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Bildeinlage mit selbstbeweglichen Bildteilen für Broschen oder dgl.
Von Damen getragene Schmuckstücke (z. B. Broschen, Anhänger) oder Gebrauchsgegenstände (z. B. Hutnadeln mit breitem Kopf) werden gerne mit bildlichen Darstellungen versehen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, einzelne Bildteile dieser Darstellungen durch die Bewegungen der Trägerin selbst in hin und her gehende Bewegung zu setzen. Hauptsächlich werden sich hiezu Darstellungen mit einem Einschlag ins Komische eignen, z. B. Bilder von Babys, Teddybären, Hunden, Katzen... nach Art der bekannten englische Ansiehtspostkartenbilder, und die Bewegung kann beispielsweise darin bestehen, dass die abgebildeten Babys oder Tiere mit ihren übergross dargestellten Augen wackeln, oder die Augenlider sehalkhaft oder verschämt auf-und niederschlagen ; es können jedoch auch andere Bildteile (Ohren, Unterkiefer, Schwanz,...) beweglich gemacht werden.
Der angestrebte Zweck wird der Erfindung zufolge dadurch erreicht, dass ein Pendel, dessen Masse durch einen an einem Ende mit der Bildeinlage fest verbundenen, in der Richtung der Bildebene elastisch biegsamen, senkrecht zur Bildebene jedoch nicht biegsamen Stiel an einer nicht unter dem Befestigungspunkte gelegenen Stelle in Schwebe gehalten wird, zufolge der durch die Bewegungen der Broscheträgerin erhaltenen Schwingungen einen hinter Ausschnitten der Bildeinlage angeordneten Flächenteil, welcher die Darstellungen einzelner Bildteile trägt, parallel zur Bildebene hin und her bewegt.
In den meisten Fällen wird diese Bildeinlage in einem schmalen, nur wenige Millimeter breiten Zwischenraum eingefügt werden müssen, welcher durch ein Deckglas (oder ein somtiges durch-
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Als elastisches Material kann z. B. steiferes Papier verwendet werden. Besondere Vorteile bietet jedoch die Verwendung solcher Stoffe, aus denen die photographischen Filme hergestellt werden, also Zelluloid, Zellit (und andere Zellulosearten) oder Gelatine, u. zw. kommen diese Stoffe in Bandform von
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und Knickfestigkeit dieser Materialien gerade dem vorliegenden Zwecke besonders gut entspricht, sie widerstehen ferner der Feuchtigkeit (die z. B. bei Regen in die Brosche eindringen könnte), lassen sich leicht bearbeiten und-was auch sehr wichtig ist-sie sind, infolge der weitverbreiteten Filmindustrie, in Form von Filmabfällen, Resten oder Films mit unrauchbar gewordener Perforation usw. in genügenden Mengen vorhanden.
Die Befestigung des Bleizylinders am Pendelstiel kann in sehr einfacher Weise dadurch erfolgen, dass ersterer einen schmalen Schlitz b erhält, welcher, nach EinfÜhrung des Stieles, durch Zusammenquetschen des Bleizylinders sieh schliesst und so eine genügend feste Verbindung desselben mit dem Stiel herstellt.
Bei d wird der Pendelstiel befestigt und hält zufolge seiner Elastizität die Pendelmasse a überhalb des Punktes rl oder seitlich von demselben in Schwebe ; in letzterem Falle (vgl. Fig. 3 und 4) erfährt der Pendelstiel natürlich bereits in seiner Ruhestellung eine Biegung.
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so, gerät das Pendel bei der geringsten Bewegung, die der Punkt d in einer anderen als in der Pendelstielrichtung vollführt, in Schwingung ; so werden die Bewegungen ausgenützt, welche die Trägerin der Brosche usw. ausführt.
Ist die Anordnung so getroffen, dass sieh die Pendelmasse bei normaler Lage der Vorrichtung gerade
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fluss, welche eine wagrechte Lageverschiebung von d bewirken (z. B. Drehung oder Neigen nach seitwärts) ; hingegen werden hauptsächlich senkrechte Lageveränderungen dann wirksam sein (z. B. durch
Bücken, ja'selbst durch die Erschütterungen beim Gehen und Atmen). wenn sich a seitlich von d befindet, wie z. B. bei der Anordnung in Fig. 3 und 4.
(Fig. 2, 3 und 4 stellen die Bildeinlage von rückwärts gesehen dar.)
Ein etwa aus Pappe, Zelluloid oder dgl. hergestellter Fläehenteil (e in Fig. 2), welcher in der einfachsten Ausführungsform an einer der beiden ebenen Flächen von a befestigt ist, trägt auf der vorderen (vom Pendel abgewendeten) Seite die Darstellungen der beweglichen Bildteile ; damit diese von vorne in ihrer Bewegung sichtbar sind, ist die Bildeinlage t an den betreffenden Stellen mit Ausschnitten versehen, deren Form und Anzahl natürlich je nach der Art der bildlichen Darstellung eine verschiedene sein wird. In den Abbildungen sind die Ausschnitte nicht dargestellt, da sie ja, von rückwärts aus, durch e verdeckt sind.
Die Massenerzeugung derartiger Artikel wird der Erfindung zufolge besonders erleichtert, wenn ein an den Umfang der Bildeinlage anschliessender Ring g mit dem Pendelstiel aus einem einzigen Blatt hergestellt wird, weil dann das Ankleben dieses Ringes a ja eventuell schon das blosse Einlegen desselben zwischen Bildeinlage und Hintergrund) genügt, um das Pendel in seiner richtigen Lage zu halten.
Eine solche Ausführungsform ist den Abbildungen 2 bis 4 zugrundegelegt.
(Sollte der Umfang der Brosche usw. bzw. der dazugehörigen Bildeinlage eine eckige Form aufweisen, so wird g natürlich gleichfalls in dieser eckigen Form ausgeführt werden.)
Da die Pendelstielebene zur Ebene der Bildfläche senkrecht stehen muss, wird der Pendelstiel, der durch die Fabrikation zuerst die in Fig. 5 dargestellte Lage erhält, beim Montieren der Vorrichtung
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dient das Fläehenstüek/ ;.
Die Innehaltung des nötigen Zwischenraumes für das Pendel kann eventuell dadurch erzielt werden,
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wird. g hält dann zufolge seiner federnden Wirkung am Umfange fest, was einen weiteren Vorteil bedeutet. Demgegenüber bietet die Anordnung nach Fig. 5 eine etwas bessere Materialausnützung.
Wird der die Abbildung der beweglichen Bildteile tragende Flächenteil, wie oben beschrieben und in Fig. 2 dargestellt ist, direkt an der Pendelmasse befestigt, so ist die Schwingungsrichtung seiner einzelnen Flächenpunkte im grossen und ganzen die gleiche wie die der Pendelmasse, was mitunter nicht erwünscht ist. Es kann z. B. beabsichtigt werden, hauptsächlich die senkrechten Erschütterungen aus- zunützen, durch dieselben aber eine wagreehte Bewegungsrichtung zu erzielen.
Diese Unabhängigkeit der Bewegungsrichtung des Pendelkörpers von der Bewegungsriehtung des die Darstellungen der beweglichen Bildteile tragenden Flächenteiles wird der Erfindung zufolge dadurch erreicht, dass der die Darstellungen der beweglichen Bildteile tragende Flächenteil an ein von dem Ringe nach innen vorspringendes Flächenstück angelenkt ist und die Schwingungen des Pendelstieles mittels eines abgebogenen Teiles aufnimmt.
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nur bei in in Kontakt.
Das Gelenk/ ; kann natürlich auf die verschiedenste Weise gestaltet sein ; in der dargestellten Ausführungsform, bei welcher angenommen-ist, dass e aus Papier hergestellt sei, besteht die gelenkige Verbindung einfach darin, dass eine abgebogene zungenförmige Verlängerung von e in eine abgebogene, und eingesehlagene Verlängerung von eingeklemmt ist. Der Kontakt bei In wird vorteilhaft-wie dargestellt-durch eine abgebogene Verlängerung von e erzielt, die mit einem den Pendelstiel umschliessenden Schlitz versehen ist.
Wenn man die Konstruktion derart durchführt, dass sich die Kontaktstelle, an welcher die Schwingungen des Pendelstieles auf e übertragen werden, in grösserer Entfernung von a befindet, etwa bei o, so bewirkt man hiedureh eine weniger lebhafte Bewegung von e. Um zu verhindern, dass sieh bei Ausführungsformen, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt, der Pendelstiel durch aussergewöhnliche Lageveränderungen der Brosche usw. völlig streckt oder gar nach der entgegengesetzten Richtung umbiegt, kann man in solchem Abstande, dass die normalen Pendelschwin- gungen nielht gestört werden, eine von dem Ringe nach innen vorspringende, den Schwingungsweg der Pendelmasse einsei@g begrenzende Nase @ anbringen.