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Druckregler für Luftradreifen, PressbaHen, Gasbehälter u. dgt.
Der Erfindungsgegenstand ist ein Druckregler für Luftradreifen, Pressballen, Gas- behälter u. dgl., der einerseits beim Spannen'der Reifen den Eintritt eines willkürlich bestimmten Druckes scharf anzeigt und das Überschreiten dieses Druckes mit Sicherheit verhindert, andrerseits jedoch auch vorteilhaft zur Feststellung des in einem Gasbehälter, beispielsweise Luftradreifen, herrschenden Gasdruckes verwendet wird.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in mehreren beispielsweisen Aus- führungsformen zur Darstellung gebracht, und es zeigen die Fig. i bis 3 den Apparat mit festem Dorn für Kraftwagen in Ansicht und'Schnitt, Fig. 4 und 5 den Apparat für Fahrräder in Ansicht und Schnitt, Fig. 6 und 7 eine abgeänderte akustische Signalvorrichtung in
Draufsicht und-in Schnitt. Die Fig. 8 bis 12 veranschaulichen weitere-zwei Ausführungs- formen des Apparates mit Gleitdorn und-Einzelheiten in Ansicht und in Schnitt, während die Fig. 13 eine Einzelheit des Apparates zum, Anschluss an den Gasbehälter für stationären
Gasdruck in Schnitt und in grösserem Massstabe darstellt.
Um den im Pressluftreifen von Kraftwagen herrschenden Luftdruck feststellen zu können, wird der Apparat auf das in der Zeichnung nicht-dargestellte Ventilgehäuse des
Pressluftreifens vermittelst der Schraube- 1, welche auf der eine Skalenteilung tragende
Mantelhülse 2 befestigt ist, aufgesetzt (Fig. i-bis g). Der-die Bohrung der Schraube 1 dicht abschliessende Ventilteller 3 steht unter Druckwirkung einer um der Führungshülse 3a an- geordneten Feder 4, welche als Spiralfeder oder Blattfeder ausgestaltet sein kann und einerseits an den Ventilteller 3, andrerseits an der dem Ventilteller zugewendeten Stirnfläche des in die Mantelhülse 2 eingeschraubten Rohres 5, in welch letzterem die Führungshülse 3a hineinragt, anliegt.
Die zWeckentsprechend, dimensionierte Feder ! 4 kann durch Verdrehen des in die Mantelhülse 2 eingeschraubten Rohres 5-auf eine bestimmte Spannung eingestellt werden, welche durch den unteren freien Rand einer über- der Mantelhülse 2 gleitenden, mit dem Rohre 5 mittels Verschraubung o. dgl. verbundenen Aussenhülse 6 auf der Skalen- teilung der Mantelhülse 2 genau angegeben wird. Mit dem Rohre 5 ist eine in der Zeichnung (Fig. i bis 3) als Stimmpfeifchen dargestellte akustische Signalvorrichtung verbunden, welche beim Überschreiten der skalenmässig angegebenen Spannung durch den im Pressluftreifen herrschenden Druck von dem ausströmenden Luftstrom zum Ertönen gebracht wird.
Die Wirkungsweise des Apparates beim Abmessen des im Pressluftreifen herrschenden
Druckes ist folgende : Es'sei angenommen, dass in dem Pressluftreifen ein höherer Druck vorhanden ist, als jener, auf welchen die Feder 4 gemäss Ablesung der am Apparate an- gebrachten Skalenteilung eingestellt wurde.
Der Ventilteller 3 des auf das Ventilgehäuse des
Pressluftreifens aufgesetzten, Apparates wird nun dadurch gehoben,-dass aus dem Reifen, dessen Ventilkörper durch den Dorn 8 zurückgedrückt ist, Pressluft ausströmt, welche die
Druckwirkung der skalenmässig eingestellten Feder 4 überwindet und den Ventilteller 3 von der als Ventilsitz ausgestalteten Stirnfläche der Schraube 1 abhebt, wodurch die in dieser
Schraube 1 vorgesehene Bohrung freigegeben und derart eine Verbindung des Reifeninnern unter Zwischenschaltung des Apparates mit der Aussenluft hergestellt wird.
Es wird dadurch die in dem Reifen befindliche Druckluft von höherer Spannung als die entgegenwirkende
Federkraft zum Ausströmen gebracht und die Signalvorrichtung solange betätigt, bis ein
Druckniveauausgleich eingetreten ist, worauf der Ventilteller, auf welchen die Feder einwirkte
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befindlichen Druckluft verhindert.. Die an der Mantelfläche vorgesehene Skalenteilung zeigt nun einwandfrei die im Reifen herrschende Druckspannung der Luft.
. Die Prüfung des im Pressluftreifen herrschenden Druckes erfolgt in der Regel derart, dass der Apparat vorher skalenmässig auf eine grössere Druckhöhe eingestellt, als wie der im Reifen herrschende mutmasslich abgeschätzte Druck annehmen lässt und darnach auf das Einlassventil'des Reifens angeschraubt wird. Sodann wird durch Verdrehung des Rohres 5 die Spannung der Feder allmählich vermindert, bis dieselbe dem im Reifen vorhandenen
Luftdruck gleichkommt, welcher Zustand durch das beginnende Ertönen des akustischen
Signales eintritt. wobei der Ventilteller 3 unter Überwindung des Gegendruckes der Feder 4 'gehoben und die im Reifen befindliche Luft durch den Apparat entströmen kann.
Man dreht nun ein wenig zurück, bis das Signal gerade verklingt und kann nun den Druck an der Skala ablesen, wobei der'Apparat auch vom Reifen abgeschraubt sein kann.
Ist im Pressluftreifen ein ungenügender Druck vorhanden und soll in den Reifen noch
Luft eingepumpt werden, bis deren Spannung die erforderliche Höhe erreicht, so dient der
Apparat gemäss der Erfindung zur Überwachung des Ausmasses der Luftbeschickung. Zu diesem Zwecke wird auf den Apparat vermittelst der Schraube 1 ein T-förmig gestaltetes
Rohrstück 9 befestigt, welches einerseits. durch den Rohrschenkel 10 an das Einlassventil des Pressluftreifens, andrerseits durch den Rohrschenkel 11 an die Luftpumpe angeschlossen ist.
Durch Verdrehung'der Aussenhülse 6 des Apparates bis zu dem gewünschten Teilstrich der Skala-an der Mantelhülse 2 wird die Feder 4 auf die entsprechende Spannung ein- gestellt und die Luftpumpe in Tätigkeit gesetzt, Hierbei gelangt soviel Luft in den Press- luftreifen und es wird der Druck in ihm solange erhöht, bis er die skalenmässig eingestellte
Spannkraft der Feder erreicht.
Ein Übermass von eingeführter Pressluft bringt, wie be- schrieben, unter Überwindung der Federdruckwirkung den Ventilteller 3 zum Abheben vom
Ventilsitz an der Schraube 1 und wird die weiters eingebrachte Luft von einem Überdruck gegenüber der skalenmässig festgestellten Druckgrenze aus dem Rohrstück 9 dem Apparat hierdurch entweichen und das akustische Signal'zum Ertönen bringen, was solange andauert, bis durch Ausströmen der überschüssigen Luft ein Druckniveauausgleich zwischen der
Pressung der Luft im Reifen und der skalenmässig eingestellten Spannung der Feder statt- findet ; somit wird im, Pressluftreifen eine Druckspannung herrschen, welche mit dem der
Skalenteilung entsprechenden und vorher am Apparate eingestellten Druck übereinstimmt.
Um das Erreichen einer bestimmten Spannung der in den Pressluftreifen von Fahr- rädern eingeführen Luft genau beobachten und feststellen zu können, ist gemäss der Er- findung der hierzu dienende Apparat von ähnlicher und wesensgleicher Ausführung, wie der vorbeschriebene Apparat zur Bestimmung des im Reifen von Kraftwagen herrschenden
Druckes und erscheint derselbe in Fig, 4 : und 5 veranschaulicht.
Ein T-förmig gestaltetes Rohrstück 12, welches mit der Schraube. M an das in der
Zeichnung nicht dargestellte Einlassventil des Pressluftreifens-angeschlossen ist und dessen
Schenkel 14 mit der Luftpumpe in Verbindung : steht, ist mit einer Mantelhülse 15 befestigt.
Der Ventilteller 16 sitzt auf dem mit der Mantelhülse 15 verbundenen Ende des Rohrstückes 12 auf und schliesst dessen Bohrung vermittelst einer um die hülsenförmige Führung 16a ent- sprechend angeordneten Spiralfeder 17, welche auch durch eine Blattfeder o. dgl. ersetzt sein könnte, dicht ab, Der untere Rand des Aussenmantels M, welcher mit dem in die
Mantelhülse 15 eingeschraubten Rohr 19 zweckmässig verbunden ist, ermöglicht ein Ablesen der durch Verdrehen des Rohres einstellbaren, verschiedenartigen Spannungen, der Feder 17 vermittelst der an der. Mantelhülse 15 vorgesehenen Skalenteilung.
An das Rohr 19-ist, analog wie in den Fig. i bis g, eine akustische Signalvorrichtung angeschlossen, welche beim
Heben des Ventiltellers 16 durch die ausströmende überschüssige Luft zum Ertönen gebracht wird. Soll in dem Presslüftreifen des Fahrrades ein Druck von bestimmter Höhe herrschen, so wird das Rohr 19 solange verdreht, bis der untere Rand des Aussenmantels 18 den
Teilstrich der auf der Mantelhülse befindlichen Skala erreicht, welcher der gewünschten"
Druckhöhe entspricht. Bei diesem Vorgange wird die auf den Ventilteller. ? einwirkende
Druckfeder 17 gleichzeitig auf die der-gkalenmässigen Druckhöhe entsprechende Spannung gebracht.
Sobald die Druckgrenze durch gesteigerte Luftzuführung vermittelst der Pumpe überschritten wird, hebt sich infolge eingetretenen Überdruckes unter Überwindung der
Druckwirkung der skalenmässig eingestellten Feder der Ventilteller und es gelangt durch
Ausströmen der Luft die akustische Signalvorrichtüng solange in Betätigung, bis ein Aus- gleich-des Druckniveaus zwischen der Pressluft und der Federspannung stattgefunden hat, wobei der Ventilteller zum Abschliessen der in den Apparat mündenden Bohrung des Rohr- stückes 12 gebracht wird. Der in dem Pressluftreifen nun herrschende Druck wird genau derselbe sein, wie die Spannung der auf den Ventilteller einwirkenden Feder gemäss der Ablesung bzw, Einstellung auf der Skalenteilung.
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An Stelle des Pfeifchens kann eine beliebig andere akustische Signalvorrichtung Verwendung finden, so z. B. könnte eine Schalldose 20 (Fig. 7 und 8) o. dgl. mit ein oder mehreren Stiuimzungen 21 durch den vom Überdruck entstehenden Luftstrom betätigt werden, Durch Anordnung von derartigen Stimmzungen verschiedener Länge, Empfindlichkeit bzw. i Schwingung, welche nur auf einem Luftstrom jeweilig bestimmter Druckhöhe reagieren, kann auch infolge Betätigung einer oder mehrerer dieser Stimmzungen durch den den Apparat durcheilenden Luftstrom auf die Beschaffenheit und schätzungsweise Höhe des vorhandenen Überdruckes gefolgert werden.
Eine abgeänderte Ausführungsform des Apparates gemäss der Erfindung ist in Fig. 8 im Schnitt veranschaulicht. Derselbe wird mit dem an ihm befestigten Verbindungsstück 22, welches einen die Bohrung 23 aufweisenden rohrförmigen Ansatz 24 trägt, vermittelst eines Holländers 25 o. dgl. auf das Ventil 26 des Radreifens dicht abschliessend aufgesetzt. Der Anschluss des Apparates an das Reifenventil 26. erfolgt hierbei in Form eines rechtwinkligen Schenkels unter Beibehaltung einer möglichst geringen Bauhöhe des Verbindungsstückes 22, um den mitunter kleinen benutzbaren Raum zwischen dem Reifenventil und der häufig beträchtlichen Umfang aufweisenden Nabe des Rades zweckdienlich verwenden zu können, in welchem Zwischenraum der Apparat auf das Reifenventil 26 in dessen geradliniger Fortsetzung ansonsten nicht aufgesetzt werden kann.
Die Nadel 27 des Reifenventils 26 wird zwecks Messung des im Radreifen herrschenden bzw. des Druckes der in den Radreifen eingeführten Luft durch den Gleitdorn 28 vermittelst der Schraube 29. entsprechend zurückgedrückt und der in der Zeichnung nicht dargestellte Ventilkegel des Radreifens von seinem Sitz abgehoben, um beim Messen des im Reifen herrschenden Druckes den Zutritt der darin befindlichen Pressluft durch die Bohrungen 23 und 30 zum Ventilteil des Apparates zu ermöglichen. Analog der in Fig. i bis 3 dargestellten Ausführungsform besitzt der Apparat ausserdem einen in der Höhlung der Schraube bzw. des Ventilkörpers 31 befestigten starren Dorn 32. Die Schraube 31 ist von einem Holländer 33 umgeben, welcher das mit feinerem Schraubengewinde versehene Rohrende 34'aufnimmt.
Auf der als Ventilsitz ausgebildeten oberen Stirnfläche der Schraube 31 sitzt der gut abdichtende Ventilkörper 35 aus Kautschuk oder dgl. auf und es ruht auf der Ventilkappe 36 die um die Führungshülse 37 angeordnete Druckfeder 38 auf. Das die Skalenteilung tragende Rohr 34 ragt in die Aussenhülse 39 hinein und umfasst mittels Schraubengewinde das Rohr 40 in analoger Weise, wie dies bei den Fig. i bis 3 beschrieben wurde.
Um an dem Apparat eine einwandfreie Korrektur oder ein leichtes Nachaichen vornehmen zu können, ist der Aussenmantel 39, mittels welchem die Ablesung an der Skala erfolgt, gegenüber dem Rohre 40 mittels Schraube 41 seiner Höhe nach verstellbar. Am Ende des Rohres 40 ist das Pfeifchen 42. o. dgl. akustisches Signal vorgesehen. Die Beschickung des Radreifens. mit Pressluft erfolgt durch die zur Bohrung 23 des Verbindungsstückes normal gerichteten Bohrung 43 des Rohransatzes 44 (Fig. 9), welche ansonsten mit einer gut dichtenden.
Kappe von der Aussenluft abgeschlossen ist, Bei der hierbei gleichzeitig vorzunehmenden Regelung des Druckes des'auf eine bestimmte Skalenteilung eingestellten Apparates wird die Schraube 29 soweit hineingedreht, dass der Gleitdorn 28 die Ventilnadel 27 vom Radreifen'zurückdrückt und in den Reifen nur eine Pressluft von einer durch die eingestellte Skala angegebene Druckhöhe gelangen kann, während die überschüssige Pressluft durch Heben des Ventils 34 zum Ausströmen und das akustische Signal 42 zum Ertönen gebracht wird. Ein Überschreiten des Druckes im Radreifen ist demgemäss vollständig ausgeschlossen.
Um ein Ankleben des aus Kautschuk bestehenden Ventiltellers 35 zu-vermeiden, wird vor Verwendung des Apparates das Rohr 34 im Holländer 33 etwas herausgedreht ; wobei die im. Rohre 34 schlittenförmig geführte Ventilkappe 36 verdreht und das am Ventiltellersitz etwa anhaftende Ventilteller 35-losgelöst, somit nur der auf den Ventilkörper lastende Druck der auf eine bestimmte Spannung gemäss der Skala eingestellten Feder von der Pressluft. zu überwinden ist.
Die Fig. 10 zeigt eine weitere'vereinfachte Ausführungsform, des Apparates und besteht aus dem Wesen nach mit den vorher beschriebenen Apparaten analogen Teilen. In der Höhlung der Schraube bzw. des Ventilsitzkörpers 45 ist der starre Dorn 46 befestigt. Ein Holländer 47 verbindet die Schraube 45 mit dem Rohr 48. Der aus Kautschuk bestehende Ventilteller 49 wird durch Verdrehen des um die Schraube 45 gleitenden Rohres 48 zum Loslösen vom Ventilsitz gebracht. Eine kleine Verdrehung genügt, um dies zu bewerkstelligen und ist, um durch Zufall das Herausdrehen des Rohres 48 aus dem Holländer 47 zu vermeiden, der zylindrische Teil der Schraube 45 mit einem Ansatz 50 versehen, an welchen der untere Fortsatz 51 des Rohres 48 seine Begrenzung findet.
In ähnlicher Weise wie vorher' liegt auch auf dem Ventil des. Apparates. die um die Führungshülse 37 a angeordnete Druckfeder 38a-auf. Das Rohr 48 ragt in die Hülse 39 a und umfasst das Rohr doua, welchem gegenüber die Aussenhülse 39 a zwecks Korrektur oder Nachaichens mittels der
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Schraube 41 a ihrer Höhe nach verstellbar itt. Mit dem Rohre 40 a ist das Pfeifchen'42 a verbunden.
Das Verbindungsstück 52 umfasst die Schraube 45 und besitzt zwei rohrförmige An- sätze 53 und 39. Den letzteren verbindet ein Holländer 60 mit dem Ventil des Radreifens. Die Beschickung des Radreifens mit) Pressluft erfolgt durch die Bohrung 54 und 61. Bei einem den skalenmässigen Druck überschreitenden Druck der Pressluft wird diese durch den Apparat entweichen und das Signal 42 a zum Ertönen bringen. Um diesen Apparat als Prüfer für den im Reifen herrschenden Luftdruck verwenden zu können, wird der Apparat auf das Ventil des Radreifens aufgesetzt und dessen Ventilnadel mittels eines federnden Gleitdornes 55 vom Ventilsitz abgehoben.
Dies. erfolgt von Hand aus durch Drücken ent- gegen. der zwischen der kapselförmigen Hülse 56 und der in ihr verschiebbaren Hülse 58 vorgesehenen, Drückfeder 57, wodurch die im'Radreifen befindliche Luft zum Ausströmen gebracht wird und das akustische Zeichen zum Ertönen bringt ; sobald der im Reifen herrschende Druck höher ist, als der auf der Skala angezeigte Druck des Apparates. Die Aussenhülse 39a wird nun durch Verdrehen entlang der Skala bis zu dem einen höheren Druck anzeigenden Teilstrich verschoben und dadurch die Feder 38a so lange stärker gespannt, bis das akustische Signal verhallt.
Dabei genügt es während des Verdrehens, deren Aussenhülse 39 a einigemale auf die Stirnfläche der Hülse 56 zu drücken, um zeitweise einen Pressluftstrom zum Ventil des Apparates zu führen. Ist der nun auf der Skala richtig angezeigte Druck im'Radreifen ungenügend, so wird auf den Ansatz 53 bei vorherigem Abheben der Hülse 56 mit dem federnden Gleitdorn 55,'der Luftschlauch der Pumpe aufgesetzt und Pressluft eingeführt, bis das akustische Signal des auf den gewünschten Druck eingestellten Apparates zum Ertönen gelangt.
An Stelle der über dem Rohransatz 35 lose aufgestülpten Hülse 56 mit federndem Gleitdom 55, welcher bei Verwendung des Apparates als Druckprüfer stets durch die eine Hand gehalten und. bedient werden muss, kann der Gleitdorn 55a (Fig. 12) in der Führungshülse 67 mittels der Schraube 68 verschieden eingestellt werden, wobei die Führungshülse 67 auf den Rohransatz 53 durch Schraubengewinde dicht abschliessend befestigt ist. Um ein genügendes Zurückdrücken des Reifenventilkegels zu bewirken, wird durch Verdrehen der
Sehraube 68 der Gleitdorn 55a mehr oder weniger in der Führungshülse 67 verschoben.
Nun wird die Aussenhülse 39a am Apparat so lange verdreht, bis das akustische
Zeichen durch das Ausströmen der im Radreifen bofindlichen Luft ertönt, worauf der Gleit- dorn 55 a durch Verdrehen der Schraube 68 von der Ventilnadel des Radreifens zum Ab- heben gebracht wird, damit keine Pressluft mehr ausströmen kann. Die Unterkante der
Aussenhülse 39 a zeigt auf der Skalenteilung nunmehr den im Radreifen herrschenden Druck der Pressluft an.
Um in Behältern, Kesseln usw. den Druck der eingeschlossenen Gase, Dämpfe u. dgl. auf. einem ständig gleich hohen Druck zu erhalten, welcher nicht überschritten werden soll, dient der Apparat gemäss der Erfindung vorteilhaft als selbsttätiger Druckregler, welcher beim geringsten Masse aufkommenden Überdruckes die Spannung des Gases oder Dampfes dadurch auf. den richtigen Druck herabsinken lässt, dass der auf diesen Druck skalenmässig eingestellte Apparat die den Überdruck bewirkenden überflüssigen Gase, zum Ausströmen bringt und das akustische Signal so lange betätigt, bis die richtige Druckhöhe präzise erreicht ist.
Zweckmässig wird das im Behälter befindliche Gas durch ein Rohr, mit welchem der Apparat vermittelst der Schraubenmutter 62 (Fig. 13) verbunden ist und durch-die Bohrung 63 zum Ventilkegel 64 führt, im übrigen enthält dieser Apparat dieselben Bestandteile, wie der vorherbeschriebene.
Genau in derselben Weise wirkt eine auf den bestimmten Druck eingestellte Druckfeder auf den Ventilkegel 64, der seitliche Ansätze 65 aufweist, welche in entsprechenden Längsnnuten 66 des Rohres 48 a gleiten, um beim Verdrehen des Rohres 48 den etwa am Ventilsitz haftenden Ventilkegel 64 zu lockern und zu lösen. Übereinstimmend mit den Fig. 10 und 13 ist dieses Verdrehen des Rohres 48 a vermittelst des Ansatzes 50 a auf der zylindrischen Fortsetzung der Schraube 62 und des Fortsatzes 5.. 1 a des Rohres 48 a begrenzt, um eine unbeabsichtigte Aufhebung der Verbindung zwischen der Schraube 62 und dem Rohre jazz hintanzuhalten.
Die Vorteile'der vorbeschriebenen Ausführungen des Apparates bestehen in dem verlässlichen Funktionieren der Beobachtungen zur Bestimmung des in den Pressluftreifen o. dgl. herrschenden vorhandenen Luft-bzw. Gasdruckes einerseits und des rationellen Ausmasses der Luftmenge andrerseits} welche in den'Reifen eingeführt werden soll. Ferner ermöglicht er die Vornahme einer genauen und bequemen Beobachtung auch im Dunkeln, da sowohl beider Kontrolle oder Messung des im Reifen vorhandenen Luftdruckes, als auch bei der Bestimmung der in den Reifen einzuführenden Luftmenge, bloss das Ertönen und Verhallen des akustischen Signals abgewartet wird, während das Einstellen oder Ablesen der Skala vor-oder nachher auf dem vom Reifen abgenommenen Apparat erfolgen kann,