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Stativkopf mit Horizontierschrauben.
Zur Horizontierung von Messinstrumenten bzw. zum Vertikalstellen von Instrumentenzapfen benutzt man meist Kugelgelenke oder Schraubenhorizontierungen, in welch letzterem Falle eine Einstellung um zwei sich kreuzende Achsen vorzunehmen ist. Diese Einstellung bereitet bei den bekannten Horizontiereinrichtungen mit Schraubeneinstellung Schwierigkeiten.
Sei es, dass man, wie es beim Dreifuss der Fall ist, gleichzeitig an zwei Schrauben arbeiten muss, sei es, dass man einen Vierfuss benutzt, welcher, um eine freie Kippung ohne Mitverwendung von Federn auszuschliessen, eine gleichmässige Bewegung zweier Horizontierschrauben verlangt.
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man die zur Einstellung dienenden Horizontierschrauben des Stativs paarweise zu gemeinschaftlicher gleichmässiger Drehung miteinander kuppelt. Bei Verwendung eines Vierfusses gelangt man dabei zur Ausbildung des Stativs mit zwei Antriebsorganen, von denen jedes die Kippbewegung um eine von zwei zueinander senkrechten Richtungen beherrscht. Das eine Horizontierschraubenpaar kann eventuell auch durch eine Einstellvorrichtung anderer Art, beispielsweise durch ein Schneckenradsegment, ersetzt werden.
Die Horizontierschrauben können in an sich bekannter Weise sowohl parallel zur Stativmittelachse, als auch in einer Ebene rechtwinklig zu der letzteren angeordnet sein.
Die Erfindung ist auf der beigefügten Zeichnung in zwei Ausführungsformen veranschaulicht.
Die Fig. i bis 3 veranschaulichen die bevorzugte Ausführungsform mit vier achsenparallelen Horizontierschrauben. Fig. 4 und 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, welche gegen- über der in Fig. i bis 3 dargestellten die Abänderung aufweist, dass das eine Horizontierschraubenpaar durch ein Schneckenradsegment ersetzt ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. i bis 3 bezeichnet 1 einen Kugelkörper eines Stativkopfes, in dessen Planfläche Nuten 2 eingefräst sind, in denen Steine 3 gleiten. Diese Steine haben halbkugelförmige Senkungen, welche kugelförmige Schrauben enden 4 aufnehmen. Die Schrauben 5, 6 sind mit Rechts-bzw. Linksgewinde ausgerüstet und haben Zahnräder 7, 8 und werden durch die Innenverzahnung des Ringes 9 zur Drehung im gleichen Drehsinne gekuppelt, wobei sie Axialverschiebungen von gleicher Grösse in entgegengesetztem Sinne erfahren. Der Antrieb erfolgt durch das Kegelrad 10 mit Handgriff 11. Zum Schraubenpaar5, 6 ist ein Schraubenpaar 12, 13 achsenparallel um 1800 versetzt angeordnet. Diese Schrauben haben ebenfalls Zahn-
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Griffrad 19 angetrieben wird.
Die Schraubenpaare 5, 6 und 12, 13 befinden sich in verschiedenen Abständen von der Zentralachse 20 des Stativkopfes. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, die Zahnradpaare 7, 8 und 14, 15 in der gleichen Horizontalebene anzuordnen und in gleichen Abmessungen auszuführen, wodurch das Stativ eine besonders geringe Höhe erhält und die Herstellung verbilligt wird, da sämtliche Schrauben in ihren Abmessungen gleich ausfallen.
Die Betätigung der Horizontiervorrichtung geschieht zweckmässig unter Benutzung einer Kreuzlibelle, deren beide Libellenröhren 21, 22 parallel zur Verbindungslinie je eines Schraubenpaares angeordnet sind. Zum Vertikalstellen des Stativzapfens 23 ist hiernach nur nötig, je ein Griffrad 11 oder 19 zu drehen, bis die entsprechende Libelle einspielt. Es braucht hierbei nicht
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ist dadurch erreicht, dass die Schraubenkuge1n 4 in gleicher Ebene und in der Ebene des Zentrums des Kugelkörpers 1 angeordnet sind. Ein zwischen den Zahnrädern etwa bestehender toter Gang ist ohne Einfluss auf die Sicherheit der Einstellung, da der Gang der Schrauben selbsthemmend ist und der tote Gang in beiden Bewegungsrichtungen für die Schrauben eines Paares gleichgerichtet und gleichzeitig wirkt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 ist nur ein Paar von Horizontierschrau ben 24, 25 vorgesehen, welche mit dem Stativzapfen 2. 3 in der gleichen Weise wie bei der Ausführungsform nach Fig. i bis 3 verbunden sind, weshalb die entsprechenden Verbindungsstücke auch ebenso
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Horizontierschrauben ist durch ein Schneckenradsegment 26 mit Antriebsschrauben 27 ersetzt. Damit hierbei die Kippbewegung in der Richtung quer zur Ebene des Schneckenradsegmentes 26 möglich bleibt, ist der Stativzapfen 23 auf dem Schneckenradsegment 26 vermittelst eines Gelenkzylinders 28 gelagert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Stativkopf bzw. Instrumentenfuss mit Horizontierschrauben, dadurch gekennzeichnet,
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entgegengesetztem Sinne durch eine gemeinsame durch einen Handgriff zu betätigende Antriebsvorrichtung miteinander gekuppelt sind.