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Elektrodensteuerung für elektrische Öfen mit Liehtbogenschmelzung.
Bei elektrischen Öfen mit Lichtbogenschmelzung erfolgt bekanntermassen der Nachschub der Elektroden sowie die Einstellung der Stromstärke durch einen selbsttätig arbeitenden
Reguliermotor. Es hat sich nun gezeigt, dass die Elektroden durch die selbsttätige Regu- lierung häufig hart auf das Schmelzgut bzw. auf den Schrott aufgesetzt werden und zerbrechen. Die Ursache ist darauf zurückzuführen, dass das Schmelzgut zunächst eine schlechte
Leitfähigkeit besitzt, so dass die Elektrode nicht den Strom führt, für welchen die selbst- tätige Regulierung eingestellt ist. Diese wird infolgedessen das Bestreben haben, die Elek- troden zu senken, und dabei werden die letzteren schliesslich stark auf den Schrott auf- setzen.
Wird trotzdem die normale Stromstärke noch nicht auftreten, so wird das Aufpressen noch heftiger erfolgen, bis entweder die Stromstärke erreicht oder die Elektrode zu Bruch gegangen ist. Der häufige Elektrodenbruch soll nun gemäss der Erfindung dadurch verhütet werden, dass ein Umschalter für die Drehrichtung der den Nachschub der Elektroden regelnden Motoren mit den Elektrodenhaltern bzw. einer zu diesen gehörigen Stellvorrichtung durch eine Übertragung derart verbunden ist, dass er bei Anschlag der Elektroden oder der
Stellvorrichtung an das Schmelzgut in die andere Schaltstellung zwecks Umkehrung der
Elektrodenbewegung umgelegt wird.
Zweckmässig wird die Anordnung so getroffen, dass die elastische Durchbiegung der Elektrodenhalter, die unter der Gewichtswirkung der frei schwebenden Elektroden in dem einen Sinne und zufolge der Entlastung und des Gegen- druckes beim Aufsetzen der Elektroden im entgegengesetzten Sinne erfolgt, unter Fortfall einer besonderen Stellvorrichtung zur Bewegung der den Umschalter umsteuernden Über- tragung dient.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, bei welchem der letztere Gedanke zur Anwendung gelangt ist. Es wird also durch das Zurück- schnellen der Elektroden in ihre entlastete Lage die Drehrichtung des Reguliermotors so geändert, dass die Elektrode im nächsten Augenblick gehoben und hiedurch das gewaltsame
Aufsetzen oder Aufpressen der Elektrode auf das Schmelzgut verhindert wird.
Die Elektrodenhalter a (Fig. I) werden in den Führungen b durch den Regulier- motor c auf und abbewegt. Beim Einschalten der Elektroden d wird der Reguliermotor c das Bestreben haben, die Elektroden mit ihren Elektrodenhaltern a abwärts zu bewegen, bis die Elektroden d auf dem Schmelzgut oder Schrott e aufsetzen, wie die strichpunktierte
Lage andeutet. Durch das Aufsetzen der Elektroden auf dem Schmelzgut werden die
Elektrodenhalter a entlastet, ihre infolge des Gewichtes der Elektroden bewirkte Durch- biegung verlieren und in ihre entlastete Lage zurückschnellen.
Diese Zurückbewegung der
Elektrodenhalter a wird nun dazu benutzt, um mittels einer geeigneten Hebelübersetzung oder dgl. einen Schalter g zu betätigen und ihn in die aus Fig. 2 ersichtliche Lage um- zustellen, so dass der Reguliermotor c abgeschaltet und seine Drehrichtung geändert wird.
Der Reguliermotor c wird nunmehr die. Elektrodenhalter a und damit die Elektroden d selbst nach oben bewegen, so dass deren Druck auf das Schmelzgut nachlässt. Der Schalter g befindet sich natürlich ebenso wie der Reguliermotor c am festen Teile der Anlage ; er ist mit den verschiebbaren Elektrodenhaltern a durch irgendeine geeignete Hebelübertragung verbunden, die zugleich die Bewegung der Elektroden gegenüber dem festen Teil der
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Anlage zulässt. Diese Übertragung ist in der Zeichnung nicht dargestellt, sondern es ist nur die Verbindung beider Teile schematisch angedeutet. Fig. 2 zeigt der besseren Veranschaulichung wegen die Umstellung des Schalters, welche erfolgt, sobald der Elektrodenhalter a in die punktiert gezeichnete Lage gelangt ist.
Wie anfangs erwähnt, ist es selbstverständlich auch möglich, die Umsteuerung des Motors mittels einer besonderen, an der Elektrode angebrachten Stellvorrichtung zu bewirken, die beim Aufsetzen der Elektrode in Tätigkeit tritt. Diese Einrichtung wird aber kompliziert und verlangt gegebenenfalls eine besondere Isolierung, während die Ausnutzung der elastischen Formenänderungen eine wesentliche Vereinfachung der Anlage mit sich bringt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Elektrodensteuerung für elektrische Öfen mit Lichtbogenschmelzung, dadurch gekennzeichnet, dass ein Umschalter für die Drehrichtung der den Nachschub der Elektroden regelnden Motoren mit den Elektrodenhaltern bzw. einer zu diesen gehörigen Stellvorrichtung
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Elektrodenbewegung umgelegt wird.