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Kolbenmaschine.
Die Erfindung betrifft Kolbenmaschinen (Dampfmaschinen, Verbrennungskraftmaschinen, Pumpen, Kompressoren u. dgl.) jener Art, bei der die Kolben einer Anzahl von im Kreise um eine Welle herum parallel zu dieser angeordneten Zylinderpaaren mit einer auf einer schiefen Kröpfung der Welle sitzenden Taumelscheibe verbunden sind, wodurch je nach der
Gattung der Maschine die in Hubfolge arbeitenden Kolben durch Vermittlung der Taumelscheibe die Welle antreiben oder von der Welle aus angetrieben werden. Laufen solche Maschinen mit hoher Um ! aufz. thl, so geraten sie infolge der Massenwirkung in kreispendelartige Schwingungen, was sowohl bei ortsfesten als auch bei beweglich angeordneten Maschinen höchst nachteilig ist.
Gemäss der Erfindung werden nun die Massenwirkungen dadurch ausgeglichen, dass zu beiden Seiten der schiefen Kröpfung auf der Welle mit dieser umlaufende, dem benach-
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gewichte gleichen nicht bloss die M-ssenwirkungen der Kröpfung und der darauf sitzenden Taumelscheibe aus, sondern auch die der Kolben und der Kolbenstangen, also der parallel zu der Welle hin und her bewegten Teile, was ja begreitlich wird, wenn man bedenkt, dass die Massenwirkungen der mit der Taumelscheibe verbundenen, parallel zur Welle bewegten Teile durch Vermittlung der Taumelscheibe und der schiefen Kröpfung sich als auf die Welle wirkende Drehmomente äussern.
Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform einer solchen Maschine im Längsschnitt. Auf der schiefen Kröpfung 1 der Welle 2 sitzt mit der breiten Nabe 3 die Taumelscheibe 4, deren radiale Bolzen 5 verschiebbar in ein Gelenk 6 der den beiden gegenüberliegenden Kolben 7 jedes Zylinderpaares 8 gemeinschaftlichen Kolbenstangen 9 eingreifen. Die in Hubfolge arbeitenden gleichläufigen Kolben 7 jedes Zylinderpaares bewegen, wenn die Maschine als Motor wirkt, die Taumelscheibe 4 derart, dass die Bolzen 5 achterfömige Bewegungen ausführen, und die hierdurch erzeugte Bewegung der Taumelscheibe 4 bewirkt eine gleichmässige Drehung der Welle 2 ; wird umgekehrt die Welle 2 angetrieben, so erzeugt die dabei auftretende Bewegung der Taumelscheibe die hin und her gehende Bewegung der Zylinderkolben.
Es ist klar, dass die eigenartige Bewegung der Taumelscheibe und der Kröpfung und die in Phasenverschiebung erfolgende Bewegung der Kolben 7 kreispendelartige Schwingungen der ganzen Maschine erzeugen müssen. Um diese Massenwirkung aufzunehmen, sind zu beiden Seiten der schiefen Kröpfung auf der Welle 2 Gegengewichte 10 angebracht, die als einseitig verdickte Scheiben ausgebildet sein können, und die Gegengewichte sind so angeordnet. dass sie den benachbarten Kröpfungsteilen entgegengesetzt gerichtet sind. Bei entsprechender Bemessung und Anordnung dieser Gegengewichte werden alle Massenwirkungen der Kröpfung der Taumelscheibe und der Kolben samt Kolbenstangen vollkommen ausgeglichen, wenn auch die Massenwirkungen der einzelnen Teile verschieden gerichtet sind.
Hierdurch ist es möglich, derartige Maschinen mit sehr hohen Umlaufzahlen laufen zu lassen.
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