. 5 und 6 sind   Grundrisse   einer der   Schweissbacken   für verschiedene Wicklungsformen des Fadens. 



   Die Backen 10 und 11 (Fig. 1) sind zueinander beweglich und sind als Elektroden durch biegsame Leitungen u. dgl. an eine Stromquelle angeschlossen. Für gewöhnlich ist die untere Backe 11 ortsfest. 



  Die Stromleiter 12 werden im geeigneten Abstande auf einen gewickelten Faden 13 aufgelegt, der auf der Backe 11 in solcher Lage ruht, dass bei gegenseitiger   Annäherung   der Backen 10 und 11 die Leiter 12 abwärts auf den Faden 13 gepresst werden, worauf der zwischen den Backen übergehende Strom die   Stromzuführungsdrähte   mit den Faden verschweisst. Fig. 4 zeigt eine auf diese Weise rasch und genau   herstellbare Ausrüstung.   

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   Sofern nicht der Arbeiter beim   Klemmen   oder   Schweissen   sehr   vorsichtig ist. kann der gewickelte   Faden eine   Verlängerung bzw. Änderung seiner   Länge bei der gegenseitigen   Annäherung   der Backen erfahren. Wenn die Stromleiter 12 zwischen zwei Windungen des Fadens eingedrückt werden. so ver-   längeren sise   den Faden oder drucken ihn zusammen und verursachen dadurch eine Abweichung von der 
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 Fadenlänge, sei es auch nur um ein kurzes Stuck, eine Lampe, welche für die   fragliche Netzspannung   nicht gut geeignet ist.

   Nach der Erfindung wird eine Verlagerung des Fadens oder   Änderung seiner Länge   bei Ausübung des Backendruckes dadurch vermieden, dass der zwischen den beiden   Stronileitern   befindliche Fadenteil nachgiebig gegen die ortsfeste Backe 11 geklemmt wird. Bei richtiger Lage der Leiter 12 muss dann die Fadenlänge genau stimmen. Das nachgiebige Festklemmen des Fadens kann auf verschiedene Art geschehen, sollte aber durch ein druckorgan geschehen, das von den Schweissbacken isoliert ist, damit der   Schweissstrom   auf die   Leiter M und den Faden-M beschränkt   bleibt.

   Eine passende Ausführungsform eines   Hilfsdruckgliedes   zur   Verhütung   einer   Verlagerung und einer Änderung in   der Länge des Fadens ist ein Block 14 aus Isoliermaterial   wie Papiermasse, Bloekglimmer,   Lava, Porzellan oder Bakelit. Der Block 14 ist   naehgiebig gelagert   und wird so bewegt, dass er sich gegen den mittleren Teil des Fadens   1,) legt und   ihn fest gegen die Oberfläche der Backe 11 klemmt, u.zw. vor oder in dem 
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 die   Backenfläche   vorragt und beim Schliessen der Backen den richtigen Druck auf den   Faden-M ausübt.   



   In manchen Fällen wird der Faden   13   in Teile zerschnitten, die nur wenig länger als der Abstand zwischen den Stromleitern 12 sind, während in andern Fällen der Faden 13 eine fortlaufende Spule von   grösserer   Länge beispielsweise von 12 bis 25   cm.   Länge bildet. Wie dem auch sei, wird nach der Erfindung wie dies Fig. 2 andeutet, eine röhrenförmige Führung 16 neben den Backen 10 und 11 angeordnet. 



  Die Bohrung der Führung ist etwas weiter als die Faenwicklung 13, so dass der Faden leicht durch die   Führung   gleitet, die ihn in die richtige Lage auf der Backe 11 führt und dadurch die Anbringung des Fadens in der richtigen Stellung zu den Leitern 12 wesentlich erleichtert. Nachdem der Faden mit den Stromzuleitern   verschweisst   ist, kann ein etwaiger Überschuss des Fadens an den Enden abgeschnitten werden. Wird eine fortlaufende Spule verwendet, so wird der Faden dicht an dem der Führung 16 benachbarten Leiter abgeschnitten, um die fertige Verbindung vom Rest des Fadens zu trennen. 



   Bei manchen Lampen besitzt der aufgespult Faden statt der einfachen Form des geraden Zylinders die Form einer oder mehrerer Schleifen, die sämtlich in derselben Ebene liegen. Fig. 5 zeigt eine solehe Lampe mit zwei, Fig. 6 eine Lampe mit einer Schleife. In solchen Fällen besitzt der Druckblock   14 solche   Form und Grösse, dass er die Schleifen des Fadens fest gegen die ortsfeste Backe 11 drückt, während die Gegenbacke 10 die Leiter 12 gegen die Enden des Fadens drückt. 



   Nach den neuen Verfahren und mit der neuen Vorrichtung können   stromleitende Verbindungen   von   schraubenförmig   aufgewickelten Faden von genauer Fadenlänge mit den   Zuführungsdrähten     auch   von den ungeschulten Arbeitern rasch hergestellt werden, wobei die eingeschaltete Fadenlänge durch den Abstand der   Stromzuführungsleiter   12 genau bestimmt wird, welcher mittels geeigneter   Führungen   rasch und genau einstellbar ist. Die Fadenlängen sind daher sämtlich bei den fertigen   Verbindungen   die gleichen und die bisherigen Verluste durch wechselnde Fadenlängen sind vermieden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Anschweissen der   Glühfädenwicklung   von elektrischen   Glühlampen mit   den 
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 einander mit der Glühfade. nwicklung in Berührung gebracht und an   dieselbe angeschweisst, werden,   bei gleichzeitiger Druckausübung auf die   Wicklung   quer zur Achse, um eine Verdrehung und   Änderung der   Länge des Glühfadens zu verhindern.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faden ; dessen Länge den Abstand zwischen den Stromzuführungsdrähten übertrifft, so angeordnet wird, dass er die Enden der Leiter überragt, worauf der angeschweisste Faden zwecks Trennung der fertigen Verbindung vom Rest des Fadens abgeschnitten wird.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens, nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus relativ zueinander beweglichen metallischen Klemmorganen 10, 11 und einem nachgiebigen isolierten Druckorgan (14) besteht, das in Klemmlage mit einer der Backen vor dem Schliessen der Backen gebracht werden kann.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacken als Elektroden wirken und das Druckorgan an einer der Backen angebracht ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine röhrenförmige Führung (16) für den Faden vorgesehen ist.
AT90732D 1918-12-31 1920-07-07 Verfahren und Vorrichtung zum Verschweißen der Glühfadenwicklung von elektrischen Glühlampen mit den Zuführungsdrähten. AT90732B (de)

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