AT88848B - Regelungseinrichtung für elektrische Kraftübertragungen, insbesondere Fördermaschinen. - Google Patents

Regelungseinrichtung für elektrische Kraftübertragungen, insbesondere Fördermaschinen.

Info

Publication number
AT88848B
AT88848B AT88848DA AT88848B AT 88848 B AT88848 B AT 88848B AT 88848D A AT88848D A AT 88848DA AT 88848 B AT88848 B AT 88848B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
control device
lever
brake
control
control lever
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Aeg Union Elek Citaets Ges
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aeg Union Elek Citaets Ges filed Critical Aeg Union Elek Citaets Ges
Application granted granted Critical
Publication of AT88848B publication Critical patent/AT88848B/de

Links

Landscapes

  • Control Of Direct Current Motors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Regelungseinrichtung für elektrische Kraftübertragungen, insbesondere Fördermaschinen. 



   Bei Fördermaschinen ist es bekannt, die Steuerung durch zusätzliche Regeleinrichtungen so zu beeinflussen, dass die Fördergeschwindigkeit nur von der Steuerhebelauslage abhängig ist und zweckmässig proportional mit dieser wächst. 



   Es ist hierbei erstrebenswert, besonders in der Nähe der Nullage des Steuerhebels eine möglichst vollkommene Übereinstimmung der Fördergeschwindigkeit mit der Steuerhebelstellung zu erreichen, damit die bekannten Retardiereinrichtungen unabhängig davon, ob Lasten gehoben oder gesenkt werden, und wie gross diese Lasten sind, die Fördergeschwindigkeit durch die Zurückführung des Steuerhebels in die Nullstellung auch wirklich bis auf Null vermindern. Andrerseits wird bei Förderanlagen, besonders solchen, die ohne Aufsatzvorrichtungen arbeiten, die Bedingung gestellt, an der Maschine vor dem Lüften der Halte-oder Manövrierbremse ein Kraftmoment einzustellen, das dem zu erwartenden statischen Moment das Gleichgewicht hält. 



   Hierzu ist, falls die selbsttätige Regeleinrichtung fehlt, oder bei geringer Fördergeschwindigkeit nicht richtig wirkt, eine mehr oder weniger grosse Steuerhebelauslage er-   forderlieh,   aber es wird eine zu grosse Steuerhebelauslage bei aufliegender Bremse durch die bekannte Verriegelung zwischen Steuer-und Bremshebel oder durch Anfahrregler verhindert. 



  Ist jedoch eine genau wirkende Regeleinrichtung vorhanden, so wird diese auch bei der geringsten Steuerhebelauslage die Neigung haben, die Kraftzufuhr zur Fördermaschine zu steigern, um letztere trotz aufgelegter Bremse auf eine Geschwindigkeit zu bringen, die der Steuerhebelauslage entspricht. Bei elektrisch betriebenen Fördermaschinen bedeutet dies zum Beispiel, dass der Fördermotorstrom schnell anwachsen wird. Versäumt der Maschinist die Bremse zu lösen, sobald der Strom den gewünschten Wert erreicht hat, so wird der Strom auf einen unzulässigen hohen Wert anschnellen, was die Auslösung des Maximalschalters und der Sicherheitsbremse und damit eine störende Unterbrechung nach sich ziehen wird. 



   Um nun auch bei Verwendung genau wirkender Regeleinrichtungen die Maschine durch eine geringere Steuerhebelauslage vor dem Lösen der Bremse unter Strom setzen zu können, wird erfindungsgemäss diese Regeleinrichtung so beeinflusst, dass sie bei voll aufgelegter Bremse oder in der Nullstellung des Steuerhebels wirkungslos ist oder in ihrer Wirkung beschränkt werden kann. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar für eine Regeleinrichtung, welche für elektrische Kraftübertragungen, z. B. Leonardschaltungen, mit einer durch zwei getrennte Wicklungen fremderregten Anlassmaschine, bestimmt ist, wie sie z. B. in dem D. R. P. Nr. 210429 dargestellt ist. 



   1 bedeutet den   Förder-oder   sonstigen Arbeitsmotor, 2 eine mit seinem Anker in Reihe geschaltete   Kompensations-oder   Hilfspolwicklung, 3 seine fremderregte Feldwicklung,   4   die Anlassmaschine, 5 deren   Kompensations-oder   Hilfspolwicklung, 6 ihre fremderregte Feldwicklung, 7 die Erregermaschine und 8 deren Feldwicklung mit dem Regelwiderstand 9. 10 ist der Steuerschalter für die fremderregte Feldwicklung 6 der Anlassmaschine, durch welchen die Spannung der Anlassmaschine eingestellt und umgekehrt werden kann, wodurch die Geschwindigkeit und der Drehsinn des Fördermotors bestimmt wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Anlassmaschine besitzt noch eine zweite fremderregte Feldwicklung   12,   welche von einer Hilfsmaschine 11 gespeist wird, deren Feldwicklung 13 parallel zu einem Widerstand 14 im Hauptstromkreis liegt. Diese zweite Feldwicklung ist so geschaltet, dass sie die Feld- wicklung 6 der als Stromerzeuger arbeitenden Anlassmaschine unterstützt, so dass mit zu- nehmender Stromstärke im Hauptstromkreis die Erregung der Hilfsmaschine 11 und dadurch die Stromstärke in der Feldwicklung 12 steigt. Ausserdem ist entweder im Stromkreis der
Hilfsmaschine 11 und der Feldwicklung 12, unter Umständen auch im Stromkreis der Erregerwicklung 13 der Hilfsmaschine ein Regelwiderstand 15 vorgesehen, der mit dem
Steuerschalter 10 verbunden ist und beim Auslegen des letzteren stufenweise verringert wird.

   In den Stromkreis des Hilfsfeldes wird nun gemäss der Erfindung noch ein Regelwiderstand 16 gelegt, der nicht mit dem Steuerhebel verstellt wird. Der Widerstand 15 ist dann nur so zu bemessen, dass das Feld 12 bei dem gegebenen Strom die der Sättigung der Anlassmaschine entsprechende Wirkung ausüben kann. Der Widerstand 16 kann vom Bedienungshebel der Bremse aus verstellt werden, namentlich dann, wenn der Bremsdruck mit zunehmender Hebelauslage steigt. Diese Beeinflussung kann auch in Abhängigkeit von der Stellung wirksamer Bremsteile oder etwa bei   Druckluftbremsen   in Abhängigkeit vom Druck im Bremszylinder oder ähnlichen Betriebsgrössen vor sich gehen. Zweckmässig ist es, die Wirkung der Regelungseinrichtung beim Lösen der Bremse allmählich zu steigern.

   Der Widerstand 16 kann aber auch durch einen besonderen von Hand zu bedienenden Schalter wirkungslos gemacht oder in seiner Wirkung beschränkt werden. Hierbei ist der Schalter mit dem Steuerhebel so verriegelt, dass er nur in der Nullstellung des Steuerhebels die Wirkung des Widerstandes 15 beschränkt oder wirkungslos machen kann und der Steuerhebel in seiner Auslage beschränkt ist, zu dem Zwecke, um bei eingeschaltetem Widerstand 16 nur mit geringer Steuerhebelauslage, d. h. geringer Fördergeschwindigkeit fahren zu können. 



  Vollkommener ist jedoch die zuerst genannte Lösung, bei der der Schalter 16 vom Bremshebel aus betätigt wird. Eine Verriegelung dieses Schalters mit dem Steuerhebel ist dann überflüssig, weil normalerweise der   Manövrierbremshebel   in der angegebenen Art mit dem Steuerhebel verriegelt ist. Widerstand 16 drosselt bei voll aufgelegter Bremse den von 11 erzeugten Strom so stark, dass im Feld 12 praktisch kein Strom fliesst, selbst, wenn infolge teilweiser Auslage des Steuerhebels das Hauptfeld 6 Strom erhält und sich je nach der Auslage des Steuerhebels ein mehr oder weniger hoher Strom im Ankerstromkreis des Fördermotors ausbildet. Unter Umständen kann das Hilfsfeld bei voll aufgelegter Bremse durch den Regelschalter 16 ganz ausgeschaltet werden.

   Der Maschinist hat hiermit die Möglichkeit, den Fördermotor vor dem Lüften der Bremse unter Strom zu setzen und diesen Strom gegebenenfalls genau einzustellen. 



   Man kann die selbsttätige Regelungsvorrichtung in ihrer Wirkungsweise auch durch eine Querbewegung des Steuerhebels oder durch eine Bewegung einer an diesem angebrachten Handfalle beliebig beschränken oder wirkungslos machen. Durch geeignete Gestaltung des Führungsschlitzes im Steuerbock müsste hierbei dafür gesorgt werden, dass diese Schaltbewegung   nur innerhalb vorbestimmter Stellungen möglich ist. Es wird häufig genügen, den Schlitz des Steuerbockes in der Nähe der Nullstellung des Steuerhebels verbreitert auszuführen.   



   Für die Anwendung der Einrichtung ist es natürlich   belanglos, in welcher   Weise die Hilfsmaschine erregt wird. Durch die Erregung in Abhängigkeit vom Ankerstrom können bekanntlich, namentlich bei grösserer Steuerhebelauslage, nicht alle Faktoren wirkungslos gemacht werden, die die Fördergeschwindigkeit störend beeinflussen. Es kann die Maschine 11 auch ausserdem in Abhängigkeit von den Tourenschwankungen der   Anlassmaschine   erregt sein, oder in Abhängigkeit von der Differenz der   Ist- und Sollgeschwindigkeit,   im letzteren Falle eventuell unter Verwendung von   Eil-oder   Schnellreglern. 



   Es ist ferner belanglos, ob die selbsttätige Veränderung der Anlassmaschinenerregung durch ein Zusatzfeld erfolgt, oder ob das Hauptfeld der   Anlassmaschine   durch die Regeleinrichtung beeinflusst wird, oder ob die Steuervorrichtung selbst durch die Regeleinrichtung verstellt wird, Ferner ist die Einrichtung auch bei Drehstrommotoren, Drehstrom-Kollektormotoren usw. und schliesslich auch bei   Dampffördermaschinen   möglich.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCHE : i. Regelungseinrichtung für elektrische Kraftübertragungen, insbesondere Fördermaschinen, die ausser einer Anlass-oder Steuervorrichtung eine den Arbeitsgang selbsttätig beeinflussende Regelvorrichtung besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die selbsttätige Regelvorrichtung innerhalb vorbestimmter Stellungen der Steuervorrichtung durch einen besonderen Hebel oder dgl., der nicht mit dem Steuerhebel verstellt wird, in ihrer Wirkung beliebig beschränkt oder wirkungslos gemacht werden kann. a. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Verriegelung dieses Hebels mit der Steuervorrichtung, durch die eine Betätigung der Steuervorrichtung über die vor- <Desc/Clms Page number 3> bestimmten Stellungen hinaus verhindert wird, wenn die selbsttätige Regelvorrichtung in ihrer Wirkung beschränkt ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Hebel mit der Bremse verbunden ist, so dass die selbsttätige Regelvorrichtung in Abhängigkeit von der Bremse in ihrer Wirkung geschwächt oder ausgeschaltet werden kann.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 3 unter Verwendung einer mit einem Hauptfeld (6) und einem Zusatzfeld (12) versehenen Anlassmaschine (4), wobei als Anlassvorrichtung ein das Hauptfeld beeinflussender Steuerapparat (10), als selbsttätige Regelvorrichtung eine das Zusatzfeld speisende Hilfsmaschine (11) dient, dadurch gekennzeichnet, dass in den Anker-oder Erregerstromkreis der Hilfsmaschine (11) ein Widerstand (16) geschaltet ist, der entweder von Hand oder von der Bremse betätigt werden kann.
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstandsschalter (16) mit dem Steuerhebel (10) so verriegelt ist, dass er nur in der Nullstellung des Steuerhebels die selbsttätige Regelungsvorrichtung beschränken oder wirkungslos machen kann und der Steuerhebel in dieser Stellung des Widerstandsschalters in seiner Auslage beschränkt ist.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die selbsttätige Regelvorrichtung durch eine Querbewegung des Steuerhebels (10) oder durch eine Bewegung einer an ihm angebrachten Handfalle innerhalb vorbestimmter Stellungen der Steuervorrichtung in ihrer Wirkung beliebig beschränkt oder wirkungslos gemacht wird.
AT88848D 1920-02-23 1921-02-08 Regelungseinrichtung für elektrische Kraftübertragungen, insbesondere Fördermaschinen. AT88848B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE88848X 1920-02-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT88848B true AT88848B (de) 1922-06-26

Family

ID=5642489

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT88848D AT88848B (de) 1920-02-23 1921-02-08 Regelungseinrichtung für elektrische Kraftübertragungen, insbesondere Fördermaschinen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT88848B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2325786C2 (de) Schaltung zur Regelung der Betriebsparameter eines Elektronenstrahlerzeugers
DE1011096B (de) Schaltanordnung zur automatischen Elektroden-Vorschubregelung beim Lichtbogenschweissen
AT88848B (de) Regelungseinrichtung für elektrische Kraftübertragungen, insbesondere Fördermaschinen.
DE340914C (de) Elektrische Kraftuebertragung, besonders fuer Foerdermaschinen
AT122757B (de) Indirekte elektrische Regel- und Steuereinrichtung.
DE903478C (de) Einrichtung zur gleichzeitigen Regelung zweier Leonardsaetze im entgegengesetzten Sinn
DE619701C (de) Steuereinrichtung fuer Reihenschlusselektromotoren mit einem parallelen, sich selbsttaetig veraendernden Feldwiderstand
DE760995C (de) Anordnung fuer elektrische Regeleinrichtungen
AT255604B (de) Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln des Vorschubes der Werkzeugelektroden von Elektroerosionsvorrichtungen
DE294187C (de)
DE210697C (de)
DE534737C (de) Einrichtung zur vollstaendigen Entregung von Generatoren
AT160737B (de) Steuersystem zur Regelung einer elektrischen Größe.
DE673884C (de) Anordnung, um bei Gestellschluss elektrischer Maschinen den Fehlerstrom mit Hilfe eines stromabhaengigen Widerstandes zu begrenzen
DE969607C (de) Elektrodenregelung fuer Lichtbogenoefen
AT210526B (de) Regeleinrichtung mit vermaschten Regelkreisen
DE615944C (de) Anordnung zur regelbaren Einstellung der Steilheit der Spannungsaenderung eines Leonardgenerators
DE602768C (de) Nach dem Tirrillprinzip arbeitender Schnellregler
DE473044C (de) Vorrichtung zum Regeln der Klemmenspannung eines Generators
DE735202C (de) Anordnung zur elektrischen Schnellregelung von Betriebsgraessen
DE210826C (de)
DE665499C (de) Einrichtung zur Erhoehung der Stabilitaet zwischen parallel laufenden Stromerzeugerndurch Schnellregelung der Spannung
AT41608B (de) Einrichtung zur selbsttätigen Begrenzung der Stromstärke von Anlaßdynamomaschinen.
DE845545C (de) Anordnung zur Spannungsregelung von Drehstrom- und Wechselstrom-generatoren mit Erregermaschinen mittels Tirrillreglers und magnetischen Verstaerkers
DE241168C (de)