AT90659B - Beharrungsregler. - Google Patents

Beharrungsregler.

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AT90659B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Beharrungsregler. 



   Um die Drehzahl umlaufender Wellen auf eine bestimmte Beschleunigung oder auf gleichbleibende Winkelgeschwindigkeit zu regeln, hat man träge Massen drehbar auf der Welle angeordnet. Bei   Geschwindigkeitsänderungen   der Welle bleiben diese Massen zurück bzw. eilen vor und diese Relativbewegung wird benutzt, um die Regelvorgänge auszulösen. Diese setzen also nicht erst dann ein, wenn die Geschwindigkeit sich bereits merklich geändert hat, sondern schon in dem ersten Augenblick, in dem die Geschwindigkeitsänderung auftritt. Mit derartigen Beschleunigungsreglern muss sich also eine 
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 reglern. 



   Es kann jedoch vorkommen, dass die Geschwindigkeit der zu regelnden Wellen sich so langsam ändert, dass die Beschleunigung bzw. Verzögerung unterhalb der Grenze des Beschleunigungsreglers liegt. Dauert eine derartige kleine   Geschwindigkeitsänderung   längere Zeit an, so kann eine erhebliche Abweichung von der vorgeschriebenen Geschwindigkeit entstehen. Um das zu verhüten, wird erfindungsgemäss mit der Regelung durch die träge Masse noch eine Regelung zweiter Art vereinigt, die in Abhängigkeit von dem in der Zeiteinheit zurückgelegten Weg eines mit der Welle umlaufenden Schaltorgans betätigt wird. Solche Anordnungen können sehr verschiedenartig sein.

   Verwirklicht werden können sie beispielsweise in der Art, dass die umlaufende Welle mit einem Zeitzählwerk derart zusammenwirkt, dass der Gangunterschied der Welle und einer von dem Zeitzählwerk angetriebenen Welle zur Auslösung von
Regelvorgängen benutzt wird. 



   Wird ein Uhrwerk zu diesem Zweck benutzt, so kann die Einrichtung beispielsweise folgender
Art getroffen werden : Auf dem Umfang der Welle sind zwei Kontakte in einem gewissen Abstand angeordnet, die bei jedem Umlauf der Welle nacheinander an einem ruhenden Stromschliesser vorbeikommen. Über diesen   Stromschliesser   wird in gewissen Zwischenräumen durch das Uhrwerk ein Stromstoss geschickt.

   Wird das Zeitintervall der Stromstoss genau so gewählt, dass der Stromstoss jedesmal dann erfolgen muss, wenn das isolierende Segment, das die beiden auf der Welle befindlichen Kontakte trennt, unter dem Stromschliesser liegt, wenn also die Welle die richtige Umlaufzahl hat, so wird bei einer kleinen Voreilung oder Verzögerung der Welle der Stromstoss den einen oder andern Kontakt treffen und hiedurch Regelvorgänge im einen oder andern Sinne auslösen können, während bei Gangunterschieden, die unterhalb einer der Breite des isolierenden Segments entsprechenden Grösse liegen, kein Regelvorgang ausgelöst wird. Vorausgesetzt ist hiebei natürlich, dass die auftretenden Gangunterschiede in dem Zeitraum, der zwischen zwei   Stromstössen   liegt, nur gering sind. Dies kann praktisch immer als erfüllt angesehen werden. 



   Vorausgesetzt ist ferner, dass der Zeitraum zwischen zwei Stromstössen genau auf eine solche Länge eingeregelt ist, die einem ganzzahligen Vielfachen der vorgeschriebenen Drehzahl der Welle entspricht. 



  Um die hieraus sich ergebenden Schwierigkeiten der genauen Einregelung eines Uhrwerkes auf solche Intervalle zu umgehen, wird man   zweckmässig   die Einrichtung so treffen, dass das Uhrwerk ein für allemal nur Stromstoss gibt in einem und demselben unveränderlichen Intervall, beispielsweise alle Zehntel Sekunde, dass aber zum Zweck der Einregelung die Relativgeschwindigkeit der mit der Welle umlaufenden oder von ihr   duich   ein besonderes Getriebe angetriebenen Kontakte gegen den bisher zunächst als ruhend vorausgesetzten   Kontaktschliesser   geändert wird.

   Dies   geschieht am einfachsten dadurch ; dass   der Kontakt- 

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   schliesser   einen regelbaren Antrieb erhält, so dass er unabhängig von der Geschwindigkeit der Welle um diese im einen oder andern Drehsinn umlaufen kann. Durch Einregelung der Umlaufgeschwindigkeit des   Eontaktschliessers   kann dann trotz gleichbleibender Intervalle der Stromstoss auf jede beliebige Geschwindigkeit eingeregelt werden. 



   Statt eines mechanischen Zählers kann aber auch eine auf irgend einem Weg erzeugte Schwingung. z. B. eine schwingende Stimmgabel oder eine elektrische Schwingung, benutzt werden, um im Zusammenwirken mit einer periodischen Betätigung eines von der zu regelnden Welle angetriebenen Organs Regelbewegungen auszulösen, in Abhängigkeit von   Gang-bzw. Phasenuntersehieden   des Normalschwingers und des periodisch betätigten Organs der zu regelnden Welle. Geeignete Differentialgetriebe mechanischer oder elektrischer oder anderer Art, die diesem   Zweck genügen,   sind an und für sich bekannt. 
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1.

   Beharrungsregler, bei dem durch die Relativbewegung einer trägen Masse gegenüber einer Welle die Geschwindigkeit dieser Welle beeinflusst wird, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einem Regler anderer Art zusammenwirkt, der in Abhängigkeit von dem Gangunterschied der Welle gegenüber einem   Normallaufwerk (Uhrwerk, Schwinger od. dgl. ) Regelvorgänge auslöst.  

Claims (1)

  1. 2. Regler nach Anspruch 1 ; dadurch gekennzeichnet, dass ein Uhrwerk verwendet wird, das in gleichmässigen Zeitintervallen Regelstromstösse über einen von zwei oder mehreren mit der Welle umlaufen- den Kontakten sendet, wobei der Kontaktschliesser einen Antrieb erhält, der unabhängig von der zu regelnden Welle geregelt werden kann.
AT90659D 1917-09-17 1918-09-14 Beharrungsregler. AT90659B (de)

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DE90659X 1917-09-17

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AT90659B true AT90659B (de) 1923-01-10

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