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Hydraulische Wage.
Die vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen an hydraulischen Wagen. Bei hydraulischen Wagen für grosse Lasten. die mit grossem Hub arbeiten, kann eine dicht abschliessende Membran als Mittel zur Übertragung der Belastung auf die Druckflüssigkeit nicht gut verwendet werden. An den Gleitflächen von Druckübertragungskolben tritt aber das verwendete Medium in gewissem Masse durch. Soll daher die hydraulische Wage dauernd richtig arbeiten, so muss wieder frische Flüssigkeit zugeführt werden. Zur Erneuerung der durch die Undichtheiten austretenden Flüssigkeit sind verschiedene Einrichtungen bekannt, die infolge der Änderung der Lage des Druckkolbens Flüssigkeit zuoder abfliessen lassen.
Bei der neuen Einrichtung wird davon ausgegangen, dass in der Messvorrichtung die Menge des Mediums konstant bleiben soll, d. h. dass die herausgeflossene Menge ohne Rücksicht auf die Stellung des Druckkolbens wieder selbsttätig ersetzt wird.
Die Einrichtung arbeitet in der Weise, dass z. B. eine Steuerung, Ventile oder eine Pumpe durch die herausgenossene Fiüssigkeitsmenge so betätigt werden, dass sie dieselbe oder eine gleiche Menge einer anderen gleichwertigen Flüssigkeit wieder in die hydraulische Wage hineinpressen.
In Fig. i ist eine Ausführungsart schematisch dargestellt. k ist der Druckkolben, auf welchen die zu messende Kraft einwirkt, z ist die Messdose. An die Messdose ist das eigentliche Messgerät (Manometer o. dgl. ) m angeschlossen. p ist eine Pumpe, die ständig angetrieben wird und die verwendete Flüssigkeit vom Gefäss r in die Messdose z pumpen kann.
Die Einrichtung wirkt folgendermassen : Ist die Messdose vollständig gefüllt, so befindet sich der Schwimmer c in seiner niedrigsten Lage, wobei das Ventil n geschlossen ist. Weil nun die Pumpe p Öl nicht ansaugen kann, so bildet sich unter dem Kolben derselben beim Hochgehen ein luftverdünnter Raum, der beim Niedergehen des Kolbens wieder verschwindet, und es wird kein Öl in die Messdose gepumpt, die Pumpe p läuft also leer. In Wi klichkeit wird die Pumpe nie vollkommen leer laufen sondern wird immer eine bestimmte Menge durchsickernden Öles in die Messdose fördern.
Sickert nun beim Betrieb zwischen der Messdose und dem Kolben oder durch die Stopfbüchse s Flüssigkeit hindurch, so fliesst dieselbe durch die Rinne d und entsprechende Rohrleitungen in das Gefäss r, wodurch der Schwimmer c gehoben wird und die Pumpe so lange Flüssigkeit in die Messdose zurückpumpt, bis der Schwimmer c das Ventil n wieder schliesst. Weil von überall, von wo Flüssigkeit entweicht, dieselbe in das Gefäss r zurückgeleitet wird, so muss dadurch die Dosenfüllung erhalten bleiben. Der Behälter o mit Hahn h dient zum Nachfüllen von Flüssigkeit, wenn sie zum Teil auf irgendeine Art verloren gegangen sein sollte. Dadurch kann auch die Stellung des Kolbens k in der Messdose z beliebig eingestellt werden.
Fig. 2 stellt eine weitere Neuerung an hydraulischen Wagen dar. Es ist bekannt, dass ähnliche Messgeräte durch Reibung mehr oder weniger gehemmt werden, so dass sowohl in der positiven als auch in der negativen Richtung die Angaben hinter den tatsächlichen Werten zurückbleiben. Um dies bei hydraulischen Wagen zu beseitigen, wird die Flüssigkeit periodischen Erschütterungen ausgesetzt, und zwar so, dass sowohl der Kolben k als auch
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die so klein sind, dass sie bei der Messung nicht störend wirken, jedoch die Wirkung der Reibung bzw. das Hängenbleiben fast vollständig beseitigen.
In Fig. 2 ist dies in der Weise dargestellt, dass eine entsprechend angetriebene Pumpe p das verwendete Medium ansaugt und wieder zurückdrückt, wodurch das eigentliche Gleichgewicht bzw. der Zustand des ganzen Apparates nicht gestört wird. k (Fig. 2) ist der Druckkolben, z die 1fessdose, m ein Messgerät, das hier als Manometer, das elektrische Widerstände schaltet, gedacht ist, wobei eine gewisse Reibung zu überwinden wäre.
VI'v2 sind Verengungen, die eine Dämpfung des Instrumentes erzeugen, wobei es möglich ist, durch Einstellung der beiden Verengungen auch das Verhältnis der Erschütterungen der beiden Organe M und A einstellen zu können. Die Summe der beiden hydraulischen Widerstände vs, 92 bestimmt hier die Dämpfung des Apparats m. Die Erschütterungen können auch auf andere Weise erzeugt werden, z. B. kann laut Fig. i die dort verwendete Pumpe durch Zubau der strichlierten Leitung a dazu dienen oder es können die schnell aufeinanderfolgenden kleinen Druckschwankungen durch eine Membran, Platte oder irgendeine Steuerung erzeugt werden.
In Fig. 3,4, 5 und 6 ist eine weitere Neuerung dargestellt. Es ist oft wünschenswert, den Messbereich der hydraulischen Wage entsprechend zu ändern, um immer bei grösster Empfindlichkeit und Genauigkeit arbeiten zu können und um mit einer hydraulischen Wage sehr verschiedene Kräfte messen zu können, trotzdem man ein und dasselbe Anzeigeinstrument m (Fig. I) verwendet. Das Prinzip besteht darin, dass man den Kolben aus mehreren Teilen herstellt oder mehrere, z. B. ineinander steckende Kolben verwendet und eine Einrichtung trifft, wonach je nach dem Messbereich nur einer oder eine gewisse Anzahl der Teilkolben in Tätigkeit treten, während die andern auf entsprechende Weise mechanisch oder hydraulisch bzw. in geeigneter anderer Weise verriegelt werden.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsart der Messdose der hydraulischen Wage, wobei die Kolben a, b, c, d konzentrisch angeordnet sind. Die Belastung wird auf die Kolben durch die Platte p, die mit dem innersten Kolben a in Verbindung sein kann, übertragen. ri, fez sind Riegel, die in der Messdose z geführt sind und die äusseren Kolben d, c und b verriegeln können, so dass nur die übrigen zur Wirkung gelangen.
Die Verriegelung könnte nach Fig. 6 auch hydraulisch in der Weise erfolgen, dass man die einzelnen Kolben mit Böden, einen im andern angeordnet, ausführt, wobei jeder Kolben als Messdose für den nächstkleineren dient. Durch passend angeordnete und einzeln absperrbare Schlitze und Kanäle würde man den einzelnen Kolben Druckflüssigkeit wahlweise zuführen.
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hier kann die Verriegelung hydraulisch in der Weise erfolgen, dass der Zutritt der Flüssigkeit zu den einzelnen Kolben durch i, , abgesperrt wird, wodurch dieselben abgeschaltet werden. p (Fig. 4 und 5) ist die Platte, welche die Belastung auf die Kolben überträgt.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Hydraulische Wage mit Einrichtung zum Nachfüllen von Druckflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung der Druckflüssigkeit unabhängig von der Stellung des Druckkolbens durch die durch Undichtheiten oder auf andere Weise austretende Druckflüssigkeit selbsttätig bewirkt wird.
2. Hydraulische Wage mit Einrichtung zur Beseitigung schädlicher Reibungseinflüsse, dadurch gekennzeichnet, dass durch besondere Vibrationsorgane (Pumpe p, Fig. 2) in der Flüssigkeit und damit auch in den beweglichen Teilen der Messdose und der Anzeigeinstrumente in rascher Folge periodische Druckschwankungen bzw. Erschütterungen von kleiner Schwingungsweite erzeugt werden können.
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