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Verfahren zur Herstellung von sehr dünnen Bändern oder Drähten aus Magnesium oder dessen
Legierungen.
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erhältlich. So z. B. konnte man Magnesiumband in der vorteilhaftesten Breite von etwa 6 mm und darüber kaum unter einer Dicke von 0'30 mm und Draht kaum unter einem Durchmesser von 0'5 mm herstellen. Alle bisher in dieser Richtung gemachten Versuche scheiterten. Die Folge davon war, dass die bisherigen Magnesiumlampen ausserordentlich teuer brannten, ausserordentlich viel Rauch entwickelten und grosse Oxydrückstände ergaben. Des weiteren aber war das Lichtemissionsvermögen ein ausserordentlich geringes, da zur Verbrennung der stärkeren Bänder oder Drähte mehr Sauerstoff gehörte, als entsprechend der Oberfläche des Metalls zur Ver- brennung zur Verfügung steht.
Ein weiterer Nachteil der bisherigen Verwendung bestand in dem leichten und kaum aufzuklärenden plötzlichen Verlöschen der Lampen. Es trat dies durch Abreissen der gerade schmelzflüssigen Stelle des Magnesiumbandes oder-drahtes ein. Durch das grosse Gewicht der dicken Asche, durch die Sprödigkeit des dicken Materials sind diese einen Dauerbetrieb aus- schliessenden Unannehmlichkeiten erklärt.
Durch die vorliegende Erfindung ist zum ersten Male die Möglichkeit eines beliebig langen Bandes gegeben und wird dies durch die Anwendung von ausserordentlich feinen Bändern oder Drähten erreicht, die sich gemäss dem der Erfindung zugrunde liegenden Verfahren in einer Breite von 15 oder 20 mm und einer Dicke von 0'04 bis 0'05 mm bzw. einem Durchmesser von 0'12 MM und darunter herstellen lassen. Solche Bänder und Drähte erzeugen nur einen Bruchteil der Rauchmengen, wie sie früher bekannt waren, und ebenso nur eine geringfügige Menge Asche.
Dadurch, dass die an der Flamme bzw. an dem schmelzflüssigen Teil des Magnesiums anhängenden Aschenreste so fein sind, können sie auch den Bestand der Flamme nicht erschüttern. Die Flamme reisst nicht ab, sondern brennt, selbst bei längerem Anhaften von Aschenstücken, dauernd fort.
Ein weiterer Vorteil ist, dass das Licht erheblich grösser ist als früher, weil durch die ausserordentliche Verdünnung des Bandes im Verhältnis zur Oberfläche mehr Sauerstoff aus der Luft bei der Verbrennung mit der Flamme in Berührung kommt. Dadurch aber, dass als Licht nur die von der Oberfläche ausgesandten Lichtstrahlen empfunden werden, wird von einem Bande von 0'05 mm Dicke mindestens so viel Licht erzeugt, wie aus dem bisher bekannten, sechsmal so dicken Bandmaterial.
Gemäss der Erfindung lassen sich solche dünne Bänder und Drähte nur in der Weise herstellen, dass das Material kurz, d. h. wenige Sekunden vor dem Walzen bzw. Ziehen fast bis zum Schmelzpunkt erhitzt wird und ebenso die Walzen oder Ziehsteine selbst sowie auch das Schmiermittel für dieselben auf eine Temperatur bis 2000 C gebracht werden.
So ist es möglich geworden, aus dicken Stangen, wie sie direkt aus der Elektrolyse des Magnesiums hergestellt werden, innerhalb ganz kurzer Zeit foliendünne Bänder oder Drähte zu erzeugen. Zu diesem Zwecke werden die dicken Stangen erst durch mit Rillen versehene Walzen gezogen, indem sie dabei hoch erhitzt werden. Die so verdünnten Stangen gelangen dann gleichfalls unter dauernder Erhitzung in Walzen und werden von diesen auf den gewünschten geringfügigen Durchmesser gebracht.
Es hat sich hierbei herausgestellt, dass nur Walzen von sehr geringem Durchmesser möglich sind, und zwar nach der folgenden Gesetzmässigkeit : Der Durchmesser der Walzen muss
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ungefähr Im Verhältnis von 1000 : i zu der Stärke des zu erzielenden Bandes stehen, d. h. die Magnesiumstangen oder Magnesiumhänder müssen, um z. B. bis auf 0'04 mm Dünne gewalzt werden zu können. unter hoher Erhitzung durch heisse Walzen von 40 cm geführt werden.
Die zu überwindenden Schwierigkeiten bestanden weiter darin, dass das Magnesium bekanntlich sehr leicht verbrennt und sein Verbrennungs- und Schmelzpunkt fast beieinander liegen. Es ist daher notwendig. dass die zu bearbeitenden Bänder oder Drähte mit einer erheblichen Geschwindigkeit durch die möglichst energische Wärmequelle hindurchgeführt werden, um nicht verbrannt zu werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Herstellung von sehr dünnen Bändern oder Drähten aus Magnesium oder dessen Legierungen, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial bei einer Temperatur von annähernd 600"den Walzen bzw. Ziehsteinen, welche ihrerseits eine hohe Erhitzung erfahren, zugeführt wird.
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