<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur Ausnutzung nicht zentrifugaler Massenkräfte.
EMI1.1
eine ungleichförmige oder zusammengesetzte Umlaufbewegung ausführenden Leitung enthalten ist, infolge dieser Umlaufbewegung ausser der Zentrifugalkraft, deren Wirkungen bekannt sind und ausgenutzt werden, auch noch unter der Wirkung einer davon völlig verschiedenen Massenkraft stehen.
Die vorliegende Erfindung hat eine Vorrichtung zum Gegenstande, die die Ausnutzung dieser letzteren Kraft ermöglicht.
Man kann sich von dieser Kraft im Falle einer zusammengesetzten Umlaufbewegung durch folgende Überlegung eine Vorstellung machen :
Ein Gyroskop (Fig. 1) sei durch die Massen 1, 2 gebildet, die um eine Drehachse. 3-4 umlaufen. die ihrerseits eine Umlaufbewegung um eine Lagerachse 5-6 ausführt. Es ist bekannt, dass eine der Wirkungen dieser zusammengesetzten Umlaufbewegung die ist, dass ein Kräftepaar 7, 8 gebildet wird. das das Bestreben hat, die beiden Achsen 3-4 und 5-6 zum Zusammenfallen zu bringen, d. b. dass auf die Massen 1, 2 bei ihrem Durchgang durch die Ebene der beiden Achsen die Kräfte eines Kräftepaares 9. 70 wirken, die zur Achse. 3-4 parallel sind und auf jenes Ergebnis hinwirken.
Lässt man infolgedessen gemäss der Erfindung um die Achse 3-4 (Fig. 2) Rohre 11, 12, die eine Flüssigkeit enthalten, umlaufen, so unterliegen die Moleküle dieser Flüssigkeit im Augenblick des Durchganges der Rohre durch die Ebene der beiden Achsen Kräften 1. 3, 14, die parallel zur Achse 3-1 und
EMI1.2
sinne der Pfeile 13 und 14, so ergibt sich daraus ein Umlauf der Rohre um die Achse. 3-4 und die Erzen- gung einer gewissen Kraft, die ausgenutzt werden kann. Dies setzt voraus, dass die Vorrichtung vorher in Gang gebracht, d. h. in Umlauf um die beiden Achsen gesetzt worden ist, da die erwähnten Kräfte sich nur infolge der zusammengesetzten Umlaufbewegung entwickeln.
Die Einführung der Flüssigkeit unter Druck hat dann die Wirkung, die Umlaufbewegung zu unterhalten.
Nachdem durch diese Überlegung das Wesen der entdeckten und auszunutzenden Kräfte verständlich gemacht ist, sei festgestellt, dass die Erfindung ganz allgemein in einer Vorrichtung besteht mit Flüssigkeitsleitungen, die um eine Drehachse herum angeordnet sind und eine solche Bewegung erhalten, dass die Flüssigkeit anderen als zentrifugale Massenkräften unterliegt.
Diese Kräfte treten sowohl bei einer einfachen Drehbewegung (d. h. um eine einzige Achse) mit ungleichförmiger Geschwindigkeit. als auch bei einer zusammengesetzten Drehbewegung (d. h. um zwei Achsen) auf.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
EMI2.2
<Desc/Clms Page number 3>
die Ebene der beiden Achsen ein Druck : gleichzeitig werden die Verbindungen mit den Kammern je :
26 des Steuerhahnes 21 hergestellt, wie es in der Zeichnung dargestellt ist und die Flüssigkeit bewegt "ich in der Richtung der Pfeile, indem sie durch 16 angesaugt und durch 15 fortgedrückt wird. - In Wirklichkeit fällt die Mittelebene 3 (Fig. 3') der beiden Öffnungen 27, 28 des Hahnes 21 nicht mit der Ebene 36 der beiden Drehachsen zusammen, vielmehr ist sie von ihr um einen Winkel a in der
EMI3.1
menge richtet.
Die beschriebene Vorrichtung könnte auch als Kraftmaschine benutzt werden. Dreht man sie nämlich an und schickt dann Flüssigkeit unter Druck hinein, so setzt der Induktor seine Fmlauibewegung
EMI3.2
eine Umlaufbewegung der Achse 15-16 hervor, von der man die erzeugte Triebkraft abnehmen kann.
Will man eine Vorrichtung mit zusammengesetzter Drehbewegung als Pumpe für ein Gas betreiben, so wird man mehrere der beschriebenen gleichartigen Vorrichtungen hintereinander anordnen, um eine stufenweise Verdichtung zu erzielen.
EMI3.3
Saugventil 46 mit einem Saugrohr 47 und durch ein Druckventil48 mit dem Druckrohr 49 verbunden ist.
Ebenso steht das Rohr 4'5 mit einem Gehäuse mit Saugventil 57 und Druckventil 60 in Verbindung.
EMI3.4
des gyroskopisches Kraftlinienflusses hervorbringt und infolgedessen in der Flüssigkeit bei jeder halben Schwingung Druckwirkungen erzeugt, die ihre Bewegung bald in dem einen, bald im anderen Sinne bestimmen. Die Gleichrichtung der Strömung geschieht durch die Wirkung der Ventile derart, dass die Strömung vom Saugrohr 47 zum Druckrohr 49 stattfindet. Für eine bestimmte Schwingbewegung der Welle ist der Druck eine Funktion der Windungszahl des Rohres.
Bei einer gegebenen Vorrichtung und einer gegebenen Betriebsweise kann man den Druck dadurch verändern, dass man die Neigung der Windungen auf der Welle verändert.
Die Ventilgehäuse könnten durch eine Schiebersteuerung ähnlich der einer Kolbendampfmaschine ersetzt werden.
Soll eine Vorrichtung mit einfacher, schwingender Drehbewegung nach Art der beschriebenen zum Verdichten eines Gases verwendet werden, so wird man mehrere Induktoren in Serie schalten, um eine stufenweise Verdichtung zu erhalten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Ausnützung nicht zentrifugaler Massenkräfte, dadurch gekennzeichnet, dass sie um eine Drehachse herum angeordnete, eine Flüssigkeit aufnehmende Leitungen besitzt. die derart bewegt werden, dass die Flüssigkeit der Wirkung nicht zeutrifugaler Massenkräfte unterworfen wird,
EMI3.5