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Seilbahn.
Bei leichten Seilbahnen zeigten sich, sofern die Bahnen für militärische Zwecke benutzt wurden, die Nachteile, dass jeweils eine bestimmte Station an Ort und Stelle geschafft werden musste. Hierbei traten häufig Irrtümer und Verzögerungen ein, wenn die mit den Konstruktionen nicht vertrauten Trainkolonnen eine verkehrte Station, beispielsweise eine ; Spann-und Umführungsstation anstatt einer Antriebsstation brachten. Eine getrennte Beförderung des Motors zur Verwendungsstelle bot ebenfalls Schwierigkeiten.
Nach der vorliegenden Erfindung sind diese Schwierigkeiten dadurch behoben, dass auf derselben, gegebenenfalls fahrbaren Grundplatte, Grundrahmen o. dgl. die Antriebsscheibe für die Verwendung der Station als Antriebsstation wie auch eine Endumführungsscheibe zur Verwendung der Station als Endumführungsstation angebracht sind.
Die Einrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Es bezeichnet a den Grundrahmen, auf dem die Doppelstation aufgebaut ist, b ist die Antriebseinrichtung mit der Antriebsscheibe, c ist die Endumführungsscheibe und e ist eine Schlitttenführung, auf der die Endumführungsscheibe mittels Spannseiles hinausgeschoben werden kann, um auf diese Weise geringere Längen im Zugsseildurchhang ausgleichen zu können. Die getrennten Stationsteile b und c sind mit Kuppelstellen d versehen, die jedoch für beide Funktionen der Doppelstation dienen können, indem das Zugseil über eine Rolle f zur Antriebsscheibe oder über eine zweite Rolle g zur Spann-und Umführungsscheibe geführt werden kann. Die Zeichnung gibt eine beispielsweise Ausführung wieder, und zwar in einer Form, wie die zusammengesetzte Station für militärische Zwecke verwendet werden kann, indem der Grundrahmen a auf die Plattform eines Automobils aufgeschoben ist.
Hierbei kann der auf dem Grundrahmen a oder am Automobil sitzende Motor gegebenenfalls mit dem Automobilfahrwerk h oder mit dem Seilbahnantrieb b gekuppelt werden. i sind teleskopartige einschwingbare Stützen o. dgl., auf denen das Automobil bei der Verwendung als Seilbahnstation abgefangen werden kann. Die Scheibe c ist soweit als möglich hinausgeschoben und in die Höhe gerückt, um unterhalb derselben Platz für den Motor und den Führersitz zu schaffen. Die Kuppelstellen d sind einschwingbar in die punktierte Lage und werden in diese Stellung zurückgelegt, sobald die Station mit dem Automobil verfahren werden soll.
Die ganze Station ist überdacht und besitzt seitlich angelenkte, einklappbare Kragträger g, an denen die vorgerichteten und vorgelochten Hängebahnschienen für die Umführung der Station dauernd befestigt sein oder angebracht werden können, sobald die Station für die Verwendung zu Seilbahnzwecken montiert wird. Genügt die Länge des Schlittens zum Ausgleich der Zugsseilspannung nicht, so kann das Automobil als Ganzes vermittelst eines Flaschenzuges und Dynamometers zurückgezogen werden. In ähnlicher Weise kann die Station auch auf einer Lafette o. dgl. montiert werden.
Durch die Kombination nach vorliegender Erfindung wird einmal der Vorteil erzielt, dass die Station, an jedem beliebigen Punkt angebracht, entweder als Antriebs-oder Spannstation verwendbar ist und dass zweitens bei einer etwaigen Beschädigung der Station durch feindliche Geschosse das Seil ohne weiteres umgelegt werden kann, so dass es bei Beschädigung des Antriebes b einer Station ohne weiteres auf die Umführungsscheibe c derselben Station gebracht wird, wobei es durch eine verlaschte Öffnung 1 im Schlitten geführt werden kann, die nach der Durchbringung des Seiles wieder geschlossen wird. Die entgegengesetzte Station wird in diesem Falle in gleicher Weise von ihrer Wirkung als Spannstation zur Antriebsstation durch einfaches Umlegen des Zugsseiles umgeändert und übernimmt dann den Antrieb der Strecke.
Die Konstruktion ist nach Möglichkeit leicht gehalten, aus gepresstem Stahlblech und Automobilguss und kann im Bedarfsfalle in einzelne Teile zerlegt werden, um beispielsweise auf dem Rücken von Tragtieren auf hohe Berge hinaufgebracht zu werden.
Der verfügbare Raum des Automobils wird zur Aufnahme von Stützenköpfen, Seiltragrollen, Gehängen usw. benutzt. Ein zugehöriger Anhängewagen nimmt die übrigen Stützenteile sowie die Seile für eine halbe Bahneinheit auf, so dass im allgemeinen zwei Stationsautomobile mit je einem Anhängewagen eine vollkommene Einheit einer leichten Seilbahn bilden.
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