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Die Erfindung bezieht sich auf eine automatische Zuführung von Stoffen nach verschiedenen Stellen eines Systems zur Verteilung fliessenden Materials. Besonders geeignet ist die Erfindung für die Zuführung von fein zerteilten Stoffen, wie z. B. Staubkohle, mit Hilfe von Druckluft nach verschiedenen Stationsbehältern, aus welchen einzelne Öfen beschickt werden.
Eine Ausführungsform einer solchen Vorrichtung ist in den zugehörigen Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht, teilweise fortgebrochen, von einem Stationsbehälter mit Anschluss an die Zufuhrleitung. Fig. 2 veranschaulicht in der Ansicht teilweise im Schnitt in grösserem Massstabe einen Teil der Tragvorrichtung für den am Ende der Hauptleitung befindlichen Stationsbehälter des Systems. Fig. 3 ist eine gleiche Ansicht des entsprechenden Teiles eines der andern Behälter, wie sie in Fig. 1 dargestellt sind.
Fig. 4 ist ein Querschnitt nach Linien 4-4 in Fig. 3 in grösserem Massstabe : Fig. 5 zeigt ebenfalb
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stabe einen auf der rechten Seite befindlichen Tragdaumen, wie er in Fig. 1 dargestellt ist und Fig. 7 ist eine gleiche Ansicht eines solchen Tragdaumes auf der linken Seite.
Durch die Hauptleitung 5 werden mit Hilfe von Pressluft gewisse Mengen von Staubkohle hindurchgetrieben. Von der Hauptleitung gehen Abzweigungen 12 aus, welche jede an einen Wirbelseparator 8 angeschlossen ist, der oberhalb eines Stationsbehälters 10 sich befindet. Unten an dem Stationsbehälter ist eine geeignete Fördervorrichtung 6,6 vorgesehen, welche von irgendeiner Kraftquelle aus angetrieben wird und die Beschickung des nicht dargestellten zugehörigen Ofens von dem Behälter 10 aus regelt.
Der Behälter 10 hängt mit Tragdaumen 41, 42, 41 a usw. auf Schienen 37, 37 a. Die Tragdaumen sitzen auf Drehzapfen 47, 48, welche in-dem Hauptrahmen 39 gelagert sind. Zwischen die Hauptleitung 5 und die Abzweigung 12 ist ein Schalthahn 11 oder dgl. eingeschaltet, durch welchen es ermöglieh wird, entweder die Abzweigung 12 mit der Zufuhrseite der Hauptleitung 5 zu verbinden und gleichzeitig die Hauptleitung hinter der Abzweigung abzusperren oder die Hauptleitung gegen die Abzweigung 72 abzusperren und den Durchgang derselben nach den folgenden Behältern zu öffnen.
Der Schalthahn H kann mit einem Arm 13 versehen sein, durch welchen ein Schalter 14 in einem elektrischen Stromkreise 33, 35 geschlossen und geöffnet wird, so dass ein in den Stromkreis eingeschalteter Signalapparat auf der Verteilungsstation dem Wärter die Änderung in der Stellung des Schalthahnes anzeigt. Das zweite Ende des als Winkelhebel ausgebildeten Armes 13 ist mit einem Kolben 17 verbunden, welcher zwischen zwei einander gegenüberstehenden Luftzylinders 18, 18 hill- und herbewegt. wird.
In die Zylinder 18 wird Druckluft oder irgendein anderes Druckmittel durch Rohre 23, 24 eingeführt, um den Kolben 17 in den Zylindern aus der einen in die andere Endstellung zu bewegen. Die Druckluft zum Steuern des Schalthahnes 11 mit Hilfe des Kolbens 17 wird durch eine Hauptleitung 9 zugeführt, aus welcher sie durch ein Zweigrohr 21 nach der Steuervorrichtung des betreffenden Stationsbehälters gelangt.
Da der Separator 8 fest angeordnet ist, so muss zwischen diesem und dem beweglichen Behälter 10 eine gewisse Gleitverbindung vorhanden sein, welche bei 50 in Fig. 1 angedeutet ist.
Jeder der Tragdaumen 41 (Fig. 3) besitzt eine flache Oberfläche 49, auf welcher die Schiene des zu unterstützenden Behälters eine breite Auflage findet, wenn der Behälter sich in einer untersten Stellung befindet. Die Reibung zwischen dem Daumen und der Schiene während der Bewegungen der Teile gegeneinander wird mit Hilfe von Friktionsrollen 51 vermindert, welche in halbkreisförmigen Lagern 52 der Tragdaumen ruhen und gegen die Unterfläche der Schiene 37 oder 37 a gedrückt werden, sobald der Tragdaumen anfängt, nach oben auszuschwingen. Irgendwelche geeignete Mittel zur Schmierung dieser Rollen und zum Verhindern von Axialverschiebungen derselben können natürlich in der üblichen Weise angewendet werden.
Jeder der vorderen Tragdaumen 41, 42 besitzt einen Flansch 15 oder 16, welcher an der Vorderkante der Schiene 37 anliegt, während jeder der hinteren Tragdaumen 41 a einen Flansch 15 a besitzt. der aussen an der Rückseite der hinteren Schiene 37 a anliegt, so dass ein Hin-und Herbewegen des Behälters von vorn nach hinten und umgekehrt verhindert wird. Am äusseren linksseitigen Ende jeder Schiene 37 befindet sich ein Ansatz 38, welcher mit einer senkrechten Fläche, die senkrecht zu den Flächen der Daumenflansche steht, an dem zylindrischen Teil des betreffenden Tragdaumens wie 41 anliegt.
In ähnlicher Weise ist jedes rechtsseitige Ende der Schiene mit einem Ansatz 38 a versehen, welcher sieh von der Schiene aus nach unten erstreckt und an dem zylindrischen Teil des zugehörigen Tragdaumens wie 42 anliegt. Die senkrecht nach unten gerichteten Ansätze 38, 38 fi verhindern seitliche Bewegungen des Behälters und wirken mit den Flanschen 15, 16 zusammen, um den Behälter zu zwingen, sieh in einer senkrechten Linie auf und nieder zu bewegen.
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Einzelne von den Tragdaumen besitzen Arme wie 31, in welchen sich auf der Unterseite eine Vertiefung zur Aufnahme der oberen Endes einer starken Spiralfeder 40 befindet. Die Federn 40 sind in Hülsen 27 untergebracht, welche durch Flansche 28 und Bolzen an dem Rahmenträger 59 befestigt sind.
Die unteren Enden der Hülsen 27 sind durch einen Deckel 29 geschlossen, in welchem sich eine Einstellschraube 3U befindet, auf deren innerem Ende das untere Ende der Feder 40 ruht. Diese Einrichtung ist am besten aus Fig. 2 zu erkennen, in welcher ein Block 119 sich auf die Stellschraube 150 stützt, die in dem durch Bolzen an der Hülse 127 befestigten Deckel 129 verstellbar ist. Die Trag'daumen besitzen
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daumen sich gleichmässig bewegen müssen, trotzdem die auf der rechten Seite liegenden Tragdaumen wie 42 nicht direkt durch irgendwelche Federn unterstützt sind.
Um die Wirkung des Steuerkolbens und der Stenerzylinder 17, 18 zu kontrollieren, wird zweckmässig ein besonders eingerichtetes Doppelkotbenventil 20, welches sich in einem Gehäuse 22 befindet, verwendet (Fig. 5). Die Kolbenstange 25 dieses Ventils ist mit einem Schwingarm 26 einer Schwingwelle J5 verbunden, welche in einem Ständer 56 gelagert ist und an ihrem andern Ende einen Sehwingklotz 58 trägt. Dieser Schwingklotz besitzt seitlich vorqpringende Nasen 54, 51, mit welchen ein Stift 82 des Tragdaumenarmes 31 zusammenwirkt.
Das nach dem oberen Zylinder 18 führende Rohr 2 : 3 ist seitlich an eine Öffnung 57 in der Nähe des Ventilendes an das Ventilgehäuse 22 angeschlossen und das Rohr 24,
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Stirnwandungen des Gehäuses, so dass die Pressluft in axialer Richtung auf die Fläche des Doppelkolbens auftrifft. Der Auspuff erfolgt durch einen Auslass 21 a, der sich etwa in der Mitte des Ventilgehäuses befindet. Statisch ist das Ventil stets im wesentlichen ausbalanciert, da der Druck von jeder Zuleitungsabzweigung 27 auf die beiden äusseren Flächen des Ventilkolbens gleichmässig wirkt und auch die Wirkung des auspuffs auf die inneren Flächen die gleiche ist.
Es ist aber klar, dass, trotzdem die Pressluft durch die Kanäle 36 auf beiden Seiten des Kolbens eintritt, beim Öffnen des Anschlusses 57 nach dem einen Zylinder infolge des Abströmens der Luft zwischen den beiden Kolben eine Kraft entsteht, für welche
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Kolben abgeschlossen ist. Die Folge hievon ist, dass bei der in der Zeichnung dargestellten Konstruktion beim Ausschwingen des Schwingklotzes 53 in Richtung des Uhrzeigers das Ventil allmählich nach links verschoben wird, so dass es zunächst gleichzeitig die Öffnungen 57, 58 schliesst und dann dieselben gleichzeitig wieder öffnet, wodurch der Anschluss dieser Öffnungen an den Auspuff 21 a vertauscht wird.
In dem Augenblick, wo der Anschluss 57 geöffnet ist, tritt die Pressluft durch den benachbarten axialen Kanal 36 in starkem Strom auf die äussere Fläche des Ventilkolbens und da gleichzeitig die Luft zwischen den beiden Kolben abströmen kann, wird der Ventilkolben stossweise in seine äussere linksseitige Stellung getrieben, wie in Fig. 5 dargestellt. Die Anschlüsse 57, 58 werden daher plötzlich auf ihren vollen Querschnitt geöffnet. Hiedurch wird eine exakte Umlegung des Ventils 11 gesichert und es wird verhindert. dass infolge unvollständiger oder langsamer Öffnung dieses Ventils die Staubkohle und die Luft nicht frei durch den Hahn in die Zweigleitung oder die Fortsetzung der Hauptleitung hindurchströmen können.
Beim Ausschwingen des Schwingklotzes 53 entgegengesetzt zur Uhrzeigerrichtung wird eine entgegengesetzte Einstellung des Ventils 20 herbeigeführt und dasselbe in derselben Weise, wie vorstehend beschrieben, plötzlich in seine äusserste rechtseitige Stellung übergeführt, wie in Fig. 1 und 3 angedeutet.
In den Rohren 28 und 24, welche von dem Ventilgehäuse 22 nach den Zylindern 18 führen, sind von Hand einstellbare Dreiwegehähne 46,46 angeordnet. Der Hahn 46 im Rohr 23 ist mit einem Auslass- stutzen 59 verbunden und der Hahn 46 im Rohr 24 verbindet durch eine Nebenleitung 84 die Rohre 24 und 21 miteinander. Durch die Einstellung der Hähne 46 kann das Ventil 20 ausgeschaltet und der volle Druck in den unteren Zylinder 18 eingeleitet werden, während die Luft aus dem oberen Zylinder 18 unabhängig von der Stellung des Ventils 20 abbläst.
Für den letzten Stationsbehälter des Systems sind die Ventilverbindungen nicht erforderlich, da nur eine offene Verbindung nach der Hauptleitung 5 notwendig ist. In Fig. 2 ist die Aufhängung dieses Behälters mit Hilfe von Schienen 1. 37 und Tragdaumen 141, welche in dem Rahmenträger 1D9 gelagert sind, dargestellt, wobei die einzelnen Teile, welche denen des Behälters 10 entsprechen, mit den gleichen Bezugszahlen unter Hinzufügung von 100 bezeichnet sind. Der Daumenarm 131 ist mit einem halsartigen
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artige Vorsprung 7. 32 wirkt mit einem Stromschalter 114 zusammen.
Der letztere ist wie ein Druckknopfschalter eingerichtet, welcher den Stromkreis 13. 3-, 35 öffnet, wenn der Knopf durch den hals-
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kreis 5. 3-55, wenn er durch den Arm 1D verstellt wird.
So lange irgendeine der Lampen des nicht dargestellten Signalapparats erglüht, weiss der Wärter auf der Verteilungsstation, dass der zugehörige Behälter entweder bis zu einer gewissen Grenze entleert ist und neu gefüllt wird oder dass er in der Füllung begriffen ist und dass er daher die Staubkohle durch die Hauptletung hindurchpressen muss. Wenn die Lampen aller Behälter erloschen und nur noch
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absperren muss. Beim Erlöschen der letzten Lampe sind alle Behälter gefüllt und die weitere Zl1fiihrung von der Verteilungsstation muss aufhören.
Der Schwingblock 5. 3 und Da'Jmenarm 81 mit Stift 32, welche mit den Nasen 54 zusammenwirken, bilden eine Verbindung zwischen dem Behälter 10 und dem Ventil 20, in welcher sich ein toter Gang befindet. Hiedureh wird erreicht, dass der mit Hilfe des Ventils 20 gesteuerte Schaltha. hn H nur dann
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gesetzte Bewegung beinahe vollendet hat. Während des letzten Teiles der Auf-und Niederbewegungen des Behälters wird das Ventil 20 langsam in die Mittelstellung geführt, aus welcher es plötzlich in die Endstellung umspringt.
Wenn der zu irgendeinem Behälter, z. B, 70, gehörige Ofen ausser Tätigkeit gesetzt wird, während der Behälter gefüllt werden soll oder gefüllt wird oder wenn der Behälter plötzlich repariert werden muss und es aus diesem oder irgendeinem andern Grunde wünschenswert ist, den betreffenden Behälter aus dem allgemeinen System auszuschalten, so kann das zugehörige Steuerventil 20 durch Einstellung der Dreiwegehähne 46 in den Rohren 2-3 und 84 ausgeschaltet werden, indem diese Hähne in Richtung des Uhrzeigers um 90 aus derjenigen Lage verstellt werden, in welcher sie in Fig. 3 gezeichnet sind.
Hiedurch wird die Verbindung-34 zwischen dem Rohr 21 und dem Rohr 24 geöffnet, die Verbindung mit dem Anschluss 58 geschlossen, das Ausblaserohr 59 mit dem oberen Teil des Rohres 23 verbunden und der untere Teil nach Anschluss 57 abgeschlossen. Hiedurch wird der Schalthahn 11 so eingestellt, dass der Durchgang durch die Hauptleitung frei ist und in dieser Stellung wird der Sc. halthahn unabhängig von dem Ventil 20 gehalten, so dass die übrigen Teile des Systems arbeiten können, als ob der Schalthahn 11 und eine automatische Einrichtung zur Betätigung desselben überhaupt nicht vorhanden wären.
Soll die automatische Wirkung wieder eingeschaltet werden, so werden die Hähne 46 in die in Fig. 3 gezeichnete Lage zurückgestellt, wodurch die Rohre 23, 24 nach dem Ventil 20 hin geöffnet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Verteilung fliessender Massen, z. B. Staubkohle, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Hauptleitung durch Abzweigungen mehrere senkrecht bewegliche, federnd gestützt Behälter beschickt werden mit Hilfe von an den Abzweigungen vorgesehenen Schalthähnen oder dgl., die entweder die Zweigleitung mit der Hauptleitung verbinden und letztere nach den folgenden Behältern absperren oder die Zweigleitung absperren und die Hauptleitung hinter der Zweigleitung freigeben, und dass zur Umstellung der Schalthähne durch Flüssigkeitsdruck oder Luftdruck betriebene, durch das Steigen und Sinken des betreffenden Behälters gesteuerte Vorrichtungen vorgesehen sind, welche auch unter Ausschaltung der selbsttätigen Steuerung durch Regelung des Druckes von Hand eingestellt werden können.