DE600097C - Vorrichtung zur Verhuetung des Aussertrittfallens von Wechselstromgeneratoren - Google Patents

Vorrichtung zur Verhuetung des Aussertrittfallens von Wechselstromgeneratoren

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DE600097C
DE600097C DEA64019D DEA0064019D DE600097C DE 600097 C DE600097 C DE 600097C DE A64019 D DEA64019 D DE A64019D DE A0064019 D DEA0064019 D DE A0064019D DE 600097 C DE600097 C DE 600097C
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DE
Germany
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generator
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DEA64019D
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BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
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BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/38Arrangements for feeding a single network from two or more generators or sources in parallel; Arrangements for feeding already energised networks from additional generators or sources in parallel
    • H02J3/46Controlling the sharing of generated power between the generators, sources or networks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Verhütung des Außertrittfallens von Wechselstromgeneratoren Es ist bekannt, daß man zur Verhinderung des Außertrittfallens von Wechselstromgeneratoren bei geschlossenem Kuppelschalter des gemeinsamen Netzes durch Regelung, der Drehzahl der Antriebsmaschinen der Generatoren einen doppelgespeisten Motor verwenden kann, der einerseits von der Netzfrequenz, andererseits von der Frequenz eines mit dem Generator gekuppelten Hilfsgenerators beeinflußt wird und der auf das Regelorgan der Antriebsmaschine des Generators einwirkt. Die bekannten Anordnungen sprechen entweder auf die Phasenverschiebung zwischen Netzvektor und Polrad des Generators oder auf die relative Drehgeschwindigkeit zwischen diesen beiden Vektoren an.
  • Das Ansprechen auf die Phasenverschiebung hat den Nachteil, daß die Beeinflussung der Antriebsmaschine oder ihres Reglers nur dann erfolgt, wenn der Generator tatsächlich außer Tritt fällt, d. h. wenn die Phasenverschiebung fast z8o ° beträgt. Die Zeit vom Beginn einer Netzstörung bis zum Moment, wo dieser Wert der Phasenverschiebung erreicht ist, wird für den Regelvorgang nicht ausgenützt. Wenn ferner der Generator außer Tritt gefallen ist und relativ zur Netzspannung schlüpft, so sind besondere Kunstgriffe erforderlich, damit die Antriebsmaschine dauernd im richtigen Sinne beeinflußt wird.
  • Das Ansprechen auf die Relativgeschwindigkeit zwischen Netzvektor und Rotor des Generators (Schlupfgeschwindigkeit) kann insofern günstiger sein, als die Beeinflussung der Antriebsmaschine schon bei verhältnismäßig kleinen Phasenverschiebungen beginnen kann, sofern die Störung derart ist, daß rasch ein beträchtlicher Schlupf entsteht. Hier erfolgt bei außer Tritt gefallener Maschine die Beeinflussung der Antriebsmaschine dauernd im richtigen Sinne.
  • Die Erfindung betrifft eine derartige Vorrichtung zur Verhütung des Außertrittfallens von Wechselstromgeneratoren, bei welcher aber eine Beeinflussung der Antriebsmaschine unmittelbar vom Beginn der Störung an erfolgt. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß der doppelgespeiste Motor so ausgebildet, daß das Regelorgan der Antriebsmaschine in Abhängigkeit von der Winkelbeschleunigung des Rotors relativ zum Netzvektor oder gleichzeitig von dieser und der Schlupfgeschwindigkeit des Generators relativ zum Netzvektor beeinflußt wird. Die Anordnung gemäß der Erfindung bietet die beste Gewähr gegen Außertrittfallen von Generatoren als auch dafür, daß bei außer Tritt gefallener Maschine dauernd eine richtige Beeinflussung der Antriebsmaschine erreicht wird.
  • Bei Regelung der Drehzahl der Antriebsmaschine bloß in Abhängigkeit von der Schlupfgeschwindigkeit ist eine wirksame Beeinflussung unmittelbar von Beginn der Störung an nicht möglich. Entweder ist die Einrichtung so ausgeführt, daß die Beeinflussung des Drehzahlreglers um so intensiver ist, je größer der Schlupf ist - dann ist bei einer Störung die Beeinflussung am Anfang nur unwesentlich und nimmt erstallmählich zu, da der Schlupf meist nur allmählich ansteigt-, oder die Einrichtung ist so ausgeführt,- daß -beim Schlüpfen der Synchronmaschine ein Schalter betätigt wird, der einen Hilfskreis schließt, welcher den Drehzahlregler beeinflußt. Zum Schließen dieses Schalters ist aber ein gewisser Wert des Schlupfes erforderlich, so daß auch in diesem Fall der Regler nicht vom Beginn der Störung an beeinflußt wird.
  • Im Gegensatz zum Schlupf nimmt die relative Winkelbeschleunigung bei ernsthaften Störungen nicht allmählich zu, sondern springt plötzlich auf beträchtliche Werte. Eine wirksame Beeinflussung des Reglers unmittelbar von Beginn der Störung an ist daher nur möglich, wenn sie in Abhängigkeit von der relativen Winkelbeschleunigung erfolgt. Während eine Beeinflussung in Abhängigkeit vom Schlupf (oder vom Polradwinkel) erst wirksam wird, nachdem sich die Störung schon ausgev irkt hat, d. h. nachdem schon ein Schlupf und eine Winkelabweichung zustande gekommen sind, wird eine Beeinflussung in Abhängigkeit von der relativen Winkelbeschleunigung schon wirksam, bevor überhaupt ein Schlupf und eine Winkelabweichung entstanden sind.
  • Die Kombination der Abhängigkeit von relativer Winkelbeschleunigung und Schlupf hat den weiteren Vorteil, daß die Beeinflussung sofort zu Beginn jeder Störung einsetzt und während der ganzen Störung im richtigen Sinne wirkt.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. An dem Netz i2 hängt der Generator i mit der Antriebsmaschine z und dem auf der Generatorachse gelagerten Hilfsgenerator 3. Die Spannung des Netzes 12 ist über einen Spannungswandler q. dem Stator 5, die Spannung des mit dem Wechselstromgenerator i gekuppelten Hilfsgenerators 3 dem Rotor 6 einer Asynchronmaschine zugeführt. Koaxial mit dem Rotor 6, jedoch unabhängig von diesem drehbar, ist ein Hilfsrotor 13 angebracht, der einen Kontaktarm 9 besitzt und durch Federn 8 in einer bestimmten Lage relativ zum Rotor 6 gehalten wird. Bei normalem Betrieb stellt sich der Rotor 6 je nach der inneren Phasenverschiebung des Wechselstromgenerators in einer bestimmten Lage ein. Beginnt nun bei einer Netzstörung der Rotor des Wechselstromgenerators eine Bewegung relativ zum Vektor der Klemmenspannung auszuführen, so führt der Rotor 6 eine Bewegung aus, die mit jener Relativbewegung übereinstimmt. Der Hilfsrotor 13 wird durch die Federn 8 mitgenommen. Das Drehmoment, das durch diese Federn auf den Hilfsrotor übertragen werden muß, ist der Beschleunigung des Hilfsrotors i3, die ungefähr mit derjenigen de-Rotors 6 übereinstimmt, proportional. Je nachs dem die Beschleunigung in der einen oder anderen Richtung eintritt, bewegt sich der Kontaktarm 9 nach der einen oder anderen Seite aus seiner Mittellage und schließt den Kontakt io oder ii. Diese Kontakte und der Kontaktarm 9 sind über Schleifringe 1q. und eine Hilfsstromquelle mit der Antriebsmaschine oder ihrem Regler so verbunden, daß bei Schließen der Kontakte io, ii die Regelung im' beschleunigenden oder verzögernden Sinn beeinflußt wird.
  • Nimmt man an, daß der Hilfsrotor 13 masselos ist, so bleibt der Kontaktarm 9 unabhängig von der Beschleunigung immer in seiner Mittellage. Bringt man eine z. B. magnetische oder hydraulische Dämpfung derart an, daß auf den Hilfsrotor 13 eine bremsende Kraft ausgeübt wird, die um so größer ist, je rascher er sich gegenüber dem Stator 5 bewegt, so verläßt der Kontaktarm q bei Überschreitung einer gewissen Schlupfgeschwindigkeit je nach der Richtungdes Schlupfes zwischen Rotor und Klemmenspannung des Wechselstromgenerators seine Mittellage nach der einen oder anderen Seite und schließt dadurch den Kontakt io bzw. ii. Diese Einrichtung bewirkt also, daß die Antriebsmaschine oder ihr Regler in Abhängigkeit von der Schlupfgeschwindigkeit des Wechselstromgenerators beeinflußt wird.
  • Da der Hilfsrotor 13 nie ganz masselos ausgeführt werden kann, so wird bei Anwendung der beschriebenen Dämpfung die Antriebsmaschine oder ihr Regler gleichzeitig in Abhängigkeit von der relativen Beschleunigung des Rotors des Wechselstromgenerators und seiner Schlupfgeschwindigkeit beeinflußt. Je nachdem man also die Masse des Hilfsrotors 13 oder seine Dämpfung verändert, kann man den Einfluß der Beschleunigung oder der Geschwindigkeit beliebig verändern.
  • Es empfiehlt sich, den Abstand der Kontakte io und ii von der Mittellage des Kontaktarmes sehr klein zu wählen, damit die Schließung der Kontakte wenig Zeit erfordert. Ist der Kontaktweg klein, so können ferner bei vorgeschriebener Ansprechempfindlichkeit der Einrichtung die Federn 8 stark gewählt werden, wodurch eine kleine Eigenschwingungszeit des Hilfsrotors 13 erzielt wird, was ebenfalls für ein rasches Ansprechen günstig wirkt.
  • Bei der vorgeschlagenen relativen Beschleunigungsregelung werden die Antriebsmaschinen der stark beschleunigten Generatoren oder ihre Regler weniger beaufschlagt, so daß alle Generatoren einer gleichmäßigen Beschleunigung zustreben, wodurch ein Außertrittfallen vermieden wird. Der Vorteil der Erfindung besteht darin, daß bei Beschleunigung aller Generatoren die schwach beschleunigten Generatoren entsprechend stärker beeinflußt werden, während dagegen bei den bekannten absoluten Beschleunigungsregelungen die schwach beschleunigten Generatoren in der falschen Weise, d. h. weniger beeinflußt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Verhütung des Außertrittfallens von Wechselstromgeneratoren bei geschlossenem Kuppelschalter des gemeinsamen Netzes durch Regelung der Drehzahl der Antriebsmaschinen der Generatoren unter Verwendung eines doppelgespeisten Motors mit drehbarem Rotor oder Stator, der einerseits mit der Netzfrequenz und andererseits mit der Frequenz eines mit dem zu synchronisierenden Generator gekuppelten Hilfsgenerators gespeist wird und der auf das Regelorgan der Antriebsmaschine des Generators einwirkt, gekennzeichnet durch einen derart ausgebildeten Motor, daß das Regelorgan der Antriebsmaschine in Abhängigkeit von der @'@Tinkelbeschleunigung des Rotors relativ zum Netzvektor oder gleichzeitig von dieser und der Scblupfgeschwindigkeit des Generators relativ zum Netzvektor beeinflußt wird. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß koaxial mit dem Rotor (6) des doppelgespeisten Motors ein Hilfsrotor (13) angeordnet und durch Federn (8) mit ihm in beiden Drehrichtungen gekuppelt ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsrotor mit einem Kontaktarm (ct) versehen ist, der zwischen einstellbaren Kontakten (io, ii) im Steuerkreis des Regelorgans der Antriebsmaschine liegt. q.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsrotor mit einer Dämpfung versehen ist. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Masse des Hilfsrotors oder seine Dämpfung einstellbar ist.
DEA64019D 1931-11-08 1931-11-08 Vorrichtung zur Verhuetung des Aussertrittfallens von Wechselstromgeneratoren Expired DE600097C (de)

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DE (1) DE600097C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1057210B (de) * 1952-01-30 1959-05-14 Richard Modlinger Dr Ing Anordnung zur Erhoehung der Stabilitaet einer Synchronmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1057210B (de) * 1952-01-30 1959-05-14 Richard Modlinger Dr Ing Anordnung zur Erhoehung der Stabilitaet einer Synchronmaschine

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