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Einrichtung zur Vergleichmässigung des Stromes in einem Stromkreise, der aus einer Strom- quelle pulsierender Spannung gespeist wird.
Die Erfindung betrifft Einrichtungen und Schaltungsanordnungen in Stromkreisen, welche aus einer Stromquelle mit pulsierender Spannung gespeist werden und bei denen der Strom in einem oder mehreren Arbeitsstromkreisen vergleichmässigt werden soll, derart, dass in diesen Arbeitsstromkreisen ein Strom verringerter Pulbation, im Grenzfalle ein reiner Gleichstrom fliesst. Derartige Einrichtungen sind beispielsweise in Gleichstromkreisen, welche aus einer Wechselstromquelle über Ventilapparate (Vakuumgleichrichter) gespeist werden, erforderlich.
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Gleichstromes unabhängig.
Es ist bekannt, dass man die Vergleichsermässigung des Stromes in einem Arbeitsstromkreise durch Parallelschalten von Widerständen oder Impedanzen, wobei letztere auch durch Transformatorwicklungen dargestellt sein können. durchführen kann (z. B. nach D. R. P.
Nr. 276990). Die Wirkungsweise derartiger Anforderungen ist jedoch auf Arbeitsstromkreise beschränkt, welche keine freien Gleichstrom-EMKe veränderlicher Grösse und Richtung enthalten, weil man Abzweigleitungen mit konstanter Impedanz nicht an die Enden solcher Arbeitsstromkreise anschliessen kann. So hat man beispielsweise bei Reihenschlusskollektor- maschinen zwar den Erregerstrom vergleichmässigt, vom Ankerstromkreis und den Bürsten konnte man bisher den pulsierenden Strom jedoch nicht fernhalten. Hier greift die Erfindung ein.
Nach der Erfindung soll der Strom in einem von pulsierendem Gleichstrom durchflossenen Arbeitsstromkreise, welcher eine oder mehrere freie Gleichstrom-EMKe veränderlicher Grösse und Richtung enthält, dadurch vergleichmässigt werden, dass neben den Arbeitsstromkreis einoder mehrere Zweigstromkreise geschaltet werden, die Ohmsche Widerstände oder Impedanzen und in Reihe damit freie Gleichstrom-EMKe enthalten, welche, wie die Gleichstrom-EMKe im Arbeitsstromkreis, in Grösse und Richtung veränderlich oder regelbar sind und die Zweigstromkreise von Gleichstromkomponenten des pulsierenden Stromes entlasten.
In den Fig. i und 2 sind zwei Schaltungsanordnungen gemäss der Erfindung dargestellt.
Hierbei ist angenommen, dass der pulsierende Gleichstrom durch ein Vakuumventil, z. B. einen Quecksilberdampfgleichrichter 1 geliefert wird. Die Anoden dieses Gleichrichters sind in bekannter Weise mit der Sekundärwicklung eines Wechselstromtransformators 2 verbunden, der an ein Wechselstromnetz 3 angeschlossen ist. Von der Mitte der Transformatorwicklung und von der Kathode führen in an sich bekannter Weise die Leitungen 4 und 5 zu dem Arbeitsstromkreis, in welchem der Strom vergleichmässigt werden soll. Dieser Arbeitsstromkreis enthält einen Gleichstrommotor 6, dessen Nebenschlusswicklung mit 7 bezeichnet ist. An den Bürsten des Gleichstrommotors tritt im Betriebe eine freie Gleichstrom-E. M. K. veränderlicher Grösse auf.
Erfindungsgemäss ist nun in Fig. i neben dem Verbrauchsstromkreis ein Zweigstromkreis eingeschaltet, welcher eine Impedanz 9 und, in Reihe damit, eine freie Gleichstrom-EMK, dargestellt durch eine Hilfsmaschine 13, enthält. Letztere ist in Grösse und Richtung gleichsinnig wie die Gleirhstrom-EMK des Motors 6 veränderlich, denn die Hilfsmaschine 13 wird von
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zeichnet ; 18 ist ein Feldregelungswiderstand.
Damit die Einrichtung ihren Zweck erfüllt und die Gleichstromkomponente des pulsierenden
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jedoch nahezu vollkommen über den Zweigstromkreis P, 13 gesandt wird, muss dafür gesorgt werden, dass die GIeichstrom-EMK der Hilfsmaschine 13 der an den Verzweigungspunkten 10 und 11 herrschenden Gleichspannung stets angenähert das Gleichgewicht hält und dass die
Impedanz des Zweigstromkreises klein ist gegenüber der Impedanz des Arbeitsstromkreises.
(Man wird also die Hilfsmaschine 13 zweckmässig mit Kompensationswicklung ausführen. )
Die resultierende Impedanz der Transformatorwicklung 9 wird durch das Zusammenarbeiten mit der zweiten, vom pulsierenden Gesamtstrom durchflossenen Transformatorwicklung 8 an sich verkleinert. An Stelle der Impedanz 9 kann auch ein Ohmscher Widerstand treten ; die
Gesamtimpedanz des Zweigstromkreises kann auch durch die Hilfsmaschine 13 gebildet werden.
Bei der Anordnung (Fig. 2) der Erfindung ist als freie Gleichstrom-EMKe-Quelle im
Zweigstromkreise ein Gleichstromnebenschlussmotor 13 eingeschaltet. dessen Erregerwicklung 17 aus dem vergleichmässigten Verbrauchsstromkreise gespeist wird. Bei dieser Anordnung ent- nimmt der Motor 13 über den Zweigstromkreis nur Leerlaufstrom, seine Geschwindigkeit regelt sich dabei selbsttätig stets so, dass vom Leerlaufspannungsabfall abgesehen die an seinen Bürsten auftretende Gegen-EMK stets der Gleichspannung an den Enden des Arbeitsstromkreises gleich wird. Die Impedanzen der Stromkreise können durch Drosselspulen, z. B. 19, abgeglichen werden.
In Fig. 2 ist noch eine weitere Einrichtung nach der Erfindung dargestellt, nämlich eine
Gleichstromhilfswicklung 20 auf dem Transformator 12. Diese Wicklung wird aus einer auf der
Welle des Nebenschlussmotors 13 sitzenden Gleichstrommaschine 21 über einen Regler 22 und eine Drosselspule 21 gespeist und hat den Zweck, das Gleichstromfeld des Transformators, welches von den Wicklungen 8 und 9 herrührt, ganz oder teilweise aufzuheben. Durch ein hohes Gleichstromfeld würde der Transformator in seiner Eigenschaft als Wechselstromübertrager beeinträchtigt werden. Die Drosselspule 24 soll die im Stromkreise der Wicklung 20 vom Transformatorwechselfelde induzierte Wechselstromkomponente glätten.
Um die Gleichstromstärke in der Wicklung 20 yon der Verbrauchsstromstärke im Teilstromkreise abhängig zu machen, ist die Maschine 27 mit einer Kompoundwicklung 23 versehen.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zur Vergleichsmässigung des Stromes in von pulsierendem Gleichstrom durchflossenen Arbeitsstromkreisen, wobei diese Arbeitsstromkreise eine oder mehrere freie Gleichstrom-E. M. Ke. veränderlicher Grösse und Richtung enthalten, dadurch gekennzeichnet. dass neben die Arbeitsstromkreise ein oder mehrere Zweigstromkreise geschaltet sind, die Ohmsche Widerstände oder Impedanzen und in Reihe damit freie Gleichstrom-EMKe enthalten, welche wie die Gleichstrom-EMKe der Arbeitsstromkreise veränderlich oder regelbar sind und die Zweigstromkreise von Gleichstromkomponenten des pulsierenden Stromes entlasten.