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Spannungsmesser.
Die in jedem Flugzeuge vorhandenen Spannseile und Spanndrähte müssen mit einer bestimmten Spannung eingebaut werden, deren genaue Kontrolle während des Aufbaues des Flugzeuges, vor seiner Abnahme und vor jedem Fluge unerlässlich ist.
Bisher wurde die Kontrolle meist empirisch vorgenommen, indem man durch Durch- biegen des Seiles mit der Hand auf seine mehr oder minder grosse Spannung schloss. Diese höchst fragliche Methode bedingt eine besondere Übung des kontrollierenden Organes und lässt dasselbe trotzdem in Unkenntnis über die in den Seilen und Drähten tatsächlich vor- handenen'Spannungen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Instrument, mit welchem die Spannung der Spannseile und Spanndrähte bestimmt werden kann.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungs- form dargestellt, und zwar zeigt Fig. I den Spannungsmesser in Seitenansicht mit ge- schnittenem Mittelteil, Fig. 2 eine Vorderansicht und Fig. 3 einen Schnitt durch den Mittel- teil des Instrumententrägers nach der Linie a-b der Fig. i, Fig. 4 zeigt eine abgeänderte
Ausführungsform des Mittelteiles des Instrumentes und Fig. 5 einen Schnitt nach der
Linie c-d der Fig. 4.
Das Instrument besteht aus dem Träger 1 von T-Form, dessen Steg zwecks Er- leichterung kreisförmige Ausschnitte aufweist. Der Mittelteil des Steges ist ausgeschnitten und durch zwei Laschen 2 ersetzt, welche mit dem Träger 1 mittels der Nieten 3 ver- bunden sind und die Büchse 4 so fest umschliessen, dass sie sich nicht drehen kann. Auf den Aussenenden des Trägergurtes sind die Putzen 5 angenietet, in welche die Gabeln 6 eingeschraubt sind. Der Boden jedes Gabelmaules ist schneidenförmig ausgebildet. Die Vorderseite der Büchse 4 ist etwas erweitert und besitzt einen Flansch 8 zum Befestigen des Zifferblattes 9. Im Innern der Büchse 4 ist eine Längsnut 10 vorgesehen.
Die Büchse 4 ragt durch einen kreisförmigen Ausschnitt des Trägergurtes und ist durch den Ring 11 gegen eine Längsverschiebung gesichert. Durch die Bohrung im Boden der Büchse tritt die Zugstange 12, welche an beiden Enden ein Schraubengewinde von normaler Steigung hat. Auf das kürzere Schraubengewinde ist der Zughaken 13 aufgeschraubt und mittels eines Bolzen 14 gesichert. Der Hakenschaft besitzt eine Milli- metereinteilung 15, die zum Einstellen des Instrumentes auf die entsprechende Draht-oder Seildicke dient. Die Einstellung wird mittels der scharfrandigen Mutter 16 vorgenommen, welche auf dem Schraubengewinde der Zugstange verstellt werden kann.
Die Zugstange 12 ist in der Bohrung des Kolbens 17 gelagert, welcher einen Flansch 18 besitzt, der mittels einer Nase in die Längsnut 10 der Büchse 4 eingreift und so den Kolben gegen eine Drehung in der Büchse 4 sichert. Das flachgängige Aussengewinde dieses Kolbens hat eine solche Steigung, dass es nicht selbstsperrend wirkt. Der Kolbenflansch stützt sich gegen die Feder 19, welche ihr Widerlager im Boden der Büchse 4 findet. Auf dem Kolbengewinde ist eine Mutter 20 angeordnet, welche in der Büchse 4 drehbar, aber nicht verschiebbar gelagert ist. Diese Lagerung wird durch eine Stufe in der Büchse und das Zifferblatt erzielt. Am besten erfolgt die Lagerung der Mutter zwecks Herabsetzung der Reibung auf Spurkugellagern an beiden Enden (siehe Fig. 4).
Auf dem Hals dieser Mutter ist der Zeiger 21, der auf dem Zifferblatt 9 spielt, mit einer Klemmschraube befestigt.
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Auf das vordere Schraubengewinde der Zugstange 12 ist die Kurbel 22 oder ein Handrad aufgeschraubt, mit dem die Zugstange in ihrer Achsenrichtung bewegt werden kann. Das Zifferblatt 9 ist mit den Schrauben' auf dem Flansch 8 der Büchse 4 befestigt.
Die Ausführungsform nach Fig. 1 hat jedoch den Ubel-'tand. dass das Auswechseln der Feder umständlich ist, weil zu diesem Zwecke die sechs Schrauben. :. ? 3 entfernt werden müssen. Auch lässt sich das Instrument wegen der Stellung deb Zifferblattes zum Träger schlecht verpacken. Endlich ist der Raum für die Feder ziemlich eingeschränkt, da die Bohrung und die Länge der Büchse 4 begrenzt ist und die Büchse anderseits auch das Gewicht des Instrumentes vergrössert.
Diese Übelstände werden durch die. Ausführungsform nach Fig 4 behoben. Die Büchse 4 fällt jetzt gänzlich weg. Die Öffnung im Trägergurt ist durch eine Kappe 24 geschlossen, welche mit dem Gurt vernietet ist. Statt der Nut 10 in der Büchse 4 sind jetzt zwei Nuten 10 vorgesehen, welche durch eine Verbreiterung des Ausschnittes im Trägersteg gebildet werden. Somit wird auch der Kolben 17 durch zwei in die Nuten 10
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Das doppelte Kugellager der Mutter 20 befindet sich in einem KugeIlagergehäue 25, an dessen Flansch 26 das Zifferblatt 9 angeschraubt ist. Der zylindrische Teil des Kugel- lagergehäuses 25 trägt ein Gewinde und wird in den mit Innengewinde versehenen Teil der Gewindehülse 27 eingeschraubt.
Der dem Träger zugewendete Teil dieser Gewindehülse ist der Länge nach geschlitzt, so dass er den Steg und die beiden Laschen. 2 des Trägers 1 umgreifen kann und ist mit dem Träger durch kleine Schrauben verbunden, deren Achsen in Fig. 4 angedeutet sind.
Soll die Feder 19 ausgewechselt oder das Instrument verpackt werden. dann genügt eine Drehung des Zifferblattes, um dasselbe samt dem Kugellagergehäuse 25, dem Zeiger 21 und dem Schraubenkolben 17 aus der Gewindehülse herauszuschrauben, wobei noch der Vorteil erzielt wird, dass die Kugellager nicht geöffnet werden müssen.
Der Wirkungsweise des Instrumentes liegt folgende Annahme zugrunde : Auf dem Draht oder Seil, dessen Spannung gemessen werden soll, wird mittels Anschlägen eine bestimmte Länge abgegrenzt und dem Seilstück mittels eines Zughakens eine bestimmte konstante Durchbiegung erteilt, sodann die dazu nötige Kraft mittels einer Feder gemessen.
Es ist klar, dass diese Kraft von der Seilspannung abhängig ist. Die Ablesung der Spannung des Seiles erfolgt in dem Momente, in welchem die konstante Durchbiegung erreicht ist@
Um nun mit diesem Spannungsmesser die Spannung eines Seiles messen zu können, wird zunächst die Seildicke mit einer Schublehre bestimmt und dann die Schraube 76 so weit gedreht, bis ihr zugeschärfter Rand mit dem die Seildicke angebenden Teilstrich auf der
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angelegt, dass dieses in den Gabeln 6 auf den Schneiden 7 liegt, und hierauf der Haken 13 in das Seil eingehakt.
Nun wird die Kurbel 22 so lange gedreht. bis die Mutter 16 den Boden der Büchse 4 berührt und in diesem Momente die Sollspannung auf dem Zifferblatt abgelesen
Durch das Drehen der Kurbel S. 5 wird die Zugstange 12 durch die Bohrung des Kolbens 18 gezogen der gegen Drehung gesichert ist. Da das Seil der Durchbiegung durch den Haken einen Widerstand entgegensetzt, welcher sich auf den Kolben 17 überträgt, wird die Spiralfeder 19 zusammengedrückt und der Kolben 17 in die Büchse 4 geschoben.
Das steilgängige Gewinde dieses Kolbens bewegt die Mutter, 20 und damit den Zeiger 21,
Die Durchbiegung des zu untersuchenden Drahtes oder Seiles wird durch die Distanz zwischen dem Boden der Mutter 16 und dem der Büchse J bestimmt und für alle Seilund Drahtstärken dadurch konstant erhalten, dass die Mutter 16 vor jeder Messung auf jenen Teilstrich der Skala des Hakenschaftes eingestellt wird, der der jeweiligen Seilstärke entspricht.
Die Eichung des Spannungsmessers erfolgt dadurch, dass die Spannung eines Seiles durch Gewichtsbelastung stufenweise gesteigert und jedesmal eine Messung vorgenommen und die Zeigerstellung auf dem Zifferblatt verzeichnet wird. Je nach Bedarf können auf dem Zifferblatt auch mehrere konzentrische Skalen angeordnet werden, die den einzelnen Seil-oder Drahtstärken entsprechen.
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