AT89095B - Kohlenzuführvorrichtung für Lokomotivtender. - Google Patents

Kohlenzuführvorrichtung für Lokomotivtender.

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AT89095B
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coal
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side walls
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feed device
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Frantisek Ing Halla
Alois Ing Haken
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Frantisek Ing Halla
Alois Ing Haken
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Description


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  Kohlenzuführvorriehtung für Lokomotivtender. 



   Die Erfindung betrifft Kohlenzuführvorrichtungen für Lokomotivtender und bezweckt, dass der Heizer, ohne seinen Stand zu verlassen. durch mechanische Mittel die ganze im Tender   entbotene Kohlenladung   je nach Bedarf bis zu seinem Stande zugestellt bekommt. 



   Die Erfindung ist in zwei   Ausführungsbeispielen   zeichnerisch veranschaulicht. Fig. i ist ein lotrechter   Längsschnitt dutch   den Tender und die Zuführvorrichtung nach der ersten Ausführungsform. Fig. 2 und Fig. 3 zeigen den Tender mit der   Zuführvorrichtung nach   der zweiten Ausführungsform im lotrechten Längenschnitt und im Querschnitt. Fig. 2 a und Fig.   2 b   zeigen eine Einzelheit des beweglichen Bodens in   lotrechtem   Längenschnitt. Fig. 4 und 5 sind Einzelheiten der Vorrichtung nach der zweiten Ausführungsform in lotrechten Querschnitten nach   X-X   und   Y-Y.   



   Die Zuführvorrichtung nach der Erfindung besteht im wesentlichen aus einem oder mehreren im Tender fahl bar geführten Wagen, welche mit Kohle beladen sind und je nach Bedarf nach vorn geschoben werden, wobei ihr Inhalt entleert wird und über eine feste schräge Fläche zum Heizerstand heruntenutscht. Das Schieben der Kohlenwagen geschieht vom Heizerstand aus, und zwar mittels beliebigen bekannten mechanischen Einrichtungen. 



  Die Art und Weise, in welcher das Herunterrutschen der Kohle aus dem Wagen erzielt wird, hängt vor allem von der Konstruktion des Wagenbodens ab, woraus sich zwei Aus-   führungsformen   ergeben, nämlich die eine mit Kippboden, die andere mittels endlosen Gurtes. 



   Die erste Ausführungsform ist in Fig.   1   schematisch veranschaulicht. Der oben offene Rollwagen   A   besitzt Rollen   1,   auf weichen er auf den Trägern 2, welche an den Tenderwänden befestigt sind, in der Fahrrichtung verschoben werden kann. Die Vorderwand   a1   und die beiden Seitenwände des Wagens sind lotrecht ; die Rückwand   a ist   schräg. Der Wagenboden besitzt um Scharniere 3 drehbare Klappen as, deren freie Vorderenden auf Rollen   4   gestützt sind, welche auf den an den Tenderwänden befestigten   Schienen   laufen. 



  Der   Kohlenraum   im Tender besteht aus zwei Abteilungen, nämlich aus dem Innenraum des Wagens A und aus dem an den Heizerstand dicht angeschlossenen Vorderraume B, dessen Boden 6 nach rückwärts in die schräg aufsteigende Fläche 7 übergeht. Die am hinteren Ende in der Höhe des oberen Randes der Fläche   f   befestigten Schienen 5 verlaufen mit ihrer stiegenartigen   Abschrägung     5'dem   oberen Teil der Fläche 7 entlang, ihre wagrechte Fortsetzung im Raume B liegt derart tief, dass wenn der Kohlenwagen auf den Schienen 2 nach vorn verschoben wird, die Rollen 4 an den   Abschrägungen J'auf   dem niedrigeren Vorderteil ihrer Führungsträger herunterrutschen. wobei die Klappen   a3 unter   dem Kohlendrucke in die in Fig.

   i gestrichelt gezeichnete Lage ausgeschwenkt werden. 



   An den Seitenwänden des Wagens A ist ferner ein mit Muttergewinde versehenes Futter 8 befestigt, in das ein an der drehbar gelagerten Welle 9 angebrachtes Schraubengewinde eingreift, deren Kurbel 10 beim Heizerstand sich befindet, so dass der Heizer, ohne seinen Stand zu verlassen, je nach Bedarf den Wagen   A   nach vorwärts oder nach rückwärts durch Drehen der Kurbel 10 verschieben kann. Mittels der Welle 11 und mittels 

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 Kegelgetriebe sind die zu beiden Seiten des Tenders angeordneten Wellen 9 miteinander verbunden,
Der Arbeitsgang geschieht bei dieser Ausführungsweise wie folgt :
Beim Verladen des Tenders mit Kohle befindet sich der Wagen A in der in Fig. 1 
 EMI2.1 
 Kohle beladen.

   Der Heizer entnimmt die   Koh ! e zunächst   dem Raume B und wenn dieser leer ist, schiebt er durch Drehen der Kurbel 10. ohne seinen Stand zu verlassen, den Wagen A so weit nach vorn, bis die vorderste Klappe a3 sich öffnet, so dass   eine ent-   sprechende Menge Kohle aus dem Wagen A über die   schräge Eodennäche   7 zum Heizerstand herunterrutscht. Nach Verbrauch dieser Kohlenmenge wird der Wagen A mittels der Handkurbel 10 bis in die in Fig, i gestrichelt gezeichnete Lage weiter vorgeschoben, bei 
 EMI2.2 
 Die Anzahl Klappen a3 ist   unbeschränkt,   so dass die Entleerung des Wagens auch in drei ode nach mehreren Stufen erfolgen kann. 



   Die zweite Ausführungsform nach Fig. 2 und Fig. 3 unterscheidet sich von der soeben beschriebenen hauptsächlich dadurch, dass der Boden des Schubwagens C als endloser Gurt ausgebildet ist, was eine je nach Bedarf in grösseren oder kleineren Teilmengen nach und 
 EMI2.3 
 unabhängig von der Länge des Rahmens B gewählt werden kann, welche Längen bei der ersten   Ausführungsform in einem   bestimmten gegenseitigen Verhältnis stehen müssen, während bei der zweiten Ausführungsform Wagen C je nach Bedarf sogar einigemal länger sein kann als der Raum B, so dass die Kohle selbst bei langen Tendern bis unmittelbar zum Heizerstand zugeführt wird. 



   Nach der zweiten in Fig. 2 und Fig. 3 schematisch veranschaulichten Ausführungsform besteht der Boden des   Schubwagens C   aus einer Reihe von Querleisten d, welche mit ihren beiden Enden an den Gliedern zweier Gallischen Ketten e befestigt sind, die über an Querwellen aufgekeilten Kettenrändern f1 und f2 gespannt sind. Auf diesen Querwellen sind auf der Heizerseite Schraubenräder 12 (Fig. 3) befestigt, in welche die Schrauben einer   Hilfs-   welle 13 eingreifen, die mittels   Zahnrädern     14,   15 mit der Welle 9 verbunden ist, an deren Vorderende beim Heizerstand die Handkurbel 10 befestigt ist.

   Durch Drehen der Kurbel 10 kann somit der Leistenboden   tri   in einer oder der entgegengesetzten Richtung bewegt werden. 
 EMI2.4 
 risse der Kettenglieder e nach schwach gekrümmt und ihre vorderen bzw. hinteren   Endet)   sind verlängert und abgerundet. 



   Auf das abgerundete hintere bzw. vordere Ende einer Leiste schliesst sich das vorde e bzw. das hintere Ende der   nächst   hinteren bzw. vorderen Leiste dicht an, so dass der Boden zusammenhängend geschlossen ist, zugleich sich jedoch über die   Kettenräder ab-   rollen lässt.

   Die hinterste von den Leisten d ist mit der hinteren, schräg nach   rückwärts   aufsteigenden Wand c2 des Schubwagens C verbunden,   dessen Seitenwände im vorliegenden   Ausführungsbeispiele aus zwei ineinander fernrohrartig einschiebbaren Teilen ce und c3 be 
 EMI2.5 
 Rande der Seitenwände c3 befestigten Winkeleisen 16 und tragen, ähnlich wie die ebenfalls um wagrechte Querzapfen drehbare, auf an dem äusseren oberen Rande der   SeÏtenwiinde 18   befestigten Profileisen   17   laufenden Rollen das Eigengewicht der Seitenwände c1, c2 des Schubwagens   C,   während die um lotrechte Zapfen drehbaren, auf am oberen inneren Rande der   Seitenwände ri   befestigten Flacheisen 19 laufenden Rollen lz4,

   sowie die ebt-nfalls   um   lotrechte Zapfen drehbaren und am oberen inneren Rande der   Seitenwände 18 fahrenden   Rollen   lid,   den durch die im Schubwagen C geladene Kohle ausgeübten Seitendruck aufnehmen. Um das Herausfallen der Kohle an den unteren Rändern zu verhindern, sind an den Rändern der Leisten   it Winkeleisen 20   befestigt, welche die unteren Ränder der Seiten-   wände c ; übergreifen, während Seitenwände Cl an ihren unteren Rändern mit den Winkeleisen 21 versehen sind, welche die innere lotrechte Schenkelwand der Winkeleisen 20   berühren.

   Die Winkeleisen   20   verlieren die Berührung mit den fernruhrartigen Seitenwände n beim Abrollen des Gurtbodens erst ganz vorn, wo die Seitenwände sich geradlinig vor- 
 EMI2.6 
 
Bei der in Fig. 2 vollgezeichneten Lage des Schubwagens C bildet das Innere des   Wagens C mit dem Räume B einen zusammenhängenden,   mit   Kohle ausgefüllten Raum.   

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  Wenn der Heizer sämtliche im Raume B befindliche bzw. in diesem vom Wagen C selbsttätig heruntergerutschte Kohle herausgenommen hat, schiebt er je nach Bedarf durch Drehen der Handkurbel 10 den Wagen C etwas nach vorn, wobei sich der Leistenboden d an die Kettenräder f1 aufrollt. und ein Teil der im Wagen C enthaltenen Kohle oder die Bodenfläche 7 auf den Boden 6 des Raumes B zum Heizerstande   herunterrutscht.   Der Wagen C verschiebt sich samt den beiden   Teilwinden ci   und      so lange, bis die Seitenwände   C ;

   ;   mit ihren vorderen   lotrechten Rändern an   der Querwand 22 des Tenders angehalten werden und bei fortgesetzter Bewegung des Wagens C parallel zu den Seitenwänden   C, ,   hineingeschoben werden, wodurch die vollständige Entleerung des Wagens C ermöglicht wird. Diese erfolgt bei der in Fig. 2 gestrichelt gezeichneten Lage, wenn der Wagen C so weit   vorgeschoben ist.   dass die Wand C2 die Fortsetzung der unteren Wand 7 bildet.

   Bei Verschiebung des Wagens C nach rückwärts bewegen sich vorerst nur die Seitenwände C4, bis sie schliesslich auch die Seitenwände   C : ; mitnehmen.   Der bewegliche, mittels des hintersten Gliedes mit der Wand c3 verbundene Boden d, ist gezwungen, die   Rückmärts-   bewegung mitzumachen, so dass, wenn der Wagen C nach rückwärts bis in die vollen Linien gezeichnete Lage gelangt, er zur Aufnahme einer neuen Kohlenladung bereitsteht. 



   Um im Winter das Einfrieren der Kohle bei Frost und Schnee zu verhindern, werden unter dem beweglichen Boden d vorteilhafterweise an eine Abzweigung der Hauptheizleitung angeschlossene Heizrohre   23   angeordnet. 



   Um das Durchbiegen des Wagenbodens infolge des Kohlengewichtes zu verhindern, werden die Rollen der Gallischen Ketten, uf Längschienen geführt, welche auf mit den Tenderwänden vernieteten Querträgern gelagert sind. 



   Die Zuführvorrichtung kann auch rein mechanisch von der Tenderachse angetrieben werden, wodurch kontinuierliche Kohlenzuführung während der Fahrt erreicht wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : i.   Kohlenzuführvonichtung   für Lokomotivtender, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem oder mehreren Schubwagen besteht, welche mit Kohle beladen und je nach Bedarf näher nach vorn geschoben werden, wobei die Kohle aus dem Schubwagen über eine schräge Fläche zum Heizerstand   herausfällt.  

Claims (1)

  1. 2. Kohlenzuführvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die Schubwagen (A) im Boden mit kippbaren Klappen (a3) an sich bekannter Bauart versehen sind, welche beim Vorschieben des Wagens über die Rutschfliiche (7) durch den Kohlendruck selbsttätig auskippen und das Herausfallen der Kohle aus dem Wagen ermöglichen.
    3, Kohlenzuführvorrichtung nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, dass der Wagenboden in an sich bekannter Weise aus einer Reihe aufeinander anliegender Querleisten (d) besteht, die an den Gliedern einer endlosen Kette (e) befestigt sind. welche nicht über die schräge Rutschfläche (7) reicht, so dass der Inhalt des Wagens nach und nach in beliebigen Teilmengen dem Vorschub gemäss zum Heizerstand herunterfällt.
    4. Kohlenzuführvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände des Wagens aus zwei oder mehreren fernrohrartig ineinander verschiebbaren Teilen (. j, bestehen, so dass eine vollständige Entleerung des Wagens gesichert ist, auch dann, wenn die freie, zum Vorschieben des vorderen Wagenendes freistehende Bahnlänge bedeutend kürzer ist als die Ladungslänge des Wagens.
    5. Kohlenzuführvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Teil- EMI3.1 der Seitenwände des Schubwagens aufnehmen.
    6. Kohlenzuführvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Teil- seitenwände (c, zwecks besserer Druckverteilung mit ihren unteren Rändern gegen lotrechte Wände von an den Bodenleisten (d) angenieteten Winkeleisen bzw. gegen umgebogene Leistenränder abgestützt sind.
AT89095D 1919-03-24 1921-03-26 Kohlenzuführvorrichtung für Lokomotivtender. AT89095B (de)

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