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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur gleichzeitigen Aufzeichnung von Licht-und Schallwirkungen und besteht darin, dass in Form einer kinematographischen Aufzeichnung auf einen Film Personen, andere Lebewesen oder bewegte Gegenstände aufgenommen werden, während gleichzeitig auf einem Phonographen hörbare, von diesen Personen usw. hervorgebracht Töne (z. B.
Gespräche) aufgezeichnetwerden. Es ist bereits bekannt, gleichzeitige photographische und phonographische Aufnahmen von Personen dadurch zu machen, dass die Person ein mitgetragenes Mikrophon durch die
Schallwellen in Tätigkeit setzt, das durch eine Leitung mit einem entsprechenden Aufnahmeapparat für Schallwellen verbunden ist. Nach der Erfindung erfolgt die Übertragung der Laute auf drahtlosen Wege mittels elektrischer Wellen. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Person unabhängig von Leitungsverbindungen ist. Die Aufnahme der Schallwellen erfolgt dabei in bekannter Weise durch einen Poulsen'schen Phonographen, dessen Stahlband durch einen Elektromagneten magnetisiert wird, der durch die Schwingungen beeinflusst wird, die mittels einer bekannten Einrichtung zur drahtlosen Telephonie übertragen werden.
Um diese elektrischen Wellen zu erzeugen, ist jede Person mit einer tragbaren Einrichtung zur drahtlosen telephonischen Übertragung versehen. Darunter wird ein Erzeuger von Hochfrequenzschwingungen und eine Vorrichtung verstanden, welche die Schwingungen je nach den Schallwellen verändert, beispielsweise ein Mikrophon. Die so erzeugten und modulierten Schwingungen werden von einem mit Antenne versehenen Schwingungskreis in der Nähe der Bühne aufgenommen und durch einen Detektor bekannter Art werden die Schwingungen einem Elektromagneten mitgeteilt, der sie auf ein Stahlband aufschreibt wie beim Poulsen-Telephonographen.
Die Zeichnung erläutert die Erfindung. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung, wie sie zum Aufzeichnen der Bewegung und der Stimmen zweier Darsteller auf einer Bühne angewandt wird. Fig. 2 zeigt die Anordnung des von jedem Darsteller getragenen Senders.
In Fig. 1 gehen die Bewegungen und Vorträge der Darsteller 15 und 16 auf einer Bühne vor sich.
Diese Bühne besitzt einen metallenen oder leitenden Boden 17, der bei 25 geerdet ist. Jeder Darsteller 15, 16 kann mit einem Draht oder einer Antenne 18 versehen sein, die etwas über den Kopf hervorragt.
Diese besteht aus dünnem Draht von einer Färbung, die auf die photographische Platte nicht erheblich einwirkt, so dass sie auf dem Bilde nicht zur Wiedergabe kommt. Die Antenne 18 ist in dem Stromkreis 19 eingeschaltet, welcher eine Induktanz 32 enthält, die als sekundäre Wicklung eines Schwingungstransformators dient, der mit einem Mikrophon 20 in Reihe geschaltet ist. Das Mikrophon trägt der Darsteller auf der Brust, so dass die Schwingungen des Brustkastens das Mikrophon beeinflussen. Der Draht 19 läuft in zwei Zweige 21, 22 aus, die mit den Kontakten 23, 24 an den Schuhsohlen des Darstellers in Verbindung stehen, so dass dessen Anschluss an den metallenen Boden 17 gesichert ist. Zur Erzeugung der elektrischen Schwingungen dient in bekannter Weise ein Entladungsgefäss 26, das der Darsteller ebenfalls mit sich trägt.
Die Glühkathode 27 liegt an der Heizbatterie 35. Eine Batterie 33 von etwa 50 kleinen Sekundärelementen, die etwa 30-60 g pro Zelle wiegen, ist in einem Stromkreis zwischen Anode 28 und Glühkathode 27 eingeschaltet. In diesem Stromkreis liegt noch eine Induktanz 31 als Primäre des vorgenannten Schwingungstransformators 81, 82. Die Gitterelektrode 29 wird über eine Induktionspule 30 und die aus sechs Batteriezellen 34 bestehende Stromquelle mit der Glühkathode 27 verbunden.
Spule 30 ist einstellbar und wirkt induktiv auf den Transformator. Auf diese Weise wirkt das Elektronen-
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gefäss als Schwingungserzeuger und die ausgesandten Schwingungen werden durch das Mikrophon in bekannter Weise beeinflusst.
Auf der Bühne ist ein Dreifuss aufgestellt, welcher eine Kamera 12 mit einer Handkurbel 13 trägt.
Diese Kurbel 13 bewegt bei Drehung rechts herum den durchscheinenden lichtempfindlichen Film vor- wärts, auf welchem die photographische Aufnahme in bekannter Weise hervorgebracht wird. Zum Auf- zeichnen der Töne dient ein Band 10 aus Stahl, das von einer Spule abgewickelt wird und über eine Reihe von Rollen läuft, von denen eine 14 auf der Welle der Kurbel 13 befestigt ist, so dass beim Vorrücken des Films durch Drehung der Kurbel 13 auch das Band gleich oder im bestimmten Verhältnis vorrückt ; das Mass des Vorrückens kann durch Auswechseln der Rollen bestimmt werden. Die Empfangseinrichtung für die vom Darsteller gesprochenen Worte oder Laute ist bekannter Art. Sie umfasst z.
B. nach der
Figur eine Antenne 40, in V-Va Wellenlänge Abstand von der Bühne aufgestellt, einen einstellbaren
Kondensator 41, eine regelbare Induktanz 42 und eine Erdverbindung 43. Die Induktanz 42 bildet die
Primäre eines Schwingungstransformators dessen sekundärer Teil bei 44 angedeutet ist. Zum Nachweis der Schwingungen dient eine als Detektor wirkende Entladungsröhre bekannter Art. Letztere liegt in einem Stromkreis mit einer Batterie 45, deren einer Pol mit der Gitterelektrode 53 und deren anderer
Pol mit der Glühkathode 56 bei 54, 55 verbunden ist. Die Batterie zum Erhitzen der Kathode 56 ist bei 46 dargestellt und ein veränderlicher Widerstand 47 mit einem einstellbaren Kontakt 48 dient zum
Einstellen des Heizstroms und somit der Temperatur des Fadens 56.
Zwischen der Heizkathode 56 und der Anode 49 ist über eine Batterie 50 durch die Leitungen 51, 52 der Magnet 11 angelegt, durch welchen die Schwingungen in bekannter Art auf das Band 10 aufgezeichnet werden, welches gleichzeitig mit dem photographischen Film in der Kamera 12 abgewickelt wird.