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Registrierwerk für Gasanalyseapparate.
Die Erfindung bezieht sich auf Registrierwerke für Gasanalyseapparate mit einer Messglocke o. dgl. die im Verhältnis zur Menge des absorbierten Gases mehr oder weniger angehoben wird, dabei aber erst nach Vollendung eines gewissen Hubes auf das Registrierwerk einwirkt. Bei diesen soll nach der vorliegenden Erfindung erreicht werden, dass sie auch für einen wesentlich grösseren Gehalt des zu bestimmenden Gases in der Mischung brauchbar sind, als für den, für dessen Messung sie normal eingestellt sind, d. i. im allge-
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nach dem Bereich, in dem gemessen werden soll.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung schematisch dargestellt, die an dem Registrierungswerke eines Gasanalyseapparates bekannter Konstruktion angeordnet ist.
Bei dieser Ausführungsform wird eine Umstellung durch Veränderung der Lage der
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Absorptionsgefäss durchströmt hat, wird es in das zweite Messgefäss A durch die Leitung b eingeführt. Dieser Apparat kann in Übereinstimmung mit dem Apparat gemäss dem deutschen Patente Nr. 302300 gebaut weiden. Die Messglocke ist an eine Kette e, die über das Rad d läuft und mit ihrem anderen Ende ein Gegengewicht e trägt, aufgehängt. Dieses Gegengewicht e liegt gegen die Stellmutter iz an, die auf die Skala f auf-und heruntergeschraubt werden kann.
Genannte Skala ist in ihrem unteren Teil 11 mit Gewinden versehen und hat einen Schlitz o für das Gewicht e, Das Rad d ist mit dem Anschlage J versehen, der, wenn die Messglocke beim Eintritt des Gasgemisches in dieselbe gehoben wird, schliesslich den Ansatz g, der auf einem grösseren und auf derselben Welle wie das Rad d angeordneten, losen Rad h, angeordnet ist, antrifft. Über das Rad A läuft eine an dem Rade mit ihrem einen Ende befestigte Kette j, welche an ihrem anderen Ende den Farbenstift i trägt, der auf das Diagramm k die Bewegung der Messglocke A registriert. Der Farbenstift i tritt also erst dann in Tätigkeit, wenn der Anschlag f gegen den Ansatz g anschlägt und das grössere Rad/ : mitbringt, oder anders gesagt, die Registrierung umfasst nur die Bewegung der Messglocke gegen Ende der Füllung.
Diese Bewegung der der Messglocke aber ist derart übersetzt, dass der Stift i eine grössere Bewegung als die Glocke erhält, wodurch die Registrierung deutlicher wird.
Sollte jetzt dieser Apparat, dessen Diagramm nur die Registrierung zwischen o bis 20 Volumenprozente berechnet und übrigens nur für Registrierung zwischen diesen Grenzen konstruiert ist, in solchen Fällen verwendet werden, wo der Gehalt an dem zu untersuchenden Gase mehr als 20% beträgt, ist nach vorliegender Ernndung der oben beschriebene Apparat mit einer Skala 1 komplettiert, die mittels der Kette c derart mit der Messglocke A zusammenwirkt, dass diese ein bestimmtes, beliebiges Stück gehoben werden kann, das auf die Skala 1 von einem an die Kette c befestigten Zeiger m registriert wird.
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Die Wirkungsweise der Anordnung ist leicht an dem folgenden Beispiele zu verstehen.
Bei Analyse eines Gasgemisches an einem seiner Bestandteile, dessen Menge z. B. zwischen 20 und 30% des gesamten Volumens des Gasgemisches beträgt, kann nach dem oben Gesagten der bekannte Apparat nicht verwendet werden, da nach der Absorption nicht eine ausreichende Menge Gas zurückbleibt, um die Messglocke solch ein grosses Stück zu bewegen, dass die Teile 5 und g zusammentreffen. Nach vorliegender Erfindung findet jetzt die Registrierung dadurch statt, dass die Messglocke, bevor das Gasgemisch in dieselbe eingelassen wird, ein gewisses Stück gehoben wird, das auf der Skala l z. B. zu 10% an- gegeben wird. Diese Verschiebung aufwärts wird dadurch bewirkt, dass die Mutter n so weit heruntergeschraubt wird, bis der Zeiger den Strich 10 der Skala erreicht.
Der Anschlag/ wird bei diesem Vorgange ein entsprechendes Stück gedreht und nimmt die in der Zeichnung gezeigte gestrichelte Lage ein. Das von dem Absorptionsgefäss einströmende Gasgemisch tritt darauf in die Messglocke hinein, die allmählich gehoben wird und das Registrierungswerk in Bewegung setzt. Die Messglocke wird jetzt offenbar später in Bewegung versetzt und bewegt sich ein kürzeres Stück als vorher, und dies solch ein kurzes Stück, dass bei normaler Ausgangslage derselben die Teile fund g nicht zusammentreffen würden. Auf Grund der gemachten Umstellung werden aber die besagten Teile zusammentreffen und der Stift i wird sich auf das Diagramm k bewegen, wonach das Resultat auf dem Diagramm abgelesen wird.
Dieses Resultat gibt dabei diejenige Gasmenge genau an, die in dem Absorptionsgefäss über die vorher auf der Skala 1 festgestellten il 0/, hinaus absorbiert sind, weshalb das totale Volumen der absorbierten Gasmenge offenbar die Summe von dem Ausschlag auf dem Diagramme und der Umstellung der Skala ! ist.
Die Versetzung des Anschlages f gerade zu dem Ansatz g entspricht normal ohne Umstellung gerade einem Rost von 80% des ursprünglichen Gasvolumens, welcher Weg in der Zeichnung mit dem Bogen Ct bezeichnet ist. Wird die Bewegung unter Mitbringung des grösseren Rades h fortgesetzt, wird dieselbe auf das Diagramm k registriert, weshalb also der Bogen/ ? den zurückbleibenden Prozenten über 80 des ursprünglichen Gasvolumens entspricht. Wird nun die Messglocke ein Stück, das dem Strich 10 entspricht, gehoben, wird der Anschlag zu der gestrichelten Lage verschoben. Wird darauf das von der
Absorption zurückbleibende Gasgemisch in die Messglocke eingelassen, tritt das Registrierungswerk auf bekannte Weise mit dem Ausgangspunkte der eingestellten Lage in Tätigkeit.
Auf dem Diagramme k wird dabei derjenige Teil über 10% des Volumens des Gasgemisches an- gegeben, der in dem Absorptionsgefäss absorbiert wurde. Wäre beispielsweise der Gehalt
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wieder auf o eingestellt und die Analyse verläuft auf vorher bekannte Weise.
Man kann offenbar dasselbe Ziel durch Umstellung des Diagrammes k, des Armes f, des Ansatzes g oder des die Messglocke A umgebenden Gefässes oder durch Veränderung der Länge der Ketten o und j erreichen
Das Diagramm k kann durch eine Skala und der Stift i durch einen Zeiger ersetzt werden.