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Antriebsvorrichtung für Baumwolldreiwalzenstreckwerke mit hohem Verzug.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Antriebsvorrichtung für Baumwolldreiwalzen streckwerke mit hohem Verzug. Bei derartigen Streckwerken hat es sich als ausserordentlich wichtig herausgestellt, dafür zu sorgen, dass zwischen dem Speisezylinder und dem Mittelzylinder jeder Verzug vermieden wird. Der Grund hierfür ist der, dass die leichte Oberwalze des Mittelzylinders von dem Vorgarn, welches an manchen Stellen stärker, an manchen Stellen schwächer gedreht ist, an den stärker gedrehten Stellen von dem Fasergut etwas angehoben wird, so dass das Fasergut an der Walze entlang schleift, während die Druckwalze nur an den leichter gedrehten Stellen ein Ausziehen des Fasergutes bewirken kann.
Da sich bei einem z. B. 3fachen Verzug jeder Fehler 30fach multipliziert, so ist hieraus ersichtlich, wie wichtig es ist, dafür Sorge zu tragen, dass gerade bei einem Streckwerk mit hohem Verzug jedes Verstrecken der Fasergutes zwischen dem Speise-und Mittelzylinder vermieden wird.
Zur Erreichung des angestrebten Zweckes wird eine Walze verwendet, die sowohl den Einfuhrzylinder als auch den glatten Mittelzylinder im gleichen Sinne und mit der gleichen Oberflächengeschwindigkeit durch Friktion antreibt, wodurch die Wirkung des Walzenstreckwerkes mit hohem Verzug wesentlich gefördert wird.
Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert. Sie stellt ein Dreiwalzenstreckwerk mir den Speise walzen 1, 1 a, dem mittleren Zylinderpaar 2, 2 a und dem Verzugwalzenpaar 3, 3a dar. Der glatt ausgebildete Zylinder 2 besitzt einen kleinen Durchmesser von ungefähr IO mm, damit er dicht an das Verzugswalzenpaar herangerückt werden kann. Um einen 10 bis 50fachen Verzug des Fasergutes zu erzielen, muss man dafür sorgen, dass der Klemmpunktabstand zwischen 2, 2 a und 3, 3 a wesentlich geringer als der mittlere
Stapel ist. In der Zeichnung ist ein Abstand von I5 mm zwischen den Klemmpunkten der Walzenpaare 2, Sa und 3. 3 a und ein Gewicht für die Oberwalze 2 a von ungefähr 60 g angenommen.
Der Zylinder 2 wird nicht mehr wie bisher üblich von der Maschine aus durch ein Zahnradgetriebe in Drehung gesetzt und besteht nicht mehr aus einer die gesamte Maschinenlänge durchziehenden Walze, sondern aus kurzen Zylinderstucken, die die gleiche Länge wie die Druckwalzen 2 a besitzen können. Der Antrieb der kurzen Zylinderabschnitte 2 erfolgt durch eine Friktionswalze 4, welche die gesamte Maschinenlänge durchzieht und ihrerseits einen an der Maschinenseite vorgesehenen Zahnräderantrieb besitzt.
Die Speisewalze 1, welche sich mit derselben Umfangsgeschwindigkeit dreht wie der Zylinder 2, erhält von der Walze 4 aus ebenfalls durch Friktion ihren Antrieb.
Die Verzugswalze 3 ruht in dem festen Lagerständer 5, während die Walzen 1, 1 a, 2, 2 a und 4 von einem Hilfslagerständer 6 getragen werden, der, wie der eingezeichnete
Pfeil erkennen lässt, seitlich versellt werden kann, um den Klemmpunktabstand zwischen 2,2 a und 3, 3 a entsprechend der Stapellänge ändern zu können.
Das Fasergut 7 wird zwischen den Einführwalzen 1. la positiv festgeklemmt, während es zwischen den Walzen 2, 2 a, die von den Walzen 1, 1 a beispielsweise einen Abstand von 20 mm aufweisen, nur mit schwachen Druck gehalten werden. welche ein freies schnelles Hindurchziehen der Fasern aus dem Walzenpaar 2, 2a ermöglicht. ohne dass die einzelnen Fasern ihre Nachbarfasern durch Adhäsion mitnehmen können.
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