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Regelungsvorrichtung für Kolbenpumpen mit Wellenantrieb und veränderlicher Hublänge.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Regelungsvorrichtungen für Kohlenpumpen mit Wellenantrieb und veränderlicher Hublänge, bei denen ein zum Verstellen der Kolbenhublänge dienender Steuerkolben beim Betriebe der Pumpe derart unter der Wirkung des durch die Pumpe erzeugten Flüssigkeitsdruckes und eines diesem entgegenwirkenden Kraftspeichers steht, dass der Flüssigkeitsdruck den Steuerkolben im Sinne einer Verkleinerung der Hublänge zu verstellen sucht. Wenn man bei einer im Betriebe befindlichen Pumpe dieser Art die Druckleitung absperrt, so tritt in der Pumpe eine Drucksteigerung ein, die eine Verkleinerung der Kolbenhublänge bewirkt.
Wenn der Raum, in dem sich die abgesperrte Druckflüssigkeit befindet, vollkommen dicht wäre, so würde sich die Kolbenhublänge bis auf den Wert Null vermindern und es würde dann ein Beharrungszustand eintreten, in dem die Pumpe, auch wenn die Antriebswelle weiterläuft, drucklos ist. In Wirklichkeit lässt sich jedoch dieser Zustand bei den bekannten Pumpen niemals erreichen. Es tritt vielmehr, da sich die Kobenhublänge infolge der unvermeidlichen Undichtigkeiten nur bis auf einen Betrag vermindern kann, bei dem die Pumpe gerade noch so viel Flüssigkeit fördert, als die Undichtigkeitsverluste betragen, bei diesem Betrage der Kolbenhublänge ein Beharrungszustand ein, in dem die Pumpe, ohne Nutzarbeit zu leisten, unter hohem Drucke weiterarbeitet. Hierin liegt ein erheblicher Nachteil, weil die Pumpe unnötigerweise beansprucht und abgenutzt wird.
Die Erfindung bezweckt nun, diesen Übelstand zu beseitigen.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise an einer für Kraftwasseranlagen bestimmten Kolbenpumpe mit mehreren Zylindern dargestellt, deren Achsen auf einer Zylinderfläche um eine den verschiedenen Pumpenzylindern gemeinschaftliche Antriebswelle herum angeordnet sind, und zwar zeigt Fig. I eine zum Teil im Schnitte gehaltene Seitenansicht eines Ausführungsbeispieles des Erfindungsgegenstandes nebst den benachbarten Teilen der Pumpenanlage und Fig. 2 in grösserem Massstabe in gleichartiger Darstellung wie Fig. i eine
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deshalb in der Zeichnung nicht dargestellt sind, B die z. B. mit einem Elektromotor gekuppelte Antriebswelle der Pumpe und al das Saugrohr.
In die Druckleitung ist zwischen zwei zu dieser gehörige Einzelrohre al und all ein Rückschlagventil a4 eingeschaltet, dessen Ventilkörper a5 unter der Wirkung einer Feder a6 das Rohr a8 gegenüber dem unmittelbar an das Pumpengehäuse A angeschlossenen Rohre a2 abzusperren sucht. Das Rohr a3 mündet in einen mittleren Kanal cl eines Schieberkastens C, in dem ein Kolbenschieber C2 durch einen am Schieberkasten C drehbaren Handhebel cD verstellt werden
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Arbeitsmaschine, während an den Kanal c5 ein das Abwasser der Arbeitsmaschine abführendes Rohr c7 angeschlossen ist. Schliesslich ist an den Innenraum C8 des Schieberkastens C noch ein Abflussrohr c9 angeschlossen.
Die Antriebswelle B der Pumpe trägt eine lose auf ihr verschiebbare Muffe D. Diese ist mit einem nicht sichtbaren, die Kolbenhublänge unmittelbar beeinflussenden Teile der
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Pumpe derart zwangsläufig verbunden, dass durch ihre Verschiebung auf der Welle'Beine Veränderung der Hublänge von einem bestimmten Höchstwerte bis auf Null herbeigeführt werden kann. Eine Verkleinerung der Hublänge tritt ein, wenn sich die Muffe D im Sinne des Pfeiles x verschiebt. In eine Nut d'der Muffe D greift der eine Arm eines am Gehäuse A der Pumpe drchbaren Winkelhebels E mit einem Stifte e1 ein.
Der andere Arm des Winkelhebels ist duich ein Zwischenglied mit einem am Gehäuse A drehbaren, einarmigen Hebel F gelenkig verbunden. Mit diesem ist ferner durch eine Schubstange g2 die mit Anschlagbunden g3 und g2 versehene Kolbenstange Gl eines in einem Zylinder A7 verschiebbaren, kleinen Kolbens G gelenkig verbunden.
Wie sich aus dem vorstehenden ergibt, steht die Kolbenstange G mit der Muffe D dauernd derart in zwangläufiger Verbindung, dass eine Verschiebung der Kolbenstange im Sinne des Pfeiles y eine Verschiebung der : Muffe D im Sinne des Pfeiles und mithin eine Verkleinerung der Kolbenhublänge bewirkt. Der Bund g3 ist nun derart angeordnet, dass er die Verschiebung der Kolbenstange im Sinne des Pfeiles y begrenzt, wenn die Muffe D in die der Kolben- hublänge scull entsprechende Stellung gelangt ist. Der Bund g4 begrenzt die im entgegengesetzten Sinne des Pfeiles y erfolgende Verschiebung der Kolbenstange, wenn die Muffe D die der grössten Kolbenhublänge entsprechende Stellung erreicht hat.
Die Kolbenstange Cl ist zu beiden Seiten des Kolbens G mit verschieden grossem Durchmesser ausgeführt, so dass der Kolben G als Stufenkolben wirkt, und zwar ist die in der Zeichnung rechts liegende Ringfläche die grössere. Das freie Ende des Hebels F trägt eine Rolle f1 und ragt in einen axial verlaufenden Schlitz h2 einer mit einem Anschlagbunde h3 versehenen Kolbenstange Hl hinein, an der ein in einem Zylinder AB geführter Kolben H sitzt. Der Schlitz h2 wird an seinem vom Kolben H entfernt liegenden Ende von einer Anschlagfläche h4 für das mit der Rolle 11 versehene freie Ende des Hebels F begrenzt. Die rechte Seite des Zylinders A8 steht durch einen Kanal a'mit der linken Seite des Zylinders A7 dauernd in Verbindung.
Ausserdem steht die rechte Seite des Zylinders A8 durch ein Rohr a10 mit dem Rohre a3 in Verbindung.
Die linke Seite des Zylinders A8 ist durch ein Rohr il mit einer Flasche J verbunden, die Druckluft von einer Spannung enthält, die ungefähr dem mittleren Betriebsdrucke der Pumpe gleich ist. Die rechte Seite des Zylinders All und mithin auch die linke Seite des
Zylinders A7 stehen daher dauernd unter Druck.
An dem Zylinder A8 ist ein Winkelhebel K, Kl gelagert, dessen einer Arm, K, in die
Bahn des Bundes h3 der Kolbenstage H1 hineinragt. Der andere Arm, Kl, des Winkelhebels ist durch eine Lenkstange M mit einem an einem Ventilkasten N angeordneten doppelarmigen Hebel P verbunden. Die Lenkstange M ragt über den Hebel P hinaus und ist durch ein an dem Ventilkasten A* sitzendes Auge nl mit so viel Spielraum hindurchgeführt, dass sich der Winkelhebel K, K1 und der Hebel P innerhalb bestimmter Grenzen ungehindert drehen können. An dem einen Arme des Hebels P greift ein im Ventilkasten N ver- schiebbarer Stift pl und an dem anderen Arme ein gleichfalls im Ventilkasten N ver- schiebbarer Stift p an.
Im Ventilkasten N sind zwei Doppelkammern vorgesehen, die aus je zwei miteinander in Verbindung stehenden Kammern M, n3 und , n5 bestehen. Die
Kammer 112 kann von der Kammer dz in die der Stift pl hineinragt, durch einen unter der Wirkung einer Feder q1 stehenden Ventilkörper Q und die Kammer M* von der Kammer n6, in die der Stift p2 hineinragt, durch einen unter der Wirkung einer Feder rl stehenden
Ventilkörper R abgesperrt werden. Die Anordnung ist hierbei so getroffen, dass die zur Öffnung der Ventile bestimmten Stifte pl und p2, wenn beide Ventilkörper Q und R sich in ihrer Schliesslage befinden, gleichzeitig an diesen anliegen.
Solange der Arm K des Winkel- hebels K, EI ausser Bel ührung mit dem Bunde h3 der Kolbenstange Hl steht, wird der
Hebel P durch eine Feder m1, die auf einen am freien Ende der Stange N sitzenden
Bund m2 wirkt, in einer Lage gehalten, bei der der Stift pl den Ventilkörper Q, wie in der
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Der Stift r befindet sich hierbei in einem bestimmten Abstande von dem durch die Feder 1 in seiner Schliessstellung gehaltenen Ventilkörper R. Die Kammern n2 und n6 sind durch einen Kanal n6 miteinander verbunden, der seinerseits durch ein Rohr n7 mit der rechten Seite des Zylinders -4. 7 verbunden ist.
Die Kammer n3 steht durch ein Rohr n8 mit dem
Saugraume der Pumpe und die Kammer n4 durch ein Rohr n3 mit der rechten Seite des Zylinders in Verbindung. Solange der Bund 73 ausser Berührung mit dem Arme K des Winkelhebels K,K1 steht und mithin der Ventilkörper Q durch die Feder finn, wie in der Zeichnung dargestellt, in der Öffnungsstellung gehalten wird, steht somit die rechte Seite
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bindung ; sie ist also drucklos.
Da die linke Seite des Zylinders A7, wie oben erwähnt, dauernd unter Druck steht, sucht daher die Kolbenstange G1 sich im entgegengesetzten Sinne des Pfeiles y zu verschieben, und hält mithin sowohl bei Stillstand als auch bei einer in
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Berührung mit der Anschlagfläche h4 des Schlitzes h2 der Kolbenstange Hl. Der Kolben H steht also, solange der Bund h3 den Arm K des Winkelhebels jK nicht berührte ständig in kraftschlüssig-zwangläufiger Verbindung mit der Muffe D, von deren Stellung die Kolbenhublänge der Pumpe abhängt.
Die Lage des Bundes h3 ist nun derart bestimmt, dass er bei einer im Sinne des Pfeiles y erfolgenden Verschiebung des Kolbens H erst dann auf den Arm K des Winkelhebels K, Kl trifft. wenn der Kolben H eine Stellung erreicht hat, der eine verhältnismässig kleine Hublänge der Pumpenkolben entspricht. Diese Kolbenhublänge muss jedoch noch um einen hinreichenden Betrag grösser sein als diejenige Kolbenhublänge, bei der die Pumpe gerade so viel fördern würde, als erfahrungsgemäss die Undichtigkeitsverluste betragen. Bei weiterer Verschiebung des Kolbens H im Sinne des Pfeiles y besteht daher zwischen dem Kolben H und dem Ventilkörper Q durch Vermittlung des Bundes h3, des Winkelhebels K, Kl, der Stange M, des Hebels P und des Stiftes pl eine kraftschlüssigzwangläufige Verbindung, die eine Annäherung des Ventilkörpers Q an seinen Sitz zur Folge hat.
Die zwangläufige Verbindung, die vor dem Zusammentreffen des Bundes h3 mit dem Hebelarme K zwischen dem Kolben H und der Muffe D vorhanden war, bleibt hierbei unverändert bestehen, so dass eine weitere Verkleinerung der Kolbenhublänge stattfindet.
Die Verhältnisse sind nun derart gewählt, dass die Kolbenhublänge, die im Augenblicke des Auftreffens des Ventilkörpers Q auf seinen Sitz vorhanden ist, noch um einen passend gewählten geringen Betrag grösser ist als diejenige Hublänge, bei der die Pumpe gerade so viel fördern würde, als die Undichtigkeitsverluste betragen.
Beim regelrechten Betriebe der Pumpe nehmen die einzelnen Teile der beschriebenen Vorrichtung die in der Zeichnung dargestellte Lage ein. Der Kolbenschieber C2 ist hierbei derart eingestellt, dass das zur Arbeitsmaschine führende Druckrohr c6 mit den von der Pumpe kommenden Rohren a2 und a3 und das zur Abführung des Abwassers der Arbeitsmaschine dienende Rohr c7 mit dem Abflussrohre c* in Verbindung steht. Ferner steht der Bund h3 der Kolbenstange H'ausser Berührung mit dem Arme K des Winkelhebels K, Kl, so dass der Ventilkörper Q durch die Feder ml in der Öffnungsstellung gehalten wird und demgemäss der Steuerkolben H in kraftschlüssig-zwangläufiger Verbindung mit der Muffe D steht, von deren Stellung die Hublänge der Arbeitskolben der Pumpe abhängig ist.
Die Pumpe verhält sich dann genau so wie die eingangs erwähnten bekannten Pumpen, weil der Steuerkolben H, von dessen Stellung die Hublänge der Arbeitskolben abhängig ist, derart unter der Wirkung des Flüssigkeitsdruckes und eines diesem entgegenwirkenden Kraftspeichers J steht, dass der Flüssigkeitsdruck den Steuerkolben im Sinne einer Verkleinerung der Kolbenhublänge, nämlich im Sinne des Pfeiles y, zu verschieben sucht. Wenn also der Verbrauch an Druckflüssigkeit nur gering ist, so stellt der Steuerkolben H die Pumpe selbsttätig auf eine entsprechend kleine Hublänge der Arbeitskolben, und bei einem grösseren Verbrauche an Druckflüssigkeit auf eine entsprechend grössere Hublänge ein.
Der eigenartige Vorteil des Erfindungsgegenstandes zeigt sich erst, wenn die Förderung der Pumpe unterbrochen wird, indem man den Kolbenschieber C2 derart einstellt, dass die Kanäle c'und c6 abgeschlossen werden. Es tritt dann in den Rohren a2, a3, a, 0 und auf der rechten Seite des Kolbens H eine Drucksteigerung ein, der Kolben H verschiebt sich nach links und die Hublänge der Pumpe wird vermindert.
Bei der Verschiebung des Kolbens H trifft schliesslich der Bund h3 auf den Arm K des Winkelhebels K KI. Bei der weiteren Verschiebung des Kolbens H im gleichen Sinne wird unter weiterer Verminderung der Hublänge der Pumpe, durch Vermittlung des Winkelhebels K, Kl der Stange M und des doppelarmigen Hebels P der Stift pl nach abwärts und der Stift p2 nach aufwärts verschoben. Die Folge hiervon ist, dass schliesslich der Ventilkörper Q unter der Wirkung der Feder ql die Kammer n2 und den Kanal n6 von der Kammer n3 und damit auch vom Saugraume der Pumpe absperrt. Der Kolben H befindet sich nunmehr in einer Stellung, der eine Hublänge der Pumpe entspricht, bei der die Fördermenge nur noch um einen geringen Betrag grösser ist als die durch Undichtigkeiten verlorengehende Flüssigkeitsmenge.
Bei der weiteren Verschiebung des Kolbens H wird, unmittelbar nachdem der Ventilkörper A sich auf seinen Sitz aufge, etzt hat, der Ventilkörper R durch den Stift p2 entgegen der Wirkung der Feder rl angehoben, so dass aus dem Zylinder A8 durch das Rohr n9, die Kammern n und n', den Kanal n6 und das Rohr n7 auf der rechten Seite des Kolbens G Druckflüssigkeit in den Zylinder A'eintritt. Nunmehr tritt der Kolben G als selbständige Hiltsmaschine in Tätigkeit. Es wirkt nämlich nach Anhebung des Ventilkörpers R die Druckflüssigkeit auf beide Seiten des Kolbens G.
Da nun dessen rechte Ringfläche die grössere ist, so wird der Kolben G im Sinne des Pfeiles y verschoben, wobei die in dem Schlitze h3 befindliche Rolle p des Hebels F von der Anschlagfläche h'ab- klappt. Bei dieser Verschiebung des Kolbens G wird die Muffe D weiter im Sinne des Pfeiles x verschoben, die Hublänge der Pumpe also weiter verkleinert, bis sie schliesslich gleich Null wird, wenn der Anschlagbund ga zur Anlage an die Stirnwand des Zylinders A7 gelangt ist.
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Da bei der Kolbenhublänge Null in dem Druckrohre a2 keine Flüssigkeitsströmung mehr stattfinden kann, sperrt der Ventilkörper a5 des Rückschlagventils a'unter der Wirkung der Feder at die Rohre a3 und all'vom Rohre a2 ab, so dass die Pumpe, auch wenn die Antriebswelle B weiterläuft, drucklos wird. Sobald die Kolbenhublänge Null eingestellt ist, ist eine weitere Bewegung des Kolbens H im Sinne des Pfeiles y nicht mehr möglich.
Der Kolben bewegt sich vielmehr jetzt unter der Wirkung des auf seiner linken Seite lastenden Luftdruckes infolge der im Zylinder A", den Rohren a10 und a3 und am Kolbenschieber C2 vorhandenen Undichtigkeiten ganz allmählich nach rechts, ohne dass er bei passend bemessener Länge des Schlitzes/ den Hebel F beeinflusst. Der Kolben G verharrt also in seiner der Kolbenhublänge Null entsprechenden Grenzstellung. Der am Bunde h3 der Kolbenstange EI anliegende Arm K des Winkelhebels K, Kl folgt der Bewegung des Kolbens H.
Hierbei senkt sich allmählich der Ventilkörper R und der Stift pl nähert sich wieder dem Ventilkörper Q. In dem Augenblicke, in dem der Ventilkörper R in die Schliesslage gekommen ist, kommt der Stift p1 zur Anlage an den Ventilkörper Q. Bei der weiteren Bewegung des Kolbens H wird nun der Ventilkörper Q angehoben, so dass die rechts vom
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Saugraume der Pumpe in Verbindung tritt. Infolgedessen erlangt der Flüssigkeitsdruck auf der linken Seite des Kolbens G das Übergewicht und der Kolben G verschiebt sich so weit nach rechts, dass die Rolle f1 des Hebels F sich wieder an die Anschlagfläche A'der Kolbenstange Hl anlegt.
Da die Pumpe nunmehr wieder auf eine Hublänge eingestellt ist, bei der die geförderte Flüssigkeitsmenge erheblich grösser ist als die Undichtigkeitsverluste, so verschiebt sich der Kolben H wieder nach links, wobei sich die oben geschilderten Vorgänge wiederholen. Der Kolben G kehrt also in die der Kolbenhublänge Null entsprechende Grenzstellung zurück und verharrt wieder längere Zeit in dieser Stellung, worauf er sich von neuem vorübergehend nach rechts bewegt und unmittelbar darauf in seine Grenzstellung zurückkehrt. Die Pumpe bleibt also, abgesehen von kurzen vorübergehenden Unterbrechungen, drucklos.
Es wird also der bei den eingangs erwähnten bekannten Pumpen auftretende Übelstand vermieden, dass die Pumpe, auch wenn sie keine Nutzarbeit leistet, dauernd nur mit einer bestimmten, den Undichtigkeitsverlusten entsprechenden toten Hublänge unter hoher Beanspruchung und entsprechender Abnutzung weiterarbeiten kann.
Soll die Arbeitsmaschine wieder in Gang gesetzt werden, so werden durch Verstellung des Kolbenschiebers C2 die Kanäle cl und cs geöffnet. Infolgedessen sinkt der Druck in den Rohren aa und al und auf der rechten Seite des Kolbens H und dieser verschiebt sich unter der Wirkung des auf der linken Seite des Kolbens H herrschenden Lufidruckes sehr rasch nach rechts. Diese Bewegung des Kolbens H hat, wie oben im einzelnen erläutert ist, schliesslich zur Folge, dass sich der Kolben G nach rechts bewegt und die Rolle j1 des Hebels F wieder zur Anlage an die Anschlagfläche hot der Kolbenstange Hl gelangt.
Es besteht nunmehr wieder eine kraftschlüssig-zwangläufige Verbindung zwischen dem Steuerkolben H und der Muffe D, von deren Stellung die Hublänge der Pumpe abhängt. Sobald sich der Kolben H so weit verschoben hat, dass die eingestellte Hublänge dem Flüssigkeits- verbrauche der Arbeitsmaschine entspricht, tritt wieder der Beharrungszustand ein, von dem bei der Beschreibung der Wirkungsweise ausgegangen wurde.
Wenn der Kolbenschieber C2 längere Zeit in der Abschlussstellung verbleibt, kann sich der Kolben G, wie oben geschildert ist, vorübergehend so weit nach rechts verschieben, dass die Rolle f1 des Hebels F wieder zur Anlage an die Anschlagfläche h'der Kolbenstange Hl gelangt. Bei dieser Bewegung des Kolbens G gibt es eine Zwischenstellung, der eine Hublänge entspricht, bei der die Pumpe gerade die Undichtigkeitsverluste decken würde.
Würde die Verschiebung des Kolbens G nun sehr langsam erfolgen, so wäre der Fall denkbar, dass sich die Kolben G und H nach mehrfachem hin und her pendeln schliesslich so einstellen, dass einerseits der Kolben G sich in der erwähnten Zwischenstellung befindet und die Pumpe daher nur so viel fördert, als die Undichtigkeitsverluste betragen, und dass andrerseits die Ventilkörper Q und R, deren Stellung durch den Steuerkolben H geregelt wird, sich gleichzeitig in der Abschlussstellung befinden. Die Pumpe würde dann dauernd mit der der Stellung des Kolbens G entsprechenden Hublänge unter hoher Beanspruchung und entsprechender Abnutzung weiterlaufen.
Damit dieser Übelstand, der durch die Erfindung gerade vermieden werden soll, nicht eintreten kann, muss man dafür Sorge tragen, dass sich der Kolben G aus seiner der Hublänge Null entsprechenden Grenzstellung möglichst rasch so weit verschiebt, dass die Rolle f1 zur Anlage an die Anschlagfläche h'der Kolbenstange EI gelangt. Zu diesem Zwecke muss bei der in Fig. i dargestellten Ausführungsform der äussere Durchmesser des Ventilkörpers Q so gross gewählt werden, dass der Durchflussquerschnitt auch bei sehr geringer Hubhöhe des Ventilkörpers einen raschen Abfluss der auf der rechten Seite des Kolbens G in dem Zylinder A7 befind- lichen Flüssigkeit gestattet.
Fig. 2 zeigt nun eine Ausführungsform, die auch bei ver-
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hältnismässig kleinem Durchmesser des Ventilkörpers Q eine unbedingt sichere Wirkungweise gewährleistet.
Bei dieser Ausführungsform ist zwischen dem Stift pl und dem Ventilkörper Q eine zweiteilige Muffe T eingeschaltet, die auf dem Stifte pl und einem an dem Ventilkörper Q befestigten, mit einem Kopfe qu versehenen Bolzen q2 verschiebbar gefühl t ist. Die Muffe T besitzt einerseits eine Anschlagfläche tl, mit der sie sich, wenn sie sich dem Ventilkörper Q nähert, an den Kopf q3 des Bolzens y'anliegen kann, und andrerseits eine Anschlagfläche für den Stift pl. Die Verhältnisse sind so gewählt, dass bei der Abschlussstellung des Ventilkörpers Q und bei derselben Winkelstellung des Hebels P, bei der sich bei der Ausführung nach Fig, I der Stift pl an den Ventilkörper Q anlegt, einerseits der Stift pl mit der
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Berührung steht.
Zwischen die Muffe T und den Ventilkörper Q ist eine Feder t3 eingeschaltet, deren Stärke so bemessen ist, dass sie auf den Veutilkörper Q, wenn gleichzeitig die Anschlagfläche t1 mit dem Kopfe q3 des Bolzens und der Stift pl mit der Anschlagfläche t2 in Berührung steht, eine Kraft ausübt, die nahezu gleich dem Widerstande ist, den der Ventilkörper Q unter der Wirkung des auf ihm lastenden Flüssigkeitsdruckes und der Feder ql einer Verschiebung aus der Abschluss-in die Öffnungsstellung entgegensetzt.
Erfolgt bei Verwendung dieser Anordung nach der Einstellung der Hublänge Null eine langsame Verschiebung des Kolbens H nach rechts, so wird durch den Stift pl, nachdem er zur Anlage an die Anschlagfläche t2 der Muffe T gelangt ist, zunächst lediglich die Feder t3 zusammengepresst, ohne dass der unter der Wirkung der Feder ql und des Flüssigkeitsdrnckes stehende Ventilkörper Q angehohen wird.
Sobald bei der Weiterbewegung des Stiftes pI an der jetzt auch die Muffe T teilnimmt, die Anschlagfläche t'zur Anlage an den Kopf q3 des Bolzens q2 gekommen ist, wird nunmehr bei weiterer Verschiebung des Kolbens H der Ventilkörper Q angehoben, so dass Druckflüssigkeit aus der Kammer n2 in die Kammer n3 und in den mit dieser durch das Rohr n8 dauernd in Verbindung stehenden Saugraum übertritt und daher in der Kammer n2 ein Druckabfall stattfindet. Es genügt nun ein ganz geringer Druckabfall, um zu bewirken, dass der Druck der Feder t3 das über- gewicht über den Druck der Feder ql und der Druckflüssigkeit erlangt.
Der Ventilkörper Q bewegt sich dann sofort unabhängig von dem Stifte pl so weit im Sinne des Offnens, dass auch bei verhältnismässig kleinem Durchmesser des Ventilkörpers ein hinreichend grosser Durchflussquerschnitt entsteht. Die Druckflüssigkeit kann nun schnell aus dem Zylinder A7 entweichen und der Kolben G verschiebt sich daher, nachdem er sich in Bewegung gesetzt
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Da die Pumpe nunmehr auf eine Hublänge eingestellt ist, bei der die geförderte Flüssigkeitsmenge erheblich grösser ist als der Undichtigkeitsverlust, so bewegt sich der Steuerkolben H wieder nach links, so dass sich der Stift p2 dem Ventilkörper R nähert und diesen, nachdem er zur Anlage an ihn gelangt ist, anhebt. Gleichzeitig senkt sich der Stift pl und der Ventilkörper Q setzt sich wieder auf seinen Sitz auf. Da nunmehr der
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sich dieser nach links verschiebt und die Pumpe wieder auf die Hublänge Null einstellt.
Die gleiche Einrichtung, die gemäss Fig. 2 zur Erzielung einer schnellen Öffnungsbewegung des Ventilkörpers Q vorgesehen ist, kann selbstverständlich auch zur Erzielung einer schnellen Öffnungsbewegung des Ventilkörpers R verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
I, Regelungsvorrichtung für Kolbenpumpen mit Wellenantrieb und veränderlicher Hublänge, bei der ein zum Verstellen der Kolbenhublänge dienender Steuerkolben beim Betriebe der Pumpe derart unter der Wirkung des durch die Pumpe erzeugten Flüssigkeitsdruckes und eines diesem entgegenwirkenden Kraftspeichers steht, dass der Flüssigkeitsdruck den Steuerkolben im Sinne einer Verkleinerung der Hublänge zu verstellen sucht, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hilfsmaschine (G, A7) vorgesehen ist, die dazu bestimmt ist, die Pumpe so einzustellen, dass sie entlastet wird und dass ein Steuerungsteil (H), der eine die
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der Ruhe-in die Arbeitsstellung überzuführen vermag.