DE15070C - Neuerungen an Drahtwalzwerken - Google Patents
Neuerungen an DrahtwalzwerkenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B1/00—Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations
- B21B1/16—Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling wire rods, bars, merchant bars, rounds wire or material of like small cross-section
- B21B1/18—Metal-rolling methods or mills for making semi-finished products of solid or profiled cross-section; Sequence of operations in milling trains; Layout of rolling-mill plant, e.g. grouping of stands; Succession of passes or of sectional pass alternations for rolling wire rods, bars, merchant bars, rounds wire or material of like small cross-section in a continuous process
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
kaiserliches mm
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 7: Blech- und Drahteuzeügung.
EMANUEL MINARY in PARIS. Neuerungen an Drahtwalzwerken.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. December 1880 ab.
Bei den vorhandenen Walzwerken wird das Eisen im mattrothwarmen Zustande von dem
Vorwalzwerk geliefert bei einem quadratischen Querschnitt von 10 bis 12 mm Seite; hierauf
tritt es in das Drahtwalzwerk selbst ein. Dieses besteht meist aus zwei Walzgerüsten; das Eisen
wird dem ersten Caliber des ersten Gerüstes zugeführt, dann dem ersten Caliber des zweiten
Gerüstes, dann dem zweiten Caliber des ersten ■ Gerüstes, dann dem zweiten Caliber des zweiten
Gerüstes u. s. w. So befindet sich das Eisen gleichzeitig in zwei bis vier Calibern, je nach
seiner Länge. Nachdem der Durchgang durch diese acht Caliber (da jedes Walzenpaar deren
meist vier besitzt) bewerkstelligt ist, folgen noch ein oder zwei Gerüste zur Herstellung des verlangten
Querschnittes. Die Caliber zeigen meist Querschnitte, die von Quadrat zum Oval oder
umgekehrt führen. Eine Gesetzmäfsigkeit in der Querschnittsänderung liegt meist nicht vor.
Das Ergreifen des ersten Drahtendes beim Austritt au.s einem Caliber und Einführen in das
folgende mufs mit viel Sorgfalt geschehen, damit Schleifeiibildungen vermieden werden, Aufserdem
findet stets eine bedeutende Abkühlung statt, da die Drahtschleife auf den kalten Glasplatten
des Bodens liegt. Die Drahtgeschwindigkeiten sind sehr grofse, bis 4 m. Eine grofse
Schwierigkeit liegt ferner in dem Einführen des Drahtes in die Führungen, die jedem Caliber
vorausgehen; oft macht sich das Abschneiden des Endes nöthig.
Der Wechsel von quadratischen und ovalen Calibern bietet Arbeitsverluste dar, da das eine
Caliber die Ecken eines Quadrates zu bilden hat, während das nächste die Aufgabe hat, sie
wieder zu beseitigen. Ferner ist die Abkühlung um so bedeutender, je gröfser der Umfang des
Calibers, d. h. beim quadratischen gröfser als beim ovalen.
Alle die aufgeführten Uebelstände sucht der Erfinder durch vorliegendes Walzwerk zu beseitigen,
das die Verwendung von nur ovalen Calibern zeigt. Ferner besteht zwischen den einander folgenden Querschnitten eine Gesetzmäfsigkeit.
Seien F1 und F2 zwei einander
folgende Caliberquerschnitte, so sei stets
F1Z=CiF1,
worin a. für ein AValzwerk constant und am
besten gleich 0,725 ist. Für Stahl kann dieser Streckcoefficient bis 0,8 oder 0,85 steigen, während
bei weichem Eisen 0,700 genügt. Von dieser Regel ausgenommen ist das letzte Caliber,
das rund ist.
Genaue Untersuchungen haben die grofse Differenz im Arbeitsverbrauche der verschiedenen
Caliber der gewöhnlichen Walzwerke dargethan; jener Coefficient schwankte von 0,692 bis 0,935.
Bei letzteren Coefficienten liegt ein Strecken kaum noch vor, nur der Schaden der Abkühlung
bleibt bestehen.
Das vorliegende. System zeigt drei Unterschiede dem gebräuchlichen gegenüber:
1. Vermeidung quadratischer Caliber und ausschliefsliche Anwendung ovaler Form.
2. Verwendung eines constanten Streckcoefficienten, im Mittel α = 0,725.
3- Coiistanz des Axenverhältnisses der
(I
Ellipsen für jedes AValzwerk. —=2 bis 1,5.
Claims (1)
1. Horizontale und verticale Walzenstücke, die die Caliber tragen, aufserhalb der Lager.
2. Uebertragungsräder für die unteren Walzen, Stirn- und konische Räder.
3. Transmissions- und Antriebwellen. Durch M erfolgt der Antrieb. Die Transmissionswellen
tragen Räder, deren Durchmesser sich verhalten (in der Richtung des Walzens) wie 1 : α = i,36 : 1.
Die Fig. 5 und 6 zeigen in Grund- und Aufrifs einen Theil einer Walzenanordnung nach
Systemform 1. Die Walzen liegen parallel und horizontal. Die Drahtführungen müssen demnach schraubenförmig sein.
Diese Form bietet den Vortheil der Einfachheit; die konischen Räder fallen weg.
Fig. 10 endlich zeigt sechs elliptische und ein rundes Caliber für Draht von 4,4 mm aus
11 mm Quadrateisen.
Die Systemformen mit parallelen Walzen bieten den Vortheil, bei entsprechend gröfserer
Länge der Walzen mehrere Caliber anordnen zu können.
Die Vortheile des vorliegenden Systems fassen sich, wie folgt, zusammen: Raschere Arbeit,
Erhaltung der hohen Temperatur während des Walzprocesscs, Erspnning von Arbeitskräften,
längere Dauer der Walzen, Erspamifs der motorischen Kraft, besseres Product bezüglich Form,
Dimension und Qualität, Verminderung der Abfalle, Vermehrung der Production.
Die Zeit zum Walzen ist eine sehr kleine; man erhält sie, indem man den Weg durch die
mittlere Geschwindigkeit dividirt. Der Abstand der Walzen ist 35 cm, daher Weg := 0,35 · 7 =
2,45 m. Die erste Walze macht 70 Touren; bei 60 cm Umfang giebt dies eine Peripheriegeschwindigkeit
von 0,7 m. Die letzte Walze von gleichem Umfang hat bei 600 Touren 6 m Geschwindigkeit. Daher mittlere Geschwindig-
0,7 —I— 0,0
keit —- := 3,35 m. Daher die Zeit gleich
keit —- := 3,35 m. Daher die Zeit gleich
= 0,73 Secunden. Der Wärmeverlust ist somit sehr gering, wird im Gegentheil durch die
durch die Compression erzeugte Arbeit völlig ersetzt. Somit wird die Temperatur des Eisens
sowohl constant bleiben, als auch der Arbeitsverbrauch der Maschine.
Die Leistungsfähigkeit berechnet sich, wie folgt:
Bei 6 m Geschwindigkeit werden, da 1 m Länge o,n6 kg wiegt, o,u6 · 6 · 60 = 41,76 kg
pro Minute, 2500 kg pro Stunde geliefert; ungefähr das Doppelte der Production der jetzt
verwendeten Maschinen.
Paten t-Ans ρ euch:
Bei einem Drahtwalzwerk mit hinter einander liegenden, abwechselnd verticalen und horizontalen AValzenpaaren die ausschließliche Benutzung
von Ovalcalibern.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15070C true DE15070C (de) |
Family
ID=292118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT15070D Active DE15070C (de) | Neuerungen an Drahtwalzwerken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE15070C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1189040B (de) * | 1961-02-03 | 1965-03-18 | Schloemann Ag | Verfahren zum Walzen, insbesondere von Draht |
| DE1218385B (de) * | 1953-08-08 | 1966-06-08 | Kocks Gmbh Friedrich | Kontinuierliches Feineisen- und Drahtwalzwerk |
| US4638873A (en) * | 1984-05-23 | 1987-01-27 | Welborn Austin E | Direction and angle maintenance tool and method for adjusting and maintaining the angle of deviation of a directionally drilled borehole |
-
0
- DE DENDAT15070D patent/DE15070C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1218385B (de) * | 1953-08-08 | 1966-06-08 | Kocks Gmbh Friedrich | Kontinuierliches Feineisen- und Drahtwalzwerk |
| DE1189040B (de) * | 1961-02-03 | 1965-03-18 | Schloemann Ag | Verfahren zum Walzen, insbesondere von Draht |
| US4638873A (en) * | 1984-05-23 | 1987-01-27 | Welborn Austin E | Direction and angle maintenance tool and method for adjusting and maintaining the angle of deviation of a directionally drilled borehole |
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